Malchiner See

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Malchiner See
Malchiner See mit Ostberg
Malchiner See mit Ostberg
Geographische Lage Mecklenburgische Seenplatte
Zuflüsse Westpeene mit Mühlenbach, Lupenbach u.a.
Abfluss über Dahmer Kanal und Peenekanal (Malchiner Peene) in den Kummerower See
Orte am Ufer Dahmen, Remplin, Schorssow, Seedorf (zu Basedow)
Größere Städte in der Nähe Malchin
Daten
Koordinaten 53° 41′ 39″ N, 12° 38′ 3″ O53.69416666666712.6341666666670.8Koordinaten: 53° 41′ 39″ N, 12° 38′ 3″ O
Malchiner See (Mecklenburg-Vorpommern)
Malchiner See
Höhe über Meeresspiegel 0,8 m ü. NHN
Fläche 13,95 km²[1]
Länge 8,52 km[1]
Breite 2,37 km[1]
Volumen 35,31 Mio. m³dep1[1]
Umfang 23 km[2]
Maximale Tiefe 10,0 m[1]
Mittlere Tiefe 2,5 m[1]
pH-Wert 8,6
Einzugsgebiet 199 km²[2]

Der Malchiner See liegt südwestlich der namensgebenden Stadt Malchin. Am See haben die Landkreise Rostock und Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern Anteile. Das Gewässer ist rund acht Kilometer lang und liegt in einer reizvollen, naturbelassenen Landschaft.

Beschreibung[Bearbeiten]

Aus geologischer Sicht befindet sich der Malchiner See zusammen mit dem Kummerower See im etwa 30 Kilometer langen Malchiner Becken, einer glazialen Rinne, die während des pommerschen Stadiums der Weichseleiszeit durch Schmelzwasser unterhalb des Eises ihre heutige Form erhielt.[3]

Am südwestlichen Ende des Malchiner Sees mündet die Westpeene neben mehreren anderen Bächen ein, die den See in einem Feuchtgebiet am nordöstlichen Rand, dem Naturschutzgebiet Kalk-Zwischenmoor Wendischhagen, wieder verlässt. Hier wird er hauptsächlich durch den Dahmer Kanal entwässert, der sich in Malchin mit der Ostpeene zum schiffbaren Peenekanal vereinigt. Der Wasserspiegel liegt im Mittel 0,8 Meter über NHN. Die durchschnittliche Tiefe des Sees beträgt 2,5 Meter, es handelt sich also bei großen Teilen des Malchiner Sees um eine Kryptodepression. Vor dem Bau des Dahmer Kanals im 19. Jahrhundert lag der Wasserspiegel zwei Meter höher. Im Norden des Sees befinden sich die mit etwa zehn Meter tiefsten Stellen. In der Mitte befindet sich eine Sandschwelle, an der der See nur einen halben Meter flach ist.[3]

Der See liegt im Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. An seinem Südende verläuft eine Teilstrecke der Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte. In Dahmen und Seedorf gibt es touristische Einrichtungen. Der Eichberg erreicht einen Kilometer von seinem Ostufer 54,5 Meter über NHN, der Ostberg vier Kilometer nördlich des Sees 115,2 Meter über NHN.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Topografische Karte 1:100 000, Blätter C 2338 Güstrow und C 2342 Demmin, Landesvermessungsamt Mecklenburg-Vorpommern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 2 Mecklenburg-Vorpommern (PDF; 3,5 MB)
  2. a b Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Vorwort (PDF; 471 KB)
  3. a b Geosite Datenbank Greifswald: Malchiner See

Siehe auch[Bearbeiten]