Landkreis Gifhorn

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Dieser Artikel beschreibt den Landkreis Gifhorn; zu weiteren Bedeutungen siehe Gifhorn (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Gifhorn Deutschlandkarte, Position des Landkreises Gifhorn hervorgehoben52.5810.6Koordinaten: 52° 35′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Verwaltungssitz: Gifhorn
Fläche: 1.562,81 km²
Einwohner: 171.015 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: GF
Kreisschlüssel: 03 1 51
Kreisgliederung: 41 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Schlossplatz 1
38518 Gifhorn
Webpräsenz: www.gifhorn.de
Landrätin: Marion Lau (SPD)
Lage des Landkreises Gifhorn in Niedersachsen
Landkreis Göttingen Landkreis Holzminden Landkreis Schaumburg Landkreis Goslar Region Hannover Landkreis Hildesheim Salzgitter Landkreis Wolfenbüttel Braunschweig Landkreis Wolfenbüttel Landkreis Peine Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Helmstedt Wolfsburg Landkreis Gifhorn Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz Landkreis Diepholz Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen Hamburg Hamburg Königreich der Niederlande Nordrhein-Westfalen Hessen Thüringen Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen-Anhalt Osnabrück Landkreis Osnabrück Delmenhorst Oldenburg (Oldenburg) Landkreis Wesermarsch Landkreis Vechta Landkreis Emsland Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Emden Landkreis Leer Landkreis Cloppenburg Landkreis Ammerland Wilhelmshaven Mellum Landkreis Aurich Landkreis Aurich Landkreis Wittmund Landkreis Aurich Landkreis Friesland Landkreis Oldenburg Landkreis Cuxhaven Landkreis Osterholz Landkreis Verden Landkreis Stade Landkreis Harburg Landkreis Lüneburg Landkreis Lüchow-Dannenberg Landkreis Heidekreis Landkreis Uelzen Landkreis Celle Landkreis Rotenburg (Wümme)Karte
Über dieses Bild
Landkarte des Landkreises Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn ist ein Landkreis im Osten Niedersachsens.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis wird von den Flüssen Aller, Ise, Ohre und Oker sowie dem Gewässer Allerkanal durchquert.

  • Die Ise entspringt bei Wittingen und mündet in der Gifhorner Innenstadt in die Aller.
  • Im Nordosten bildet streckenweise die ebenfalls bei Wittingen (Ohrdorf) entspringende Ohre den Grenzfluss zu Sachsen-Anhalt.
  • Die Oker fließt von Braunschweig aus kommend bei Müden in die Aller.

Bei Edesbüttel zweigt der Elbe-Seitenkanal vom Mittellandkanal ab.

Der tiefste Punkt des Landkreises Gifhorn liegt an der Aller bei Müden (46 m über NN). Der höchste Punkt liegt im Norden des Kreises bei Sprakensehl (124 m über NN).

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Altmarkkreis Salzwedel und Landkreis Börde (beide in Sachsen-Anhalt), an den Landkreis Helmstedt, an die kreisfreie Stadt Wolfsburg, erneut an den Landkreis Helmstedt, an die kreisfreie Stadt Braunschweig, an den Landkreis Peine, an die Region Hannover sowie an die Landkreise Celle und Uelzen (alle in Niedersachsen).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte einer als „Landkreis Gifhorn“ bezeichneten Verwaltungseinheit beginnt mit einer preußischen Verwaltungsreform am 1. April 1885. Die Vorgänger dieses Territoriums konnten allerdings zum Teil auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken.

Der Landkreis seit 1885[Bearbeiten]

Zu dem 1885 gebildeten Kreisgebiet gehörten im Wesentlichen der Süden und die Mitte des heutigen Kreises, wobei der Grenzverlauf vor allem im Südosten anders war als heute. Hauptort war bereits 1885 Gifhorn; dabei ist es bis heute geblieben. Mit Verordnung vom 1. August 1932, die am 1. Oktober 1932 in Kraft trat, wurde der gleichfalls 1885 gegründete Kreis Isenhagen dem Kreis Gifhorn angeschlossen. Damit kam das weitflächige Gebiet des Nordkreises um Wittingen und Hankensbüttel hinzu, außerdem wurden Heßlingen (mit dem Schloss Wolfsburg) und Hehlingen vom Landkreis Gardelegen übernommen.

Als die Stadt Wolfsburg und das dortige Volkswagenwerk gegründet wurden, gehörten sie noch zum Landkreis Gifhorn. Schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg aber wurde Wolfsburg als kreisfreie Stadt ausgegliedert (1. Oktober 1951). Dennoch blieb der Landkreis Gifhorn mit 1604,69 km² einer der damals großflächigsten Landkreise der Bundesrepublik Deutschland.

Die Bevölkerungsstruktur veränderte sich nach dem Krieg dramatisch. Während im Kreisgebiet (bezogen auf den Gebietsstand nach 1951) im Jahr 1821 nur 31.940 Menschen gelebt hatten und diese Zahl durch Bevölkerungswachstum moderat auf 44.324 (1871), 55.236 (1904) und schließlich 65.739 (1939) gestiegen war, ergab eine Statistik von 1950 trotz Kriegsverlusten die Zahl von 119.281 Einwohnern, darunter 52.075 Vertriebene und Zugewanderte, vorwiegend aus den Ostgebieten.

Der Gebietsstand des Kreises änderte sich abermals zum 1. Juli 1972 mit der niedersächsischen Kommunalreform. Fast der gesamte Südosten musste abgegeben werden, darunter auch Fallersleben, die zweitgrößte Stadt des Kreises, und der im Elmvorland liegende Hasenwinkel. Der größere Teil dieser Gebiete ging an die Stadt Wolfsburg, ein kleinerer Teil an den Landkreis Helmstedt. Im mittleren Gebiet erhielt der Kreis dagegen Zuwachs durch einige großflächige, aber relativ bevölkerungsarme Gemeinden um Ummern und Parsau. Die mit einer Gebietsreform 1974 in den Landkreis Peine ausgegliederte Gemeinde Didderse wurde nach Widerstand der Bevölkerung 1981 in den Landkreis Gifhorn zurückgegliedert. Außerdem gehört noch die Neubildung der Gemeinde Sassenburg mit den Ortsteilen Triangel, Dannenbüttel, Neudorf-Platendorf, Westerbeck, Grußendorf und Stüde zu den wesentlichen Ergebnissen der Gebietsreform.

In den 1970er Jahren war zeitweise eine zweite Stufe der Gebietsreform beabsichtigt; dabei war eine Zusammenlegung der Landkreise Gifhorn und Peine mit Verwaltungssitz in Peine im Gespräch. Diese damals recht unpopulären Pläne wurden aber – u. a. nach einem Wechsel der Landesregierung – nicht umgesetzt.

Vorgänger des Landkreises seit 1265[Bearbeiten]

  • Das Kreisgebiet im Norden war 1885–1932 der Landkreis Isenhagen und 1859–1885 das Amt Isenhagen. Dieses war 1859 durch Zusammenlegung der Ämter Isenhagen und Knesebeck entstanden. In der Zeit vor den um 1852 erfolgten hannoverschen Gerichts- und Verwaltungsreformen waren die Ämter in sich noch weiter unterteilt. So gehörten 1841 zum Amt Isenhagen die Gohgräfschaft Hankensbüttel und die Vogtei Steinhorst, zum Amt Knesebeck die Gohgräfschaft Wittingen, die Vogtei Knesebeck sowie die Gerichte Brome und Fahrenhorst.
  • Das mittlere und südliche Kreisgebiet war 1885 zum Landkreis geformt worden. Zuvor (1859–1885) waren auf diesem Gebiet die Ämter Fallersleben und Gifhorn, die seit 1852 selbständige Stadt Gifhorn (mit damals etwa 3.000 Einwohnern) und neun Gemeinden des Amtes Meinersen, das damals zerstückelt und unter drei Landkreisen aufgeteilt wurde. Im Jahr 1841 gab es im Kreisgebiet insgesamt vier Vorläufer des Kreises, die in weitere Einheiten unterteilt waren: das Amt Gifhorn (bestehend aus der Stadt Gifhorn, dem Gericht Boldeckerland, der sog. Hausvogtei – nördlich der Stadt Gifhorn –, der Vogtei Wahrenholz, der Obergohgräfschaft Papenteich und der Untergohgräfschaft Papenteich), weiterhin das Amt Fallersleben (bestehend aus den Gohgräfschaften Grevenlahe und Hasenwinkel) sowie die Hausvogtei des Amtes Meinersen und drei Dörfer aus der Amtsvogtei Eicklingen.
  • Sieht man unter den vielfältigen Vorgängern des heutigen Landkreises das Amt Gifhorn als dessen historischen Kern, so lässt sich die Geschichte dieses Amtsbezirks mindestens bis 1520 (Einlösung des verpfändeten Amtes Gifhorn durch Herzog Ernst) als „Amt“ nachweisen. Weitere Nachweise der Verwaltungseinheit – möglicherweise auch damals schon als „Amt“ – gehen allerdings bis mindestens 1265 zurück, denn seit diesem Jahr ist ein herzoglicher Vogt in Gifhorn nachgewiesen. Die Vogtei Gifhorn ist damit ältester Vorgänger des Landkreises. Dem späteren Amt stand ein Amtmann vor. Die Listen der Gifhorner Amtmänner sind seit 1564 erhalten. Sie sind die Vorgänger der späteren Landräte. Wie diese amtierten sie im Gifhorner Schloss, aber erst seit 1791, denn das Schloss diente bis 1791 als Festung und wurde von einem Schlosshauptmann (ab 1734 Landdrost) verwaltet. Dieser war Festungskommandant und befehligte seit dem 16. Jahrhundert eine militärische Besatzung.
  • Eine besondere Entwicklung war in den Jahren 1539–1549 zu verzeichnen, als Gifhorn Residenzstadt eines kleinen selbstständigen welfischen Territoriums war, das zum Herzogtum Lüneburg gehörte. In Gifhorn regierte in dieser Zeit Herzog Franz, der jüngere Bruder des in Celle amtierenden Herzogs Ernst („Der Bekenner“). Franz gewährte zeitweilig u. a. Melanchthon und der Familie Luthers Obdach. Bereits zuvor war im Kreisgebiet unter Herzog Ernst die Reformation eingeführt worden: 1528 wurde das Kloster Isenhagen reformiert und 1529 hielt Heinrich Werden in Gifhorn den ersten Gottesdienst in evangelischer Form. 1549 war die kurze Eigenstaatlichkeit Gifhorns schon wieder beendet, denn in diesem Jahr starb Herzog Franz ohne männliche Nachkommen. Seine Witwe Clara, geb. Herzogin von Lauenburg, musste nach Fallersleben umsiedeln.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen des Landkreises Gifhorn, ein Entwurf des Berliner Künstlers G. A. Cloß, wurde am 29. April 1929 vom Kreistag angenommen. Es orientiert sich an der Heraldik der lünebürgischen Linie der Welfen und zeigt auf goldenem, mit roten Herzen besätem Grund einen steigenden, rot bewehrten und bezungten blauen Löwen, der in den Vorderpranken ein silbernes Hifthorn hält. Die Welfen übernahmen den blauen Löwen nach einer familiären Verbindung mit dem dänischen Königshaus im 13. Jahrhundert aus dem dänischen Königswappen. Das Jagdhorn wird zwar oft mit einer Verballhornung des Namens Gifhorn erklärt, allerdings ist bis heute die Bedeutung dieses Namens de facto ungeklärt. Die Herleitung von „Hifthorn“ (Hüfthorn, Jagdhorn) gilt innerhalb der Regionalforschung schon seit Längerem als abwegig. Eine weitere Theorie, nach welcher der Name Gifhorn vom alten wendischen Wort „Javor“ (Ahorn) abzuleiten sei, krankt daran, dass bislang für den fraglichen Zeitraum der Namensgebung keine Ahornbestände im Gifhorner Raum festgestellt werden konnten.

Religionen[Bearbeiten]

Unter Karl dem Großen (742–814) im Zuge der teilweise gewaltsamen Missionierung der Sachsen wurden auch Gifhorn und die weitere Umgegend christianisiert. Gifhorn gehörte damals zum Archidiakonat Meine. Der neue Glaube verbreitete sich zunächst nur langsam. Erst zwei Jahrhundert nach Karl dem Großen entstanden in vielen Ortschaften der Region Bethäuser, Kapellen und Taufkirchen, in Gifhorn 1279 auch eine Stadtkirche, genannt nach Nikolaus, dem Schutzheiligen der Kaufleute und Fernfahrer, entsprechend der Bedeutung des Marktfleckens Gifhorn an der Handelsstraße Lübeck – Nürnberg.

1519 wurden Stadt und Kirche bei der Hildesheimer Stiftsfehde zerstört. Nach Einführung der Reformation sorgte Herzog Franz 1540 für einen Kirchenneubau und sein Bruder Herzog Ernst errichtete die erste Superintendentur, losgelöst vom Archidiakonat Meine. Erst zwei Jahrhunderte später konnte 1744 eine große Stadtkirche eingeweiht werden, die heutige St.-Nicolai-Kirche mit ihrer kostbaren Christian-Vater-Orgel (1748).

Bis 1918 war Gifhorn, was die Zahl von 3.500 Einwohnern betrifft, praktisch nicht größer als eine heutige Kirchengemeinde. Zwischen den Weltkriegen erhöhte sich die Einwohnerzahl nur langsam von 3.500 auf 5.000, vervierfachte sich aber durch die großen Flüchtlingsströme in der Nachkriegszeit, um bis heute - verstärkt auch durch den Zustrom von Spätaussiedlern in den 1990er Jahren – auf circa 44.000 Einwohner anzuwachsen. Dies brachte in den Kirchengemeinden und religiösen Gemeinschaften einen enormen Zuwachs an Gemeindegliedern mit sich.

Kirchen im Landkreis Gifhorn[Bearbeiten]

Evangelisch-lutherische Kirche

Fast alle evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im Landkreis Gifhorn gehören zur Landeskirche Hannovers. Zu ihr gehört der Kirchenkreis Gifhorn, der die Stadt Gifhorn und die im Süden und Westen des Landkreises gelegenen Ortschaften umfasst, ferner der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen; er umfasst die bis 2012 zum Kirchenkreis Wittingen gehörenden Ortschaften im Norden und Osten des Landkreises. Zur Propstei Vorsfelde gehören die Kirchengemeinden Parsau und Rühen, sie sind die nördlichsten Gemeinden der Landeskirche in Braunschweig.

Römisch-katholische Kirche

Die katholischen Kirchen im Landkreis Gifhorn gehören zum Dekanat Wolfsburg-Helmstedt. Die Kirchen in Gifhorn, Meine und Meinersen gehören zur Pfarrgemeinde St. Altfrid in Gifhorn, die Kirchen in Wesendorf und Wittingen zur Pfarrgemeinde Maria Königin in Wittingen, und die Kirche in Parsau zur Pfarrgemeinde St. Michael in Wolfsburg-Vorsfelde. Die St.-Bernward-Kirche in Gifhorn wurde 1915 eingeweiht und ist die älteste katholische Kirche im Landkreis Gifhorn, die anderen Kirchen wurden nach 1945 erbaut.

Landeskirchliche Gemeinschaft

Die Anfänge der Landeskirchlichen Gemeinschaft liegen in den 1920er Jahren, wo man sich in kleinen Bibel- und Gebetskreisen in verschiedenen Häusern in Gifhorn traf. Ab 1930 versammelte man sich im evangelischen Kindergarten „Bleiche“, bis 1990 das ehemalige Gebäude der Zeugen Jehovas in der Ringstraße übernommen werden konnte. 2008 benannte sich die Landeskirchliche Gemeinschaft in Evangelische Gemeinschaft um und befindet sich seitdem in einer ehemaligen Baptistenkirche am Calberlaher Damm.

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

1996 wurde die Evangelisch-Lutherische Philippus-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) als jüngste Kirchengemeinde im Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd gegründet.

Die vier Gemeinden der SELK, die sich im Landkreis Gifhorn befinden, gehören zum Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd:

  • Evangelisch-Lutherische Philippusgemeinde Gifhorn
  • Evangelisch-Lutherische Immanuelsgemeinde Groß Oesingen
  • Evangelisch-Lutherische Stephanusgemeinde Meinersen-Seershausen
  • Evangelisch-Lutherische St.-Stephans-Gemeinde Wittingen

Dem Kirchenbezirk steht als leitender Geistlicher ein Superintendent vor, der mit dem Kirchenbezirksbeirat die Leitung innehat. Weitere Organe sind die Kirchenbezirkssynode, die jährlich tagt. Synodale stellt eine Kirchengemeinde mit jeweils einem Laienvertreter und dem Gemeindepfarrer. Neben der Synode ist der Bezirkspfarrkonvent, dem alle Pfarrer mit Sitz und Stimme angehören, Organ des Kirchenbezirks. Der Kirchenbezirk Niedersachsen Süd erstreckt sich auf zahlreiche Landkreise, so auch auf den Landkreis Gifhorn. Die Entstehung der Gemeinden differiert.

Brüdergemeinden lutherischer Prägung

An unabhängigen Gemeinden, die sich selbst als lutherisch verstehen, gibt es in Stadt und Landkreis Gifhorn viele verschiedene Brüdergemeinden der Spätaussiedler. Die meisten wurden in den 1990er Jahren gegründet.

Baptisten

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Gifhorn (Baptisten) hatte ihre Anfänge im 1894 eingeweihten Gotteshaus in Neudorf-Platendorf und wurde mit dem Neubau am Brandweg 1962 eigenständig. Ferner existiert eine Baptistengemeinde mit überwiegend Russlanddeutschen.

Außer in der Stadt Gifhorn gibt es im Landkreis noch Baptistengemeinden in Sassenburg (Neudorf-Platendorf), Brome (Altendorf), Parsau, Wasbüttel, Schwülper sowie eine Brüdergemeinde in Hillerse.

Siebenten-Tags-Adventisten

1926 wurde die erste Adventgemeinde in Gifhorn gegründet. 1959 gelang ein erster Kirchbau, ein Neubau 1991. Etwa im Jahr 2000 wurde eine weitere Adventgemeinde in Gifhorn gegründet, die sich in Gifhorn-Kästorf befindet.

Neuapostolische Kirche

Die neuapostolische Kirche (NAK) verfügt über drei Gemeinden im Landkreis Gifhorn, die alle zur Gebietskirche NAK Mitteldeutschland gehören, darin jedoch zu unterschiedlichen Bezirken. Die Gemeinden in der Stadt Gifhorn und in Meinersen gehören zum Kirchenbezirk Braunschweig.[2] Die seit 1919 bestehende Gemeinde in Hankensbüttel gehört zum Kirchenbezirk Hannover-Nord.[3]

Pfingstkirche

Zum pfingstlichen Spektrum der Stadt gehört die Freie Christengemeinde. Sie gehört zum deutschen Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden.

Überkonfessionelle Zusammenschlüsse[Bearbeiten]

Evangelische Allianz

Das nachfolgende 20. Jahrhundert brachte an seinem Anfang die große Ökumenische Bewegung hervor. Nachdem jahrhundertelang zuerst immer auf das Trennende der christlichen Kirchen geblickt wurde, bemüht man sich seit 90 Jahren in der Ökumene zuerst das Gemeinsame zu sehen, auch in Gifhorn. So vereinigten sich vor ungefähr 30–40 Jahren auf Einheit innerhalb des evangelischen Bereiches bedachte Personen in Gifhorn zur Ortsgruppe der Evangelischen Allianz, Hauptereignis ist jedes Jahr in der zweiten Januarwoche die Gebetswoche, die reihum in den Gemeinden gemeinsam gefeiert wird.

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

Nicht Personen, sondern Institutionen wie Kirchengemeinden bilden die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, die sich in Gifhorn im Jahr 2001 erneut zusammenschloss. Folgenden Kirchen beziehungsweise Gemeinschaften gehören ihr an:

  • Römisch-Katholische Kirchengemeinde Sankt Altfried Gifhorn/Meine
  • Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Gifhorns im Kirchenkreis Gifhorn
  • Evangelisch-Lutherische Philippus-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche
  • Russisch-orthodoxe Kirchengemeinde
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)

Gaststatus:

  • Adventgemeinde

Politik[Bearbeiten]

Historische Wahlergebnisse seit 1920[Bearbeiten]

Die historischen Wahlergebnisse im Kreis Gifhorn unterschieden sich markant von den gesamtdeutschen Ergebnissen. Oft erzielten kleine Parteien, die anderenorts bedeutungslos waren, in Gifhorn sehr hohe Ergebnisse.

Die Daten beziehen sich auf die Kreisgrenzen von 1969. Trotz einiger Änderungen lassen sie sich aber mit den heutigen Ergebnissen vergleichen.

1920–1929: Welfen gegen Preußen[Bearbeiten]

Mehr als von den klassischen Gegensätzen zwischen links und rechts oder zwischen Katholiken und Protestanten war Gifhorn von Widerstand der Welfen (Deutsch-Hannoversche Partei) gegen die 1866 erfolgte Annexion durch Preußen geprägt. Aber auch die konservativen Preußen hatten ihre Anhänger, z.B. in der DNVP. 1920 beispielsweise wählte der Kreis zum Reichstag wie folgt: Welfen 48,7 %, SPD 27,9 %, DVP 8,6 %, DNVP 8,2 %.

Die Welfen pendelten sich in den Folgejahren bei etwa 36 % ein, die SPD verlor etwas und die DNVP erzielte wechselhafte Ergebnisse zwischen 8,8 und 20,7 %. Im Mai 1924 erzielte die NSDAP bei ihrer ersten Kandidatur gleich einen Erfolg mit 11,9 %, konnte dieses Ergebnis aber zunächst nicht halten. Die Zentrumspartei spielte im evangelischen Landkreis nie eine Rolle und blieb immer unter einem Prozent.

1930–1945: Erdrutsch nach rechts[Bearbeiten]

Schon zur Reichstagswahl 1930 wurde die NSDAP stärkste Partei mit 34,2 %. Bei den Wahlen im April 1932 hatten die Welfen fast alle Wähler an die NSDAP verloren, die hier eines ihrer stärksten Ergebnisse in Deutschland erzielte: NSDAP 68,1 %, SPD 14,2 %, Welfen 6,4 %, KPD 5,0 %, DNVP 4,1 %, alle anderen unter 1 %. Bei der Reichstagswahl März 1933 wählten bei einer 90-prozentigen Rekord-Wahlbeteiligung 73,8 % die NSDAP - was den höchsten Wert für die NSDAP im gesamten Deutschen Reich darstellte.

1945–1964: Hohe Ergebnisse für rechte Parteien[Bearbeiten]

Nach dem Krieg hatte sich die Bevölkerung aufgrund der sich ansiedelnden Kriegsflüchtlinge stark verändert. Viele von ihnen wählten lange Zeit eine eigene Partei, den BHE. Dieser hatte sein höchstes Ergebnis bei der Kreistagswahl 1952 mit 31,5 %. Daneben gab es verschiedene Kleinparteien im Spektrum rechts der CDU, nämlich die konservativ-niedersächsische DP (Deutsche Partei), die Deutsche Reichspartei (DRP) und die später verbotene rechtsextreme Sozialistische Reichspartei (SRP). Bei der Bundestagswahl 1949 wurde die DP im Landkreis stärkste Partei mit 32,2 % und die DRP zweitstärkste mit 29,0 %. Die im Bundestag führenden Parteien folgten abgeschlagen: die SPD mit 24,6 %, Adenauers CDU mit nur 9,1 % und die FDP mit 2,6 %. Bis 1961 verbesserten sich diese Parteien immer mehr, die CDU kam bei der Bundestagswahl immerhin auf 39,3 %, im Kreistag aber weiter nur auf Platz 4 mit 14,6 %.

1965–1969: Hochburg der CDU[Bearbeiten]

Nach 1961 erhielten CDU und SPD zu Lasten der Kleinparteien mehr Wählerstimmen. Da es sich oft um rechtskonservative Wählergruppen handelte, profitierte die CDU mehr, so dass sich der Landkreis Gifhorn zu einer ihrer Hochburgen entwickelte. Als die Bundesrepublik Deutschland 1969 mit knapper Mehrheit Willy Brandt zum Kanzler wählte, wählte der Kreis zu 52,1 % CDU, 36,4 % SPD (dennoch damals Rekordergebnis in diesem Landkreis), 6,6 % NPD und 4,4 % FDP.

Seit 1969: langsame Angleichung an den Bundesdurchschnitt[Bearbeiten]

Zwar dominierte nach 1969 zunächst die CDU, der Landkreis entwickelte sich aber immer mehr in Richtung des Bundesdurchschnitts.

Auf Bundesebene ist Gifhorn seit 1949 mit der SPD-Hochburg Peine zu einem gemeinsamen Wahlkreis vereinigt.

Im Kreis Gifhorn waren die Mehrheiten entsprechend den Bundesergebnissen bis 1998 schwarz-gelb und bis 2009 rot-grün ausgefallen (Zweitstimmenergebnis 2005: SPD 46,4 %, CDU 32,4 %, FDP 8,1 %, Grüne 6,1 %, Linkspartei.PDS 4,2 %). Dies änderte sich dem Bundestrend folgend bei der Bundestagswahl 2009, bei der vor allem die SPD auch im Landkreis Gifhorn Verluste zu verzeichnen hatte: CDU 36,8 %, SPD 29,6 %, FDP 11,6 %, Grüne 9,1 %, Die Linke 7,7 % (Zweitstimmen-Ergebnisse bezogen auf den Landkreis Gifhorn). Als Direktkandidat gewählt wurde jeweils Hubertus Heil (SPD), der 2002, 2005, 2009 und 2013 wiedergewählt wurde. Von 2005 bis 2009 vertrat auch Eva Möllring (CDU) ebenfalls Gifhorn im Deutschen Bundestag, ebenso wie seit dem 29. April 2010 die Gifhornerin Ewa Klamt (CDU) als Nachrückerin.

Kreistag[Bearbeiten]

Bei der Kreistagswahl am 11. September 2011 wurde wie folgt gewählt (in Klammern die Veränderung zu Kreistagswahl 2006)[4]:

Kreiswahl 2011
in Prozent
 %
50
40
30
20
10
0
41,2
36,0
12,7
3,5
3,0
1,8
1,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-4,0
-2,0
+5,5
-0,5
-2,6
+1,8
+1,4
Sitzverteilung im Kreistag
1
19
7
1
2
2
22
19 22 
Von 54 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2011
Sitze
2011
Prozent
2006
Sitze
2006
Prozent
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,2 22 45,2 24 47,9 27
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,0 19 38,0 21 37,6 21
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 12,7 7 7,2 4 5,7 3
FDP Freie Demokratische Partei 3,0 2 5,6 3 4,7 2
UNABHÄNGIGE UNABHÄNGIGE (Wählergruppe) 3,5 2 4,0 2 3,5 1
Linke Die Linke 1,8 1
Piraten Piratenpartei Deutschland 1,4 1
PBC Partei Bibeltreuer Christen 0,5 0 0,6 0
Gesamt 100 54 100 54 100 54
Wahlbeteiligung in Prozent 54,3 53,2 60,6

[5] [6]

Im Kreistag gibt es folgende Fraktionen und Gruppen (Stand 10. April 2014):

  1. CDU-Fraktion (21 Sitze)
  2. SPD-Fraktion (19 Sitze)
  3. Fraktion Grüne/Piraten/Linke (9 Sitze)
  4. Als Zusammenschluss der beiden vorgenannten Fraktionen die Gruppe SPD/Grüne/Piraten/Linke (28 Sitze)
  5. FDP-Fraktion (2 Sitze)
  6. Unabhängige-Fraktion (2 Sitze)
  7. Als Zusammenschluss der beiden vorgenannten Fraktionen die Gruppe FDP/Unabhängige (4 Sitze)[7]

Landräte und Kreishauptmänner[Bearbeiten]

Marion Lau (SPD) vertritt den Landkreis Gifhorn seit 2001 als Landrätin nach außen. Sie gewann die erste Wahl nach der Kommunalverfassungsreform, die eine einzelne, „starke“ Spitze für den Landkreis vorsah, gegen den CDU-Kandidaten Klaus Lemke, nachdem dieser seit 1. August 1976 Oberkreisdirektor gewesen war. 2006 wurde sie im ersten Wahlgang mit über 60 % der Stimmen wiedergewählt. Am 25. Mai 2014 wurde Andreas Ebel (CDU) als neuer Landrat gewählt.

1946 bis 2001 hatte der Landkreis eine „Doppelspitze“: der hauptamtliche Oberkreisdirektor leitete die Verwaltung und hatte damit das faktisch einflussreichere Amt, der ehrenamtliche Landrat bildete die politische Spitze. Bis kurz vor Ende des 20. Jahrhunderts waren alle Landräte und Oberkreisdirektoren und auch ihre seit 1564 nachweisbaren Vorgänger, die Kreishauptmänner und Amtmänner, männlich.

Kreishauptmänner des Kreises Gifhorn[Bearbeiten]

Bis zum 1. April 1885 wurden die Leiter der Verwaltung des Kreises Gifhorn „Kreishauptmann“ genannt.

Landräte des Landkreises Gifhorn[Bearbeiten]

  • 1885–1890 Benno von Niebelschütz
  • 1890–1900 Kurd Graf von Berg-Schönfeld
  • 1900–1908 Ludwig von der Wense
  • 1908–1937 Eugen von Wagenhoff
  • 1937–1943 Karl Glehn
  • 1943 August Heinichen (vertretungsweise)
  • 1946–1949: Heinrich Senge CDU
  • 1949–1962: Karl-Heinrich Heise (DP)
  • 1963–1991: Heinrich Warnecke CDU
  • 1991–2001: Margarete Pertzel CDU
  • 2001–2014: Marion Lau (SPD)

Partnerschaften und Patenschaften[Bearbeiten]

Demografische Daten[Bearbeiten]

Nach dem Niedersächsischen Landesamt für Statistik wohnten 2005 im Landkreis Gifhorn 175.192 Menschen in 48.898 Gebäuden mit insgesamt 71.493 Wohnungen bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 44,8 m² je Person. 21,90 % der Bevölkerung waren 2005 unter 18 Jahre alt, 7,80 % zwischen 18 und 25, 29,00 % zwischen 25 und 45, 25,30 % zwischen 45 und 64, und 16,00 % waren 65 Jahre alt oder älter. Die Arbeitslosenquote lag bei durchschnittlich 11,0 % (Männer: 9,4 %, Frauen: 13,4 %). 36.408 Menschen pendeln regelmäßig aus dem Landkreis heraus, 3.308 herein.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Es gibt insgesamt fünf offizielle Museen des Landkreises Gifhorn (siehe Weblinks). Im Gifhorner Schloss ist das Historische Museum untergebracht. Ebenfalls in Gifhorn liegt das Kavalierhaus von 1546 mit einer Ausstellung zur bürgerlichen Wohnkultur im 20. Jahrhundert. Die verbleibenden drei Museen liegen im Nordkreis. Das Schulmuseum befindet sich im Erich-Weniger-Haus in Steinhorst. Neben der ständigen Ausstellung und Sonderveranstaltungen (u. a. werden Schulstunden im Stil von 1900 für Kinder angeboten) arbeitet das Schulmuseum auch an einer Schriftenreihe, den Steinhorster Schriften zur regionalen Schulgeschichte und Schulentwicklung (begonnen 1989, bisher neun Bände). Das Klosterhofmuseum Isenhagen zeigt die Geschichte des 1243 von den Zisterziensern gegründeten und seit der Reformation als evangelischen Damenstift betriebenen Klosters. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Geschichte historischer Klostergärten. Hierzu gibt es am Museum einen Mustergarten und ein 1993 publiziertes Kräuterbuch. In der 1203 erstmals erwähnten Burg von Brome ist ein Burgmuseum untergebracht. Aus dem Umkreis des Burgmuseums liegen gleichfalls zahlreiche Publikationen vor: von 1980 bis 2000 sind hier 28 vorwiegend regionalgeschichtliche Werke erschienen.

Vier Museen des Landkreises haben außerhalb ihrer Häuser Museumslehrpfade in der freien Natur eingerichtet.

Neben diesen Museen existieren eine Reihe weiterer Museen und Ausstellungen. Am bekanntesten ist wohl das Mühlenmuseum in Gifhorn, in welchem Mühlen ausgestellt werden, die zum Teil in ostdeutschen „Mühlenregionen“ abgebaut wurden und nach Gifhorn transportiert wurden. Ebenfalls bekannt ist das Otter-Zentrum in Hankensbüttel. Weiterhin hat in Vollbüttel ein Kinomuseum geöffnet, in Dedelstorf-Oerrel ein Jagdmuseum und in Lüben ein Museum im Dorf.

Kreiskalender[Bearbeiten]

Jährlich gibt der Landkreis Gifhorn ein Heimatbuch („Kreiskalender“) heraus, das ehrenamtlichen Autoren aus der Region ein Forum bietet. Die Hauptrubrik bilden Artikel zur Heimatgeschichte. Es finden sich auch plattdeutsche Texte, Naturbetrachtungen und Anderes. Die Reihe begann im Jahre 1925 im Kreis Isenhagen und wurde nach der Vereinigung mit Gifhorn vom neuen Gesamtkreis übernommen. Der Name „Kreiskalender“ rührt daher, dass das Buch jeweils für das kommende Jahr herausgegeben wird und ursprünglich einen umfangreichen Einleitungsteil hatte, der sich mit landwirtschaftlichen Terminen befasste. Der Kreiskalender wird im regionalen Buchhandel vertrieben, kann aber auch überregional bestellt werden. Er ist über die Jahrzehnte zu einer heimatgeschichtlichen Institution im Landkreis Gifhorn geworden.

Mitgliedschaft in Verbänden[Bearbeiten]

Der Landkreis Gifhorn ist Teil des Lüneburgischen Landschaftsverbands.

Schulen[Bearbeiten]

In Landkreis Gifhorn sind mehrere Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen, Grundschulen und eine Förderschule ansässig.

Lokale Tageszeitungen[Bearbeiten]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

In Klammern die Einwohnerzahl am 31. Dezember 2012[9].

Schwülper Vordorf Didderse Adenbüttel Hillerse Meine Wasbüttel Rötgesbüttel Leiferde Isenbüttel Ribbesbüttel Calberlah Wagenhoff Meinersen Osloß Bokensdorf Ummern Wesendorf Müden (Aller) Sassenburg Gifhorn Schönewörde Wahrenholz Wahrenholz Groß Oesingen Steinhorst Hankensbüttel Sprakensehl Obernholz Dedelstorf Weyhausen Tappenbeck Jembke Barwedel Bergfeld Tiddische Rühen Parsau gemeindefreies Gebiet Giebel Parsau Tülau Brome Ehra-Lessien Wittingen Landkreis Gifhorn Niedersachsen Wolfsburg Braunschweig Landkreis Helmstedt Landkreis Peine Region Hannover Landkreis Celle Landkreis Uelzen Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltMunicipalities in GF.svg
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Einheitsgemeinden

  1. Gifhorn, Kreisstadt, selbständige Gemeinde (41.331)
  2. Sassenburg (10.921)
  3. Wittingen, Stadt (11.489)

Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden

* Sitz der Samtgemeindeverwaltung

  1. Barwedel (1007)
  2. Bokensdorf (1014)
  3. Jembke (1878)
  4. Osloß (1892)
  5. Tappenbeck (1346)
  6. Weyhausen * (2458)
  1. Bergfeld (889)
  2. Brome, Flecken * (3234)
  3. Ehra-Lessien (1625)
  4. Parsau (1814)
  5. Rühen (4968)
  6. Tiddische (1246)
  7. Tülau (1497)
  1. Dedelstorf (1277)
  2. Hankensbüttel * (4319)
  3. Obernholz (892)
  4. Sprakensehl (1246)
  5. Steinhorst (1271)
  1. Calberlah (5072)
  2. Isenbüttel * (6320)
  3. Ribbesbüttel (2071)
  4. Wasbüttel (1858)
  1. Hillerse (2473)
  2. Leiferde (4351)
  3. Meinersen * (8194)
  4. Müden (Aller) (5405)
  1. Adenbüttel (1762)
  2. Didderse (1294)
  3. Meine * (8290)
  4. Rötgesbüttel (2231)
  5. Schwülper (6818)
  6. Vordorf (3066)
  1. Groß Oesingen (1905)
  2. Schönewörde (908)
  3. Ummern (1536)
  4. Wagenhoff (1152)
  5. Wahrenholz (3637)
  6. Wesendorf * (5058)

gemeindefreies Gebiet (unbewohnt)

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen GF zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Landkreis Gifhorn. Hrsg. vom Niedersächsischen Landesverwaltungsamt. Bremen 1972. (Die Landkreise in Niedersachsen, Bd. 26. ISBN 3-87172-327-4.)
  • Gifhorner Kreiskalender, erscheint mit Unterbrechungen seit 1925 jährlich, mittlerweile mit jeweils ca. 50 Beiträgen und statistischem Anhang.
  • Heinrich Munk: Die Post im Altkreis Isenhagen. Hrsg. vom Landkreis Gifhorn. Gifhorn 2006. ISBN 3-929632-75-6
  • Rüdiger Koch: Mitten in Deutschland: Erinnerungen an 100 Jahre Landkreis Gifhorn 1885-1985. Hrsg. vom Landkreis Gifhorn. Gifhorn 1985
  • Schriftenreihe des Landkreises Gifhorn (hrsg. vom Kreisarchiv), bisher 26 Titel zu verschiedenen Themen der Heimatgeschichte
  • Materialienreihe des Landkreises Gifhorn (hrsg. vom Kreisarchiv), bisher 8 Titel erschienen
  • Veröffentlichungen der Eisenbahngeschichtlichen Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Gifhorn (hrsg. vom Kreisarchiv), bisher 8 Titel erschienen
  • Werner Siebarth: Herzog Franz von Braunschweig-Lüneburg und seine Zeit. Hannover 1953
  • Fritz Brüggemann: Ein Herzog namens Franz. Ein Tatsachenbericht. Gifhorn 1973
  • Theo Bosse: Das Gifhorner Ratsbuch (II) von 1557 bis 1594. Adenbüttel 1989
  • Theo Bosse: Die Register und Kataster der Ämter Gifhorn, Fallersleben und Isenhagen ab 1563/64. Hannover 1988
  • Theo Bosse: Extract Catastri (…). Die Gebäudebeschreibung und das Hofbesitzer-Folgeverzeichnis ab 1753 im Amt Gifhorn. Gifhorn 1985
  • Theo Bosse: Das Erbregister des Ambtes Gifhorn von 1669. Gifhorn 1983
  • Speziell zur Vereinigung der Landkreise Gifhorn und Isenhagen siehe: Preußische Gesetzsammlung 1932, Nr. 43, 13772, S. 255ff, Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen. Vom 1. August 1932 (in Kraft getreten am 1. Oktober 1932).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Gifhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. http://www.nak-mitteldeutschland.de/gemeinde/gifhorn/
  3. http://www.nak-mitteldeutschland.de/gemeinde/hankensbuettel/
  4. Wahlergebnis bei www.lkgifhorn.de (PDF; 38 kB).
  5. [1] Ergebnisse der Kommunalwahlen 2001 und 2006
  6. [2] Ergebnis der Kommunalwahlen 2011
  7. Website des Landkreises, abgerufen am 11. April 2014
  8. IHK Braunschweig: Regionalbericht 2006
  9. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012