Frédéric Caudron

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frédéric Caudron
Billard Picto 2-white.svg
Frédéric Caudron.jpg
Geburtstag 27. Januar 1968
Geburtsort Mons, Belgien
Nationalität BelgienBelgien Belgien
Spitzname(n) "L'Extraterrestre" ("The Extraterrestrial")
Profi seit 1987
Erfolge
Wenn nicht anders ausgewiesen, beziehen
sich die Angaben auf die Disziplin „Dreiband“.
Bester ED: 5,000
(1997)
Bester GD: 2,500
(EM 2013, Brandenburg/Havel)
Höchstserie (HS): 28
(EM 2013, Brandenburg/Havel)
Weltmeisterschaften:
Kontinentale Meisterschaften:
13×
Andere Turniere:
82× Belgischer Meister
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz: 1
Aktueller WRL-Platz: 2 (Stand: Feb. 2013)[1]
Verein(e)
  • BC AGIPI Courbevoie FrankreichFrankreich
  • BC Kasteeldreef Lovendegem BelgienBelgien
  • BC Gandia SpanienSpanien
  • BC 1921 Elversberg DeutschlandDeutschland
  • Sporting Portugal PortugalPortugal
  • BC De Goeie Queue BelgienBelgien

Frédéric Caudron (* 27. Januar 1968 in Mons, Belgien) ist ein belgischer Carambolage-Billardspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge und Allgemeines[Bearbeiten]

Als Sohn eines vom Karambolage begeisterten Vaters begann er bereits sehr früh mit dem Billardsport und gewann mit dem belgischen Jugend-Team bereits mit 10 Jahren seine ersten Turniere. Mit 18 Jahren spielte er in allen Disziplinen in den höchsten Klassen und auf Weltniveau. 1987 errang er seinen ersten Titel als Jugend-Europameister im Cadre 47/2 - 1990 folgte der erste EM-Titel im Einband, 1991 der erste WM-Titel (Cadre 71/2) und im Jahr 1994 der erste nationale Dreiband-Titel.

Seit 1990 sind die Turniersiege und Titel national sowie international ungezählt und insbesondere seine GDs definieren Frédéric Caudron als einen der besten und vielseitigsten Karambolage-Spieler der Welt. Er führt damit die mit René Vingerhoedt in den 40er Jahren beginnende und von Raymond Ceulemans ab den 60er Jahren fortgeführte Tradition belgischer Spitzenspieler fort.

Zu einem außergewöhnlichen Einzelduell kam es vom 27.–30. Juni 2012 im spanischen Marxuquera bei dem Einladungsmatch „Die 2 Titanen des Dreiband Billiards” zwischen Caudron (Weltranglistenerster 2012) und dem amtierenden Weltmeister Dick Jaspers [2]. Eingeladen waren nur diese beiden Spieler. Die Partie war auf eine Distanz von 600 (!!) Punkten angesetzt, diese wurden in zehn Sessions zu je 60 Punkten gespielt. Die Shotclock war auf 40 Sekunden eingestellt, mit einer Verlängerung von 1× 40 Sekunden je Session [3]. Caudron bestimmte von Anfang an die Partie und konnte im Laufe des Matches seinen Vorsprung immer weiter ausbauen. Die beste Session war die siebte, in der er in nur 41 Minuten in 7 Aufnahmen 51 Punkte spielte. Am Ende setzte er sich mit 600:501 Punkten gegen den Niederländer durch und nahm die Siegerprämie von 10.000 € mit nach Hause, Jaspers bekam für seine Bemühungen immerhin noch 5.000 €. Der GD der Spieler lag bei Caudron bei 2,190 und bei Jaspers bei 1,828.[4][5]

Saison 2012/13[Bearbeiten]

Nachdem Caudron über lange Zeit den ersten Platz der Weltrangliste innehatte, musste er diesen nach dem Dreiband-Weltcup 2012/2 im südkoreanischen Suwon wieder an den Altmeister Torbjörn Blomdahl aus Schweden abgeben, da er zuvor schon das Turnier in Lommel (Superprestige, Zweiter hinter Eddy Merckx) und die WM (gemeinsamer Dritter mit dem Italiener Marco Zanetti) nicht so erfolgreich abschließen konnte, wie es nötig gewesen wäre, um die Weltranglistenführung zu behalten.

Zusammen mit Eddy Leppens spielt er unter anderem für den belgischen Verein BC De Goeie Queue.[6] In Deutschland tritt er mit dem BC 1921 Elversberg in der 1. Bundesliga an.

Bei der belgischen Meisterschaft vom 6. bis 13. Januar 2013 in Blankenberge sicherte er sich als Favorit drei der sechs zu vergebenden Titel. Im Cadre 47/1 und 71/2, sowie im Einband war Caudron erfolgreich, in der Königsdisziplin Dreiband musste er sich im Halbfinale Eddy Leppens geschlagen geben. Der Titel ging dann in einem dramatischen Spiel mit zwei Verlängerungen an Roland Forthomme, der mit einer Serie von 28 auch den Weltrekord einstellte und diesen nun gemeinsam mit Raymond Ceulemans und Junichi Komori aus Japan hält.[7]

Am 17. März stand er im Finale des Lausanne Billard Masters und spielte dort gegen den Marco Zanetti. Er unterlag dort mit 40:33. Nur eine Woche später standen sich die beiden Spieler erneut in einem Finale gegenüber, diesmal beim AGIPI Billard Masters. Auch diesmal gelang es ihm nicht, den Bozner zu schlagen. Er unterlag seinem Spielerkollegen vom BC AGIPI Courbevoie mit 50:40 Punkten. Bei der Europameisterschaft im April traf er zum dritten Mal hintereinander auf Marco Zanetti und musste zum dritten Mal eine Niederlage einstecken, diesmal jedoch schon im Halbfinale. Dafür konnte er nach der Niederlage im Dreiband im Einband punkten und fuhr einen Hattrick ein.

Erfolge[Bearbeiten]

persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]

  • Weltrekord Turnier-GD Cadre 47/1 mit 133,33 (belgische Meisterschaften 2010)
  • belgischer Rekord und höchster bekannter Turnier-GD Cadre 71/2 mit 111,11 GD (2003 und 2009)
  • belgischer Rekord Freie Partie mit 400 GD in einem Turnier (keine Fehlaufnahme, 2007)
  • belgischer Rekord Cadre 47/2 mit 200 GD (belgische Meisterschaften, 2011)
  • belgischer Rekord und höchster bekannter Turnier GD Einband mit 27,27 (2007)
  • bestes Dreiband-Turnier: 2,500 (2013) (offizieller Weltrekord)
  • beste Dreiband-Partie: 45 Punkte in 9 Aufnahmen (5,00 GD) 1997
  • höchste Serie Dreiband: 28 ( 04/2013 )

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Weltrangliste (PDF; 171 kB) Abgerufen am 26. Februar 2013
  2. Ankündigung: „Die 2 Titanen des Dreiband Billiards” auf Kozoom.com. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  3. Regelwerk: „Die 2 Titanen des Dreiband Billiards” (PDF; 102 kB) auf Kozoom.com. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  4. Turnierkommentar: „Die 2 Titanen des Dreiband Billiards” auf Kozoom.com. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  5. Abschlusstabelle auf Kozoom.com. Abgerufen am 8. Juli 2012.
  6. Terminplan der belgischen Meisterschaften 2012/13 (PDF; 656 kB) Abgerufen am 9. Januar 2013.
  7. Dominator Caudron, aber Forthomme holt Dreiband-Titel auf Markus Römer.de. Abgerufen am 14. Januar 2013.