Edward Somerset

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Lord Edward Somerset

Lord Robert Edward Henry Somerset (* 19. Dezember 1776; † 1. September 1842) war ein britischer Kavalleriegeneral.

Leben[Bearbeiten]

Somerset war der dritte Sohn von Henry Somerset, dem 5. Duke of Beaufort. Sein jüngster Bruder war Fitzroy Somerset, 1. Baron Raglan, der britische Oberkommandierende im Krimkrieg. Er trat 1793 bei den 15th Light Dragoons ein und wurde im folgenden Jahr Hauptmann (es war damals üblich, Offizierspatente zu kaufen). An der niederländischen Expedition 1799 nahm er als Adjutant des Herzogs von York teil und wurde darauf Major. Ende des Jahres 1800 wurde er Oberstleutnant und erhielt 1801 das Kommando über die 4th Light Dragoons (4. leichtes Dragonerregiment).

Von 1799 bis 1802 saß er für Monmouth und von 1803 bis 1823 für Gloucestershire im Parlament. Er führte sein Regiment in den Schlachten von Talavera und Busaco und erhielt 1810 sein Patent als Oberst und die Ernennung zum Adjutanten des Königs. 1811 führten die 4. Dragoner, zusammen mit den 3rd Dragoon Guards, eine bemerkenswerten Kavallerieangriff bei Usagre durch und 1812 nahm Edward Somerset mit Le Marchants schwerer Kavallerie an dem großen Angriff gegen auf Salamanca teil. Bei dieser Gelegenheit erbeutete er an der Spitze einer einzigen Schwadron fünf Geschütze. Er wurde daraufhin zum Generalmajor befördert und führte in den weiteren Feldzügen eine Husarenbrigade, bestehend aus den 7., I0. und 15. Husaren. Bei Orthes zeichnete er sich durch die Verfolgung des Feindes weiter aus, wurde zum Ritter des Bathordens (K.C.B.) ernannt und erhielt den Dank des Parlaments.

Bei Waterloo kommandierte er die Household Cavalry Brigade, die sich durch ihre beharrliche Ausdauer im feindlichen Feuer nicht weniger hervortat als durch ihren berühmten Angriff auf Milhauds Kürassiere.

Somerset wurde in Wellingtons Berichten besonders erwähnt, erhielt wiederum den Dank des Parlaments, den Maria-Theresien-Orden[1] und andere hochrangige ausländische Orden.

Er starb 1842 als General und Knight Grand Cross des Bathordens, G.C.B.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag in der Classic Encyclopedia (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jaromir Hirtenfeld: Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, Kaiserliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1857, S. 1748–1750.