Dobbertiner See

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Dobbertiner See
Blick auf den Dobbertiner See mit dem Kloster Dobbertin
Blick auf den Dobbertiner See mit dem Kloster Dobbertin
Geographische Lage Landkreis Ludwigslust-Parchim
Zuflüsse Mildenitz, Jasenitz vom Lüschow
Abfluss Mildenitz
Orte am Ufer Dobbertin
Daten
Koordinaten 53° 36′ 50″ N, 12° 4′ 8″ O53.61388888888912.06888888888945.0Koordinaten: 53° 36′ 50″ N, 12° 4′ 8″ O
Dobbertiner See (Mecklenburg-Vorpommern)
Dobbertiner See
Höhe über Meeresspiegel 45 m ü. NHN
Fläche 3,64 km²[1]
Länge 2,783 km[1]
Breite 851 m[1]
Volumen 17.400.000 m³[1]
Maximale Tiefe 11,8 m[1]
Mittlere Tiefe 4,8 m[1]
pH-Wert 8,1-8,2
Einzugsgebiet 210 km²[1]

Der etwa 5,4 Kilometer lange Dobbertiner See liegt in der Sternberger Seenlandschaft, nördlich von Goldberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Der in Ost-West-Richtung langgestreckte Rinnensee ist maximal einen Kilometer breit. Er wird durch mehrere in den See ragende Halbinseln in vier markante Teile (Ostteil, Hauptteil, Jagertannen und ganz im Westen die Bucht Zidderich) geteilt. Der See wird von der Mildenitz durchflossen. Am in Dobbertin befindlichen Abfluss existiert eine Fischtreppe.

Beschreibung[Bearbeiten]

Alte Mühle am See

Am Nordufer befindet sich der namensgebende Ort Dobbertin mit dem Kloster und dem zugehörigen Park. Der See liegt im Landschaftsschutzgebiet „Mittleres Mildenitztal“ im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, wobei die Umgebung land- und forstwirtschaftlich genutzt wird. Direkt am Wasser befindet sich ein Campingplatz mit Blick auf das Klosterensemble. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 4,8 Meter. Am Nordufer befinden sich auch die kleinen Siedlungen „Helmsrade“ und „Jagertannen“. Der Westteil des Sees liegt auf dem Gemeindegebiet Techentins und der Ostteil auf dem Gemeindegebiet Dobbertin. Das Südufer des Sees grenzt an das Gebiet der Stadt Goldberg. Der See hat eine ausgezeichnete Wasserqualität. Von Dobbertin aus gibt es organisierte Seerundfahrten mit dem einzig zugelassenen Motorboot.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Dobbertiner See wurde bei der Erweiterung des Dobbertiner Klosterbesitzes im Jahr 1237 urkundlich als Jawir See erwähnt. In dieser Urkunde betätigte der Herr zu Werle und Rostock Nikolaus die Grenzen des Klostergebietes, darunter ...den Bach Milnitz (Mildenitz) vom Jawir See (Dobbertiner See) bis zum See Wostrowitz (den abgelassenen Klädener und Dobbiner See) und weiter bis zum Bach Bresenitze (Bresenitz).... [2] Südlich des Sees befindet sich der Burgwall Rieckenhagen. Er wurde am 12. Februar und 17. März 1296 urkundlich erwähnt.[3]

Sonnenaufgang bei Helmsrade am See

Karten[Bearbeiten]

  • Direktorial-Vermessungskarte Von dem Hochadelichen Dobbertinschen Klosteramts 1759
  • Wiebekingsche Karte von Mecklenburg, 1786
  • Wirtschaftskarte Forstamt Dobbertin 1927/1928
  • Rad- und Wanderkarte Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, 2010

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 2 Mecklenburg-Vorpommern (PDF; 3,5 MB)
  2. Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB) Band I, Schwerin 1863, Nr. 469
  3. Burganlage auf kleks-online.de