Franzjosef Maier

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Franzjosef Maier (* 27. April 1925 in Memmingen; † 16. Oktober 2014 in Bergisch Gladbach) war ein deutscher Violinist, Dirigent und Hochschullehrer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Franzjosef Maier lernte schon früh Klavier, Violine und Bratsche. Ab 1938 besuchte er das Augsburger Konservatorium, anschließend die Münchner Akademie und schließlich von 1940 bis 1944 war er am musischen Gymnasium in Frankfurt bei Wilhelm Isselmann (1902–1987) und Kurt Thomas. Gleich nach Kriegsende und Gefangenschaft studierte er von 1946 bis 1948 an der Kölner Musikhochschule, unter anderem Komposition bei Philipp Jarnach. 1948 war er Mitbegründer des Collegium Musicum für Alte Musik des NWDR. Gleichzeitig spielte er in verschiedenen Kammerensembles, so als 2. Geiger im Schäffer-Quartett, mit dem er alle Mozart- und Beethoven-Qurtette einspielte.

Von 1949 bis 1959 unterrichtete er am Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf, anschließend an der Musikhochschule Köln. Häufig konzertierte er als Solist. 1959 erhielt Maier eine Professur für Violine, 1964 wurde er, selber Autodidakt auf der Violine in alter Mensur, Dozent für Barockvioline und Alte Musik an der Kölner Musikhochschule.

Maier hatte seit Beginn der 1950er Jahre einen erheblichen Anteil an der Entwicklung der Kölner „Alte Musik-Szene“. Zu seinen Schülern gehörten namhafte Barockgeiger, wie Reinhard Goebel (Musica Antiqua Köln), Werner Ehrhardt (Concerto Köln, L'arte del mondo), Manfredo Kraemer (Le concert des Nations und The Rare Fruits Council), Gustavo Zarba (Orchestra of the Eighteenth Century).

1964 übernahm er als Konzertmeister die Leitung des durch die Plattenfirma Deutsche Harmonia Mundi gegründeten Ensembles Collegium Aureum, welches für die damalige Zeit wegweisende Einspielungen im Sinne der historischen Aufführungspraxis machte. So optierte Maier für die Verwendung barocker Originalinstrumente und einen der jeweiligen Epoche entsprechenden Interpretationsstil.

Weblinks[Bearbeiten]