Elisabeth Abegg

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Elisabeth Abegg (* 3. März 1882 in Straßburg; † 8. August 1974 in Berlin) war eine deutsche Pädagogin. Während des Dritten Reichs war sie Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime.

Berliner Gedenktafel am Haus Tempelhofer Damm 56, in Berlin-Tempelhof

Abegg war promovierte Studienrätin. Bis 1935 arbeitete sie am Luisenoberlyceum in Berlin-Mitte und unterrichtete Geschichte. Dann wurde sie als „politisch unzuverlässig“ zum Rückert-Gymnasium in Schöneberg strafversetzt und 1941 nach einer Denunziation in den „Ruhestand“ gezwungen.

Als überzeugte Quäkerin konnte sie den Naziterror nicht widerspruchslos ertragen und kümmerte sich zusammen mit ihrer Schwester Julie um Verfolgte. Sie versteckte Naziverfolgte, organisierte Nahrung und Geld und unterrichtete heimlich Kinder und Jugendliche, die durch die Rassengesetze keinen Schulunterricht mehr erhielten.

Nach dem Krieg arbeitete sie bis zu ihrer Pensionierung im Schuldienst.

Abegg wurde am 23. Mai 1967 von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Washem als Gerechte unter den Völkern ausgezeichnet. Eine Gedenktafel am Tempelhofer Damm 56 in Berlin und eine Straße in Berlin-Mitte erinnern an die mutige Pädagogin.

[Bearbeiten] Literatur

  • Israel Gutman, Sara Bender, Daniel Fraenkel und Jakob Borut (Hrsg.): Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Deutsche und Österreicher, Yad Vashem und Wallstein-Verlag [2005].

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