Felix Aylmer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Felix Aylmer (1973)

Sir Felix Edward Aylmer Jones, OBE (* 21. Februar 1889 in Corsham, Wiltshire, England; † 2. September 1979 in Sussex, England) war ein britischer Theater- und Filmschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Sir Felix Aylmer wurde 1889 als Felix Edward Aylmer Jones im englischen Corsham geboren. Nach dem Besuch der Almondbury Grammar School nahe Huddersfield in West Riding of Yorkshire studierte er an der renommierten University of Oxford und war Mitglied der Oxford University Dramatic Society. 1911 feierte er sein Debüt als Theaterschauspieler im London Coliseum und gehörte später der Birmingham Repertory Company an, mit der er unter anderem den Orsino in Shakespeares Was ihr wollt spielte.

Während des Ersten Weltkriegs diente er in der britischen Royal Naval Volunteer Reserve und trat erst nach Ende des Krieges wieder auf der Bühne auf, wo er sich vor allem in Stücken von George Bernard Shaw einen Namen machte. Ab 1930 spielte er auch in britischen Filmen mit. Dabei arbeitete er häufig mit Laurence Olivier zusammen, wie etwa in Hokuspokus (1930) oder den beiden Shakespeare-Verfilmungen Heinrich V. (1944) und Hamlet (1948), wo er den Polonius spielte.

In den 1950er Jahren war er auch in Hollywood ein vielbeschäftigter Charakterdarsteller, so spielte er z. B. in Mervyn LeRoys Quo Vadis? (1951) den Plautius, in Ivanhoe – Der schwarze Ritter (1952) den Isaac von York, in Die Ritter der Tafelrunde (1953) den Merlin oder in den preisgekrönten Filmdramen Anastasia (1956) und Getrennt von Tisch und Bett (1958). Eine seiner letzten Kinorollen hatte er 1964 in Das Haus im Kreidegarten neben Deborah Kerr als Richter McWhirrey, den er bereits acht Jahre zuvor auf der Bühne gespielt hatte. In den 1960er Jahren trat er häufiger im britischen Fernsehen auf, unter anderem als Father Anselm in 19 Folgen der BBC-Serie Oh, Brother! (1968–1970).

Von 1949 bis 1969 war er der Präsident der britischen Schauspielergewerkschaft British Actors’ Equity Association (heute Equity genannt). 1950 erhielt er den britischen Verdienstorden Order of the British Empire und 1965 wurde er für seine Verdienste im Theater zum Ritter geschlagen.

Aylmer war mit der britischen Schauspielerin Cecily Byrne bis zu ihrem Tod im Jahr 1975 verheiratet. Aus der Ehe gingen Sohn David (1929–1964) und Tochter Jennifer hervor. Er starb 1979 im Alter von 90 Jahren in einem privaten Krankenhaus in Sussex, England.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Theaterstücke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1912–1913: Das Wintermärchen (The Winter’s Tale) – Savoy Theatre, London
  • 1918–1919: Judith – Kingsway Theatre, London
  • 1919–1920: The School for Scandal – Birmingham Repertory Theatre
  • 1920–1930: Badger’s Green – Prince of Wales Theatre, London
  • 1922–1923: Loyalties – Gaiety Theatre, New York
  • 1925–1926: The Last of Mrs. Cheyney – Fulton Theatre, New York
  • 1933–1934: The Voysey Inheritance – Sadler’s Wells, London
  • 1934–1935: St. Joan – Old Vic Theatre, London
  • 1935–1936: Out of the Dark – Ambassadors Theatre, London
  • 1937–1938: Power and Glory – Savoy Theatre, London
  • 1937–1938: Yes and No – Ambassadors Theatre, London
  • 1938–1939: The Flashing Stream – Lyric Theatre, London
  • 1939: The Flashing Stream – Biltmore Theatre, New York
  • 1953–1954: The Prescott Proposals – Broadhurst Theatre, New York

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sir Felix Aylmer. In: Daytona Beach Morning Journal, 4. September 1979.