Ehmen

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52.39833333333310.69694444444469Koordinaten: 52° 23′ 54″ N, 10° 41′ 49″ O

Ehmen
Stadt Wolfsburg
Höhe: 69 m
Einwohner: 4808 (2010)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 38442
Vorwahl: 05362

Ehmen ist ein dörflicher Stadtteil im Westen der Stadt Wolfsburg, der am Bach Mühlenriede im Riedetal liegt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Das Haufendorf Ehmen wird urkundlich erstmals 942 in einer Magdeburger Urkunde als Gimin erwähnt. 1269 wird Graf Hermann von Woldenberg als Grundherr des Dorfes genannt, als er dem Aegidienkloster in Braunschweig ein Teil seines Besitzes in Ehmen übereignet. Im 14. Jahrhundert gehörte das Dorf zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg und zählte 1489 27 Hofstellen. Laut einem Siedlungsverzeichnis um 1850 bestanden zu dieser Zeit 43 Bauernhöfe. Im 17. Jahrhundert wurde Ehmen Sitz eines Gografen, eines niederen Verwaltungsbeamten. Es gehörte in dieser Zeit zum Amt Fallersleben, das dem Kurfürstentum Hannover unterstand.

Anfang des 20. Jahrhunderts baute die Gewerkschaft "Einigkeit I" in Ehmen Kalisalz ab. Ab 1915 wurde zusätzlich Steinsalz gewonnen. Der Bergbau ging in Teufen zwischen 300 und 750 Meter um. Das Grubengebäude war über zwei Schächte aufgeschlossen. 1925 wurde der Betrieb aufgrund der niedrigen Kali-Gehalte wieder eingestellt. 1937 wurde bei Ehmen ein Großtanklager der Luftwaffe („Lufttanklager“) eingerichtet, das Anfang 1939 fertiggestellt wurde. Unterirdische Rohrleitungen transportierten den Kraftstoff zum Braunschweiger Flughafen Waggum. Anfang 1945 wurde das Gelände durch britische Bomber angegriffen und stark beschädigt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die militärischen Anlagen durch die britische Besatzungsmacht demontiert.

Am 1. Juli 1972 wurde Ehmen, das aus dem Landkreis Gifhorn stammt, in die Stadt Wolfsburg eingegliedert.[1]

Politik [Bearbeiten]

Wappen

Politisch wird der Stadtteil durch den Ortsrat Ehmen/Mörse vertreten. Ortsbürgermeister ist Peter Kassel (CDU).

Projekte [Bearbeiten]

  • Das größte Neubaugebiet Norddeutschlands, der Kerksiek, befindet sich in den Stadtteilen Ehmen und Mörse, auf der rund 120 Hektar großen Fläche können bis zu 750 neue Häuser gebaut werden, dadurch wird auch die Bevölkerung der Stadtteile steigen.
  • Der Bach Mühlenriede wurde an zwei Abschnitten renaturiert: Südlich von Mörse und Ehmen auf 1.300 m Länge ("Mühlenriede I", 2005) und südlich von Ehmen auf 400 m Länge ("Mühlenriede II", 2008)

Kirchen [Bearbeiten]

Vereine [Bearbeiten]

  • HSC Ehmen, Handball-Sport-Club Ehmen
  • TSV Ehmen, Turn- und Sportverein Ehmen

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.

Weblinks [Bearbeiten]