Diogenes von Sinope

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Abbildung (19. Jahrhundert) einer Statuette, die von einigen Forschern als Diogenes identifiziert wird.

Diogenes von Sinope (altgriechisch Διογένης ὁ Σινωπεύς Diogénēs hò Sinōpeús, latinisiert Diogenes Sinopeus; * vermutlich um 405 v. Chr. in Sinope; † vermutlich um 320 v. Chr. in Korinth) war ein griechischer antiker Philosoph. Er zählt zur Strömung des Kynismus.

Über den historischen Diogenes sind kaum gesicherte Daten erhalten. Fast alle Informationen wurden in Form von Anekdoten überliefert, deren Wahrheitsgehalt Gegenstand wissenschaftlicher Spekulationen ist.

Quellenlage[Bearbeiten]

Die früheste Quelle zu Diogenes ist eine kurze Stelle bei Aristoteles, die mit Abstand wichtigste der allerdings erst im 3. Jahrhundert tätige Doxograph Diogenes Laertios, dessen Bericht sich wiederum auf zahlreiche ältere Autoren stützt - deren Angaben sich schon damals widersprachen. Insgesamt sind die antiken Berichte zu Diogenes überdurchschnittlich zahlreich, besonders in popularphilosophischen Schriften und der Buntschriftstellerei. Die Verlässlichkeit sämtlicher Zeugnisse zu Diogenes sind umstritten; vermutlich bildeten sich bereits zu Lebzeiten Legenden und es ist zu vermuten, dass seit seinem Tod etliche Anekdoten dazuerfunden worden sind.[1]

Leben[Bearbeiten]

Die Lebensdaten Diogenes’ sind unbekannt, es liegen dazu verschiedene, teils widersprüchliche Angaben[2] vor. Nach Auswertung der betreffenden Zeugnisse geht man davon aus, dass Diogenes gegen Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr., möglicherweise um das Jahr 405 v. Chr. geboren wurde und gegen Ende der 320er Jahre v. Chr. gestorben ist.[3]

Trotz anderslautender Thesen[4] muss Diogenes spätestens in den frühen 360er Jahren v. Chr. nach Athen übersiedelt sein, vielleicht auch noch früher. Die Gründe für die Übersiedlung von Sinope nach Athen sind unklar, auch wenn dazu verschiedene Anekdoten und Geschichten überliefert sind. So berichten Diogenes Laertios[5] und einige andere Autoren die Legende, dass er geflohen oder verbannt worden sei, weil er selbst oder sein Vater als Bankier oder Vorsteher der Münze von Sinope, Münzen gefälscht hätten. In Athen wurde er Schüler Antisthenes’ und machte Bekanntschaft mit den berühmten Philosophen seiner Zeit: mit Platon, Aischines von Sphettos, Euklid von Megara, erfunden ist hingegen möglicherweise die Begegnung mit Aristippos von Kyrene.[6]

Athen oder Korinth?[Bearbeiten]

In den antiken Berichten ist des Öfteren davon die Rede, dass sich Diogenes in Korinth aufgehalten habe. Wie oft und wie lange ist unklar, jedenfalls soll er dort auch gestorben sein (nach anderen Versionen allerdings in Athen). Auch um diese Übersiedelung ranken sich Legenden. Eine der Geschichten[7] ist die, dass Diogenes während einer Schiffsreise von Piraten entführt worden und auf Kreta als Sklave verkauft worden sei, wo ihn ein Korinther als Hausverwalter und Erzieher seiner Söhne erwarb. In Korinth soll Diogenes dem Tyrannen Dionysios II. von Syrakus und nach der bekanntesten der Anekdoten auch Alexander dem Großen begegnet sein. Ob diese Begegnung tatsächlich und auch in dieser Form stattgefunden hat, ist umstritten. Die Anekdote taucht bei zahlreichen antiken Autoren in oft unterschiedlichen Variationen auf und wurde ein beliebtes Motiv der bildenden Kunst; die älteste erhaltene Version stammt von Cicero,[8] ausführlicher berichtet Plutarch:

„Die Griechen [...] beschlossen, mit Alexander gegen die Perser einen Kriegszug zu unternehmen, wobei er auch zum Oberfeldherrn ernannt worden war. Da bei dieser Gelegenheit viele Staatsmänner und Philosophen ihm die Aufwartung machten und Glück wünschten, dachte er, daß auch Diogenes von Sinope, der sich eben in Korinth aufhielt, ein Gleiches tun würde. Aber dieser blieb ungestört in seiner Ruhe im Kraneion [Platz in Korinth], ohne sich im Geringsten um Alexander zu kümmern; daher begab der sich zu Diogenes hin. Diogenes lag eben an der Sonne. Als aber so viele Leute auf ihn zukamen, reckte er sich ein wenig in die Höhe und sah Alexander starr an. Dieser grüßte ihn freundlich und fragte, womit er ihm dienen könnte. ‚Geh mir nur‘, versetzte er, ‚ein wenig aus der Sonne!‘ Davon soll Alexander so sehr betroffen gewesen sein und, ungeachtet der ihm bewiesenen Verachtung, den Stolz und die Seelengröße des Mannes so sehr bewundert haben, daß er, als seine Begleiter beim Weggehen darüber scherzten und lachten, ausrief: ‚Wahrlich, wäre ich nicht Alexander, ich möchte wohl Diogenes sein.‘“

Plutarch: Alexandros 14

Hündische Lebensweise[Bearbeiten]

Sein Beiname „der Hund“ (kýōn) war ursprünglich vermutlich als auf seine Schamlosigkeit bezogenes Schimpfwort gemeint, Diogenes aber fand ihn passend und hat sich seither selbst so bezeichnet.[9] Eine von vielen Anekdoten die diesen Beinamen betreffen ist die, dass sich Alexander der Große bei Diogenes so vorgestellt haben soll: „Ich bin Alexander, der große König.“ Worauf Diogenes gesagt haben soll: „Und ich Diogenes, der Hund.“[10]

Diogenes soll freiwillig das Leben der Armen geführt und dies öffentlich zur Schau gestellt haben. Angeblich hatte er keinen festen Wohnsitz und verbrachte die Nächte an verschiedenen Orten, wie etwa öffentlichen Säulengängen. Als Schlafstätte soll ihm dabei gelegentlich ein Vorratsgefäß (píthos) gedient haben.[11] Zu Diogenes’ Ausstattung gehörte laut Diogenes Laertios ein einfacher Wollmantel, ein Rucksack mit Proviant und einigen Utensilien sowie ein Stock, den er benutzt haben soll. Nach einer Anekdote soll er sogar seinen Trinkbecher und seine Essschüssel weggeworfen haben, als er Kinder aus den Händen trinken und Linsenbrei in einem ausgehöhlten Brot aufbewahren sah.[12] Ernährt habe er sich von Wasser, rohem Gemüse, wildgewachsenen Kräutern, Bohnen, Linsen, Oliven, Feigen, einfachem Gerstenbrot und ähnlichem.

Zu Diogenes’ Zeit galt es in Griechenland als unanständig, in der Öffentlichkeit zu essen. Er tat aber nicht nur dies, sondern befriedigte auch seine sexuellen Triebe vor aller Augen. Da ihm dies als einfachster Weg galt, erledigte er Letzteres durch Masturbation. Einer Anekdote zufolge soll er sich gewünscht haben, auch das Hungergefühl durch einfaches Reiben des Bauches stillen zu können.[13]

Schriften[Bearbeiten]

Diogenes Laertios hat zwei unterschiedliche zu seiner Zeit kursierende Listen überliefert, in denen Titel von Schriften Diogenes’ verzeichnet waren. Die erste umfasst 13 Dialoge, 7 Tragödien und Briefe, die zweite, von Sotion von Alexandria stammende, umfasst 12 Dialoge, Chrien und Briefe. Laut Sosikrates von Rhodos und Satyros, so Diogenes Laertios, habe Diogenes allerdings überhaupt keine Schriften verfasst.[14]

Lehre[Bearbeiten]

Da seine Schriften verloren sind und Berichte zu philosophischen Positionen, die Diogenes vertreten hat, weit seltener sind als die zahlreich überlieferten Anekdoten, sind seine philosophischen Ansichten nur in groben Umrissen bekannt. Es ist davon auszugehen, dass Diogenes (wie sein Lehrer Antisthenes) die grundsätzliche Ansicht vertreten hat, dass richtig glücklich nur der sein kann, der sich erstens von überflüssigen Bedürfnissen freimacht und zweitens unabhängig von äußeren Zwängen ist. Ein zentraler Begriff ist dabei auch die daraus resultierende Selbstgenügsamkeit (autárkeia):[15] „es sei göttlich, nichts zu bedürfen, und gottähnlich, nur wenig nötig zu haben.“[16]

Bedürfnislosigkeit[Bearbeiten]

Diogenes erkannte ausschließlich die Elementarbedürfnisse nach Essen, Trinken, Kleidung, Behausung und Geschlechtsverkehr an. Alle darüber hinausgehenden Bedürfnissen solle man ablegen, so soll er sogar gegen die verzichtbaren Bedürfnisse trainiert haben: um sich körperlich abzuhärten, hat er sich im Sommer in glühend heissem Sand gewälzt und im Winter schneebedeckte Statuen umarmt.[17] Und um sich geistig abzuhärten, trainierte er es, Wünsche nicht erfüllt zu bekommen, indem er steinerne Statuen um Gaben anbettelte.[18] Dieses naturgemäße Sichplagen (pónoi) unterschied Diogenes von dem öfter vorkommenden unnützen Sichplagen, dessen Ziel die Erlangung von Scheingütern sei.[19] Etlichen Anekdoten ist schließlich auch zu entnehmen, dass Diogenes Bequemheit nicht nur ablehnte, sondern wohl auch als Ursache vieler Übel seiner Zeit ansah.

Lust[Bearbeiten]

Lust (hēdonḗ) und Lustempfindungen scheint Diogenes nicht als besonders wertvoll und auch nicht als unbedingt notwendig angesehen zu haben,[20] er nahm aber beispielsweise die Lust, die man bei sexueller Betätigung empfindet, als zumindest unvermeidlich hin.[21] Sexuelle Betätigung (wie etwa Masturbation) sei jedenfalls der Natur gemäß und ein elementares Bedürfnis.

Unabhängigkeit von äußeren Zwängen[Bearbeiten]

Sexual- und Ehepartner[Bearbeiten]

Als ein Beispiel für Abhängigkeit von anderen Personen galt Diogenes der Geschlechtsverkehr mit Frauen, so wird ihm in etlichen Anekdoten eine gewisse Frauenfeindlichkeit nachgesagt. Trotzdem erkannte er die Notwendigkeit des Geschlechtsverkehrs zum Überleben des Menschen an. An der Ehe, einer seiner Ansicht nach zu engen Bindung, hat Diogenes deshalb aber nicht festgehalten – wie Platon trat er hingegen für die Einrichtung der Frauen- und Kindergemeinschaft ein.[22]

Gesellschaftliche Konventionen, Staatsordnung und Religion[Bearbeiten]

Als äußeren Zwang erachtete Diogenes gesellschaftliche Konventionen, die er teils auf radikale Art und Weise ablehnte. Von Dingen wie der öffentlichen Masturbation und anderen provokativen Verstößen gegen den guten Ton war schon die Rede. Diogenes soll in seinen Schriften aber noch andere, äußerst anstößige Standpunkte vertreten haben. In einer seiner Schriften, der Politeia, soll er etwa geäußert haben, dass nichts gegen das Essen von verstorbenen Menschen und als Opfer geschlachteten Kindern spreche[23] und dass sexuelle Beziehungen zu Müttern, Schwestern, Brüdern und Söhnen erlaubt seien.[24] Bereits Herodot berichtete an einigen Stellen von menschenfressenden Völkern, Stämmen, die Frauengemeinschaft gewohnt waren, anderen, bei denen es Brauch war, die verstorbenen Eltern zu essen und wieder anderen, bei denen Menschen geopfert wurden. Auch war bekannt, dass (ob wahr oder nicht) bei den Persern sexueller Verkehr zwischen Söhnen und Müttern üblich war. Diese Tatsachen veranlassten ihn, die betreffenden gesellschaftlichen Verbote und Konventionen als bloßes Produkt verschiedener eingeübter Gewohnheiten zu betrachten, die sich als Gesetze (nómoi), Sitten und Bräuche verfestigt hätten. Aus ihnen resultierende Zwänge seien also nicht von Natur aus richtig, sondern hindern vielmehr daran, ein glückliches Leben zu führen. Wie Herakles müsse man sich über diese Zwänge hinwegsetzen. Ob Diogenes allen Ernstes auffordern wollte, die eigenen Eltern zu essen und mit Geschwistern sexuell zu verkehren oder ob er mit seinen Ausführungen lediglich allgemein auf die Nichtigkeit äußerer Zwänge hinweisen wollte, die den Einzelnen an seinem Glück hindern, kann heute nicht mehr geklärt werden. Zu vermuten ist, dass es auch in den nicht erhaltenen Tragödien um ähnliche Tabubrüche ging.[25]

Ebenfalls in der Politeia soll er die Abschaffung aller seinerzeit bekannten Staatsformen gefordert haben,[26] da „die einzige wahre Staatsordnung die Ordnung im Kosmos sei.“[27] So soll sich Diogenes selbst als einer der ersten als Weltbürger (kosmopolítēs) bezeichnet und somit einen Kosmopolitismus vertreten haben.[28] Diogenes’ religiöse Ansichten sind unbekannt, anzunehmen ist aufgrund einiger Anekdoten eine spöttisch-ironische Distanz zu religiösen Fragen.[29]

Bildung, Dialektik und Philosophie[Bearbeiten]

Die Disziplinen der traditionellen Bildung (wie Grammatik, Rhetorik, Mathematik, Astronomie und Musiktheorie) hielt Diogenes für unnütz und überflüssig.[30]Im Gegensatz zu seinem Lehrer Antisthenes hielt er sogar die Beschäftigung mit Fragen der Dialektik (heute in etwa die Disziplin Logik) für sinnlos und setzte ihr den gesunden Menschenverstand entgegen. An einigen Stellen sind logische Argumentationen in Form von Schlüssen überliefert, die aber weniger als ernsthafte Beschäftigung mit Logik, sondern mehr als vielleicht sogar spottendes Spiel mit logischen Operationen und rein logischen Rechtfertigungen gewisser Ansichten aufgefasst werden können:


Alles gehört den Göttern.
Die Götter sind Freunde der Weisen.
Freunden ist alles gemeinsam.
Es folgt: Alles gehört den Weisen.[31]


Wenn Frühstücken als solches nichts Absonderliches ist, dann ist es auch auf dem Marktplatz nichts absonderliches.
Nun ist aber das Frühstücken nichts Absonderliches.
Es folgt: Also ist es auch auf dem Marktplatz nichts Absonderliches.[32]


Von anderen Philosophen dachte Diogenes gering.[33] Die Lehren seines Lehrers Antisthenes hat er zwar hoch geschätzt und daran angeknüpft, über die Person Antisthenes’ hingegen und seine Umsetzung seiner Lehren war er anderer Meinung. Er soll ihn als weich bezeichnet und mit einer Trompete verglichen haben, die zwar laute Töne von sich gibt, sich selbst aber nicht hören kann.[34]

Diogenes und Platon[Bearbeiten]

Nach Diogenes Laertios dürfte das Verhältnis Diogenes’ zu Platon nicht das beste gewesen sein. Dessen Ideenlehre habe Diogenes folgendermaßen ins Lächerliche zu ziehen versucht: „Als Platon sich über seine Ideen vernehmen ließ und von einer Tischheit und einer Becherheit redete, meinte Diogenes: 'Was mich anbelangt, Platon, so sehe ich wohl einen Tisch und einen Becher, aber eine Tischheit und Becherheit nun und nimmermehr.' Darauf Platon: 'Sehr begreiflich; denn Augen, mit denen man Becher und Tisch sieht, hast du allerdings; aber Verstand, mit dem man Tischheit und Becherheit erschaut, hast du nicht.“[35] Auch Platons Bemühungen um Definitionen verschiedener Begriffe, scheint er nicht ganz ernst genommen zu haben: „Als Platon die Definition aufstellte, der Mensch ist ein federloses zweifüßiges Tier, und damit Beifall fand, rupfte Diogenes einem Hahn die Federn aus und brachte ihn in dessen Schule mit den Worten: 'Das ist Platons Mensch;' infolgedessen ward der Zusatz gemacht 'mit platten Nägeln'.“[36]

Rezeption[Bearbeiten]

Aus Diogenes und die bösen Buben von Korinth von Wilhelm Busch

Philosophiehistorikern gilt Diogenes meist als derjenige, der nicht - wie etwa sein Lehrer Antisthenes - in erster Linie Thesen aufstellte, sondern seine Ansichten in die Tat umsetzte und lebte. Gelegentlich wurde in diesem Zusammenhang der Begriff Aktionsphilosoph verwendet.

Wilhelm Busch setzte Diogenes mit seiner Bildergeschichte Diogenes und die bösen Buben von Korinth ein humoristisches Denkmal.

Bildnisse[Bearbeiten]

Diogenes in seinem Fass. Ausschnitt eines in Köln gefundenen Mosaiks aus dem 2. Jahrhundert, heute im Römisch-Germanischen Museum in Köln.

Etwa in der Mitte eines Mosaiks aus Köln aus dem 2. Jahrhundert befindet sich ein Medaillon mit einer Darstellung des Diogenes. Unter Diogenes, der sich in seinem Fass befindet, ist sein Name zu lesen. Das Mosaik befindet sich heute im Römisch-Germanischen Museum in Köln.[37]

Es sind drei nur in Teilen erhaltene Statuetten des gleichen Typs erhalten, von denen man annimmt, dass sie Diogenes darstellen. Sie zeigen einen nackten, bärtigen Mann in vornübergebeugter Haltung und hervortretendem Bauch. Eine der Statuetten wurde in der Villa Albani in Rom gefunden. Original sind jedoch nur Kopf, Rumpf, mit Schultern und der rechte Oberschenkel der Statuette; der Rest wurde später dazuergänzt. Von den anderen beiden Statuetten sind nur Teile der Beine erhalten; man fand bei diesen jedoch auch Reste eines Hundes und eines Rucksacks, also typische Attribute des Diogenes.[38]

Quellensammlungen[Bearbeiten]

  • Gabriele Giannantoni (Hrsg.): Socratis et Socraticorum Reliquiae, Band 2, Bibliopolis, Neapel 1990, Abschnitt V-B (online)
  • Bruno Snell (Hrsg.): Tragicorum Graecorum Fragmenta, 2. Auflage, Band 1, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1986 (unter der Nummer 88: Diogenes Sinopensis finden sich sämtliche die Tragödien Diogenes’ betreffende Zeugnisse)

Literatur[Bearbeiten]

Übersichtsdarstellungen

Untersuchungen

  • Klaus Döring: Die Kyniker. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 2006. ISBN 3-7661-6661-1.
  • Niklaus Largier: Diogenes der Kyniker. Exempel, Erzählung, Geschichte in Mittelalter und Früher Neuzeit. De Gruyter, Tübingen 1997. ISBN 3-484-36536-6.
  • Oliver Overwien: Die Sprüche des Kynikers Diogenes in der griechischen und arabischen Überlieferung, Steiner, Stuttgart 2005. ISBN 3-515-08655-2

Philosophische Essays und Belletristik

  • Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes. Die Botschaft aus der Tonne. Nymphenburger Verlag, München 1987. ISBN 3-485-00552-5.
  • Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. Nymphenburger Verlag, München, 4. Aufl. 2003. ISBN 3-485-00890-7.
  • Christoph Martin Wieland: Nachlaß des Diogenes von Sinope. 1769. In: Gesammelte Schriften, 1. Abteilung: Werke, Band V (7, 8/2), Waidmannsche Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1986.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diogenes von Sinope – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Diogenes von Sinope – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 280–281.
  2. Zur Zeit der 113. Olympiade (328 bis 325 v. Chr.) sei er ein alter Mann gewesen (Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,79).
    Er sei am selben Tag (13. Juni 323) wie Alexander der Große gestorben (Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,79).
    Er sei 81 Jahre alt geworden (Censorinus, De die natali 15,2).
    Er sei etwa 90 Jahre alt geworden (Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,76).
    Er sei im Jahr des Sturzes der Dreissig Tyrannen (403 v. Chr.) geboren (Suda, Artikel Diogenes).
    Seine geistige Blütezeit sei 396 (Eusebius von Caesarea, Chronik Ol. 96,1) bzw. 392 (Chronicon Paschale, a.u.c. 362,1) gewesen.
  3. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 282.
  4. Donald Dudley und Charles Seltman haben zu zeigen versucht, dass Diogenes frühestens kurz vor 340 v. Chr. nach Athen kam und somit kein Schüler Antisthenes’ sein konnte. Siehe: Donald Dudley: A history of Cynicism, London 1937 (online); Charles Seltman: Diogenes of Sinope, son of the banker Hikesias. In: Proceedings of the Cambridge Philological Society 142-144, 1930, S. 7; Charles Seltman: Diogenes. The original Cynic. In: Ch. T. Seltman: Riot in Ephesus, London 1958, S. 135–143.
  5. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,20-6,21.
  6. Zur Biographie des Diogenes siehe Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 281–285.
  7. Beispielsweise bei Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,29-6,31.
  8. Cicero, Tusculanae disputationes (Gespräche in Tusculum) 5,92.
  9. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 289.
  10. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,60.
  11. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,22-6,23 und 6,105; Seneca, Epistulae morales ad Lucilium 90,14.
  12. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,37.
  13. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,69.
  14. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 285–287.
  15. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 287–288.
  16. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,105.
  17. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,23.
  18. Plutarch, De vitioso pudore 531f; Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,49.
  19. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,71.
  20. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,71.
  21. Galenos, De locis affectis 6,15.
  22. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 290.
  23. Herculaneum-Papyri, 155/339 col. XVI 20-24; vgl. Theophilus, Apologia ad Autolycum 3,5.
  24. Herculaneum-Papyri, 155/339 col. XVIII 17-23.
  25. Zu Diogenes' Verhältnis zu gesellschaftlichen Konventionen siehe Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: 290-292.
  26. Herculaneum Papyri, 155/339 col. XX 4-6.
  27. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,72.
  28. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,63.
  29. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: 292-293.
  30. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,73 und 6,103-6,104.
  31. Nach Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,37 und 6,72.
  32. Nach Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,69.
  33. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 294.
  34. Dion Chrysostomos, Reden 8,1-8,2.
  35. Diogenes Laertios, Über Leben und Lehren der Philosophen 6,53.
  36. Diogenes Laertios, Leben und Lehren der Philosophen 6,40.
  37. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 281.
  38. Klaus Döring: Diogenes aus Sinope. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 280–295, hier: S. 280–281.