Borgwallsee

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Borgwallsee
Der Borgwallsee vom Penniner Forst, Richtung Pütte/Stralsund gesehen
Der Borgwallsee vom Penniner Forst, Richtung Pütte/Stralsund gesehen
Geographische Lage Mecklenburg-Vorpommern
Zuflüsse Mühlengraben vom Krummenhagener See, weitere Gräben
Abfluss Barthe, Mühlengraben zum Pütter See
Größere Städte in der Nähe Stralsund
Orte in der Nähe Negast
Daten
Koordinaten 54° 16′ 24″ N, 13° 0′ 28″ O54.27333333333313.00777777777813.2Koordinaten: 54° 16′ 24″ N, 13° 0′ 28″ O
Höhe über Meeresspiegel 13,2 m ü. NHN
Fläche 3,89 km²[1]
Länge 3,64 km[1]
Breite 1,78 km[1]
Volumen 9.200.000 m³[1]
Maximale Tiefe 4,8 m[1]
Mittlere Tiefe 2,4 m[1]
pH-Wert 8,2
Einzugsgebiet 28,2 km²[1]
Borgwallsee.png

Der Borgwallsee ist ein See südwestlich der Stadt Stralsund im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

Er liegt auf dem Gemeindegebiet von Lüssow, das Südufer bildet die Grenze zur Gemeinde Steinhagen, das Westufer zur Gemeinde Pantelitz. Der See hat eine ungefähre Länge von 3,6 Kilometern, eine Breite von 1,8 Kilometern und eine durchschnittliche Tiefe von 2,4 Metern. Im Südwesten schließen sich bis zu zwei Meter mächtige Durchströmungsmoore und Wälder an, die restlichen Uferseiten werden landwirtschaftlich genutzt.

Der See entstand während der Weichseleiszeit und ist wahrscheinlich Produkt flachgründiger Ausschürfungen eines Gletschers. Ursprünglich bestand eine bis zu 17 Meter tiefe Verbindung mit dem Pütter See, die sich mit Faulschlamm und Torf füllte. Dies belegen Rammkernsondierungen. Nach Westen fließt das Seewasser durch ein Wehr reguliert über die Barthe ab. Der Mühlgraben durchfließt den See vom Krummenhagener See im Süden kommend nach Norden in Richtung Pütter See.

Der See ist Bestandteil des Naturschutzgebietes Borgwallsee und Pütter See und dient der Stadt Stralsund als Trinkwasserreservoir. Das seit 1894 bestehende Wasserwerk Lüssow befindet sich am Nordostufer. Durch die Nutzung sind das Befahren des Sees und das Baden nicht erlaubt.

Auf der südlich gelegenen Halbinsel des Borgwallsees ist eine Fluchtburg aus der Slawenzeit belegt. Ab dem Jahr 1242 erfolgte eine Befischung durch das Kloster Neuenkamp. Ab dem Jahr 1256 wurde der Mühlengraben angelegt, um die nahe gelegene Stadt Stralsund mit Trinkwasser zu versorgen und um Wassermühlen anzutreiben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Borgwallsee und Pütter See 311 in: Die Naturschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Demmler-Verlag, Schwerin 2003, ISBN 3-91-015052-7, S. 198f.

Weblinks[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 2 Mecklenburg-Vorpommern (PDF; 3,5 MB)