Kummerower See

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Kummerower See
Der Kummerower See bei Salem
Der Kummerower See bei Salem
Geographische Lage: Landkreis Demmin
Zuflüsse: (West-)Peene, Peenekanal (Malchiner Peene)
Abflüsse: Peene
Orte am Ufer: Kummerow, Verchen, Gravelotte
Größere Städte in der Nähe: Malchin, Neukalen
Daten
Koordinaten 53° 48′ 30″ N, 12° 51′ 34″ OKoordinaten: 53° 48′ 30″ N, 12° 51′ 34″ O
Kummerower See (Deutschland)
DEC
Kummerower See
Höhe über Meeresspiegel 0,3 m ü. NHN
Fläche 32,55 km²
Maximale Tiefe 23,3 Meter
Mittlere Tiefe 8,1 Meter
Besonderheiten große Teile des Seegrundes unter NN

Der Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen den Städten Malchin, Dargun und Demmin im Landkreis Demmin, ca. 70 km südlich von Stralsund. Der Kummerower See ist der viertgrößte See des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern und gleichzeitig der größte See im Landesteil Vorpommern.

Das westliche Seeufer gehört zu Mecklenburg, das östliche und südliche mit den Orten Verchen und Kummerow zu Vorpommern. Der See ist rund 11 Kilometer lang, durchschnittlich 4 km breit und durchschnittlich 8,1 Meter tief. Er wird vom Fluss Peene durchflossen, die bei Neukalen in den See mündet. Außerdem erhält er Wasser aus der Ostpeene und der den Malchiner See durchfliessenden Westpeene. Wegen des geringen Gefälles der Peene zwischen ihm und deren Mündung in den Peenestrom wird der Wasserspiegel des Kummerower Sees von Wasserstandsschwankungen von Oder, Stettiner Haff und Pommerscher Bucht beeinflusst.

Aus geologischer Sicht befindet sich der Kummerower See zusammen mit dem Malchiner See im etwa 30 km langen Malchiner Becken, einer Glazialen Rinne, die während des pommerschen Stadiums der Weichseleiszeit durch Schmelzwasser unterhalb des Eises ihre heutige Form erhielt. [1]

Im 13. Jahrhundert waren die Fischereirechte auf dem Kummerower See Gegenstand von Streitigkeiten zwischen der Stadt Demmin und den Klöstern Dargun und Verchen. Beide Klöster bedienten sich dabei Urkundenfälschungen mit denen sie ihre Rechte rückdatierten. Die Stadt Demmin sah sich schließlich veranlasst, dem Verchener Kloster die Fischereirechte abzukaufen. Der Streit Demmins mit dem Kloster Dargun wurde 1292 durch die pommerschen Herzöge beigelegt, die dem Kloster die allgemeine Ausübung der Fischerei und den Betrieb eines Fischwehrs in der Peene gestatteten. Der Stadt Demmin wurde die freie Schifffahrt auf See und Peene garantiert, wobei die Fischerei auf dem See nur mittels kleinerer Netze und Angeln erfolgen durfte.[2]

Der See ist eingebettet in Wiesen und Felder. Nordwestlich des Sees befinden sich die bewaldeten Berge der Mecklenburgischen Schweiz.
Der Kummerower See gehört zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See nördlich der Müritz. Er ist Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr in der Region, auf ihm findet Ausflugsschifffahrt statt. Östlich des Sees verläuft von Malchin nach Demmin eine Teilstrecke der Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Geosite Datenbank Greifswald : Kummerower See
  2. Karl Goetze: Geschichte der Stadt Demmin auf Grund des Demminer Ratsarchivs, der Stolleschen Chronik und anderer Quellen bearbeitet. Seite 238–240. Demmin 1903, Nachdruck 1997, ISBN 3-89557-077-X

[Bearbeiten] Siehe auch

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