Franklin Graham

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

William Franklin Graham III, (bekannt als Franklin Graham) (* 14. Juli 1952 in Asheville, North Carolina) ist ein US-amerikanischer evangelikaler Pastor und Evangelist. Neben seiner missionarischen Verkündigungstätigkeit bei evangelistischen Großveranstaltungen ist er als Präsident der Billy Graham Evangelistic Association und der christlichen Hilfsorganisation Samaritan's Purse tätig. Franklin Graham ist Sohn des international bekannten Erweckungspredigers Billy Graham.

Leben[Bearbeiten]

Franklin Graham wurde als viertes von fünf Kindern des Ehepaares Billy und Ruth Graham bei Asheville in North Carolina geboren. Er besuchte eine private christliche Schule. Nach dem Abschlussexamen schrieb er sich 1971 am LeTourneau College in Longview / Texas ein. Die nächsten Station seiner Ausbildung waren das Montreat College und die Appalachian State University, die als Bachelor of Arts verließ.

1974 hatte der 22-jährige Graham auf einer Reise nach Jerusalem ein besonderes Bekehrungserlebnis, durch das er zum bekennenden Christen wurde und das seinen weiteren Lebensweg entscheidend beeinflusste. 1975 heiratete er Jane Austin Cunningham und trat in die Dienste der von seinem Vater initiierten Billy Graham Evangelistic Association, einer inzwischen weltweit tätigen evangelikal geprägten Missionsorganisation. Seine Anfangsjahre in dieser Organisation wurden von den Pastoren Roy Gustafson und John Wesley White begleitet. Ab 1989 war Graham mit der Planung und Durchführung evangelistischer Großveranstaltungen betraut. Im Jahr 2002 avancierte er zum Präsidenten der BGEA.[1] Seit 1989 predigte er auf Großveranstaltungen zu mehr als 3.000.000 Menschen (Stand Februar 2010). Bei der Diensteinführung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush sprach Franklin Graham das Segensgebet. Franklin Graham ist auch Präsident der Samaritan's Purse, einer christlich orientierten Hilfsorganisation, die Robert Pierce nach dem Vorbild der ebenfalls von ihm erschaffenen Organisation World Vision gegründet hat.

Familie[Bearbeiten]

Das Ehepaar Graham hat vier Kinder: Will Graham (1975), der ebenfalls als Evangelist arbeitet; Roy Austin Graham (1977), Edward Bell Graham (1979), Jane Austin Graham (1986). Graham lebt mit seiner Ehefrau Jane zurzeit in Boone (North Carolina).

Umstrittene Äußerungen und Kritik[Bearbeiten]

Graham geriet ins Kreuzfeuer der Kritik, als er in der Folge der Anschläge vom 11. September 2001 den Islam als „böse und teuflisch“ bezeichnete.[2]

Graham, der den illegalen Angriffskrieg der USA gegen den Irak 2003 befürwortete, predigte 2003 im Pentagon und sagte, dass der Islam nicht in den USA praktiziert werden könne[3][4]. Am 19. August 2010 sagte er in einem Interview, dass er es als Problem ansehe, dass Präsident Barack Obama Sohn eines Muslim sei. Die Saat des Islam sei durch seinen Vater auf ihn übergegangen[5][6].

Wahrheitswidrig behauptete er im September 2010, dass in allen islamischen Ländern der Bau von Synagogen und Kirchen verboten sei[7].

Über den Hinduismus sagte er: "no elephant with 100 arms can do anything for me. None of their 9.000 gods is going to lead me to salvation"( kein Elefant mit 100 Armen kann etwas für mich tun. Keiner deren 9.000 Götter kann mir Erlösung geben)[8].

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • A Wing and a Prayer (2005)
  • All for Jesus (2003), gemeinsam mit Ross Rhoads
  • Kids Praying for Kids (2003)
  • The Name (2002)
  • Living Beyond the Limits: A Life in Sync with God (1998)
  • Rebel With A Cause: Finally Comfortable Being Graham (1995; Autobiographie)
  • Miracle in a Shoe Box (1995)
  • Bob Pierce: This One Thing I Do (1983)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Billy Graham's son takes the pulpit, his own way. In: USA Today, 7. März 2006. Abgerufen am 2. Mai 2010. 
  2. Peter Burghardt: Der Zorn Gottes. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 12. Januar 2011. 
  3. Evangelist's views on Islam draw critics in Winnipeg, Cbc.ca. 22. Oktober 2006. Abgerufen am 31. Mai 2013. 
  4. Muslims at Pentagon Incensed Over Invitation to Evangelist. Commondreams.org. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  5. Graham: Obama born a Muslim, now a Christian. In: CNN, 19. August 2010. 
  6. The Rev. Franklin Graham Says President Obama was 'Born a Muslim'. In: ABC News, 20. August 2010. Abgerufen am 19. März 2011. 
  7. Rev. Franklin Graham says churches and synagogues are forbidden in most Muslim countries. In: PolitiFact. Abgerufen am 29. November 2013.
  8. "Franklin Graham wants Obama to step in on Prayer Day slight" USA Today, 5. Mai 2010.