Konrad Lorenz

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Dieser Artikel behandelt den österreichischen Zoologen. Zum gleichnamigen deutschen Schriftsteller siehe Konrad Lorenz (Schriftsteller).
Konrad Lorenz (1978)

Konrad Zacharias Lorenz (* 7. November 1903 in Wien; † 27. Februar 1989 ebenda) war ein österreichischer Zoologe und einer der Hauptvertreter der klassischen vergleichenden Verhaltensforschung (Ethologie). Er selbst nannte dieses Forschungsgebiet bis 1949 „Tierpsychologie“ und wird im deutschsprachigen Raum als dessen Gründervater angesehen.

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Spiegel bezeichnete Konrad Lorenz einmal als den „Einstein der Tierseele“. Ihm wurde 1973 gemeinsam mit Karl von Frisch und Nikolaas Tinbergen der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für ihre Entdeckungen betreffend den Aufbau und die Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern“ zugesprochen.[1]

Zusammen mit Rupert Riedl und Gerhard Vollmer gilt Lorenz als Hauptvertreter der Evolutionären Erkenntnistheorie, für die sein Zeitschriftenbeitrag Kants Lehre vom Apriorischen im Lichte gegenwärtiger Biologie aus dem Jahre 1941 richtungweisend wurde.[2] In seinem von ihm als Hauptwerk verstandenen Buch Die Rückseite des Spiegels rundete Konrad Lorenz seine Vorstellungen über das Zusammenspiel genetischer und zivilisatorischer Einflüsse auf das Erkenntnisvermögen des Menschen ab. Im hohen Alter äußerte er sich zudem als zivilisatorisch-ökologischer Gesellschaftskritiker und wurde in Österreich zu einer Leitfigur der Grünen-Bewegung.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Schulzeit[Bearbeiten]

Konrad und Albert Lorenz (1904)

Konrad Lorenz war der zweite, sehr spät geborene Sohn des angesehenen Orthopäden Adolf Lorenz. Adolf Lorenz war fast fünfzig, als sein Sohn zur Welt kam; seine Mutter Emma (geborene Lecher) war bereits zweiundvierzig. Sein älterer Bruder Albert, der wie sein Vater ein erfolgreicher Orthopäde wurde, war zu diesem Zeitpunkt achtzehn Jahre alt. Anfang des 20. Jahrhunderts war sein Vater ein weltbekannter Mediziner, der nicht nur in Wien, sondern regelmäßig auch in New York über viele Jahrzehnte praktizierte und unter anderem im Weißen Haus durch Theodore Roosevelt empfangen wurde.

Konrad Lorenz wuchs in der elterlichen Villa in Altenberg bei Wien auf. Ab 1909 besuchte er die Volksschule und ab 1915 das Wiener Schottengymnasium, wo er 1921 die Matura mit Auszeichnung ablegte. Er war ein Kindheitsfreund Karl Poppers.

Akademische Ausbildung[Bearbeiten]

1922 begann Konrad Lorenz auf Wunsch seines Vaters ein Medizinstudium an der Premedical School der Columbia University in New York. Er kehrte jedoch schon 1923 nach Österreich zurück und setzte dort bis 1928 sein Medizinstudium an der Universität Wien fort. 1927 heiratete Lorenz die Medizinstudentin Margarethe Gebhardt (die Schwester der späteren Fotografin Barbara Pflaum), mit der er seit seinem dritten Lebensjahr befreundet war und deren späteres Einkommen als Ärztin ihm bis 1951 den finanziellen Rückhalt für seine Studien gab.

1928 folgte, gleichfalls in Wien, die Promotion zum Doktor der Medizin (Dr. med. univ.). Im selben Jahr und – nach einer Unterbrechung – von 1931 bis 1935 war er als Assistent bei Ferdinand Hochstetter am II. Anatomischen Institut der Universität Wien beschäftigt, der ein Magnet für deutsch-nationale und völkisch gesinnte Studenten war. Hochstetter ermöglichte es Lorenz, nebenher auch seinen ethologischen Forschungen nachzugehen.[3] Von Hochstetters Nachfolger wurde ihm die ethologische Forschung dann aber verboten, weshalb Lorenz seine Assistentenstelle aufgab und seinen Interessen in Altenberg ohne Gehalt als Privatgelehrter nachging. Hintergrund war, dass damals in Wien „aus Gründen der Weltanschauung der herrschenden Kreise die Biologie eher unerwünscht als erwünscht“ war „und ganz besonders die Richtung, in der Lorenz so trefflich arbeitet“.[4]

Schon 1931 war Konrad Lorenz in Berlin erstmals persönlich den Ornithologen Oskar Heinroth und Erwin Stresemann begegnet – ein entscheidendes Ereignis für seine gesamte folgende wissenschaftliche Laufbahn. 1933 war er in Wien zum zweiten Mal promoviert worden, diesmal zum Dr. phil. im Fach Zoologie.[5]

1936 wurde Lorenz habilitiert, sodass ihm ab 1937 die Lehrbefugnis für „Zoologie mit besonderer Berücksichtigung der vergleichenden Anatomie und Tierpsychologie“ an der Universität Wien erteilt werden konnte; dies war die erste akademische Lehrbefugnis ihrer Art in Österreich.

Stipendiat der Notgemeinschaft[Bearbeiten]

Aufgrund der Ablehnung seiner ethologischen Forschung durch die Mehrheit der Wiener Professorenschaft beantragte Konrad Lorenz 1937 im Ausland – bei der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, dem Vorläufer der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) – die Finanzierung seiner Studien über angeborene Bewegungen bei Entenvögeln; dieser Antrag wurde jedoch, wie aus den bei der DFG erhaltenen Akten hervorgeht, trotz eines hervorragenden Gutachtens von Erwin Stresemann abgelehnt. Grund für die Ablehnung war, dass „vor allem die politische Gesinnung und die Abstammung von Herrn Dr. Konrad Lorenz in Frage gestellt“ wurde. Gemeint ist, dass unklar gewesen sei, ob Lorenz arischer, also nicht-jüdischer Abstammung sei.[6]

Unterstützt durch den Botaniker Fritz von Wettstein und weitere Akademiker reichte Konrad Lorenz wenige Monate nach der Ablehnung erneut einen Antrag auf Projektförderung in Deutschland ein. Wettstein bescheinigte Lorenz nunmehr ausdrücklich, dieser habe „aus seiner Zustimmung zum Nationalsozialismus niemals ein Hehl gemacht. […] Auch seine arische Abstammung ist in Ordnung.“ Otto Antonius schrieb ebenfalls in seinem Gutachten, Lorenz habe „aus seiner Bewunderung für die neuen Verhältnisse in Deutschland und die Leistungen auf allen Gebieten nie einen Hehl gemacht“.[7] In gleicher Weise bestätigte der Wiener Professor und Doktor der Medizin, Alexander Pichler:

„In letzter Zeit hat Herr Dr. Lorenz mir gegenüber wiederholt sein immer größer werdendes Interesse für den Nationalsozialismus an den Tag gelegt und sich zu seiner Idee positiv geäußert. Soweit ich seine biologischen Studien kenne, sind diese in der Richtung der im Deutschen Reich herrschenden Weltauffassung gelegen.“[8]

Im zweiten Anlauf war Lorenz’ Gesuch um ein Forschungsstipendium erfolgreich. Er arbeitete ab 1938 über Störungen des Instinktverhaltens durch Domestikation an Wildgänsen und Kreuzungen von Wildgans und Hausgans. In den folgenden Jahren – bis 1944 – übertrug Lorenz seine Erkenntnisse über domestikationsbedingte Änderungen der Verhaltensweisen von Tieren in zunehmendem Maße auch auf den Menschen.

Karriere im Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Am 28. Juni 1938 – wenige Wochen nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 – stellte Konrad Lorenz einen Antrag auf Aufnahme in die NSDAP. In diesem Aufnahmegesuch bestätigte er die Stellungnahmen der Gutachter seines Forschungsantrags an die „Notgemeinschaft“ und vermerkte handschriftlich:

„Ich war als Deutschdenkender und Naturwissenschaftler selbstverständlich immer Nationalsozialist und aus weltanschaulichen Gründen erbitterter Feind des schwarzen Regimes (nie gespendet oder geflaggt) und hatte wegen dieser auch aus meinen Arbeiten hervorgehenden Einstellung Schwierigkeiten mit der Erlangung der Dozentur. Ich habe unter Wissenschaftlern und vor allem Studenten eine wirklich erfolgreiche Werbetätigkeit entfaltet, schon lange vor dem Umbruch war es mir gelungen, sozialistischen Studenten die biologische Unmöglichkeit des Marxismus zu beweisen und sie zum Nationalsozialismus zu bekehren. Auf meinen vielen Kongreß- und Vortragsreisen habe ich immer und überall mit aller Macht getrachtet, den Lügen der jüdisch-internationalen Presse über die angebliche Beliebtheit Schuschniggs und über die angebliche Vergewaltigung Österreichs durch den Nationalsozialismus mit zwingenden Beweisen entgegenzutreten. Dasselbe habe ich allen ausländischen Arbeitsgästen auf meiner Forschungsstelle in Altenberg gegenüber getan. Schließlich darf ich wohl sagen, daß meine ganze wissenschaftliche Lebensarbeit, in der stammesgeschichtliche, rassenkundliche und sozialpsychologische Fragen im Vordergrund stehen, im Dienste Nationalsozialistischen Denkens steht!“[9]

Professor in Königsberg[Bearbeiten]

Am 31. August 1940 wurde Konrad Lorenz zum Professor am Lehrstuhl für Psychologie der Philosophischen Fakultät der Universität Königsberg ernannt. Jede Berufung von Hochschullehrern war um 1940 ein Politikum, aber bei Lorenz paarten sich fachliche Kompetenz und „politische Qualifikation“ nachgerade optimal, da Lorenz gegenüber dem NS-Regime genügend große Vorleistungen erbracht hatte und auch in Biologenkreisen anerkannt war. Die Berufung erfolgte „auf Intervention des Ministers Rust gegen den Widerstand der Fakultät“.[10] Befürworter der Berufung waren vor allem Eduard Baumgarten und Otto Koehler, aber auch der Soziologe Arnold Gehlen. Dieser hatte 1936 gefordert, Kant, Hegel und Fichte zur Basis des Rassenverständnisses im Nationalsozialismus zu machen. 1938 übernahm Gehlen den renommierten Kant-Lehrstuhl an der Universität Königsberg, auf dem ihm Konrad Lorenz nachfolgte, nachdem Gehlen an die Universität Wien gewechselt war. Rust, der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, griff diese Argumentation auf und entgegnete Kritikern seiner Entscheidung, dass Lorenz durch seine Forschung über „angeborene Formen der Erfahrung“ in bester Weise an die Erkenntnistheorie des deutschen Idealismus anknüpfe.[11]

Aus dieser Zeit (1941) stammt auch der Artikel von Konrad Lorenz über Kants Lehre vom Apriorischen im Lichte gegenwärtiger Biologie, dessen Gedankengänge er in den 1960er-Jahren zur Evolutionären Erkenntnistheorie ausbaute.

Erbbiologische „Studien“ im besetzten Polen[Bearbeiten]
Konrad Lorenz (1944 in der Sowjetunion)

Die Lehrtätigkeit von Konrad Lorenz in Königsberg endete bereits ein Jahr nach ihrem Beginn, denn im Oktober 1941 wurde er als Soldat zur Wehrmacht eingezogen. Nach kurzer Grundausbildung wurde er 1942 als Heerespsychiater und Neurologe in ein Lazarett in Posen im deutsch besetzten Polen versetzt. Dort wurden ihm bis heute nicht völlig geklärte Aufgaben übertragen; er selbst hat sich über diese Zeit nie geäußert. Belegt ist lediglich seine Mitarbeit an einer rassenkundlichen „Studie“ an Posener „deutsch-polnischen Mischlingen“ und Polen, die im Rahmen des Arbeitskreises „Eignungsforschung“ innerhalb der Reichsstiftung für deutsche Ostforschung unter der Leitung von Rudolf Hippius durchgeführt wurde.[12] Ziel der „Studie“ war es, die im „Reichsgau Wartheland“ lebenden Menschen auf ihre „erbbiologische“ Eignung hin zu untersuchen, weiterhin in ihrer Heimat verbleiben zu dürfen. Im Wartheland sollten deutsche Zuwanderer aus den baltischen Staaten, aus Wolhynien und Bessarabien sowie aus dem Reichsgebiet angesiedelt werden; Ortsansässige, die aufgrund einer psychologischen Begutachtung als „asozial“ oder „erbbiologisch minderwertig“ galten, sollten hingegen in Konzentrationslager überführt werden. Lorenz nahm an dieser „Studie“, deren praktische Umsetzung bereits seit 1940 in Gang war, ehrenamtlich teil.[13]

Im April 1944 wurde Konrad Lorenz zu einem deutschen Kampfverband in die Sowjetunion versetzt, wo er kurz darauf in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet, aus der er erst 1948 nach Österreich entlassen wurde.

Lorenz als Rassenkundler[Bearbeiten]

Aus Lorenz’ Berufungsakte zum Professor in Königsberg geht hervor, dass er schon kurz nach seinem Beitritt zur NSDAP „Mitarbeiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP mit Redeerlaubnis“ war, also im Sinne des Nationalsozialismus agitieren durfte.[14]

1939/40 hatte Lorenz zudem mehrere Aufsätze geschrieben, deren ideologische Nähe zum rassistischen Gedankengut des NS-Regimes derart auffällig war, dass sie schon damals von seinen „nächsten und treuesten Freunden“ als bewusste Anbiederung und als „Selbstgefährdung als Wissenschaftler“ empfunden wurden.[15] So äußerte Lorenz in der vor allem von Lehrern herangezogenen Zeitschrift Der Biologe:

„Ob wir das Schicksal der Dinosaurier teilen, oder ob wir uns zu einer ungeahnten, unserer heutigen Gehirn-Organisation vielleicht gar nicht erfaßbaren Höherentwicklung emporschwingen, ist ausschließlich eine Frage der biologischen Durchschlagskraft und des Lebenswillens unseres Volkes. Im Besonderen hängt gegenwärtig die große Entscheidung wohl von der Frage ab, ob wir bestimmte, durch den Mangel einer natürlichen Auslese entstehende Verfallserscheinungen an Volk und Menschheit rechtzeitig bekämpfen lernen oder nicht. Gerade in diesem Rennen um Sein oder Nichtsein sind wir Deutschen allen anderen Kulturvölkern um tausend Schritte voraus.“[16]

In einer weiteren Veröffentlichung von 1940 erörtert Lorenz u. a. die Notwendigkeit einer „Ausmerzung ethisch Minderwertiger“ und sagt voraus:

„Versagt diese Auslese, mißlingt die Ausmerzung der mit Ausfällen behafteten Elemente, so durchdringen diese den Volkskörper in biologisch ganz analoger Weise und aus ebenso analogen Ursachen wie die Zellen einer bösartigen Geschwulst […] Sollte es mutationsbegünstigende Faktoren geben, so läge in ihrem Erkennen und Ausschalten die wichtigste Aufgabe des Rassepflegers überhaupt […] Sollte sich dagegen herausstellen, daß unter den Bedingungen der Domestikation keine Häufung von Mutationen stattfindet, sondern nur der Wegfall der natürlichen Auslese die Vergrößerung der Zahl vorhandener Mutanten und die Unausgeglichenheit der Stämme verschuldet, so müßte die Rassenpflege dennoch auf eine noch schärfere Ausmerzung ethisch Minderwertiger bedacht sein, als sie es heute schon ist.“[17]

Diese Wortwahl griff Lorenz 1973 wieder auf:

„Das verderbliche Wachstum bösartiger Tumoren beruht, wie schon angedeutet, darauf, daß gewisse Abwehrmaßnahmen versagen oder von den Tumorzellen unwirksam gemacht werden, mittels deren der Körper sich sonst gegen das Auftreten ‚asozialer‘ Zellen schützt. Nur wenn diese vom umgebenden Gewebe als seinesgleichen behandelt und ernährt werden, kann es zu dem tödlichen infiltrativen Wachstum der Geschwulst kommen. Die schon besprochene Analogie lässt sich hier weiterführen. Ein Mensch, der durch das Ausbleiben der Reifung sozialer Verhaltensnormen in einem infantilen Zustand verbleibt, wird notwendigerweise zum Parasiten der Gesellschaft. Er erwartet als selbstverständlich die Fürsorge der Erwachsenen weiter zu genießen, die nur dem Kinde zusteht. […] Wenn die fortschreitende Infantilisierung und wachsende Jugend-Kriminalität des Zivilisationsmenschen tatsächlich, wie ich befürchte, auf genetischen Verfallserscheinungen beruht, so sind wir in schwerster Gefahr.“

Konrad Lorenz: Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit. München 1973, S. 64.
Gegen die „Verhausschweinung des Menschen“[Bearbeiten]

Kulturpessimistisch beklagte Lorenz wiederholt die „Verhausschweinung des Menschen“ (vergl. Dysgenik) als Folge des Wegfalls von natürlichen Selektionsmechanismen in den zivilisierten Gesellschaften:

„Die Verfallstypen durchsetzen Volk und Staat dank ihrer größeren Vermehrungsquote und ihren vergröberten Wettbewerbsmethoden dem Artgenossen gegenüber in kürzester Zeit und bringen beiden aus analogen biologischen Gründen den Untergang, aus denen die ebenfalls asozialen Zellen einer Krebsgeschwulst das Gefüge des Zellstaates zugrunde richten.“

Konrad Lorenz: Die angeborenen Formen möglicher Erfahrung. Zeitschrift für Tierpsychologie 5, 1943, S. 294.

Allerdings entwickelte Lorenz aus den Erkenntnissen der Genetik und der Verhaltensbiologie eine – aus seiner Sicht – optimistische Perspektive:

„Zum Glück ist ihre Ausmerzung für den Volksarzt leichter und für den überindividuellen Organismus weniger gefährlich als die Operation des Chirurgen für den Einzelkörper. Die große technische Schwierigkeit liegt in ihrem Erkennen.“

Konrad Lorenz: Durch Domestikation verursachte Störungen arteigenen Verhaltens. Zeitschrift für angewandte Psychologie und Charakterkunde 59, 1940, S. 70.

Lorenz nannte keine Instanz, die diese „Ausmerzung“ vornehmen sollte, beschrieb aber im Jahr 1940 die politischen Verhältnisse in Deutschland als vorbildlich:

„Der rassische Gedanke als Grundlage unserer Staatsform hat schon unendlich viel in dieser Richtung geleistet. Die nordische Bewegung ist seit jeher gefühlsmäßig gegen die Verhaustierung des Menschen gerichtet gewesen, alle ihre Ideale sind solche, die durch die hier dargelegten biologischen Folgen der Zivilisation und Domestikation zerstört werden würden.“

Konrad Lorenz: Durch Domestikation verursachte Störungen arteigenen Verhaltens, S. 71.[18]

Die amerikanische Professorin für Philosophie und Wissenschaftsgeschichte Theodora J. Kalikow forschte in den 1970er-Jahren an der University of Massachusetts Dartmouth mit Unterstützung der National Science Foundation über den Einfluss anderer Theorien auf Lorenz’ Ethologie-Verständnis. Sie bezeichnete 1980 Lorenz’ ideologische Nähe zum NS-Regime als „bewussten Opportunismus“; dessen fachlich-biologisierende Basis beschrieb sie so:[19] Lorenz habe „Veränderungen in den instinktiven Verhaltensmustern von domestizierten Tieren als Symptome des Verfalls gedeutet“. Zugleich habe er unterstellt, dass der gleiche Prozess von Domestikation und Niedergang auch auf den Menschen zutreffe, „dass die Zivilisation sich in einem Prozess des ‚Verfalls und Untergangs‘ befinde“. Schließlich habe Lorenz „die genannten Ansichten mit der Rassenpolitik und anderen Zügen des Naziprogramms“ verbunden. Die Durchsicht seiner Schriften habe Kalikow zufolge gezeigt, dass sowohl die Parallelsetzung der Domestikation von Tieren mit dem Verlauf der Zivilisation des Menschen als auch deren Einordnung als Verfallsprozess nach 1945 von Lorenz beibehalten wurde.

Karriere nach 1945[Bearbeiten]

Wiederbeginn in Altenberg[Bearbeiten]

Vier Jahre nach seiner Gefangennahme durch die Rote Armee, im Jahr 1948, wurde Konrad Lorenz freigelassen und konnte nach Altenberg in Niederösterreich zurückkehren.

Hier, nahe einem Donauarm, gründete er 1949 ein „Institut für vergleichende Verhaltensforschung“, das zur Österreichischen Akademie der Wissenschaften gehörte. Ebenfalls 1949 veröffentlichte er sein bis heute populäres Buch Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen – zwecks Finanzierung seines Lebensunterhalts und seiner Forschung. Eine Professur in Graz, für die sich u. a. Karl von Frisch einsetzte, wurde ihm 1950 nicht zuerkannt; dies lag teils an seiner Vergangenheit im Nationalsozialismus, teils an den in Österreich noch immer großen Vorbehalten gegenüber einem Biologen, der das Verhalten des Menschen und der Tiere primär als angeboren betrachtete, also aus dem Blickwinkel der Evolutionslehre.[20]

Direktor im Max-Planck-Institut[Bearbeiten]

Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen (1978)

Stattdessen richtete 1950 die deutsche Max-Planck-Gesellschaft in Buldern/Westfalen eigens für Konrad Lorenz eine „Forschungsstelle für Vergleichende Verhaltensforschung“ ein, als Außenstelle des Max-Planck-Instituts für Meeresbiologie Wilhelmshaven, u. a. um Abwerbeversuche aus Oxford zu kontern. Dort hatte Nikolaas Tinbergen 1949 einen Lehrauftrag angenommen und umgehend wieder Kontakt mit Lorenz aufgenommen.

1953 folgte die Ernennung von Konrad Lorenz zum Honorarprofessor an der Universität Münster.

1955 begann die Max-Planck-Gesellschaft den Bau des Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie am Eßsee in Oberbayern; später erhielt diese Örtlichkeit den Namen Seewiesen. Dort wurde Lorenz stellvertretender Direktor unter Erich von Holst und nach dessen frühem Tod ab 1961 und bis 1973 Direktor. 1957 folgte die Ernennung zum Honorarprofessor für Zoologie an der Universität München.

Im Jahr 1963 erschien sein Bestseller Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression, zehn Jahre später (1973) kamen zwei weitere Bestseller von ihm heraus: Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit und das philosophische Hauptwerk Die Rückseite des Spiegels. Versuch einer Naturgeschichte des menschlichen Erkennens. 1973 wurde ihm zusammen mit Karl von Frisch und Nikolaas Tinbergen der „Nobelpreis für Physiologie oder Medizin“ für Entdeckungen zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern verliehen.

Seine Bekanntheit steigerte sich 1978, als Konrad Lorenz unmittelbar vor seinem 75. Geburtstag zur Galionsfigur der erfolgreichen österreichischen Volksabstimmung gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf wurde. 1985 war er zudem Namensgeber des Konrad-Lorenz-Volksbegehren gegen den Bau eines Wasserkraftwerks im Landschaftsschutzgebiet der Hainburger Auen. 1988 erschien dann sein letztes großes Werk: „Hier bin ich – wo bist Du?“, eine genaue ethologische Beschreibung von Graugänsen als Zusammenschau von rund 60 Jahren intensiver Verhaltensbeobachtung.

Kontinuität im Denken und Stellungnahmen zur Vergangenheit[Bearbeiten]

Seine Schlussfolgerung, krankes Erbmaterial müsse zur Erhaltung einer lebenstüchtigen Zivilisation ausgesondert werden, bildete bis zu seinem Tode den Kern seines biologisch determinierten Gesellschaftsverständnisses – erkennbar u. a. daran, dass seine 1943 veröffentlichte, umfangreiche Begründung dieser Anschauung[21] noch in den 1960er-Jahren auf der Einbandrückseite seiner populärwissenschaftlichen dtv-Bücher als „Hauptwerk“ bezeichnet wurde.

Im Bezug auf seine Mitgliedschaft in der NSDAP meinte er, er habe nie einen Mitgliedsausweis besessen, und räumte allenfalls ein, sich in seinen Aufsätzen der 1940er-Jahre „in der uns heute mit Recht verhassten Sprache des Naziregimes“ ausgedrückt zu haben. In einem Gespräch mit der Wiener Abendzeitung betonte er 1973 aber zugleich die Kontinuität seiner Grundüberzeugungen:

„Es ging mir darum zu zeigen, daß die zunehmende Domestikation des Menschen seine Menschlichkeit bedroht. Dieses Problem, das mich auch heute noch intensivst beschäftigt, hat sich mir damals zum erstenmal aufgedrängt.“[22]

Die von ihm beobachtete wachsende Jugendkriminalität deutete er in seinem Buch Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit als Zeichen eines genetischen Verfalls (siehe Zitat oben). Zur Bevölkerungsentwicklung sagte Lorenz 1988:

„Es zeigt sich, daß die ethischen Menschen nicht so viele Kinder haben und die Gangster sich unbegrenzt und sorglos weiter reproduzieren.“ Und: „… gegen Überbevölkerung hat die Menschheit nichts Vernünftiges unternommen. Man könnte daher eine gewisse Sympathie für Aids bekommen.“[23]

Kalikow kam daher zu dem Schluss, dass die grundlegenden ideologischen Elemente von Lorenz ungebrochen in die Nachkriegszeit transferiert wurden: „Somit haben jene Ethologen, Soziobiologen und populärwissenschaftlichen Autoren, die sich Lorenz’ biologistische Anschauung der Gesellschaft zunutze gemacht haben, auch – bewusst oder unbewusst – ihre totalitaristischen Implikationen akzeptiert, daß nämlich die erfolgreiche Gesellschaft genetisch und politisch manipuliert werden muß.“[24]

Tod[Bearbeiten]

Konrad Lorenz wurde am 25. Februar 1989 wegen eines akuten Nierenversagens in die Poliklinik des 9. Wiener Gemeindebezirks eingewiesen, wo sich sein Gesundheitszustand rasch weiter verschlechterte. Hier verstarb er am 27. Februar 1989; am 6. März wurde er auf dem Ortsfriedhof in St. Andrä-Wördern in der Familiengruft beigesetzt.[25][26]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)[Bearbeiten]

Bekannte Lorenz-Schüler[Bearbeiten]

Bekannte Lorenz-Schüler sind der Verhaltensforscher und Humanethologe Irenäus Eibl-Eibesfeldt, der Wildbiologe Antal Festetics, die Verhaltensforscher Eberhard Curio, Wolfgang Schleidt, Otto Koenig, Wolfgang Wickler und der Biopsychologe Norbert Bischof sowie der Chaosforscher Otto E. Rössler.

Lorenz’ innovativer Ansatz in der Verhaltensbiologie der Tiere[Bearbeiten]

Hauptartikel: Instinkttheorie
Graugänse gehören zu den bekanntesten Forschungsobjekten von Konrad Lorenz. Das von seinem Lehrer Oskar Heinroth postulierte Ideal der lebenslangen Treue von Gänsepaaren[27] fand Lorenz „unter unseren vielen, vielen Gänsen so verhältnismäßig selten verwirklicht“.[28]

Konrad Lorenz gilt heute als einer der Mitbegründer der Biologie des Verhaltens und als ihr wichtigster Vorkriegstheoretiker. Als wegweisend für die verhaltensbiologische Forschung im deutschsprachigen Raum erwies sich Lorenz’ 1935 im Journal für Ornithologie erschienener, epochemachender Aufsatz Der Kumpan in der Umwelt des Vogels. Lorenz bündelte in den 1930er-Jahren die Tierbeobachtungen diverser Forscher in einer griffigen, physiologischen Theorie der Instinktbewegungen und bahnte so ab 1937 vor allem den Weg für das Vergleichen von Verhaltensweisen auch zwischen unterschiedlichen Arten; 1937 forschte Lorenz erstmals und mehrere Monate gemeinsam mit Nikolaas Tinbergen (an Graugänsen) in Altenberg bei Wien.

Der Begriff vergleichende Verhaltensforschung weist darauf hin, dass dieser Forschungsansatz die Verhaltensweisen der Tiere in ähnlicher Weise als erblich ansieht wie die vergleichende Anatomie den Körperbau der Tiere.

Konrad Lorenz setzte weniger auf Experimente, sondern auf genaue Beobachtung und Beschreibung des Verhaltens von Tieren in ihrem natürlichen Umfeld. „Der grundlegend neue Ansatz, der von Lorenz mit dieser Theorie in die Verhaltensforschung […] hineingetragen wurde, liegt in der Annahme, daß sich in den so vielfältig und variabel erscheinenden komplexen Verhaltensabläufen der Tiere gleichartig aufgebaute Grundbausteine des Verhaltens, die Erbkoordinationen oder Instinktbewegungen, identifizieren lassen. […] Im Gegensatz zu der Anfang der dreißiger Jahre noch weitgehend akzeptierten Ansicht, daß tierisches Verhalten rein reaktiv sei, betont Lorenz die Spontaneität tierischen Verhaltens, speziell der Instinktbewegung.“[29] Lorenz selbst sah in Oskar Heinroth den Urvater der Ethologie, und in Nordamerika wird diese Rolle William Morton Wheeler zugeschrieben.

Die genaue Beschreibung aller beobachtbaren Verhaltensweisen in Ethogrammen und die exakte Protokollierung ihrer Häufigkeiten und Abfolgen ermöglichte den Vergleich von Verhaltensweisen zwischen unterschiedlich nah verwandten Arten. So konnte Lorenz – speziell bei Enten- und Gänsearten – bestimmte Verhaltensweisen der einen Art als Modifikationen von Verhaltensweisen einer anderen Art „erklären“ – ganz ähnlich der vergleichenden Anatomie, die häufig ebenfalls erst aus dem Vergleich bestimmter körperlicher Merkmale verwandter Arten deren Entstehen im Verlauf der Stammesgeschichte dieser Arten nachvollziehen kann. Auf dem Gebiet der Verhaltensforschung ist diese Vorgehensweise die einzige Möglichkeit, die Evolution des Verhaltens nachzuvollziehen, da fossile Belege hierfür weitgehend fehlen.

Lorenz’ Bedeutung liegt ferner darin, dass er, deutlicher als andere Forscher vor ihm, in seinen wissenschaftlichen Arbeiten den Blick auf zwei genetische Besonderheiten gelenkt hat: auf angeborene Auslöser für Verhaltensweisen („Schlüsselreize“ und „angeborene Auslösemechanismen“, AAM) sowie auf eine bei diversen Tierarten nachweisbare Entwicklungsphase, in der eine gleichsam unwiderrufliche Prägung möglich ist.

Zur Veranschaulichung seiner Grundüberzeugung, das Verhalten der Tiere werde vor allem durch innere Instinkte und weniger durch äußere Auslöser gesteuert, entwickelte Konrad Lorenz ein (gegen Reflex-Theoretiker und gegen behavioristische Anschauungen opponierendes) anschauliches und daher jahrzehntelang akzeptiertes psychohydraulisches Instinktmodell: Instinktenergien können sich diesem Modell zufolge – ähnlich wie das Wasser in einem Wasserleitungsnetz – in bestimmten Bahnen ausbreiten, aufstauen und überlaufen. Heute gilt diese Theorie unter Verhaltensforschern allerdings als überholt und wurde u. a. ersetzt durch soziobiologische, verhaltensökologische und an der Computertechnik orientierte Modelle.

Lorenz’ wissenschaftliche Bedeutung liegt aber mindestens ebenso darin begründet, dass er ganz wesentlich dazu beitrug, die Verhaltensbiologie (er selbst nannte das Gebiet bis 1949 oft auch „Tierpsychologie“) als eigenständiges Forschungsgebiet an den deutschen Hochschulen zu etablieren und diese Fachrichtung überdies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Hierzu trugen vor allem seine diversen, seit 1949 erschienenen und auch heute noch gut lesbaren Tiergeschichten bei, in denen er versuchte – anders als die meisten Sachbuchautoren vor ihm – das Verhalten der Tiere aus ihrer jeweils eigenen Sichtweise zu schildern, statt ihr Verhalten aus dem Blickwinkel des Menschen zu schildern. Seine Instinkttheorie des Verhaltens regte zwischen 1935 und 1970 zudem zahlreiche Wissenschaftler zu Forschungsarbeiten an, da diese Theorie ein Erklärungsmodell bot, das man in empirischen Studien überprüfen konnte. Sein früherer Schüler Irenäus Eibl-Eibesfeldt wurde zu einem der weltweit meistgeachteten Forscher auf dem Gebiet der Humanethologie.

Viele Deutungsversuche von Verhaltensweisen der Tiere, die Konrad Lorenz veröffentlichte, halten heutigen wissenschaftlichen Kriterien nicht stand, und seine Instinkttheorie wird heute nicht mehr von Verhaltensforschern als Arbeitshypothese benutzt. Schon seit Mitte der 1970er Jahre rückten immer mehr Forscher von Lorenz’ Instinkttheorie ab und wandten sich zunehmend verhaltensökologischen und neurobiologischen Fragestellungen zu. Zur Abwendung von Lorenz trug auch bei, dass er zeitlebens das evolutionsbiologisch anfechtbare Konzept der Arterhaltung verteidigte.

Literatur[Bearbeiten]

Das Hauptwerk: Die Rückseite des Spiegels[Bearbeiten]

Hauptartikel: Die Rückseite des Spiegels

1973 veröffentlichte Konrad Lorenz sein von ihm als Hauptwerk bezeichnetes Buch Die Rückseite des Spiegels. Versuch einer Naturgeschichte menschlichen Erkennens. In diesem Buch erörtert er das Zusammenspiel von genetischen und zivilisatorischen Einflüssen auf das Erkenntnisvermögen des Menschen. Er versucht, systematische Beziehungen, Wechselwirkungen und Gesetzmäßigkeiten zwischen der biologischen und der soziokulturellen Evolution aufzuzeigen, also zwischen dem genetisch bedingten, instinkthaften und dem gelernten, kulturellen Verhalten. Ziel seiner Analysen ist eine umfassende Erklärung des menschlichen Verhaltens und – hieraus abgeleitet – vielleicht sogar eine Voraussage der weiteren kulturellen Evolution.

Das Buch gilt heute als die erste größere systematische Fassung der Evolutionären Erkenntnistheorie, die danach von dem Physiker und Philosophen Gerhard Vollmer und dem Meeresbiologen Rupert Riedl ausgebaut wurde.

Die literarischen Arbeiten[Bearbeiten]

Konrad Lorenz wurde in den 1950er Jahren weit über die Grenzen seines Fachgebietes hinaus bekannt, als er seine Studien (u. a. an Graugänsen), verpackt in unterhaltsame und anekdotenreiche Tiergeschichten, auch für naturwissenschaftliche Laien, ja sogar für Kinder zugänglich machte. Seit den 1960er Jahren stieg seine Bekanntheit durch diverse engagierte populärwissenschaftliche Publikationen – unter anderem Das sogenannte Böse (1963) und Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit (1973) – weiter an: mit der Folge, dass er in der Öffentlichkeit zunehmend als Kulturpessimist und Philosoph wahrgenommen wurde; geprägt sind diese Schriften von seiner tiefen Überzeugung, dass auch das Verhalten des Menschen sehr weitgehend durch biologische, stammesgeschichtliche Vorgaben bestimmt wird. Immer wieder und heftig kritisiert wurde Konrad Lorenz, weil er häufig einzelne Phänomene aus der Tierwelt unmittelbar auf menschliche Handlungsweisen übertrug und gleichzeitig menschliche Eigenschaften in Analogie zu einzelnen Phänomenen aus dem Tierreich gesetzt habe (Anthropomorphismus). Kritisiert wurde auch, dass seine zahlreichen humanethologischen Veröffentlichungen nicht durch eigene Experimente unterfüttert waren.

Primärliteratur[Bearbeiten]

  • 1949: Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen (Neuausgabe von 1998 bei dtv, Bd. 20225, ISBN 3-423-20225-4)
  • 1950a: So kam der Mensch auf den Hund. dtv-Band 329
  • 1955: Über das Töten von Artgenossen. Jahrbuch der Max-Planck-Gesellschaft. Westdeutscher Verlag Dortmund, 31 Seiten
  • 1957: Methoden der Verhaltensforschung. In: Kükenthals Handbuch der Zoologie, 8, 10, 1957, Lieferung 1, 1–22, 282–296.
  • 1963: Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression. (Neuausgabe von 1998 bei dtv: ISBN 3-423-33017-1)
  • 1954: Das Gänsekind Martina, Selbstverlag des Verfassers
  • 1965: Über tierisches und menschliches Verhalten. Aus dem Werdegang der Verhaltenslehre. Gesammelte Abhandlungen aus den Jahren 1931–1963. Band I und II: München, Zürich: Piper
  • 1965: Evolution and Modification of Behavior. Chicago
  • 1965: Der Vogelflug. Neske Verlag, Pfullingen
  • 1968: Vom Weltbild des Verhaltensforschers. Drei Abhandlungen. Deutscher Taschenbuch-Verlag, 154 Seiten
  • 1973: Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit. (Neuausgabe als: Serie Piper, Bd.50. ISBN 3-492-20050-8)
  • 1973: Die Rückseite des Spiegels. Versuch einer Naturgeschichte des menschlichen Erkennens. München, Zürich: Piper
  • 1978a: Vergleichende Verhaltensforschung oder Grundlagen der Ethologie. Wien, New York: Springer.
  • 1978b: Das Jahr der Graugans. dtv München (6. Auflage 1990, Neuausgabe 2003)
  • 1983: Der Abbau des Menschlichen. München (Piper), ISBN 3-492-02833-0
  • 1983: Herausgegeben von Konrad Lorenz und Franz Wuketits: Die Evolution des Denkens. Zwölf Beiträge. München
  • 1987: Konrad Lorenz, Kurt L. Mündl: Noah würde Segel setzen. Vor uns die Sintflut. dtv München
  • 1988: Hier bin ich – wo bist du? Ethologie der Graugans. München, Zürich: Piper.
  • 1992: Die Naturwissenschaft vom Menschen. Eine Einführung in die vergleichende Verhaltensforschung. Das russische Manuskript 1944–1948. (Aus dem Nachlass herausgegeben von Agnes von Cranach. München 1992)

Zeitschriftenartikel, Vorträge und Essays[Bearbeiten]

  • 1927: Beobachtungen an Dohlen. In: Journal für Ornithologie 75, S. 511–519. Institut für Vogelforschung Vogelwarte Helgoland Wilhelmshaven.
  • 1931: Beiträge zur Ethologie sozialer Corviden. In: Journal für Ornithologie 79, S. 67–127, Institut für Vogelforschung Vogelwarte Helgoland Wilhelmshaven. (Neudruck in Konrad Lorenz: Über tierisches und menschliches Verhalten. Gesammelte Abhandlungen 1965, Bd. I)
  • 1932: Betrachtungen über das Erkennen der arteigenen Triebhandlungen der Vögel. In: Journal für Ornithologie, 80, S. 50–98. Institut für Vogelforschung Vogelwarte Helgoland Wilhelmshaven.
  • 1935: Der Kumpan in der Umwelt des Vogels. Der Artgenosse als auslösendes Moment sozialer Verhaltungsweisen. In: Journal für Ornithologie 83 (Heft 2 und 3), S. 137–215, 289–413, Institut für Vogelforschung Vogelwarte Helgoland Wilhelmshaven. doi:10.1007/BF01905355 (Nationallizenz) (Nachdruck 1965 in: Über tierisches und menschliches Verhalten, Bd. I).
  • 1937a: Über den Begriff der Instinkthandlung. Folia Biotheoretica Ser. B. 2, 1750
  • 1937b: Über die Bildung des Instinktbegriffs. Druckfassung des Vortrags Zur Kritik der Begriffsbildung des Instinktes vom 17. Februar 1936. In: Die Naturwissenschaften 25, S. 289–300, 307–318, 325–331 (Neudruck in Konrad Lorenz: Über tierisches und menschliches Verhalten. Gesammelte Abhandlungen 1965, Bd. I)
  • 1938: Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen: Taxis und Instinkthandlung in der Eirollbewegung der Graugans. Zeitschrift für Tierpsychologie, Band 2, S. 1–29.
  • 1939: Vergleichende Verhaltensforschung. In: Zoologischer Anzeiger, Supplement 12, S. 69–102.
  • 1940a: Die Paarbildung beim Kolkraben. Zeitschrift für Tierpsychologie 3, S. 278–292.
  • 1940b: Durch Domestikation verursachte Störungen arteigenen Verhaltens. In: Zeitschrift für angewandte Psychologie und Charakterkunde 59 (1, 2), S. 2–81. (Umstrittene Inhalte bezüglich Konrad Lorenz Vergangenheit als Nationalsozialist)
  • 1941a: Vergleichende Bewegungsstudien an Anatiden. Journal für Ornithologie 89, S. 194–293 (Neudruck in: Konrad Lorenz: Über tierisches und menschliches Verhalten. Gesammelte Abhandlungen, Bd. II, 1965)
  • 1941b: Kants Lehre vom Apriorischen im Lichte gegenwärtiger Biologie. In: Blätter für Deutsche Philosophie 15, S. 94–125
  • 1943: Die angeborenen Formen möglicher Erfahrung. In: Zeitschrift für Tierpsychologie 5 (2), S. 235–409.
  • 1950b: The Comparative Method in Studying innate Behaviour Patterns. Symposia of the Society for Experimental Biology 4, S. 221–268, Oxford.
  • 1950c: Ganzheit und Teil in der tierischen und menschlichen Gesellschaft. In: Studium Generale 3, S. 455–499 (Neudruck in Konrad Lorenz: Über tierisches und menschliches Verhalten. Gesammelte Abhandlungen, 1965, Bd. II)
  • 1953: Die Entwicklung der vergleichenden Verhaltensforschung in den letzten 12 Jahren. Zool. Anz., 16, Suppl., S. 36–58
  • 1954: Morphology and behavior patterns in allied species. In: 1st Conf. on Group Proc. Josiah Macy Jr. Found. New York 1954, S. 168–220
  • 1957: The objectivistic theory of instinct. In: P.P. Grassé (ed.): L’Instint dans le Comportement des Animaux et de l’Homme. Paris 1956, S. 51–76.
  • 1958: The evolution of behavior. In: Scientific American, 199, 1958, S. 67–78.
  • 1959: Gestaltwahrnehmung als Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis. In: Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie 6, S. 118–165.
  • 1959: Psychologie und Stammesgeschichte. In: Evolution der Organismen hrsg. von G. Heberer. Stuttgart
  • 1960: Prinzipien der vergleichenden Verhaltensforschung. Fortschritte der Zoologie 12, S. 265–294.
  • 1961: Phylogenetische Anpassung und adaptive Modifikation des Verhaltens. Z. Tierpsychol., 18, 1961, S. 139–187
  • 1962: The function of colour in coral reef fishes. Proceeding of the Royal Institute of Great Britain 39,
  • 1969: Innate basis of learning. In: On the Biology of Learning ed. by H. Pribram. New York 1969
  • 1971: Der Mensch, biologisch gesehen: Eine Antwort an Wolfgang Schmidbauer. In: Studium Generale Zeitschrift für die Einheit der Wissenschaften im Zusammenhang ihrer Begriffsbildungen und Forschungsmethoden 24, S. 495–515. (u. a. von Karl Jaspers herausgegeben)
  • 1979: Nonanonymous, collective territoriality in a fish, the Moorish idol (Zanclus cornutus): agonistic and appeasement behaviours. In: Evolution and Cognition, 4, S. 108–135. (Kommentiertes, zu Lebzeiten unveröffentlichtes Manuskript. Herausgegeben 1998)

Autobiographisches, Interviews, Briefwechsel[Bearbeiten]

  • 1981: mit Franz Kreuzer: Leben ist Lernen. Von Immanuel Kant zu Konrad Lorenz. Ein Gespräch über das Lebenswerk des Nobelpreisträgers. Piper, München / Zürich; 4. Auflage 1988, ISBN 3-492-10223-9 (= Serie Piper, Band 223).
  • 1988: mit Oskar Heinroth (herausgegeben von Otto Koenig): Wozu aber hat das Vieh diesen Schnabel? Briefe aus der frühen Verhaltensforschung 1930-1940. Piper, München / Zürich, ISBN 3-492-10975-6 (= Serie Piper, Band 975).
  • 2003: Eigentlich wollte ich Wildgans werden. Aus meinem Leben. (Originaltitel: My family and other animals, übersetzt von Wolfgang M. Schleid, mit zusätzlichen Essays von Irenäus Eibl-Eibesfeldt und W. M. Schleidt) Piper München / Zürich, ISBN 3-492-04540-5 (Autobiographische Skizze, die zuvor 1974 in Les Prix Nobel nur auf Englisch veröffentlicht wurde; mit Essays zweier ehemaliger Schüler, 146 Seiten).

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Änne Bäumer: NS-Biologie. Wissenschaftliche Verlags-Gesellschaft, Stuttgart 1990 ISBN 3-8047-1127-8
  • Richard W. Burkhardt: Patterns of Behavior: Konrad Lorenz, Niko Tinbergen, and the Foundation of Ethology. University of Chicago Press, 2005, ISBN 0-226-08090-0 (Paperback-Fassung)
  • Ute Deichmann: Biologen unter Hitler – Vertreibung, Karrieren, Forschung, Frankfurt/Main, New York: 1992, 370 S., ISBN 3-593-34763-6
  • Antal Festetics: Konrad Lorenz. Aus der Welt des großen Naturforschers, München und Zürich: 1983 (Piper), ISBN 3-492-02855-1; Neuausgabe: München 1988 (dtv), ISBN 3-423-11044-9
  • Benedikt Föger & Klaus Taschwer: Die andere Seite des Spiegels. Konrad Lorenz und der Nationalsozialismus Czernin 2001 ISBN 3-7076-0124-2
  • Theodora J. Kalikow: Die ethologische Theorie von Konrad Lorenz: Erklärung und Ideologie, 1938 bis 1943. In: Herbert Mehrtens, Steffen Richter: Naturwissenschaft Technik und NS-Ideologie. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des Dritten Reiches. Frankfurt a. M. 1980 (Suhrkamp, stw Band 303), ISBN 3-518-07903-4
  • Gerhard Klumbies: Konrad Lorenz 1903 - 1989 mit Publ.verz., sowie 5 Titelangaben "Biographien & Wirkungsgesch." in: Jahrbuch der Albertus Universität zu Königsberg/Pr.
  • Dietrich Rauschning & Donata von Nerée (Hg.): Die Albertus-Universität … und ihre Professoren Duncker & Humblot, Berlin 1995 ISBN 3-428-08546-9 ISSN 0075-2177 S. 619–628
  • Alfons Schanse: Evolutionäre Erkenntnistheorie und biologische Kulturtheorie. Konrad Lorenz unter Ideologieverdacht. Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3015-X; Online: Google Books
  • Klaus Taschwer, Benedikt Föger: Konrad Lorenz. Biographie.[30] Wien: 2003 (Zsolnay), ISBN 3-552-05282-8
  • Hanna-Maria Zippelius: Die vermessene Theorie. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Instinkttheorie von Konrad Lorenz und verhaltenskundlicher Forschungspraxis, Braunschweig: 1992 (Vieweg), ISBN 3-528-06458-7

Weitere Materialien[Bearbeiten]

Audio[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

  • Leben ist Lernen. Konrad Lorenz im Gespräch mit Franz Kreuzer; 118 Minuten; ORF 1980. (Zugleich: Konrad Lorenz, Franz Kreuzer: Leben ist Lernen. Von Immanuel Kant zu Konrad Lorenz. Ein Gespräch über das Lebenswerk des Nobelpreisträgers. Piper, München u. a. 1981, ISBN 978-3-492-00523-4)

Lorenz als Romanfigur[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2008 erschien unter dem Titel Kaltenburg bei Suhrkamp ein Schlüsselroman von Marcel Beyer,[31] in dem – aus der Sicht des Kaltenburg-Schülers Hermann Funk – die Lebensgeschichte „des großen österreichischen Zoologen Ludwig Kaltenburg“ (so der Klappentext) beleuchtet wird. In einer Rezension in der FAZ wurde auf die Parallelen zwischen Kaltenburg und Lorenz hingewiesen:

„Sie teilen außer den Initialen auch Geburts- und Todesjahr, beide begannen ihre Karriere im Nationalsozialismus, bekleideten eine Professur in Königsberg, waren an ‚rassekundlichen Untersuchungen‘ beteiligt und gerieten in russische Kriegsgefangenschaft. Wie Lorenz, dem wegen seiner NS-Vergangenheit die Professur in Österreich verwehrt blieb, geht Kaltenburg nach Deutschland. Aber während Lorenz 1950 im Westfälischen eine eigene Forschungsstelle erhielt, wählte Kaltenburg die DDR. Dort begegnet er auch zwei SS-Offizieren wieder, die er aus seiner Posener Zeit kennt: Es sind Knut Sieverding und Martin Spengler, zwei begabte Studenten von Hermann Funks Vater. Martin, der als Bomberpilot abstürzt und in der eurasischen Steppe von einem Nomadenvolk gerettet wird, erregt später mit seinen Installationen als Künstler im Westen ungeheures Aufsehen, der andere, Knut, wird ein angesehener Tierfilmer. In beiden Figuren sind unschwer Joseph Beuys und Heinz Sielmann zu erkennen, der Beuys 1941 zum Bordfunker ausbildete. […] Wie tief die Verstrickung von Lorenz in die medizinischen Verbrechen der Nazis damals wirklich war, konnte nie ganz aufgeklärt werden, und auch Beyer lässt offen, ob Kaltenburg an Experimenten mit Menschen beteiligt war.“[32]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Konrad Lorenz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Konrad-Lorenz-Forschungseinrichtungen:

Videos:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Original: “for their discoveries concerning organization and elicitation of individual and social behaviour patterns”; nobelprize.org Pressemitteilung des Karolinska Instituts aus dem Jahr 1973
  2. K. Lorenz: Kants Lehre vom Apriorischen im Lichte gegenwärtiger Biologie. In: Blätter für Deutsche Philosophie. Band 15, 1941, S. 94—125. Siehe dazu auch stadtbibliothek wolfsburg bei archive.org
  3. Ute Deichmann: Biologen unter Hitler. Vertreibung, Karrieren, Forschung. Frankfurt am Main, 1992, S. 250
  4. Fritz Knoll, Professor für Botanik in Wien, in einem Brief vom 17. Oktober 1937; zitiert aus Deichmann, 1992, S. 251. Die Ablehnung von Lorenz’ ethologischer Forschung war eine Folge der Ablehnung der Darwin'schen Evolutionstheorie in akademischen Kreisen „aufgrund der Macht der katholischen Kirche“ (Deichmann, ebd.)
  5. Katalogzettel Universitätsbibliothek Wien
  6. So Fritz von Wettstein in einer Stellungnahme vom 14. Dezember 1937; zitiert aus Deichmann, 1992, S. 251. „Tatsache ist, dass die Schwester seiner Frau mit einem jüdischen Industriellen verheiratet war.“
  7. Zitiert aus Deichmann, 1992, S. 252
  8. Zitiert aus Deichmann, 1992, S. 252.
  9. Zitiert nach Klaus Taschwer, Benedikt Föger: Konrad Lorenz. Biographie. Wien, 2003, S. 84–85. Zum Entstehen dieser Biografie und zum Auffinden der zitierten Beitrittserklärung siehe auch „Der Führer der Graugänse“.
  10. Ulf Geuter: Die Professionalisierung der deutschen Psychologie im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main, 1984, S. 131
  11. Hans Thomae: Psychologie in der modernen Gesellschaft. Hamburg, 1977, S. 154
  12. Rudolf Hippius u. a.: Volkstum, Gesinnung und Charakter. Berichte über psychologische Untersuchungen an Posener deutsch-polnischen Mischlingen und Polen, Sommer 1942. Stuttgart/Prag, Verlag W. Kohhammer, 1943. Lorenz wird in der Einleitung des Buches als Mitarbeiter erwähnt und besaß ein Exemplar mit Hippius' handschriftlicher Widmung „Meinem Forschungskameraden“ (so Taschwer/Föger, 2003, S. 118).
  13. so die durch diverse Originalquellen belegte Darstellung in Deichmann, 1992, S. 261–264
  14. Für den 21. September 1939 war in Leipzig beispielsweise ein Vortrag von Lorenz angekündigt über „Aufstieg und Verfall bei Mensch und Tier“, der wegen des Kriegsausbruchs aber ausfiel; Deichmann, 1992, S. 254
  15. Zitiert aus Taschwer/Föger, 2003, S. 99. Die Zitate stammen aus einem Brief Lorenz’ an Eduard Baumgarten und beziehen sich auf „Max Hartmann, Alfred Kühn, Otto Koehler, Erich von Holst, Fritz Süffert und Gustav Kramer
  16. Zitiert nach Änne Bäumer: NS-Biologie. Stuttgart 1990, S. 201.
  17. Zitiert nach Taschwer/Föger 2003, S. 91.
  18. Eine ausführliche Übersicht zu Lorenz’ in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierten Forderungen nach einer „Aufartung und Verbesserung von Volk und Rasse“ sowie seines Plädoyers für eine „bewußte, wissenschaftlich unterbaute Rassenpolitik“ hat Ute Deichmann in ihrem Standardwerk Biologen unter Hitler auf den Seiten 254–260 zusammengestellt.
  19. Theodora J. Kalikow: Die ethologische Theorie von Konrad Lorenz: Erklärung und Ideologie, 1938 bis 1943. In: Mehrtens, Herbert, Richter, Steffen: Naturwissenschaft, Technik und NS-Ideologie. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des Dritten Reiches. Frankfurt a. M., 1980, S. 189
  20. So die Aussage von Erich von Holst in einem Brief vom 13. Februar 1950; zitiert in: Deichmann, 1992, S. 265.
  21. Konrad Lorenz: Die angeborenen Formen möglicher Erfahrung.
  22. Zitiert aus Taschwer/Föger 2003, S. 234.
  23. Konrad Lorenz in einem Gespräch anlässlich seines 85. Geburtstags, in: Natur, Nr. 11, München 1988.
  24. Kalikow 1980, S. 210.
  25. Taschwer/Föger, 2003, S. 286 f.
  26. knerger.de: Das Grab von Konrad Lorenz
  27. Oskar Heinroth: Beiträge zur Biologie, namentlich Ethologie und Psychologie der Anatiden. In: Berichte des V. Int. Ornithologen Kongresses Berlin 1910, S. 559 ff.
  28. Konrad Lorenz: Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression. Dr. G. Borotha-Schoeler Verlag, Wien 1963, S. 265
  29. Hanna-Maria Zippelius: Die vermessene Theorie. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Instinkttheorie von Konrad Lorenz und verhaltenskundlicher Forschungspraxis. Braunschweig, 1992, S. 6
  30. Rezensionen siehe hier: ORF (Wissenschaft) und Wochenzeitung Freitag
  31. Marcel Beyer: Kaltenburg. Roman, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, 393 S.
  32. Hubert Spiegel: Die Nacht, in der es tote Krähen regnete. Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse, F.A.Z. vom 12. März 2008.
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Dieser Artikel wurde am 21. Oktober 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.