Emil-Werner Baule

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Emil-Werner Baule (* 26. April 1870 in Peine; † 9. Februar 1953 in Ahlem vor Hannover)[1] war ein deutscher Architekt, Designer, Grafiker, Illustrator, Kunstgewerbler und Maler. Er gilt als Pionier der modernen Werbegrafik.[2]

Leben[Bearbeiten]

Das Berggasthaus Niedersachsen im Jahr seiner Fertigstellung;
Ansichtskarte Nr. 541 von Karl F. Wunder, 1898

Baule studierte ab dem Wintersemester 1894/1895 Ingenieurwissenschaften und Architektur an der Technischen Hochschule Hannover und anschließend Malerei und Grafik in München.[1]

Eine der frühesten architektonischen Arbeiten Baules war das 1898 erbaute Berggasthaus Niedersachsen[3] (nur in Nebengebäuden erhalten)[4] in der von Julius Trip gestalteten, denkmalgeschützten Parkanlage auf dem Gehrdener Berg: Die Anlagen sollten Ausflüge mithilfe der seinerzeitigen Straßenbahnlinie 10 nach Gehrden beleben.[3]

In Hannover gestaltete Baule beispielsweise das Firmenzeichen der Pelikan-Werke neu[1], entwarf verschiedene Reklamemarken für das Unternehmen[5] und gestaltete für die Marke Scriptol eine „Anleitung zur Kunstschrift“.[6]

Baule arbeitete auch für Unternehmen wie Bahlsen oder Sprengel. 1921 wurde Baule Mitglied im Hannoverschen Künstlerverein.[1] 1924 soll Baule das Wappen für seine Geburtsstadt Peine entworfen haben.[7] Darüber hinaus wirkte Baule insbesondere in Schwalenberg.[2] Emil Werner Baule starb 1953 im (heutigen) hannoverschen Stadtteil Ahlem.[1]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Der 1953 (dem Todesjahr des Grafikers) im hannoverschen Stadtteil Waldheim angelegte Bauleweg ehrt den Künstler seitdem durch seine Namensgebung.[8]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Wappen der Stadt Peine
Bauten
  • 1898: Berggasthaus Niedersachsen auf dem Gehrdener Berg[3]
Grafiken
  • 1924: Wappen der Stadt Gehrden[7]
Schriften
  • Günther Wagner (Hrsg.): Scriptol. Anleitung zur Kunstschrift. 14 Tafeln mit Schriftbeispielen. Hannover 1910 / 1912.[9]
  • Julius Diez und seine Monumentalmalerei in Hannover. In: Kunst und Handwerk, Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851. Jahrgang 1913/1914, Nr. 64, S. 37ff. (Digitalisat bei der Universitätsbibliothek Heidelberg)
  • Das Eulennest. Bilder aus den alten Peine. (mit einem geschichtlichen Begleitwort von August Drobek) R. Rother, Peine 1923.[6]
  • H. Sonnenberg Peine 1834-1924. (Festschrift für das Unternehmen Heinrich Sonnenberg, Wollhandel, Borstenzurichterei) o.O. (Peine) 1924. (gedruckt bei Edler & Krische, Hannover)[6]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emil Werner Baule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Klaus Mlynek: BAULE, Emil-Werner. S. 44.
  2. a b Angaben zu Emil Werner Baule im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  3. a b c Dirk Wirausky: Gehrden / Tripscher Park: Erste Pflegearbeit, aber noch kein Nutzungskonzept. in der online-Ausgabe der Neuen Presse vom 16. Februar 2009, abgerufen am 5. September 2013.
  4. Dorothee Petersen-Jurke: Historie des Berggasthauses Niedersachsen. auf bergggasthaus-niedersachsen.de, abgerufen am 5. September 2013.
  5. Zwölf Reklamemarken "Pelikan"-Fabrikate Günther Wagner, um 1910, Seite des Auktionshauses von Zezschwitz, abgerufen am 5. September 2013.
  6. a b c Vergleiche diese Angaben der Deutschen Nationalbibliothek
  7. a b Jens Koch: Erwin W. Baule – Der norddeutsche da Vinci.
  8. Helmut Zimmermann: Bauleweg. in: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 34.
  9. Scribtol. Anleitung zur Kunstschrift. auf worldcat.org