Die Maske (1994)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Maske
Originaltitel The Mask
Themask-logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Chuck Russell
Drehbuch Michael Fallon, Mark Verheiden, Michael De Luca
Produktion Robert Engelman
Musik Randy Edelman
Kamera John R. Leonetti
Schnitt Arthur Coburn
Besetzung
Jim Carrey alias Stanley Ipkiss
Cameron Diaz alias Tina Carlyle
Peter Riegert alias Lt. Kellaway

Die Maske ist eine US-amerikanische Filmkomödie mit Jim Carrey aus dem Jahr 1994.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film basiert auf der gleichnamigen Comicserie. So wurden mehrere Charaktere aus dieser – unter anderem Stanley Ipkiss, Milo, Mrs. Peanman, Charlie Schumaker, Lt. Kellaway, Sgt Doyle und Peggy Brandt – übernommen. Die Handlung des Films findet an fünf Tagen statt.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film handelt von dem ewig vom Pech verfolgten und erniedrigten Bankangestellten Stanley Ipkiss aus Edge City, der am Anfang des Films von seinem Kumpel Charlie an seinem Arbeitsplatz eine Einladung in den Nachtclub Coco Bongo erhält. Kurze Zeit später betritt die Blondine Tina Carlyle die Bank, die im besagten Club regelmäßig als Sängerin auftritt. Mit der Absicht, ein Bankkonto zu eröffnen, wendet sie sich an Stanley, der sie in dieser Hinsicht berät. Dieser ist von ihrem attraktiven Äußeren sehr angetan und deshalb ziemlich nervös.

In ihrer Tasche hat Tina aber eine Kamera versteckt, denn in Wirklichkeit will sie kein Konto eröffnen, sondern wurde von ihrem Freund, dem Gangster Dorian Tyrell, in die Bank geschickt, um mittels einer Innenansicht einen geplanten Banküberfall besser vorbereiten und durchführen zu können. Damit plant Tyrell, ebenfalls Angestellter des Coco Bongo, mit einigen seinesgleichen seinen Boss Niko zu stürzen.

Nach der Arbeit möchte Ipkiss sein Auto in der Werkstatt abholen, das er für seinen nächtlichen Ausritt braucht. Da die Mechaniker jedoch mit diesem noch nicht fertig sind, überlassen sie ihm anstatt dessen eine Schrottkarre. Obwohl er vor dem Eingang des Coco Bongo von Charlie empfangen wird, hindert der Wächter ihn am Eintritt. Enttäuscht fährt er heim, jedoch bleibt das Auto auf einer Brücke über den städtischen Fluss stehen. Vor Wut tritt Stanley gegen das Gefährt mit dem Ergebnis, dass es komplett auseinanderfällt. Anschließend findet er im Fluss eine alte hölzerne Maske, die er zunächst für eine Person kurz vor dem Ertrinken gehalten hatte.

Als er daheim diese Maske aufsetzt, verwandelt er sich in eine dämonische, grünkopfige Comicfigur – „Die Maske“ –, für die die Gesetze der Physik nicht zu gelten scheinen. In dieser Gestalt kann er seine Wünsche und Sehnsüchte ungestraft ausleben. Unmittelbar danach gerät er, nachdem er mit einem Holzhammer ein Loch in den Boden geschlagen hat, in eine Konfrontation mit seiner Vermieterin Mrs. Peanman, die ihn für einen Einbrecher hält und auf ihn schießt. Anschließend sprengt er die Fenster eines vorbeifahrenden Autos, mit dessen Fahrer er in Streit geraten war. Ebenso knöpft er sich eine durch die Straßen ziehende Gang vor, die versucht hatte, ihn zu schikanieren, sowie die beiden Automechaniker, die ihm das Schrottauto für sein eigenes überlassen hatten.

Am nächsten Morgen glaubt Ipkiss zunächst, die Ereignisse der letzten Nacht nur geträumt zu haben. Kurze Zeit später klopft Lt. Kellaway bei Ipkiss an und befragt ihn wegen des gestrigen Vorfalls bei seiner Vermieterin. Denn dies und einige weitere seiner Aktivitäten als „Maske“ hatten die Aufmerksamkeit der Polizei erregt. Ipkiss behauptet, von nichts zu wissen. Er wirft die Maske daraufhin aus dem Fenster, doch sie fliegt wie ein Bumerang zurück in seine Wohnung. Kurze Zeit später werden die Automechaniker übel zugerichtet aufgefunden. Dies erregt das Interesse der Reporterin Peggy Brandt, die wenig später Stanley an seinem Arbeitsplatz interviewt. Dabei macht sie ihm Avancen.

Währenddessen wird Tyrell von Niko zu sich gerufen. Letzterer hatte von den Plänen, ihn zu stürzen, Wind bekommen. Dorian wird auf den Boden gelegt und bekommt einen Golfball auf den Mund gelegt, den Niko von dort wegschlägt. Auf diese Weise teilt ihm sein Vorgesetzter auf erniedrigende Weise mit, dass er mit ihm fertig sei. Er stellt Tyrell ein Ultimatum von einer Woche, um die Stadt zu verlassen, und droht ihm unmissverständlich, ihn ansonsten zu töten.

Nachts darauf schläft Ipkiss schlecht. Er träumt von Tina, auf die er in der Bank ein Auge geworfen hat. Er wird unfreiwillig von seinem Hund Milo geweckt und setzt die Maske erneut auf. Da er Geld braucht, um in den Club zu gelangen, raubt er seine eigene Bank aus und kommt dabei Tyrells Komplizen, die dasselbe vorhatten, zuvor. Mithilfe des Geldes verschafft sich die Maske im Coco Bongo Zutritt. Dort sieht er Tina bei ihrem Auftritt, wo er seine Zuneigung zu ihr nicht verbergen kann. Er beginnt mit ihr zu tanzen. Tina verliebt sich daraufhin in Stanley, als er sie küsst.

Tyrell erfährt zwischenzeitlich, dass der geplante Bankraub wegen der Maske schiefgegangen ist. Seine Männer waren unmittelbar danach in eine Schießerei mit der Polizei geraten, die Freeze, Tyrells engster Vertrauter, mit dem Leben bezahlen musste. Daraufhin wird Ipkiss von Tyrell und dessen Hintermännern zur Rede gestellt; danach versuchen diese vergeblich, ihn zu erschießen – worauf er eine Sterbenummer parodiert und den Oscar überreicht bekommt – , bis Kellaway eintritt, die Maske flieht und zunächst Tyrell als Drahtzieher des Banküberfalls vermutet wird. Kellaway findet jedoch im Club ein Stück von Ipkiss' Schlafanzug (das von Dorians Komplize Orlando abgeschossen wurde) und schöpft den Verdacht, dass dieser etwas mit dem Banküberfall zu tun hat.

Am nächsten Morgen sucht Kellaway erneut die Wohnung von Ipkiss auf. Ersterer klopft energisch und penetrant an dessen Wohnungstür, sodass letzterer verwirrt zunächst den Schrank öffnet, in dem er das gestohlene Geld untergebracht hat und es nur mit Mühe wieder verstecken kann. Als er Kellaway die Tür öffnet, konfrontiert dieser ihn mit der Tatsache, dass er einen Stofffetzen seines Schlafanzuges im Coco Bongo gefunden hat und fragt ihn, was er über den Typen mit der Maske wüsste. Als Antwort entgegnet ihm Ipkiss, dass sein Schlafanzug gestohlen worden sei. Kellaway beschließt darauf, ihn zu observieren.

Währenddessen beruft Tyrell eine Versammlung seiner Handlanger ein und verspricht demjenigen, der den „green-faced son of a bitch“ ausfindig macht, ein Kopfgeld von 50.000 Dollar. Nachdem sein Arbeitstag zu Ende ist, sucht Ipkiss den Maskenexperten Dr. Newman auf, auf den er zwei Tage zuvor im Fernsehen aufmerksam geworden war. Dieser vermutet, dass die Maske den nur nachts aktiven nordischen Gott des Schabernacks und der Bosheit, Loki, darstellt, der Mythen zufolge wegen seiner Unbeliebtheit aus Walhalla verbannt wurde. Als Ipkiss ihm von den Folgen erzählt, wenn man sie aufsetzt, glaubt er ihm kein Wort. Ipkiss versucht es zu demonstrieren, doch das schlägt fehl, da die Maske offenbar am Tag nicht funktioniert. Zwischenzeitlich erhält Kellaway die Information, dass die Fingerabdrücke auf denjenigen Geldscheinen, die während des Bankraubes von der Maske liegen gelassen wurden, mit denen von Ipkiss übereinstimmen.

Um Tina erneut zu sehen, mit der er ein Treffen mit ihm als „Maske“ vereinbart hat, setzt Stanley diese wieder auf, jedoch geht das Rendezvous nicht gut, da er sehr aufdringlich agiert und dadurch Tina in einem erheblichen Maße verschreckt. Er wird von Kellaway und dessen Kollegen Sergeant Doyle verhaftet, schafft es jedoch, Mithilfe von Peggy Brandt zu fliehen, die ihn aber prompt an Tyrell und dessen Komplizen ausliefert. Sie erhält daraufhin die versprochene Belohnung von 50.000 Dollar. Tyrell nimmt die Maske an sich und setzt sie auf, während er Ipkiss eine gefälschte Maske gibt und ihn fesseln lässt. Seine Helfer brechen zunächst in seine Wohnung ein und nehmen das Geld vom Bankraub mit. Stanley gelingt es jedoch unbemerkt, Milo, der die ganze Zeit daheim geblieben war, auf sich aufmerksam zu machen, der dem Auto, in dem sein Herrchen gefangen gehalten wird, hinterherrennt. Ipkiss wird von Tyrells Handlangern vor den Toren des Polizeireviers aus dem Auto geworfen, wo er Kellaway vor die Nase fällt. Kellaway findet die gefälschte Maske und glaubt, damit den endgültigen Beweis gefunden zu haben, dass er die Maske ist, und sperrt ihn ein.

Ipkiss erhält im Gefängnis Besuch von Tina. Sie erzählt ihm, dass Tyrell einen Anschlag auf einem Wohltätigkeitsball im Coco Bongo plant. Da sie zwischenzeitlich in Erfahrung gebracht hatte, dass er die Maske war und diese sich nun im Besitz von Tyrell befindet, fragt sie ihn, wie sie funktioniert. Ipkiss erklärt, dass sie dem Träger die Möglichkeit gibt, seine geheimen Sehnsüchte ungehindert auszuleben, und beiden wird klar, was dies in Bezug auf Tyrell bedeutet. Er rät Tina daraufhin, aus der Stadt zu fliehen. Da Tyrell jedoch von Tinas Besuch Wind bekommen hatte, versuchen seine Komplizen, sie vor dem Gefängnis abzufangen. Vergeblich versucht sie zu fliehen und wird gezwungen, zum geplanten Anschlag mitzugehen.

Milo konnte sein Herrchen zwischenzeitlich ausfindig machen und springt die Wand hoch, um in Stanleys Gefängniszelle zu gelangen. Gemeinsam schaffen sie es zu fliehen, indem sie zunächst den Wächter ausschalten, Ipkiss dessen Waffe an sich nimmt und Kellaway, der sich gerade auf dem Weg zu seiner Zelle befunden hatte, als Geisel nimmt und mit ihm sowie Milo zum Coco Bongo fährt.

Tyrell setzt die Maske erneut auf, sprengt die Tore des Coco Bongo und fordert Niko zu einer Schießerei heraus und bringt ihn um. Danach lässt er Tina fesseln und bringt bei ihr eine Bombe an, die in zehn Minuten explodieren soll. Ipkiss ist mittlerweile bis in den Club vorgedrungen, wird jedoch von Tyrells Komplizen Orlando entdeckt. Tina wendet dann eine List an, indem sie Tyrell auffordert sie nochmal als „echter“ Dorian, ohne die Maske, zu küssen. Während des Kusses befreit Tina ihr Bein und kickt die Maske durch die Luft. Milo, der sich eigenständig aus dem Auto befreit hatte und in den Club gelaufen war, fängt die Maske auf, um sie dann selber aufzusetzen.

Währenddessen liefern sich Ipkiss und Tyrell eine Schlägerei, bei der Ipkiss seinen Kontrahenten letztlich mit einem gezielten Fausthieb gegen einen Spielautomaten schleudert, so dass er für einige Minuten das Bewusstsein verliert. Anschließend setzt Ipkiss die Maske ein letztes Mal auf, schluckt die Bombe im letzten Moment hinunter und spült kurzerhand Tyrell mit Hilfe seiner Superkräfte durch den Abfluss eines Brunnens. Danach nimmt er die Maske ab. Als Kellaway Stanley erneut verhaften will, wird er vom Bürgermeister daran gehindert, der ihm sagt, dass er mit eigenen Augen gesehen habe, dass Tyrell die Maske gewesen sei und dass Ipkiss ihm und den anderen Anwesenden das Leben gerettet habe.

Am Schluss des Films fahren Stanley, Tina, Charlie und Milo auf eine Brücke über den Fluss. Stanley zögert, die Maske wegzuwerfen. Da nimmt Tina sie aus seiner Hand und wirft sie über ihre Schulter in den Fluss, in dem Stanley sie ursprünglich gefunden hat. Er braucht sie nicht mehr, um Tina zu gefallen. Während sich die beiden in den Armen liegen, springt Charlie ins Wasser, um die dort an der Oberfläche treibende Maske herauszufischen, doch Hund Milo ist schneller und schwimmt mit ihr im Maul davon.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1995: Oscar: Nominiert in der Kategorie Beste Spezialeffekte
  • 1995: Golden Globe Award: Nominiert in der Kategorie Bester Darsteller/Komödie-Musical (Carrey)
  • 1995: Saturn Awards: Nominiert in den Kategorien Bestes Kostümbild, Bester Fantasyfilm und Beste Maske
  • 1995: BAFTA Awards: Nominiert in den Kategorien Beste Maske, Beste Ausstattung und Beste Spezialeffekte
  • 1995: MTV Movie Awards: Gewinner in der Kategorie Bester Komödiendarsteller (Carrey). Außerdem nominiert in den Kategorien Beste Nachwuchsleistung (Diaz), Beste Tanzszene und Begehrenswerteste Darstellerin (Diaz)
  • 1995: Goldene Himbeere: Nominiert in der Kategorien Schlechtester neuer Darsteller (Carrey)

Hintergrund[Bearbeiten]

In diesem Film hatte Cameron Diaz ihr Kinodebüt.

18 Millionen Dollar Produktionskosten haben mehr als 100 Millionen Dollar Einspielerlöse entgegengestanden, insgesamt spielte die Maske weltweit mehr als 351 Millionen US-Dollar wieder ein.

Der Film wurde 2005 mit Die Maske 2 – Die nächste Generation (Son of the Mask) fortgesetzt. Allerdings blieb ohne Jim Carreys Beteiligung der kommerzielle Erfolg aus.

Kritiken[Bearbeiten]

„Zwei Stars hat dieser Film: Jim Carrey und die von der George-Lucas-Firma ILM verantworteten digitalen Effekte. Genaugenommen ist ‚Die Maske‘ kein Spielfilm, sondern ein Comic. Die Story dient nur als Bindeglied für Carreys verrückte, aberwitzige Späße, die buchstäblich im Maschinengewehrtakt zünden. Ein historisches Effekt-Meisterwerk, dem selbst ein kleiner Bildschirm nichts anhaben kann. Wenn Jim Carrey hiermit nicht zum Superstar in Deutschland wird, womit dann?“

VideoWoche[1]

„[…] Niemand anderes als Jim Carrey hätte die Titelrolle spielen können – denn von seiner Mimik lebt ein Großteil des Films. Für die Special Effects sorgte George Lucas' ‚Industrial Light And Magic‘ und kassierte dafür eine ‚OSCAR‘-Nominierung. Ansonsten ist das ganze grell und bunt und an manchen Stellen übertrieben komisch.“

Moviemaster[2]

„Wenn nicht Jim Carrey wer dann? Hier darf der Starkomiker mal wieder das Kind in sich rauslassen und verleiht seiner Rolle somit genau das, was sie darstellen soll – eine herumspringende, verrückt-abgedrehte Figur aus einer anderen Welt. Man möchte sagen, dass diese Rolle ihm wie auf den Leib geschrieben ist – egal ob mit oder ohne Maske. Und mit den stilistischen Mitteln einer comicähnlichen Welt erzeugt die grüngesichtige Hauptfigur einen Gag nach dem anderen. ‚Roger Rabbit‘ lässt grüßen … Und Cameron Diaz? Die hat zwar nicht viel zu tun, außer hübsch auszusehen, aber das tut sie verdammt gut. Unfassbar sexy präsentiert sie sich hier und verdreht somit nicht nur ‚Der Maske‘ einmal mehr den (grünen) Kopf.“

Cineclub[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Die Maske" bei amazon, abgerufen 4. August 2007
  2. Filmkritik bei Moviemaster, abgerufen am 4. August 2007
  3. Kritik auf Cineclub abgerufen am 4. August 2007