Franz Kreuzer

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Dieser Artikel befasst sich mit dem österreichischen Politiker Franz Kreuzer. Ein Artikel über den gleichnamigen Xylographen und Maler findet sich unter Franz Kreuzer (Maler)
Im Hintergrund als Moderator zu Andreas Rett 1987 bei den Wiener Vorlesungen

Franz Kreuzer (* 18. Jänner 1929 in Wien) ist ein österreichischer Journalist und Politiker (SPÖ).

Journalist[Bearbeiten]

Franz Kreuzer war langjähriger Mitarbeiter der Arbeiterzeitung, als er im Jahr 1961 Chefredakteur dieser Tageszeitung wurde. 1967 wurde Bruno Kreisky Parteiobmann der SPÖ und es kam zu einer Ablöse in der Chefredaktion des traditionsreichen SP-Parteiblattes. Kreuzers Nachfolger wurde Paul Blau.

Franz Kreuzer wechselte zum ORF und wurde unter Generalintendant Gerd Bacher Chefredakteur des aktuellen Dienstes. 1974 wurde er Fernsehintendant von FS 2 (heutiger Name ORF 2), diese Intendanz hatte er bis 1978 inne. Am 5. Oktober 1976 wurde erstmals die von Franz Kreuzer und Kuno Knöbl begründete Diskussionssendereihe Club 2 auf FS 2 ausgestrahlt.

1984/85 war Franz Kreuzer Informationsintendant des Österreichischen Fernsehens, danach wurde er von Bundeskanzler Fred Sinowatz als Gesundheits- und Umweltminister in die Regierung berufen.

Politiker[Bearbeiten]

In den Jahren 1985 bis 1987 war Franz Kreuzer Bundesminister für Gesundheit und Umweltschutz. In die Bundesregierung Sinowatz wurde er als Nachfolger von Kurt Steyrer berufen, da dieser für das Amt des Bundespräsidenten kandidierte und dafür sein Ministeramt zurückgelegt hatte. Auch der Bundesregierung Vranitzky I gehörte Kreuzer in derselben Funktion an. In seine Amtszeit als Gesundheitsminister fielen die Maßnahmen, die nach der Katastrophe von Tschernobyl zum Schutz der Bevölkerung getroffen werden mussten. Danach war Kreuzer als freier Journalist tätig.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Franz Jonas - Der Weg des Bundespräsidenten, Wien 1965.
  • mit Konrad Lorenz: Leben ist Lernen, ein Gespräch über das Lebenswerk des Nobelpreisträgers, Piper München 1981, ISBN 3-492-10223-9.
  • mit Karl Popper: Offene Gesellschaft - offenes Universum, ein Gespräch über das Lebenswerk des Philosophen, Piper München 1986, ISBN 3-492-00776-7.
  • Nobelpreis für den lieben Gott, Chancen und Grenzen der Bionik, Wunder und Rätsel der Evolution, Offene und versperrte Tore der Erkenntnis, Zur Weltausstellung 2005 in Nagoya in Japan, Kremayr & Scheriau Wien 2004, ISBN 3-218-00736-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franz Kreuzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien