Zurück in die Zukunft (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Zurück in die Zukunft
Originaltitel Back to the Future
Zurück in die zukunft logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Robert Zemeckis
Drehbuch Bob Gale
Robert Zemeckis
Produktion Neil Canton
Bob Gale
Musik Alan Silvestri
Kamera Dean Cundey
Schnitt Harry Keramidas
Arthur Schmidt
Besetzung

Zurück in die Zukunft (Originaltitel: Back to the Future) ist eine Science-Fiction-Filmkomödie aus dem Jahr 1985 von Regisseur Robert Zemeckis, der gemeinsam mit Bob Gale auch das Drehbuch schrieb. Der Film stellt den ersten Teil der Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie dar. Der zweite Teil Zurück in die Zukunft II erschien 1989, der dritte Teil Zurück in die Zukunft III wurde 1990 veröffentlicht.

Der Film erzählt die Geschichte des Schülers Marty McFly, der versehentlich per Zeitreise in das Jahr 1955 gerät und dort die Vergangenheit seiner Eltern verändert, was dazu führt, dass seine Existenz gefährdet ist. Marty muss nun versuchen, die ursprüngliche Vergangenheit wiederherzustellen und wieder ins Jahr 1985 zurückzukehren.

Handlung[Bearbeiten]

Der Jugendliche Marty lebt in seiner Heimatstadt Hill Valley in Kalifornien zusammen mit seinen Geschwistern bei seinen Eltern Lorraine und George McFly. Am 25. Oktober 1985 erhält Marty von dem befreundeten Wissenschaftler Dr. Brown einen Anruf, dass dieser ihn am folgenden Tag um Punkt 1:15 Uhr früh am Parkplatz des Einkaufszentrums treffen will. Dort führt Brown eine von ihm erfundene Zeitmaschine vor, die der Wissenschaftler in einen Sportwagen vom Typ DeLorean DMC-12 eingebaut hat. Die für die Zeitreisen nötige elektrische Energie liefert ein Kernreaktor, der mit Plutonium betrieben wird. Dieses Plutonium stammt von libyschen Nationalisten, für die er eigentlich eine Bombe hätte bauen sollen. Die Zeitmaschine testet Brown zunächst an seinem Hund Einstein. Da die Libyer inzwischen bemerkt haben, dass Brown ihnen das Plutonium gestohlen hat, sind sie hinter ihm her. Sie entdecken ihn schließlich auf dem Parkplatz und schießen auf ihn. Marty muss dabei zusehen, wie Brown getroffen zu Boden stürzt, und aktiviert auf der Flucht versehentlich die Zeitmaschine dadurch, dass er den Wagen auf die benötigten 88 mph (≈ 141,6 km/h) beschleunigt, wodurch er in das Jahr 1955 reist, welches Brown als Beispiel in die Zeitmaschine eingetragen hat. Brown hat zuvor die Zeitmaschine zu Demonstrationszwecken auf den 5. November 1955 eingestellt, da er genau an diesem Tag die richtige Idee für die Erfindung der Zeitmaschine hatte.

In der Vergangenheit trifft Marty auf George McFly, seinen zukünftigen Vater, sowie auf Biff, von dem sein Vater auch im Jahre 1985 noch unterdrückt und ausgenutzt wird. Er rettet George vor einem herannahenden Auto und wird an dessen Stelle angefahren. Der Fahrer stellt sich als Vater von Lorraine, Martys zukünftiger Mutter, heraus. Aufgrund des Eingreifens von Marty wird nun – anstatt George – er selbst zu Lorraine ins Haus gebracht, wo diese sich um ihn kümmert und sich in ihn verliebt. Dies bringt Martys Existenz in Gefahr, da er ohne das Zusammenkommen seiner Eltern nicht geboren werden würde.

Marty sucht den Dr. Brown des Jahres 1955 auf und überzeugt ihn davon, dass er tatsächlich aus der Zukunft kommt und mit einer von ihm gefertigten Zeitmaschine hergereist ist. Brown erklärt sich bereit, Marty bei seiner Rückkehr ins Jahr 1985 zu helfen. Das Plutonium der Zeitmaschine ist verbraucht und die notwendige Leistung für die Zeitmaschine von 1,21 Gigawatt ist anderweitig nicht zu beschaffen – lediglich ein Blitz könnte die erforderliche Energiemenge liefern. Marty kennt zufällig – dank eines Flugzettels aus 1985 – die genaue Zeit eines Blitzeinschlags in das Rathaus der Stadt, da dieser die Rathausuhr zum Stillstand gebracht hat: am folgenden Samstag, den 12. November, um 22:04 Uhr. Daher soll die Rückreise zu diesem Zeitpunkt erfolgen.

Vor seiner Rückkehr muss Marty unbedingt seine Eltern dazu bringen, sich ineinander zu verlieben. Dieses Vorhaben stellt sich als schwierig heraus, da George, wie auch im Jahre 1985, ein schüchterner Außenseiter ohne Selbstbewusstsein ist. Von Lorraine erfährt Marty, dass diese eine Vorliebe für starke Männer hat, die eine Frau beschützen können. Marty lässt sich daher von Lorraine zu einer „Enchantment Under the Sea“ genannten Tanzveranstaltung der Schule einladen, plant allerdings, sie absichtlich durch unanständiges Verhalten auf dem Parkplatz zu verärgern und George somit die Möglichkeit zu bieten, sie vor ihm zu retten und als Held dazustehen. Der Plan misslingt, als plötzlich Biff auftaucht, der Marty aus dem Auto zieht und statt seiner Lorraine belästigt. Da kommt wie vereinbart George hinzu; er schlägt Biff nieder, worauf Lorraine von George begeistert ist und sich in ihn verliebt. Auf dem Ball, auf dem Marty Gitarre bei der Bühnenband spielt, küssen sich die beiden schließlich, womit Martys Existenz gerettet ist.

Marty übergibt Brown einen verschlossenen Brief, der ihn vor seiner Erschießung im Jahre 1985 warnen soll. Brown weigert sich, den Brief zu lesen, weil er negative Konsequenzen durch den Erhalt dieser Informationen über die Zukunft befürchtet und zerreißt ihn. Es gelingt Brown, den Blitz im richtigen Moment in den Fluxkompensator der Zeitmaschine zu leiten, was Marty ermöglicht, in das Jahr 1985 zurückzukehren. Er stellt als Zielzeitpunkt 10 Minuten vor seiner Abreise ein, um noch Zeit zu haben, Brown vor den Libyern zu retten.

Zurück in der Gegenwart, kommt er dennoch nicht früh genug zum Parkplatz des Einkaufszentrums und muss mitansehen, wie Brown scheinbar erschossen wird und er selbst mit der Zeitmaschine verschwindet. Es stellt sich jedoch heraus, dass Brown den einst zerrissenen Brief wieder zusammengefügt hat und mit einer kugelsicheren Weste den Anschlag der libyschen Terroristen überlebte.

Die von Marty in der Vergangenheit vorgenommenen Veränderungen bleiben indes nicht ohne Auswirkungen auf die Gegenwart: Sein Vater George ist inzwischen ein selbstbewusster und erfolgreicher Buchautor geworden, der Biff als seinen Angestellten beschäftigt.

Brown beschließt, 30 Jahre in die Zukunft zu reisen, um Erkenntnisse über den Fortschritt der Menschheit zu erlangen. Er kommt kurz darauf aufgeregt wieder in die Gegenwart zurück und fordert Marty und dessen Freundin Jennifer auf, mit in die Zukunft zu reisen, da man dort deren Kindern helfen müsse.

Hintergrund[Bearbeiten]

US Logo Version

Zurück in die Zukunft wurde in Zusammenarbeit von Universal Pictures und Amblin Entertainment produziert. Die Dreharbeiten begannen am 26. November 1984 und endeten am 20. April 1985. Bis zur geplanten Veröffentlichung des Films am 3. Juli 1985 standen somit nur neun Wochen für die Nachproduktion zur Verfügung. Die Produktionskosten wurden auf rund 19 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 381 Millionen US-Dollar ein, davon rund 210 Millionen US-Dollar in den USA - der Film war damit der erfolgreichste Film des Jahres 1985 in den USA.[1][2]

Drehbuch[Bearbeiten]

Die Arbeiten am Drehbuch begannen bereits im September des Jahres 1980, Robert Zemeckis und Bob Gale waren daran gleichermaßen beteiligt. Die Idee dafür lag Bob Gale zufolge allerdings schon länger vor. Als Inspiration für den Entwurf des Drehbuches habe ihm die Frage gedient, wie es wohl wäre, in die Vergangenheit zu reisen und dort zu prüfen, wie seine Eltern als Jugendliche waren.[3] Gale hatte im High-School-Jahrbuch seines Vaters geblättert und festgestellt, dass dieser damals stellvertretender Klassensprecher gewesen war. Er fragte sich, ob er mit ihm damals hätte befreundet sein können, und verneinte diese Frage für sich.[4]

Ursprünglich wurde das Drehbuch für Columbia Pictures entworfen, später jedoch von diesem und anderen Studios zunächst abgelehnt. Amerikanische Jugendfilme wie Ich glaub’, ich steh’ im Wald enthielten zu dieser Zeit als zentrale Elemente oft Alkohol, Drogen oder Sex, was bei vielen Studios als Garant für kommerziellen Erfolg galt. Daher bemängelten die Verantwortlichen vieler Studios das Fehlen jener Elemente. Auch die Walt Disney Company lehnte das Projekt ab, begründete es allerdings anders: Sie war der Meinung, der Film sei für ihre üblichen Zielgruppen zu obszön, was sie vor allem daran festmachten, dass sich im Film eine Mutter in ihren Sohn verliebt.[5]

Steven Spielberg erklärte sich als einziger bereit, das Drehbuch zu produzieren. Zemeckis ließ das Projekt allerdings vorerst fallen, da er aufgrund der Tatsache, dass seine vorausgegangenen Filmkomödien I Wanna Hold Your Hand und Mit einem Bein im Kittchen, die beide von Spielberg produziert worden waren, eher wenig Erfolg hatten, befürchtete, ein abermals erfolgloser Film könnte ihn als Regisseur diskreditieren und ihn so um potenzielle Anstellungen bringen. Nachdem sein Film Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten, für den er von Michael Douglas engagiert worden war, relativ erfolgreich war, zeigten einige Studios nun Interesse an dem Drehbuch zu Zurück in die Zukunft, und Zemeckis beschloss, den Film nun doch zu realisieren. Als Produzent sollte Steven Spielberg fungieren, da dieser das Drehbuch schon früher befürwortet hatte.[5]

Bevor das Drehbuch verwirklicht wurde, verlangte Sid Sheinberg, der Vorsitzende von Universal Pictures, noch einige Änderungen. Beispielsweise änderte er den Namen von Martys Mutter von Eileen zu Lorraine und benannte sie damit nach seiner Frau. Auf wenig Zustimmung stieß sein Versuch, den Titel in „Spaceman From Pluto“ (Der Raumfahrer vom Pluto) zu ändern. Dies konnte Steven Spielberg verhindern, indem er Sheinberg eine Notiz schickte, in der er sich für seinen gelungenen Scherz bedankte, über den alle wunderbar lachen konnten. Sheinberg war es nun offensichtlich zu peinlich, Spielberg zu antworten, dass sein „scherzhafter“ Vorschlag eigentlich ernst gemeint war und man hörte nie wieder etwas zu diesem Thema von ihm.[6]

Die größte Schwierigkeit bereitete Gale und Zemeckis bei der Drehbucherstellung der ödipale Aspekt des Films. Die beginnende Affäre zwischen Marty und seiner Mutter musste aufgelöst werden, ohne grotesk auszusehen. Zemeckis erinnert sich: „Wir waren in einer Sackgasse, weil wir dachten, dass Marty die ödipale Geschichte beenden muss, weil er ja weiß, dass sie seine Mutter ist. (…) Dann kam die große Inspiration: Es war die Mutter, die es beenden würde. Irgendetwas Komisches passiert, weil sie ihren eigenen Sohn küsst und es sich einfach nicht richtig anfühlt. Das war die perfekte Lösung.“[7]

Bis kurz vor Drehbeginn sah das Drehbuch vor, dass der Höhepunkt des Films auf einem Atomtestgelände stattfinden sollte, wo die Zeitmaschine durch die Zündung einer Atombombe die Energie für die Zeitreise zugeführt bekommen sollte.[4] Wegen finanzieller Schwierigkeiten verwarfen sie diesen Gedanken allerdings und entwickelten die Idee, dass die Energie von einem Blitz zugeführt werden sollte.[6]

Trotz des offenen Endes war ursprünglich keine Fortsetzung geplant. Erst nach dem großen kommerziellen Erfolg, den der Film mit sich brachte, begannen Bob Gale und Robert Zemeckis mit der Entwicklung der beiden Fortsetzungen.[6]

Besetzung[Bearbeiten]

Michael J. Fox mit seiner Frau Tracy Pollan (1988)

Für einige Charaktere fand Zemeckis recht schnell Schauspieler, die seiner Meinung nach in die Rollen passten. Crispin Glover, der den George McFly spielte, und Lea Thompson, die die Lorraine Baines spielte, erhielten so schon eine Zusage, nachdem sie nur wenige Male vorgesprochen hatten. Glover und Thompson, die beide etwa zwanzig Jahre alt waren, übernahmen auch die Rollen ihrer älter gewordenen Charaktere aus dem Jahr 1985, was damals noch unüblich war. Die beiden mussten daher für einige Szenen zeitaufwändig mit Make-Up und Kostümen auf ein höheres Alter getrimmt werden.[6]

Auch Christopher Lloyd wurde für die Rolle des Doctor Brown schon nach kurzer Zeit verpflichtet. Bei der Darstellung seiner Rolle ließ er sich eigenen Aussagen zufolge von dem Dirigenten Leopold Stokowski inspirieren, was sich vornehmlich in seiner überschwänglichen Gestik widerspiegelt. Weitere Inspirationen habe ihm Albert Einstein geliefert.[6]

Für andere Charaktere gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Schauspieler jedoch weitaus schwieriger. Die Suche nach einem Hauptdarsteller blieb beispielsweise zuerst weitgehend erfolglos, weshalb man auch den Starttermin der Dreharbeiten auf ein späteres Datum verlegen musste. Michael J. Fox war zwar Zemeckis’ Wunschkandidat für die Rolle des Marty McFly, konnte jedoch nicht engagiert werden, da er zu dieser Zeit an der Serie Familienbande arbeitete. Später kristallisierten sich die Bewerber Eric Stoltz und Christopher Thomas Howell heraus. Stoltz übernahm schließlich die Rolle. Bereits nach einigen Wochen stellte Zemeckis jedoch fest, dass Stoltz nicht die Art von Humor verkörperte, die er sich von dem Charakter Marty McFlys erhofft hatte.[8] Daher wandte er sich erneut an Fox, der sich nun bereit erklärte, parallel zu seinen Dreharbeiten an Familienbande auch für Zurück in die Zukunft zu drehen. Umstritten ist, ob für Zurück in die Zukunft Szenen verwendet wurden, in denen Marty noch von Stoltz gespielt wird. Fox war nun täglich bis zu 20 Stunden mit seiner Arbeit als Schauspieler beschäftigt. Ein typischer Drehtag sah so aus, dass er um 9 Uhr aufstand, von 10 bis 18 Uhr für Familienbande arbeitete, dort direkt mit dem Auto abgeholt wurde um ihn zu Universal zu bringen, wo er erst wieder zwischen 2 und 4 Uhr Nachts mit der Arbeit fertig war und nach Hause konnte. Da die Dreharbeiten zu Familienbande immer werktags stattfanden, mussten die Szenen mit Fox für Zurück in die Zukunft hauptsächlich in der Nacht gedreht werden. Viele Tagszenen konnte man nachts im Studio mit entsprechender Beleuchtung drehen, Tageslichtaufnahmen im Freien konnte Fox wegen seiner werktäglichen Verpflichtungen bei Familienbande nur an Wochenenden drehen.[5]

Die Besetzung von Michael J. Fox brachte es mit sich, dass auch die für die Rolle von Marty McFlys Freundin Jennifer ursprünglich vorgesehene Melora Hardin durch Claudia Wells ersetzt wurde, da Hardin den kleineren Fox zu sehr überragt hätte, was nach Meinung der Produzenten auf der Leinwand komisch gewirkt hätte.

Product Placement[Bearbeiten]

Im Vorfeld zur Produktion des Films wurden zahlreiche Product-Placement-Verträge abgeschlossen, die dem Studio zusätzliche Einnahmen sichern sollten. So wird Marty beispielsweise in der amerikanischen und deutschen Fassung im Jahr 1955 von seiner Mutter nach der amerikanischen Modefirma Calvin Klein benannt, da sie diesen Namen auf seiner Unterhose gelesen hatte. Weiterhin wurden Verträge mit den Firmen Burger King, Pepsi und Toyota abgeschlossen.

Man versuchte aber auch darauf zu achten, dass sich die Marken in die Handlung einbauen ließen. So hatte Shell zwar mehr als Texaco zahlen wollen, falls man deren Logo im Film zeigte, da man aber am Shell-Logo zwischen 1955 und 1985 keine relevante Veränderung bemerken konnte, haben sich die Filmmacher für Texaco entschieden, da hier die unterschiedlichen Firmenlogos sehr auffällig sind.

Ein Mitarbeiter aus der Abteilung für Product-Placement bei Universal hatte bereits einen Vertrag mit dem Marketing-Verband der kalifornischen Rosinenhersteller geschlossen, wobei er ihnen eine hervorragende Werbemöglichkeit im Film versprach und der Verband dafür 50.000 US-Dollar zahlte. Dies geschah allerdings ohne vorherige Rücksprache mit den Filmemachern Robert Zemeckis und Bob Gale. Als diese davon erfuhren, waren sie überrascht, dachten allerdings, dass sie eine Rosinenmarke wohl noch irgendwo im Film platzieren könnten. Als sie erfuhren, dass es sich bei diesem Sponsor um einen Verband handelte, der keine Marke vertritt, sondern lediglich das Produkt „kalifornische Rosinen“ vermarktet, waren sie entsetzt: Bob Gale meinte „wenn ich auf der Tanzveranstaltung einfach nur eine Schüssel voller Rosinen hinstelle und das filme, sieht das aus wie eine Schüssel voller Dreck“. Letztendlich kam in den Film eine Szene, in welcher der Schriftzug „California Raisins“ (kalifornische Rosinen) auf einer Parkbank aufgedruckt zu sehen ist, auf der ein betrunkener Stadtstreicher liegt. Der Verband war entsetzt und drohte Universal mit einer Klage. Als Universal Bob Gale um eine Stellungnahme zu diesem Thema bat, meinte er, dass es am besten wäre, wenn man die gesamten 50.000 US-Dollar wieder zurückzahlen würde. Dies tat Universal dann auch. Bob Gale meinte rückblickend, dass er aus diesen Vorgängen gelernt habe, dass sich die möglichen Gewinne durch Product-Placement unterm Strich nicht lohnen würden, da man damit praktisch „einen weiteren Produzenten“ mit im Boot habe, der sich in den künstlerischen Prozess des Filmemachens einmische und dem man zusätzlich Rechenschaft ablegen müsse.[6]

Drehorte[Bearbeiten]

Courthouse Square mit dem Gebäude, das für den Film zum fiktiven Rathaus umgebaut wurde; unten links das Logo des Films

Zemeckis hatte vor, den Film im Vorort einer größeren Stadt zu drehen. Da man jedoch von keiner Stadt eine Genehmigung erhielt, um mehrfach Stadtfassaden nach ihren Wünschen abzuändern, entschied man sich letztendlich für das Gelände der Universal Studios. Hauptdrehort war nun der sogenannte Courthouse Square[3], der bereits für Dreharbeiten verwendet worden war, so zum Beispiel ursprünglich für das Gerichtsgebäude (Courthouse) in Wer die Nachtigall stört oder später für Gremlins – Kleine Monster. Um ihn an das Drehbuch anzupassen, musste man ihn geringfügig verändern. Beispielsweise wurde an das dort befindliche Gebäude die Uhr angebaut, in die zu einem späteren Zeitpunkt der Blitz einschlagen sollte. Sie befand sich noch bis 2003 an dieser Stelle und zeigte sogar noch die Uhrzeit 22:04 an – den Zeitpunkt, zu dem der Blitz im Film in die Uhr einschlägt. Seit 2003 wird die Fassade des Gebäudes von einer neuen Front verdeckt, so dass weder die bekannten Säulen noch die Uhr zu sehen sind. Das Gelände ist seitdem der Schauplatz zur Serie Ghost Whisperer.

Soweit nicht durch Dreharbeiten besetzt, war der Platz noch ein fester Teil der Studio-Tour. Dabei waren auch die beiden Mauerstücke vom Tor der Lyon Estates zu sehen. Anfang Juni 2008 brach auf dem Gelände ein Großbrand aus, wobei laut offiziellen Angaben das Set mit dem Gerichtsgebäude und der Rathausuhr zerstört wurde.[9] Dabei handelte es sich allerdings um eine Falschmeldung. Das Gerichtsgebäude sowie die angrenzende Main Street blieben bei dem Feuer fast unbeschädigt.[10]

Für einige weitere Szenen wurden jedoch Drehorte benötigt, die sich außerhalb des Geländes von Universal Studios befanden. So wurde außerdem in Pasadena, Burbank, Arleta sowie Whittier gefilmt.

Musik[Bearbeiten]

Die Filmmusik wurde von Alan Silvestri komponiert. Das Orchester bestand aus 98 Personen, 1985 stellte dies das größte Orchester dar, welches Universal je für einen Film zusammengestellt hat.[3]

Die Musik wird neben dem Film auch in verschiedenen Universal-Studios-Themenparks in der Attraktion Back to the Future: The Ride sowie als Hintergrundmusik an verschiedenen Orten der Parks verwendet.

Das im Jahre 1985 erschienene Soundtrack-Album enthält 10 Titel. Darunter Lieder der Künstler Eric Clapton, Etta James, Lindsey Buckingham sowie zwei Lieder, Power of Love und Back in Time, des US-amerikanischen Popmusikers Huey Lewis. Dieser übernahm auch die Rolle des Jury-Mitglieds, das zu Beginn des Films Martys Band, die ihre eigene Fassung des Liedes Power of Love spielen, aufgrund ihrer Lautstärke abweist.[3] Mr. Sandman von den Four Aces und The Ballad of Davy Crockett von Fess Parker werden zwar in jeweils einer Szene im Film verwendet, sind jedoch nicht im Soundtrack enthalten.

The Power of Love wurde für einen Oscar nominiert und erreichte Platz 1 der Billboard Hot 100. Für den Titel wurde auch ein Musikvideo produziert, in dem Doc Brown und der DeLorean einen Auftritt haben. In dem Video ist Doc Brown offenbar auf der Suche nach Huey Lewis. Er parkt die Zeitmaschine vor der Tür des Clubs, in dem die Band spielt, und geht hinein, doch ein Pärchen setzt sich in den DeLorean, spielt an den Knöpfen und Schaltern herum, und bevor Doc Brown es verhindern kann, verschwindet der Wagen und hinterlässt nur eine Spur aus Flammen. Am Ende des Clips landet der Wagen auf einem Parkplatz, die Flügeltüren öffnen sich, man hört die Frau sagen: „What a great trip“, und das abgefallene Nummernschild dreht sich nach der Zeitreise wie im Film zwischen den brennenden Blockierspuren.[11] Das vollständige Video erschien allerdings erst 2006 auf der Zusatz-DVD zum Kompilationsalbum Greatest Hits und war in dieser langen Version vorher nicht zu sehen.

Ende 2009 erschien zum 25-jährigen Jubiläum des Films bei dem auf Filmmusik spezialisierten Label Intrada die vollständige Filmmusik Alan Silvestris, von der es zuvor nur zwei Stücke auf das offizielle Soundtrack-Album geschafft hatten. Die Doppel-CD enthält (neben im Film nicht verwendeten Stücken) zusätzlich eine frühe Version der Filmmusik (auf CD 2), die einen etwas ernsteren Charakter aufweist und unter anderem auf Geheiß von Steven Spielberg abgeändert wurde. Eine weitere Besonderheit dieser Veröffentlichung ist die Überschreitung der üblichen Begrenzung der Produktionsmengen auf 3000 Stück durch Wiederverwendungsgebühren der Orchester. Diese Special Limited Edition ist durch besondere Vereinbarungen auf 10.000 Exemplare limitiert. Michael Matessino schrieb einen Begleittext, der Einblicke in die Produktion des Films und seiner Musik bietet.

Die Zeitmaschine[Bearbeiten]

Modell des im Film verwendeten DeLoreans DMC-12

Die Zeitmaschine wurde in verschiedensten Variationen entworfen und häufig abgeändert. Zuerst entwarf man sie in Gestalt einer Laser-Vorrichtung, die in einem Zimmer aufgebaut sein sollte. Anschließend entwarf man einen begehbaren Kühlschrank, der als Zeitmaschine dienen sollte. Da die Verantwortlichen allerdings befürchteten, Kinder könnten dies als Ansporn nutzen, um sich in Kühlschränke einzuschließen, verwarfen sie diese Idee.[5]

Schließlich entschied man sich, die Zeitmaschine mobil zu gestalten, was den Entwicklern zufolge logisch sei, da sie so stets mitgenommen werden konnte, womit eine Rückkehr erleichtert würde. Daher legte man fest, dass die Zeitmaschine in einen DeLorean DMC-12 eingebaut werden sollte. Ein Grund dafür sei der Witz gewesen, dass ein DeLorean von den Dorfbewohnern für ein außerirdisches Raumschiff gehalten würde, wenn er in der Vergangenheit ankäme.

Von ILM, die Zemeckis mit der Verwirklichung der Spezialeffekte beauftragt hatte, erhielt er verschiedene Entwürfe, wie das sogenannte Raum-Zeit-Kontinuum, das den Übergang von einer Zeit in eine andere räumlich darstellen sollte, aussehen könnte. Da er jedoch mit keinem dieser Entwürfe zufrieden war, entschied er sich dafür, den zeitlichen Übergang nüchtern und ohne derartige Effekte darzustellen. Zemeckis wollte sich so darauf konzentrieren, das Zeitreisen technisch glaubwürdig darzustellen. Zu diesem Zweck arbeiteten er und Gale den „Fluxkompensator“ (im Original flux capacitor, also eigentlich „Flusskondensator“) in das Drehbuch ein. Diese Erfindung Doc Browns sollte das Zeitreisen möglich erscheinen lassen. In Bezug auf die Funktionsweise der Zeitmaschine ließen sich die Drehbuchautoren von H. G. WellsDie Zeitmaschine inspirieren. So entschieden sie sich dafür, dass die Zeitmaschine nicht gleichzeitig durch Zeit und Raum reisen können sollte, da ihnen dies unmöglich erschien.[6]

Während der Dreharbeiten wurden drei Fahrzeuge verwendet. Eines wurde mit einem Porsche-Motor modifiziert und für Außenszenen, in denen ein fahrendes Auto benötigt wurde, verwendet. Ein anderes hatte einen erweiterten Innenraum für Szenen, in denen der DeLorean betreten oder verlassen wurde. Das dritte Fahrzeug war aufgesägt worden, damit man mit der Kamera im Innenraum filmen konnte. Es besaß keine äußerlichen Ausstattungen und wurde lediglich für Szenen innerhalb des DeLoreans verwendet.

Um den jeweiligen Fahrzeugen das Aussehen einer Zeitmaschine zu verleihen und den Filmfiguren ein interessantes Fahrzeug für die Zeitreisen zu schaffen, baute man neben Flugzeugteilen diverse Dinge, die man im Abfall oder in üblichen Elektronikläden fand, an. Darunter waren zahlreiche Beleuchtungseffekte und Stromkreise, die zu den geeigneten Zeitpunkten der Handlung an- und ausgehen sollten.[3]

Nach der Veröffentlichung des Films dankte John DeLorean Zemeckis für die Verwendung des von ihm entworfenen Autos und dafür, dass Zemeckis angeblich seine Träume am Leben erhalten habe. Weiter bot er an, die Mitarbeiter, die die Zeitmaschine entworfen hatten, als Designer einzustellen.[6] Einer der DeLoreans wurde mittlerweile von einem Fan erworben, der Wagen ist fahrtüchtig und in Kalifornien zugelassen.

Rezeption[Bearbeiten]

Nach Testvorführungen des fertigen Films wurden etwa sechs Minuten Filmmaterial wieder herausgeschnitten. Es handelte sich dabei um übererklärte Szenen, die nichts zum Fortgang der Handlung beitrugen und das Filmtempo verlangsamt hätten.[12] Kinostart in den USA war am 3. Juli 1985, in den westdeutschen Kinos lief der Film am 3. Oktober 1985 an. In Deutschland wurden rund 4,8 Millionen Kinobesucher gezählt.[13]

Ab dem 1. Dezember 1986 war der Film in Deutschland auf VHS erhältlich, als Verweis auf die kommende Fortsetzung wurde am Ende des Films erstmals der Schriftzug „Fortsetzung folgt …“ eingefügt. Die erste Ausstrahlung im deutschen Fernsehen fand am 26. März 1989 in der ARD statt.[14] Seit dem 26. September 2002 ist Zurück in die Zukunft auf DVD erhältlich. Am 20. Oktober 2005 erschien in Deutschland zusätzlich ein Set, in dem alle Teile der Trilogie und eine vierte DVD mit Zusatzmaterial enthalten sind. Bei allen Neuveröffentlichungen des Films entschieden sich Gale und Zemeckis bewusst gegen Überarbeitungen des Films, die durch technische Neuerungen möglich geworden waren, wie zum Beispiel das Entfernen von Filmfehlern oder das Hinzufügen digitaler Effekte, da sie dies für unangebracht hielten und der Meinung waren, dass ein Film immer ein Produkt seiner Zeit sei, dem man das auch ansehen dürfe. Einzig in der englischen Fassung wurden einige wenige Dolby-Surround-Effekte hinzugefügt, in anderssprachigen Fassungen behielt man die ursprüngliche Version bei. Zudem wurde für die Neuveröffentlichungen der Schriftzug „Fortsetzung folgt …“ wieder entfernt.[6]

Außerdem erschienen noch weitere Projekte, die sich den Film beziehungsweise die komplette Trilogie zum Thema machten. Zum Beispiel ließ CBS die Zeichentrickserie Zurück in die Zukunft (Originaltitel: Back to the Future: The Animated Series) entwickeln, die an die Geschehnisse des dritten Teils anknüpfte. Harvey Comics veröffentlichte eine Reihe von Comics, deren Handlung sich indirekt auf den Film bezog. Außerdem eröffneten im Mai 1991 in den Universal-Studios-Themenparks Attraktionen, die auf dem Film basieren. Im Weiteren erschien das Videospiel Back to the Future für das NES und Commodore 64.

Wie alle Teile der Trilogie war Zurück in die Zukunft sowohl in Deutschland als auch in den USA sehr populär. Tatsächlich zitierte der damalige US-Präsident Ronald Reagan 1986 in der State of the Union Address einen Satz aus dem Ende des Films, als er sagte „Where we’re going, we don’t need roads.“ (Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen.).[15] Der Film Teen Wolf, der im selben Jahr erschien und in welchem Fox ebenfalls als Hauptdarsteller fungierte, versuchte an den Erfolg von Zurück in die Zukunft anzuknüpfen, indem er sich in seiner Werbekampagne auf diesen bezog. In der italienischen Fassung von Teen Wolf wurde sogar der Name von Fox’ Charakter von Scott in Marty abgeändert.[16]

Kritiken[Bearbeiten]

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes
Kritiker [17]
Publikum [17]
Metacritic
Kritiker [18]
Publikum [18]
IMDb [19]

Nach den Kritiken zum Film gefragt, merkten Robert Zemeckis und Bob Gale Jahre später nur einen Punkt an, der ihnen aufgefallen wäre: Dass nämlich nur in einigen europäischen Rezensionen kritisiert wurde, dass die glückliche Zukunft der Familie McFly im Film ausschließlich über deren materiellen Reichtum definiert wird (z. B. das Haus, Martys Geländewagen und der BMW des Vaters), wohingegen in den USA kein einziger Kritiker die Definition von Glück über die materiellen Besitztümer der Familie anmerkte oder gar kritisierte.[6]

Im Allgemeinen wurde Zurück in die Zukunft von der Kritik äußerst positiv aufgenommen. Negative Kritiken, wie die Ken Hankes im Mountain Xpress, in welcher er den Film als zu selbstverliebt benennt,[20] oder die John Hartls auf film.com, in welcher er meint, der Film sei so damit beschäftigt, clever zu sein, dass er an seiner eigenen Genialität scheitere, waren eher die Ausnahme.[20] Aber auch Norbert Stresau kritisierte in der Science Fiction Times, „Solche Kinospektakel leben von ihrer Dichte, den mit Informationen, Anspielungen und Querverweisen vollgepackten Bildern und Dialogen, die man auf den ersten Blick gar nicht vollständig aufnehmen kann.“[21] Das Lexikon des internationalen Films beschreibt Zurück in die Zukunft dagegen als „weitgehend amüsante Mischung aus Science-Fiction und romantischer Komödie; in der ‚Rückblende‘ mit einer Reihe gelungener Einfälle, an der nicht nur jugendliche Zuschauer ihren Spaß haben.“[22] Kevin N. Laforest schreibt im Montreal Film Journal, dass der Film gegen Zemeckis’ späteres Meisterwerk Forrest Gump zwar ambitionslos wirke, auf seine Weise jedoch ebenso überzeugend sei.[23]

Pauline Kael kritisiert am 29. Juli 1985 im New Yorker die in ihren Augen reaktionäre Geisteshaltung von Zemeckis und Gale: „Steven Spielberg sagt, Zurück in die Zukunft sei die großartigste Episode von Erwachsen müßte man sein, die je produziert wurde. Das ist das Problem daran: Wenn ich ins Kino gehe, möchte ich keine verherrlichte Episode von ‚Erwachsen müßte man sein‘ sehen. (…) Der Film entspringt der Vorstellung von Zemeckis und Gale, mittelmäßig (das heißt, erfolgreich) werden zu müssen. (…) Diese Geisteshaltung ist verkrampft und gewöhnlich. (…) Die Vorstellung des Films bezüglich dem, was Glücklichsein in den 1980ern bedeutet, (…) sollte eigentlich ein satirischer Witz sein, ist sie aber nicht.“[24]

Carrie Rickie fühlt sich in der Kritik vom 3. Juli 1985 im Boston Herald enttäuscht von der glatten Ausführung des Films ohne Ecken und Kanten, trotz des ungewöhnlichen Themas: „Was mich am meisten (…) deprimiert ist, wie (…) Zemeckis alles, was frisch und exzentrisch an Terminator, Repoman und Buckaroo Banzai war, genommen und es für ein Mainstream-Publikum in Sirup verpackt hat.“[25]

In seinem filmtheoretischen Buch Film verstehen sieht James Monaco in den 80er Jahren das „heraufdämmernde digitale Zeitalter des ‚Morphing‘ […], in dem keinem Bild – wie authentisch es auch erscheint – mehr zu trauen ist“ angekündigt, und bescheinigt Zurück in die Zukunft eine „erfrischende postmoderne Sensibilität“. Derartige Filme muten an wie phantastisch ausstaffierte Vergnügungsparks, und Zemeckis spiele bei der Begründung der „zeitgenössischen Kino-Mythologie“ neben Spielberg und Lucas durchaus eine Rolle, so schreibt Monaco.[26]

Über den Humor des Films fanden die Kritiker weitgehend positive Worte. Der deutsche Kritiker Andreas C. Lazar schreibt dazu: „alles [ist] dermaßen leicht, charmant und witzig präsentiert, daß auch der schlechtgelaunteste Misanthrop sich ein Lächeln nicht verkneifen kann.“[27] Gary Panton hob hierzu besonders die Running Gags bezüglich Martys Heimatstadt, die sich über die 30 Jahre im Film verändere, hervor.[28] Stefan Michalzik war speziell von dem Humor der Szenen, die in der Vergangenheit spielen, begeistert, er schrieb in Die Andere Zeitung: „Besonders die Szenen in der Vergangenheit strotzen von komödiantischen Einfällen, die Lachkaskaden garantieren.“[21] Sönke Krüger schreibt dagegen, der Reiz des Streifens liege vor allem in seiner originellen Handlung und seinem herzhaften Humor, der sich aus der Gegenüberstellung von Mief und Idyll der 1950er Jahre mit Hektik und Modernität der 80er ergebe.[29]

Auch die Leistungen der Darsteller wurden von der Kritik geschätzt. Lazar schreibt, Fox habe während der Dreharbeiten sein Bestes gegeben, und auch Lloyd spiele die Rolle des zerstreuten Professors genial.[27] Gary Panton meint, Michael J. Fox und Christopher Lloyd seien nie besser gewesen als in Zurück in die Zukunft. Besonders Lloyd stehle jedoch Fox mit seiner glaubwürdigen und passionierten Darstellung des Doc Brown die Show.[28] Kevin N. Laforest ist der Meinung, Fox habe hier die Rolle gespielt, die auch seine späteren Rollen maßgeblich beeinflusst habe.[23]

Die Idee, die Zeitmaschine in Form eines DeLoreans zu präsentieren, wurde von den Kritikern als besonders ausgefallen gelobt. So schreibt Roger Ebert in der Chicago Sun-Times, in der langen Geschichte der Zeitreise-Filme habe es nie eine Zeitmaschine gegeben, die Browns DeLorean geglichen habe.[30] Lazar war ebenfalls angetan von dieser Idee: „Im unverwechselbaren Achtziger-Chic (…) stiehlt Docs DeLorean Marty fast die Show. Aber nur fast, denn der Film ist so gut, dass der schön designte und ausgestattete Wagen nur eine Perle unter vielen ist.“[27] Für Kevin N. Laforest war die Idee eines plutoniumbetriebenen DeLoreans Beweis für die erstaunlich detaillierten Ideen, welche der Film ihm zufolge darbietet.[23]

J. Hoberman nimmt sich in seiner Kritik in der Village Voice den ödipalen Aspekt zum Thema und rezensiert etwas ironisch, der Film sei „die größte psychoanalytische Heilmethode, die je erfunden wurde (…). Marty ist ein amerikanischer Ödipus, der lernt, das Verlangen nach seiner Mutter zu besiegen (…) und das Amt des Vaters anzutreten. Seine Belohnung: ein verbesserter Lebensstandard für die ganze Familie plus eine Frau.“[31]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Zurück in die Zukunft erhielt bei der Oscarverleihung des Jahres 1986 den Oscar für den besten Tonschnitt. Nominiert war der Film außerdem in drei weiteren Kategorien, darunter unter anderem für den besten Filmsong. Diesen Oscar erhielt in diesem Jahr allerdings Lionel Richie für den Film White Nights – Die Nacht der Entscheidung. In der Kategorie Bester Ton musste man sich den Verantwortlichen des Films Jenseits von Afrika geschlagen geben und in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch denen des Films Der einzige Zeuge.

Bei den Golden Globe Awards ging man trotz Nominierungen in den Kategorien Bester Film, Bestes Filmlied und Bestes Filmdrehbuch leer aus. Außerdem war Michael J. Fox in der Kategorie Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder einem Musical nominiert gewesen, die Trophäe ging allerdings an Jack Nicholson für den Film Die Ehre der Prizzis.

1986 gewann Michael J. Fox den Saturn Award in der Kategorie Bester Hauptdarsteller. Der Film wurde außerdem als Bester Science-Fiction-Film, sowie für die Besten Spezialeffekte ausgezeichnet. Ferner war er in den Kategorien Bestes Kostüm, Beste Regie, Beste Musik und Bester Nebendarsteller (Crispin Glover und Christopher Lloyd), sowie Beste Nebendarstellerin (Lea Thompson) nominiert gewesen.

Bei den britischen BAFTA Award wurde Zurück in die Zukunft in fünf Kategorien für einen Preis vorgeschlagen, ging jedoch letztlich leer aus.

In Deutschland erhielt er 1985 den Jupiter in der Kategorie Bester Film und 1986 zudem die Goldene Leinwand.

Im Jahr 2007 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Die Anfangsszene, in der man tickende Uhren sieht bzw. hört, ist eine Hommage an George Pals Film Die Zeitmaschine aus dem Jahr 1960, der mit einer ähnlichen Szene beginnt.
  • Ursprünglich war die Zeitmaschine in einem frühen Drehbuchentwurf ein Kühlschrank. Regisseur Zemeckis und Steven Spielberg verwarfen das Konzept aus Angst, Kinder könnten in Kühlschränke klettern und sich dort versehentlich einschließen.
  • Marty hängt sich im Film mehrfach mit seinem Skateboard an die Stoßstange eines Autos. Als Zurück in die Zukunft im australischen Kino anlief, musste Michael J. Fox eine Erklärung für das dortige Fernsehen drehen, in welcher er vor den Gefahren warnt, die sich ergeben, wenn man sich mit einem Skateboard an die Stoßstange eines Autos hängt.
  • Dass Steven Spielberg als Produzent der Trilogie tätig war, erkennt man an der Szene, in der Marty nach der Ankunft in der Vergangenheit auf ein in einem Fahrzeug vorbeifahrendes Ehepaar trifft. Diese Begegnung gleicht sich sehr stark der Begegnung in dem Film Duell von Steven Spielberg.
  • Martys Gegenspieler Biff Tannen wurde nach Universals Produktionschef Ned Tanen benannt.
  • Zu Beginn des Films trifft sich Marty mit Dr. Brown auf dem Parkplatz der Twin Pines Mall (Zwillingskiefern-Einkaufszentrum). Nachdem Marty in der Vergangenheit eine Kiefer des Landbesitzers Peabody zerstört, auf dessen Besitz später die Mall entstehen wird, ist gegen Ende des Films der dann in Lone Pine Mall (Einsame-Kiefer-Einkaufszentrum) geänderte Name zu sehen.
  • Im englischsprachigen Original fragt Marty Dr. Brown, ob sein Strahlenschutzanzug von Devo sei („Is that a Devo suit?“). Dies ist eine Anspielung auf die Band Devo, die in den 1980er Jahren für ihre ungewöhnlichen Kunststoffanzüge bekannt war. In der deutschen Synchronisation ist diese Anspielung entfallen.
  • Als Marty das Lied Johnny B. Goode spielt, ruft ein Bandmitglied namens Marvin Berry seinen Cousin Chuck an und empfiehlt diesem das Lied. Chuck Berry ist der Originalinterpret von Johnny B. Goode.
  • Das Vorspielen von Martys Band in der Schule erfolgt vor einer Reihe streng aussehender Lehrer. Einer davon nimmt das Megafon und bittet während der Darbietung von „Power of Love“, das Ganze zu beenden. Der unterbrechende Lehrer ist im wirklichen Leben Huey Lewis, der Sänger und Interpret ebendieses Liedes.
  • In der deutschen Synchronfassung ruft Marty der Band vor dem Lied Johnny B. Goode zu, dass es sich um einen Blues „Rhythmus B“ handle. Im Original sagt Marty: „This is a Blues-rhythm in b“, was übersetzt soviel heißt wie, das ist ein Blues in der Tonart H-Dur. Tatsächlich wird das Lied in H gespielt. Die deutsche Übersetzung ist ebenso wie die Fichten, zu denen die originalen Kiefern wurden, dem Zusammenspiel der Synchronisation mit den Lippenbewegungen der Darsteller geschuldet.
  • Der Film wird u. a. in der Zeichentrickserie Family Guy in der Episode „Gestatten, Lois Quagmire“ parodiert, die genannte Episode selbst weist vereinzelt deutliche Parallelen zum Film auf.
  • Marty erwähnt während er auf ein Foto zeigt, die Klasse von 1984. Dies ist eine Anlehnung an den Film "Die Klasse von 1984" mit Fox als Darsteller.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ralph Sander: Dreimal Zukunft und zurück. Einige Anmerkungen zu Robert Zemeckis’ Zeitreise-Trilogie „Back to the Future“. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 1996, Wilhelm Heyne Verlag, München, ISBN 3-453-09445-X, S. 293–302.
  • Michael Klastorin, Sally Hibbin: Back to the Future: The Official Book of the Complete Movie Trilogy, Mallard Press, New York 1990, ISBN 0-7924-5444-8.
  • Norman Kagan: The Cinema of Robert Zemeckis, Taylor Trade Publishing, Lanham 2003, ISBN 0-87833-293-6
  • Dirk Manthey u. a. (Hrsg.): Das große Film-Lexikon: alle Top-Filme von A–Z. Band VI, Zweite Aufl., Überarb. u. erw. Neuausg., Verl.-Gr. Milchstraße, Hamburg 1995, ISBN 3-89324-126-4.
  • James Monaco: Film verstehen: Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der Medien; mit einer Einführung in Multimedia. Sonderausgabe August 2002. Rowohlt-Taschenbuch-Verl., Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3-499-61433-2.
  • Horst Peter Koll (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films. Kino, Fernsehen, Video, DVD. Herausgegeben vom Katholischen Institut für Medieninformation (KIM) und der Katholischen Filmkommission für Deutschland. 4891 S., Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-86150-455-3.
  • Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science-fiction-Films: [2000 Filme von 1902 bis heute]. Band 2, 7. Auflage, Wilhelm Heyne Verlag, München 1997, ISBN 3-453-11860-X.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=backtothefuture.htm Einspielergebnisse von Zurück in die Zukunft
  2. Erfolgreichste Filme des Jahres 1985 und deren Einspielergebnisse in der IMDB
  3. a b c d e Making Of: Back to the Future; DVD Zurück in die Zukunft (Collector’s Set, 4 DVDs)
  4. a b Kagan: S. 67
  5. a b c d Das Entstehen der Trilogie: Kapitel 1; DVD Zurück in die Zukunft (Collector’s Set, 4 DVDs)
  6. a b c d e f g h i j Fragen und Antworten mit Regisseur Robert Zemeckis und Produzent Bob Gale; aufgenommen in der University of Southern California, veröffentlicht auf Zurück in die Zukunft (Collector’s Set, 4 DVDs)
  7. zitiert in: Kagan: S. 69 f
  8. Kagan: S. 70
  9. vgl. Feuer zerstört berühmtes Filmset und Video-Archiv bei spiegel.de (aufgerufen am 2. Juni 2008)
  10. vgl. Update: Fire Spares Back the (Return to) the Future Clock Tower bei www.slashfilm.com (aufgerufen am 2. Juni 2008)
  11. Huey Lewis and the News – Greatest Hits; Capitol Records, 2006; 0946 3633802 6
  12. Kagan: S. 71
  13. Besucherzahlen
  14. http://www.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=1951&vid=149565 Erstausstrahlung Zurück in die Zukunft
  15. http://www.c-span.org/executive/transcript.asp?cat=current_event&code=bush_admin&year=1986 State of the Union Address, 4. Februar 1986
  16. http://www.imdb.com/title/tt0090142/trivia Trivia zu Teen Wolf in der IMDB
  17. a b to the bei Rotten Tomatoes, abgerufen am 18. Oktober 2014
  18. a b [1] bei Metacritic, abgerufen am 18. Oktober 2014
  19. Zurück in die Zukunft (Film) in der Internet Movie Database (englisch)
  20. a b http://www.rottentomatoes.com/m/back_to_the_future/ Zitate einiger Kritiker auf rottentomatoes.com
  21. a b Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science-Fiction-Films, Band 2, S. 1047
  22. Lexikon des internationalen Films, Band 3, S. 3698
  23. a b c http://www.montrealfilmjournal.com/review.asp?R=R0000042 Laforest auf montrealfilmjournal.com
  24. zitiert in: Kagan S. 83 f
  25. zitiert in: Kagan S. 84 f
  26. James Monaco: Film verstehen, S. 384 f.
  27. a b c http://www.filmzentrale.com/rezis/zurueckindiezukunft.htm Lazar auf filmzentrale.com
  28. a b http://www.movie-gazette.com/cinereviews/10 Gary Panton auf movie-gazette.com
  29. Das große Film-Lexikon: alle Top-Filme von A–Z, Band VI, S. 3277
  30. http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/19850703/REVIEWS/507030301/1023 Roger Eberts Artikel in der Chicago Sun Times
  31. zitiert in: Kagan S. 83
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 5. Februar 2007 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.