Edith Hancke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Edith Hancke (* 14. Oktober 1928 in Berlin) ist eine deutsche Synchronsprecherin und Schauspielerin.

Leben und Schaffen[Bearbeiten]

Edith Hancke wuchs in Berlin-Charlottenburg auf und besuchte mit 20 Jahren eine Schauspielschule an der Wilmersdorfer Wilhelmsaue. Ihre ersten Engagements erhielt sie in DEFA-Filmen in Babelsberg. Nach vier DDR-Produktionen wechselte sie in den Westen.

Neben zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen spielte Hancke auch an vielen Berliner Theaterbühnen. Mehrfach erhielt sie den Goldenen Vorhang, die Auszeichnung für die beliebteste Berliner Schauspielerin. Auch trat Edith Hancke zwei Jahre lang als Mitglied des Kabaretts Die Stachelschweine auf. Für die populäre Hörfunk-Unterhaltungs-Serie Pension Spreewitz wirkte sie beim RIAS in 150 Folgen mit. Noch im Alter von 72 Jahren spielte sie in dem Stück Fenster zum Flur ein Jahr lang die Hauptrolle.

Durch ihre Tätigkeit als Synchronsprecherin ist Hanckes Stimme in vielen ausländischen Filmen zu hören, so zum Beispiel in dem tschechischen Musical-Spielfilm Limonaden Joe (1965), in dem sie sogar die Liedtexte der weiblichen Hauptdarstellerin Olly Schoberová original in Abwechslung mit denen des männlichen Parts (Günter Pfitzmann) sang. Von 1991 bis 1994 synchronisierte Hancke in der US-amerikanischen Serie Die Dinos das Baby Sinclair, welches für den immer wiederkehrenden Ausruf „Nicht die Mama!“ bekannt wurde. Sie ist seit 1972 mit ihrem Schauspielkollegen Klaus Sonnenschein verheiratet und lebt mit ihm in ihrem Haus in Holstein und in Berlin-Schlachtensee.[1]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die ewige Berliner Jöre. In: Berliner Zeitung, 14. Oktober 2008
  2. Goldene Kamera