Edmund Andros

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Edmund Andros Signatur

Edmund Andros (* 6. Dezember 1637 in London; † 24. Februar 1714 ebenda) war ein früher britischer Kolonialgouverneur. Sein Vater war Amice Andros, Fürst von Saumarez.

Andros diente als britischer Kolonialgouverneur von New York (1674–1681), Neuengland (1686–1689), Virginia (1692–1697), Maryland (1693–1694) und Guernsey (1704–1706) und war Gründer des Covenant Chain, eines Bündnisses der englischen Kolonien Nordamerikas und der Irokesenliga. Andros war kein populärer Gouverneur; er wurde an einem Standort unter Arrest gesetzt und zur Rückkehr nach England gezwungen.

An der Spitze des nur kurz bestehenden Dominions von Neuengland, zu dem zeitweise auch die Colony of Connecticut gehörte, verärgerte er die puritanischen Siedler in Boston, weil er offen mit der Church of England paktierte. Ebenso waren sie über die ungezügelten und „sündigen“ Soldaten Andros aufgebracht. Andros störte Stadtversammlungen, schränkte Versammlungen unter freiem Himmel ein und belegte die Bevölkerung mit hohen Steuern ohne Erlaubnis ihrer Repräsentanten. Weiterhin verärgerte er die Siedler dadurch, dass er deren Aktivitäten durch die Bekämpfung des Schmuggels und die Durchsetzung der für die Kolonialisten restriktiven Navigation Acts einschränkte. Nachdem Jakob II. von England als Folge der Glorious Revolution abgesetzt worden war, zerfiel das Dominion. Ein Gruppe von Siedlern überfiel seinen Verwaltungssitz und zwang Andros zur Rückkehr nach England.

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