Ferruccio Furlanetto

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Ferruccio Furlanetto (* 16. Mai 1949 in Sacile) ist ein italienischer Sänger (Bassbariton).

Leben und Werk[Bearbeiten]

Ferruccio Furlanetto studierte zuerst klassische Philologie und Naturwissenschaften, bevor er sich mit 22 Jahren für ein Gesangsstudium entschied. Nach ersten Auftritten in Triest, Lonigo und New Orleans debütierte er 1979 an der Scala als Banco in Macbeth unter der musikalischen Leitung von Claudio Abbado. Seither hat er sich ein weit gefächertes Repertoire – vom Barock bis zu zeitgenössischen Werken – erarbeitet und ist an wichtigen Bühnen Europas und Amerikas aufgetreten. Zu seinen Paraderollen zählen Figaro und Graf Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro, der Sparafucile im Rigoletto und der Großinquisitor im Don Carlos. Große Erfolge feierte er auch als Zaccaria im Nabucco und als Boris Godunow sowie zuletzt als Francesco Foscari in I due Foscari.

Im Konzertsaal und in Kirchenräumen wird Furlanetto insbesondere für die Basspartien in Verdis Requiem und Mozarts Krönungsmesse (KV 317) geschätzt. Er hat mit berühmten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Valery Gergiev, Herbert von Karajan, James Levine und Riccardo Muti zusammengearbeitet. An der Wiener Staatsoper ist er seit 1985 in über 240 Vorstellungen aufgetreten, darunter 21 Mal als König Philipp II. in Verdis Don Carlos. 2001 wurde ihm von diesem Haus der Titel Kammersänger verliehen. Bei den Salzburger Festspielen sang Furlanetto seit 1986 in mehreren Mozart-Opern, später den König Philipp II. und zuletzt 2007 den Fürsten Gremin in Eugen Onegin.

Rollenrepertoire[Bearbeiten]

 

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