Elijah Muhammad

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Elijah Muhammad

Elijah Muhammad (* 7. Oktober 1897 in Sandersville, Washington County, Georgia; † 25. Februar 1975 in Chicago, Illinois) war ein US-amerikanischer schwarzer Bürgerrechtler und 44 Jahre Leiter der Nation of Islam.

Leben[Bearbeiten]

Elijah Muhammad wurde als Elijah Robert Poole als siebtes Kind von dreizehn geboren. Er wuchs in Georgia auf. Sein Vater William Poole, Sr. (1868–1942) war baptistischer Prediger und Landarbeiter, seine Mutter war Mariah Hall (1873–1958) Hausfrau und Landarbeiterin. Beide Eltern arbeiteten als sogenannte Sharecropper, sehr schlecht bezahlte Landarbeiter, die Schulden durch Arbeit abbezahlten. Elijah begann sehr früh ebenfalls als Sharecropper auf dem Feld zu arbeiten.

Poole heiratete Clara Evans (1899–1972) am 7. März 1917. Zwischen 1910 und 1940 wanderten hunderttausende Afro-Amerikaner aus den Südstaaten in den Norden der USA (sog. erste Great Migration) Dazu gehörten 1923 auch Poole und seine Frau. Sie verließen beide Georgia. In Georgia herrschten zu der damaligen Zeit noch rassistische Gesetze, die die Schwarzen diskriminierten (sog. Jim Crow Laws). Poole selbst war vor seinem zwanzigsten Lebensjahr Zeuge geworden, wie drei Schwarze gelyncht worden waren. Darüber sagte er später seine Biographen:" Ich habe genug Grausamkeiten des weißen Mannes für die nächsten 26.000 Jahre gesehen"[1].

Die Pooles zogen nach Hamtramck, Michigan[2][3].

Er gab an, im Jahre 1931 das Wort von Allah in Gestalt von Wallace Fard Muhammad empfangen zu haben. Poole trat der Nation bei und legte später seinen Sklavenhalternamen ab und nahm den islamischen Namen Kariem an, später Muhammad. Elijah Muhammad leitete später den Tempel Nummer 2 in Chicago[4]. Sein jüngerer Bruder Kalot Muhammad wurde Führer der Fruit of Islam, der Selbstverteidigungsgruppe der Nation.

Er leitete die Nation of Islam von 1933 bis zu seinem Tode. 1934 gründete er die Muhammad University of Islam.[5] Während des Zweiten Weltkriegs weigerte er sich zu kämpfen, da er diesen Krieg als nicht gerecht ansah. Er musste daher für vier Jahre ins Gefängnis und leistete seine Strafe in der Federal Correctional Institution, Milan, Milan, Michigan, ab[6]. Der Bürgerrechtler Malcolm X, für den Elijah Muhammad zunächst ein Ziehvater war, distanzierte sich später von ihm und seiner Organisation, da er dessen Lehre und Wirken als im Gegensatz zum orthodoxen Islam stehend betrachtete. Vor allem lehnte Malcolm X später den Separatismus und die rassistische Black Supremacy Ideologie der Nation of Islam ab. Er soll außerdem mindestens sechs außereheliche Kinder gehabt haben, das er damit rechtfertigte, er müsse als letzter der Propheten die Sünden aller Propheten wiederholen.

Elijah Muhammad starb 77-jährig am 25. Februar 1975 an Herzversagen im Mercy Hospital in Chicago, Illinois.[7]

Ehrungen und Weiteres[Bearbeiten]

  • Die Stadt Detroit gab der Linwood Avenue den weiteren Namen "Elijah Muhammad Blvd."
  • Die Nation of Islam hatte während seiner Zeit zwischen 20.000 und 50.000 Mitglieder, betrieb 130 Tempel und bot umfangreiche soziale Dienste an[8].
  • Molefi Kete Asante Professor für African American studies listete Muhammad auf seiner Liste der 100 größten Afroamerikaner auf[9].

Darstellung im Film[Bearbeiten]

Frauen von Elijah Muhammad[Bearbeiten]

Kinder mit Clara Muhammad[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Claude Andrew Clegg II, An Original Man: The Life and Times of Elijah Muhammad, St. Martin's Griffin 1998
  2. / Richard Brent Turner, "From Elijah Poole to Elijah Muhammad", American Visions, Oct-Nov, 1997
  3. Karl Evanzz, The Messenger: The Rise and Fall of Elijah Muhammad Random House, 2001
  4. Karl Evanzz, The Messenger: The Rise and Fall of Elijah Muhammad Random House, 2001
  5. Website der Muhammad University of Islam (englisch)
  6. E. U. Essien-Udom, Black Nationalism, University of Chicago Press 1962
  7. Artikel in der New York Times
  8. Southern Poverty Law Center
  9. Asante, Molefi Kete (2002). 100 Greatest African Americans: A Biographical Encyclopedia. Amherst, New York. Prometheus Books. ISBN 1-57392-963-8.

Weblinks[Bearbeiten]