Edna Ferber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Edna Ferber, ca. 1904

Edna Ferber (* 15. August 1885 in Kalamazoo, Michigan; † 16. April 1968 in New York City) war eine US-amerikanische Schriftstellerin ungarischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Ferber war die Tochter ungarischer Einwanderer. Sie wollte zuerst Schauspielerin werden, gab aber ihr Studium auf, als ihr Vater erblindete, wurde Journalistin und begann mit 25 Jahren zu schreiben.[1] Später gehörte sie dem literarischen Zirkel Algonquin Round Table in New York an, wo sie unter anderem mit Dorothy Parker, Franklin Pierce Adams und George S. Kaufman zusammenkam. Mit ihrem Kollegen Alexander Woollcott verband sie eine lebenslange Feindschaft.[2][3]

In ihren populären Romanen, Erzählungen und Bühnenwerken beschreibt Ferber das Alltagsleben in den USA von der Gründerzeit bis zu ihrer Gegenwart. In einer Mischung realistischer und sentimentaler Elemente reflektieren ihre Werke die Geschichte verschiedener Regionen der USA. Häufig stehen dabei starke und kämpferische Frauen im Mittelpunkt ihres Werkes. Auch Themen wie Rassismus oder die Emanzipation der Frau werden behandelt. 1925 wurde ihr für den Roman So Big (dt. Eine Frau allein) der Pulitzerpreis verliehen.[4] Der Roman wurde erstmals 1925 mit Colleen Moore verfilmt. Weitere Adaptionen folgten mit Barbara Stanwyck und 1953 mit Jane Wyman in der Hauptrolle einer Farmersfrau, die durch den Handel mit Gemüse zu Wohlstand kommt und sich für ihren Sohn ein besseres Leben erhofft (So Big).

Zahlreiche Romane Ferbers sind erfolgreich verfilmt worden, unter anderem Nimm, was du kriegen kannst, 1936 von Howard Hawks und William Wyler mit Joel McCrea, Giganten, 1955 von George Stevens mit James Dean, Rock Hudson und Elizabeth Taylor sowie Cimarron, 1931 von Wesley Ruggles mit Richard Dix und Irene Dunne (dt. Pioniere des wilden Westens) und 1960 von Anthony Mann mit Maria Schell und Glenn Ford (dt. Cimarron).

Zu ihren bekanntesten Werken gehören die Bühnenstücke Show Boat (dt. Das Komödiantenschiff), das insgesamt dreimal verfilmt wurde, und Dinner at Eight.

Am 16. April 1968 starb Edna Ferber in New York an Magenkrebs.[5]

Werke (Auszug) [Bearbeiten]

Romane und Erzählungen [Bearbeiten]

  • Dawn O'Hara (1911)
  • Buttered Side Down (1912)
  • Roast Beef, Medium (1913)
  • Personality Plus (1914)
  • Emma Mc Chesney and Co. (1915)
  • Fanny Herself (1917) (illustriert von J. Henry)
  • Cheerful - By Request (1918)
  • Half Portions (1919)
  • The Girls (1921)
  • Gigolo (1922)
  • So Big (1924) (1925 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet), dt. Eine Frau allein (1924)
  • Show Boat (1926), dt. Das Komödiantenschiff (1926)
  • Cimarron (1930), dt. (1930)
  • American Beauty (1931), dt. Amerikanische Schönheit (1931)
  • They Brought Their Women (1933)
  • Come and Get It (1935)
  • Nobody's in Town (1938)
  • A Peculiar Treasure (1939)
  • The Land Is Bright (1941)
  • Saratoga Trunk (1941)
  • No Room at the Inn (1941)
  • Great Son (1945)
  • Giant (1952), dt. Giganten (1954)
  • Ice Palace (1958), dt. Der weiße Palast (1958)
  • A Kind of Magic (1963)

Bühnenstücke und Drehbücher [Bearbeiten]

Adaptionen [Bearbeiten]

Musical [Bearbeiten]

Film [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Felicitas Giessen: Amerika im Werk der Edna Ferber. - Bonn, Univ. Diss., 1935
  • Howard Teichmann: George S. Kaufman. New York 1972
  • Mary R. Shaughnessy: Women in success in American society in the works of Edna Ferber. New York 1977
  • Julie Goldsmith Gilbert: Ferber. A biography of Edna Ferber and her circle. New York 1999
  • J.E. Smyth: Edna Ferber's Hollywood: American Fictions of Gender, Race, and History. Palo Alto 2011

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Walther von Hollander: Das kleine Handbuch für Bücherfreunde; Verlag Buch und Wissen; Rheda, 1964 (S.21).
  2. Biografie: Edna Ferber (englisch) bei helium.com. Abgerufen am 19. April 2013.
  3. Britannica Concise Encyclopedia: Edna Ferber bei answer.com. Abgerufen am 19. April 2013.
  4. The Pulitzer Prizes (Gewinner). bei pulitzer.org. Abgerufen am 22. Oktober 2012.
  5. Great American Writers: Twentieth Century (abgerufen am 6. April 2013)