Dildo
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Der zu den Sexspielzeugen gehörende Dildo (von it. Diletto – Entzücken, franz. auch Godemiché – erfreue mich, genannt) ist ein Penis-Analogon, das aus verschiedensten Werkstoffen hergestellt wurde bzw. wird.
Laut einer Spiegel-Umfrage wissen 66 Prozent der Jugendlichen Deutschen zwischen 12 und 19 Jahren, wozu ein Dildo dient.[1] Bei den unter 15-Jährigen wissen 37 Prozent der Mädchen und 52 Prozent der Jungen, was ein Dildo ist. [1]
Theoretisch wurde der Dildo u. a. von Beatriz Preciado in Kontext der Queer Theory thematisiert.
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Geschichte
Dildos sind bereits aus der Antike des 6. Jahrhunderts v. Chr. bekannt, damals Olisbos (plural: olisboi) genannt. Den Darstellungen und Beschreibungen nach dienten sie eher der voyeuristischen Stimulation des Partners als der Selbstbefriedigung. Die Formenvielfalt war schon damals recht ausgeprägt, ein Vasenbild zeigt z. B. einen doppellendigen Dildo.
1720 führte die Entdeckung ihres ledernen Dildos zur Strafverfolgung der sich als Mann ausgebenden Catharina Margaretha Linck, die 1721 hingerichtet wurde.
Unter der Bezeichnung „Dildo“ wurde er im 18. Jahrhundert als medizinisches Hilfsmittel zur Erweiterung der Vagina vor der Geburt benutzt. Doch seine Wurzeln liegen viel weiter zurück. Bereits vor über zweitausend Jahren wussten die Ägypter von seiner Wirkung zur Steigerung des sexuellen Lustempfindens. Sie benutzten Ton als Werkstoff. Aus Porzellan gefertigte Dildos gab es bereits im alten China. Es folgten Dildos aus Leder, Holz, Wachs und Glas. Heute werden diese Sexspielzeuge vorwiegend aus Silikon, PVC, Acrylglas, Aluminium und Edelstahl gefertigt.
Problematische Materialien
Das Kölner ECO-Umweltinstitut untersuchte im Auftrag der Zeitschrift Stern (Heft 31/2001) verschiedene Dildos aus Kunststoff.[2] Danach enthielten die Dildos erhebliche Konzentrationen des Weichmachers Phthalat und Lösungsmittel wie beispielsweise Toluol. Schleimhäute nehmen diese flüchtigen Substanzen besonders gut auf, so dass gesundheitliche Schäden drohen[2]. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt die Zeitschrift Ökotest in der Ausgabe 11/2006[3]. Elf von 22 getesteten Vibratoren, von der Konstruktion Dildos mit Vibrationsmotor, wurden wegen phenolischen und zinnorganischen Verbindungen (z. B. Bisphenol A und Tributylzinn) negativ bewertet.
Folgende Materialien gelten bei Befolgung der Hygieneempfehlungen als unbedenklich: Acrylglas, Aluminium, Edelstahl, Glas, Granit, Ahornholz, Naturlatex (sofern keine Latexallergie besteht) und echtes Silikon. Bei anderen Materialen ist entweder die Verträglichkeit noch nicht geprüft, oder sie sind auf lange Sicht und bei häufiger Anwendung als bedenklich einzustufen: Daher wird, auch aus hygienischen Gründen, die regelmäßge Reinigung des Dildos vor und nach der Benutzung und die Verwendung zusammen mit einem Kondom empfohlen.
Strapon
Ein Strapon, auch Strap-On, ist ein Dildo zum Umschnallen (Umschnalldildo). Meist wird er von Frauen benutzt, um einen Penis zu simulieren, und damit andere Frauen oder auch Männer vaginal oder auch anal zu penetrieren. Er sieht aus wie ein fester Slip aus Leder, Latex oder Ähnlichem, welcher meist mit einem Gürtel oder Riemen um die Taille befestigt werden kann. Auf dem Band, welches durch den Schritt führt, ist an der Vorderseite ein Dildo oder auch ein Vibrator befestigt. Weitere Varianten von Strapons haben zusätzlich an der Innenseite Dildos, Vibratoren oder Ähnliches, welche zur Stimulation der Trägerin dienen. Diese innen angebrachten Dildos können sowohl vaginal als auch anal eingeführt werden (je nach Ausführung des Strapon). Einige Strapons sind so konzipiert, dass bei einer Trägerin der Schritt frei bleibt, bzw. eine Öffnung vorhanden ist. Diese dient wiederum zur sexuellen Reizung der Trägerin durch den Partner/in oder mit Sexspielzeugen. Andere Konstruktionsprinzipien von Umschnalldildos sind z. B. Gurte oder Riemen, an welchen ein Dildo befestigt ist, so dass die Gerätschaft auch am Kopf oder am Oberschenkel befestigt werden kann.
Einzelnachweise
- ↑ a b Der Spiegel: Das Verschwinden der Pubertät (Ausgabe 50/1998)
- ↑ a b Britta Bürger: Sextoys – was beim Gebrauch zu beachten ist
- ↑ Test Vibratoren: Dreck am Stecken. Ökotest 11/2006. S. 30.

