Bergisch Gladbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bergisch Gladbach
Bergisch Gladbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bergisch Gladbach hervorgehoben
50.9916666666677.1361111111111100Koordinaten: 51° 0′ N, 7° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rheinisch-Bergischer Kreis
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 83,09 km²
Einwohner: 109.138 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1313 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 51427–51469
Vorwahlen: 02202, 02204, 02207
Kfz-Kennzeichen: GL
Gemeindeschlüssel: 05 3 78 004
Stadtgliederung: 25 Stadtteile in 6 statistischen Bezirken
Adresse der
Stadtverwaltung:
Konrad-Adenauer-Platz 1 51465 Bergisch Gladbach
Webpräsenz: www.bergischgladbach.de
Bürgermeister: Lutz Urbach (CDU)
Lage der Stadt Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis
Kreis Mettmann Köln Leverkusen Oberbergischer Kreis Remscheid Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Solingen Wuppertal Bergisch Gladbach Burscheid Kürten Leichlingen (Rheinland) Odenthal Overath Rösrath WermelskirchenKarte
Über dieses Bild

Bergisch Gladbach ist eine Große kreisangehörige Stadt im Bergischen Land östlich von Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Sie ist Kreisstadt, größte Stadt des Rheinisch-Bergischen Kreises und bildet ein Mittelzentrum mit derzeit etwa 109.000 Einwohnern. Damit gehört sie zu den kleinsten Großstädten des Landes. Die heutige Stadt entstand zum 1. Januar 1975 im Rahmen der Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen, als die (alte) Stadt Bergisch Gladbach mit der Stadt Bensberg und der Ortschaft Schildgen, die damals zur Gemeinde Odenthal gehörte, zur neuen Stadt Bergisch Gladbach vereinigt wurde (vgl. § 2 Köln-Gesetz). Diese Fusion war die Voraussetzung dafür, dass die Einwohnerzahl der Stadt 1977 die Grenze von 100.000 überschreiten konnte.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bergisch Gladbach liegt etwa 10 Kilometer östlich des Rheins am kräftig ansteigenden Westrand der Bergischen Höhen (Bergisches Land) gegen die niederrheinische Bucht. Im Westen grenzt die Stadt an Köln. Der höchste Punkt des Stadtgebiets ist der Dreispringen (50° 58′ N, 7° 13′ O50.9741666666677.2119444444444267) mit 267,3 m ü. NN, der niedrigste liegt westlich von Refrath am Klärwerk Beningsfeld auf 51,2 m ü. NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 12 Kilometer und in West-Ost-Richtung 14 Kilometer.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bergisch Gladbach, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Odenthal, Kürten, Overath und Rösrath (alle Rheinisch-Bergischer Kreis) sowie Köln und Leverkusen (beide kreisfreie Städte)

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Blick vom Marienkrankenhaus in Richtung Herkenrath

Das Stadtgebiet Bergisch Gladbachs ist nicht in Stadtbezirke mit eigener Bezirksvertretung eingeteilt. Man unterscheidet für statistische Zwecke lediglich sechs statistische Bezirke, die fortlaufend nummeriert sind und sich in mehrere Wohnplätze mit eigenem Namen unterteilen. Die Wohnplätze werden gelegentlich auch als Stadtteile bezeichnet. Es handelt sich überwiegend um Bezeichnungen für ehemals kleinere Siedlungen, aus denen sich das heutige Stadtgebiet entwickelte oder um Neubaugebiete, deren Namen sich zur besseren Orientierung im Laufe der Zeit eingeprägt haben. Bensberg mit den zugehörigen Wohnplätzen war bis 1975 eine selbständige Stadt. Schildgen gehörte vor 1975 zur Gemeinde Odenthal.

Geschichte[Bearbeiten]

Die alte Stadt Bergisch Gladbach wurde 1271 erstmals als Gladebag urkundlich erwähnt. Der Ort entwickelte sich später zum Kern eines aus einer Vielzahl von Wohnplätzen bestehenden Gebietes. Er gehörte zur Grafschaft bzw. zum Herzogtum Berg und wurde von einem Amtmann aus Porz verwaltet. 1806 kam das Gebiet zunächst unter französische Herrschaft, dann 1808 an das Großherzogtum Berg und 1815 schließlich an Preußen. Dort gehörte es zunächst zur Provinz Jülich-Kleve-Berg und ab 1822 zur Rheinprovinz. Innerhalb Preußens gehörten die Siedlungen zunächst zum Kreis Mülheim am Rhein. 1848 tauchte der Zusatz Bergisch erstmals in einem Poststempel auf, wenngleich er seit Beginn des 19. Jahrhunderts hin und wieder genannt wurde. 1856 erhielt Bergisch Gladbach die Stadtrechte. Die junge Stadt hatte etwa 5000 Einwohner. Ab 1863 trug die Stadt, insbesondere zur Unterscheidung von München-Gladbach, (zunächst in München Gladbach und später in Mönchengladbach umbenannt) offiziell den Namenszusatz Bergisch.

Nachdem Mülheim am Rhein 1914 in die Stadt Köln eingegliedert worden war, entstand 1932 aus dem Restkreis Mülheim und dem Kreis Wipperfürth der Rheinisch-Bergische Kreis. Bergisch Gladbach wurde Kreissitz. Im Zweiten Weltkrieg wurden Bergisch Gladbach und das Umland weitgehend von Zerstörungen verschont. Im Zuge der Gebietsreform wurden Bergisch Gladbach und Bensberg unter Einbeziehung des Ortsteils Schildgen am 1. Januar 1975 zur neuen Stadt Bergisch Gladbach vereinigt.[3] Die Stadt blieb Kreisstadt des etwas vergrößerten Rheinisch-Bergischen Kreises. Wenige Jahre später (1977) überschritt die Einwohnerzahl die Hunderttausendergrenze und Bergisch Gladbach wurde Großstadt.

Mit der Zusammenlegung der beiden Städte Bergisch Gladbach und Bensberg zu einer neuen Stadt Bergisch Gladbach im Jahr 1975 musste man auch neue Strukturen organisieren. Man entschied sich, Wohnplätze einzuführen, die teilweise nicht mehr mit den früheren und von den Einwohnern „gefühlten“ Stadtteilen übereinstimmten. Beispielsweise hatten beide Städte „Zentren“, die man als solche nicht mehr bezeichnen wollte. Der neue Wohnplatz Bensberg behielt mit seinem Zentrum insgesamt den alten Namen. Für die „Mitte“ der alten Stadt Bergisch Gladbach wählte man die Bezeichnung Gladbach. Das führte aber vereinzelt zu Missverständnissen, was genau damit gemeint war. Daher beschloss der Rat der Stadt Bergisch Gladbach am 12. Januar 1999, dass die Bezeichnung Bergisch Gladbach nun für das gesamte Stadtgebiet gelten solle. Für den bisherigen Wohnplatz Gladbach entschied der Rat, die Bezeichnung Stadtmitte einzuführen. Sie besteht aber keineswegs als „Zentrum“ nur um den Konrad-Adenauer-Platz herum. Sie ist viel größer und hat teilweise noch Gebiete von anderen ehemaligen Stadtteilen hinzuerworben. Beispielsweise ging der frühere Stadtteil Gronau vorher bis zum „Driescher Kreuz“. Mit der Neugliederung endete Gronau am Bahndamm. Was dazwischen lag, wurde der Stadtmitte zugeschlagen – sogar das Gronauer Wirtshaus. Auch die Gartensiedlung Gronauerwald gehörte neuerdings zu Heidkamp. Die Aufzählung lässt sich weiter fortsetzen.[2]

Das Stadtarchiv Bergisch Gladbach sichert die historische Überlieferung der Städte Bergisch Gladbach (alte und neue Stadt) und Bensberg sowie ihrer Wohnplätze und Vorgängergemeinden und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Das in der Stadtmitte gelegene Stadtarchiv gibt eine eigene Buchreihe zur Stadtgeschichte heraus.

Religionen[Bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Großstadt Bergisch Gladbach gehörte schon von Anfang an zum Erzbistum Köln bzw. zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Als älteste Pfarrkirche im Stadtgebiet gilt die Kirche St. Clemens in Paffrath. Von der Clemens-Pfarrei lösten sich später Gladbach und Sand ab, von Paffrath und Gladbach wurden im 19. und 20. Jahrhundert weitere Pfarreien abgepfarrt, so 1912 Hebborn und 1926 Gronau. Seit 1827 gehörten alle katholischen Pfarrgemeinden der Gegend zum Dekanat Mülheim am Rhein. Bensberg wurde 1896 Sitz eines eigenen Dekanats. Heute gehören die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Bergisch Gladbach.

Kirche St. Laurentius

Die heutigen katholischen Kirchen der Stadt sind St. Laurentius (Stadtmitte), St. Marien (Gronau), Heilige Drei Könige (Hebborn), St. Konrad (Hand), St. Josef (Heidkamp), St. Clemens (Paffrath), St. Severin (Sand), Herz Jesu (Schildgen), St. Johannes der Täufer (Herrenstrunden), St. Nikolaus (Bensberg), St. Maria Königin (Frankenforst), St. Antonius Abbas (Herkenrath), St. Joseph (Moitzfeld), St. Elisabeth (Refrath) und St. Johann Baptist (Refrath).

Evangelische Gnadenkirche

In Bergisch Gladbach traten 1582 erstmals auch reformierte Papiermacher auf. Sie gehörten ab 1589 zur Bergischen Synode. 1610 bis 1621 gab es für Bergisch Gladbach und Bensberg einen reformierten Pfarrer. Den Gemeindegliedern wurde die Bensberger Kirche überlassen. Doch übergab der Bergische Amtmann 1618 die Kirche wieder den Katholiken, nachdem der Herzog von Berg 1614 wieder zum Katholizismus übergetreten war. In der Folgezeit wurde die Gegend wieder nahezu komplett katholisch, doch wurden die Protestanten weiter geduldet. Bis 1638 bildeten sie in Bensberg noch eine „heimliche“ Gemeinde und wurden danach von Mülheim am Rhein aus betreut.

1775 gründete der Papierfabrikant Heinrich Schnabel in Bergisch Gladbach wieder eine eigene reformierte Gemeinde, die 1776 eine eigene Kirche baute, die heutige Gnadenkirche. Die Gemeinde gehörte zur Düsseldorfer Klasse. In jener Zeit entstand auch eine lutherische Gemeinde. Beide vereinigten sich 1817 zur evangelischen Gemeinde Gladbach, nachdem seinerzeit im gesamten Königreich Preußen, zu dem das Gebiet inzwischen gehörte, die Union zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden zur Evangelischen Kirche in Preußen vollzogen worden war. Die Gemeindeglieder Bergisch Gladbachs gehörten dann zur Mülheimer Synode bzw. Mülheimer Klasse und kamen später zum Kirchenkreis Köln innerhalb der rheinischen Provinzialkirche, aus der die heutige Evangelische Kirche im Rheinland hervorging. Auch in Bensberg ließen sich im 19. Jahrhundert wieder Protestanten nieder. Sie hielten im Bensberger Schloss ihre Gottesdienste ab. Die Pfarrer kamen aus Bergisch Gladbach. 1937/38 konnte die kleine Gemeinde jedoch eine eigene Kirche bauen. Seit der Aufteilung des Kirchenkreises Köln im Jahre 1964 gehören die Kirchengemeinden der Stadt Bergisch Gladbach zum Kirchenkreis Köln-rechtsrheinisch innerhalb des Evangelischen Stadtkirchenverbands Köln der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Die heutigen evangelischen Kirchen der Stadt sind Gnadenkirche, Heilig-Geist-Kirche, Kirche zum Frieden Gottes, Kirche Zum Heilsbrunnen und Andreaskirche (alle in Bergisch Gladbach) sowie die Evangelische Kirche Bensberg.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten, Brüderbewegung), die Siebenten-Tags-Adventisten, die Neuapostolische Kirche und eine Freie evangelische Gemeinde. Zum 150-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2006 ist eine Dokumentation zur Entwicklung der Glaubensgemeinschaften in Bergisch Gladbach von 1945 bis heute erschienen.[4]

45,9 % der Einwohner gehören der römisch-katholischen Kirche an, 21,2 % sind evangelisch und etwa 33 % sind Anhänger anderer Religionen (Moslems, Aleviten, Bahai-Religion, Juden und andere) oder gehören keiner Religionsgemeinschaft an.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung (rot vor dem Zusammenschluss mit Bensberg und Schildgen 1974, grün danach)

1895 hatte Bergisch Gladbach 10.000 Einwohner, bis 1933 verdoppelte sich diese Zahl auf 20.000. Bis 1960 kam es zu einer weiteren Verdoppelung auf 40.000 Einwohner. Am 1. Januar 1975 schlossen sich Bergisch Gladbach (51.771 Einwohner 1974), der größte Teil der Stadt Bensberg (47.209 Einwohner 1974) und der Ortsteil Schildgen der Gemeinde Odenthal zur neuen Stadt Bergisch Gladbach zusammen. 1977 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Bergisch Gladbach die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1810 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

1773–1939
Jahr/Datum Einwohner
1773 1.760
1810 2.655
1. Dezember 18341 3.764
1. Dezember 18711 6.192
1. Dezember 18851 7.928
1. Dezember 18901 9.500
2. Dezember 18951 10.029
1. Dezember 19001 11.435
1. Dezember 19051 13.411
1. Dezember 19101 15.207
1. Dezember 19161 14.766
5. Dezember 19171 15.551
8. Oktober 19191 16.733
16. Juni 19251 18.140
16. Juni 19331 20.446
17. Mai 19391 22.286
Seit 1945
Datum Einwohner
31. Dezember 1945 28.444
29. Oktober 19461 30.230
13. September 19501 32.681
25. September 19561 36.392
6. Juni 19611 41.902
31. Dezember 1965 46.416
27. Mai 19701 49.558
31. Dezember 1975 99.517
31. Dezember 1980 101.472
31. Dezember 1985 101.112
25. Mai 19871 100.589
31. Dezember 1990 104.037
31. Dezember 1995 105.478
31. Dezember 2000 105.693
31. Dezember 2005 105.761
31. Dezember 2010 109.994
31. Dezember 2011 108.878
1 Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Rathaus in Alt-Bergisch Gladbach

Die meisten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet Bergisch Gladbachs blieben bis ins 19. Jahrhundert relativ unbedeutend. Das ganze Gebiet wurde vom Amtmann bzw. Oberamtmann in Porz verwaltet. Seit dem 17. Jahrhundert hatte dieser einen Amtsverwalter. Ihm unterstanden zum einen der Oberschultheiß in Bensberg, der für die Verwaltung sowie für Polizeiaufgaben zuständig war und andererseits der Kellner in Bensberg für die Dominalgüter und Steuern. Beide hatten in Bergisch Gladbach ihre Organe, Schatzheber, Vorsteher, Bote und Schöffen. 1808 wurde in Bergisch Gladbach die Munizipalverfassung eingeführt. Danach stand an der Spitze der Gemeinde der Maire, dem Adjutanten als Beigeordnete zur Seite standen. Aus der Mairie wurde 1813 die Bürgermeisterei mit einem Bürgermeister und einem Gemeinderat, der auch nach der Stadterhebung 1856 beibehalten wurde. Jedoch erhöhte sich die Zahl der Stadtverordneten später von 18 auf 24. Auch in Bensberg gab es im 19. Jahrhundert einen Bürgermeister und einen Gemeinderat.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurden die Bürgermeister beider Gemeinden von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone jeweils einen neuen Bürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat der Stadt, dessen Mitglieder waren Stadtverordnete. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Bürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, der ehrenamtlich tätig war, sowie ab 1946 einen hauptamtlichen Stadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Seit der Vereinigung beider Städte 1975 gab es nur noch einen gemeinsamen Bürgermeister und einen Stadtdirektor. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt.

Am 21. September 2003 verhinderte ein Bürgerentscheid, dass das Abwasserwerk Bergisch Gladbachs einschließlich des gesamten Kanalnetzes Bestandteil eines Cross-Border-Leasing-Vertrages wurde.

Wahlergebnisse in Bergisch Gladbach (Prozent)
Partei Kom. 2014 BT 2013 LT 2012 Lrat 2011 LT 2010 BT 2009 Kom. 2009 EU 2009 BT 2005 LT 2005 Kom. 2004 EU 2004
CDU 41,85 41,82 24,95 49,0 36,7 34,7 40,3 38,4 35,9 45,10 36,83 43,8
SPD 24,13 26,55 34,18 30,39 28,7 24,0 24,9 20,2 34,1 32,85 26,96 21,9
B90/Grüne 15,90 10,09 14,54 14,36 15,9 12,4 13,1 15,8 9,8 8,26 13,60 16,2
FDP 5,61 7,01 13,89 - 8,3 18,0 10,0 16,0 13,6 9,44 10,68 10,2
Die Linke. 4,36 5,41 2,09 3,79 4,8 6,6 3,4 3,4 4,2 2,81 1,7
Demokrative14 1,18 - - - 3,8 6,47 -
BfBB 0,44 - - - 4,4 5,45 -
AfD 4,40 4,90 - - - - -
Piratenpartei - 1,89 6,95 - 1,12 1,4 - 0,7 - -
Bürgerpartei GL 1,7 - - - - - - - - -

Rat der Stadt[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 54,35 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,85
24,13
15,9
5,61
4,36
4,4
1,7
1,18
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,55
-0,77
+2,8
-4,39
+0,96
+4,4
+1,7
-2,62
Sitzverteilung nach der Wahl 2014
        
Von 62 Sitzen entfallen auf:

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Bergisch Gladbach. Über die Vergabe der 58 Sitze entscheiden die Bürger alle sechs Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl. Durch Überhangmandate und Ausgleichsmandate hat der Rat der Stadt Bergisch Gladbach nach der Kommunalwahl 2014 62 Sitze.

Die Fraktionen und Fraktionslosen im Stadtrat:

  • CDU = 26 Sitze
  • SPD = 15 Sitze
  • Grüne = 10 Sitze
  • AFD = 4 Sitze * (4 Sitze durch Zusammenschluss mit der Demokrative14 - 1 Sitz)
  • FDP = 3 Sitze
  • LINKE Fraktion = 2 Sitze (verliert einen Sitz an fraktionslose LINKE)
  • LINKE fraktionslos = 1 Sitz
  • BGL fraktionslos = 1 Sitz

Siehe auch: Kommunalwahlen in Bergisch Gladbach

Bürgermeister von 1808 bis heute[Bearbeiten]

  • 1808–1820: Franz Heinrich Fauth
  • 1820–1842: Johann Anton Kolter
  • 1842–1847: Heinrich August Kolter
  • 1847–1863: Jakob Herweg
  • 1863–1892: August Clostermann
  • 1892–1896: Carl Echelmeyer
  • 1897–1914: Bernhard Schröter
  • 1914–1920: Hermann Pütz
  • 1921–1928: Johann Odenthal
  • 1928–1933: Franz Weber
  • 1933–1939: Franz Alfons Jacke
  • 1939–1945: Walter Kappes
  • 1945–1946: Josef Geyser
  • 1946–1950: Franz-Josef Heider
  • 1950–1952: Ignaz Tenckhoff
  • 1952–1956: Moritz Weig
  • 1956–1957: Johann Mick
  • 1957–1963: Fritz Wachendorff
  • 1963–1974: Heinz Fröling
  • 1975–1984: Franz Karl Burgmer
  • 1984–1989: Franz Heinrich Krey
  • 1989–1994: Holger Pfleger
  • 1994–2004: Maria Theresia Opladen
  • 2004–2009: Klaus Orth
  • seit 21. Oktober 2009: Lutz Urbach

Stadtdirektoren von 1946 bis 1999[Bearbeiten]

  • 1946–1947: Aloys Nell
  • 1947–1948: Josef Hermanns
  • 1948–1969: Peter Kentenich
  • 1970–1995: Otto Fell
  • 1995–1999: Hans-Joachim Franke

Wappen, Flagge und Banner[Bearbeiten]

Der Stadt Bergisch Gladbach ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 6. April 1977 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und einer Flagge sowie eines Banners verliehen worden.

Blasonierung: „In Grün über einem silbernen (weißen) Wechselzinnenbalken ein wachsender rot gezungter und rot bewehrter goldener (gelber) Löwe, darunter ein herschauender goldener (gelber) Hirschkopf.“ Der Bergische Löwe ist das Wappentier der Grafschaft bzw. des Herzogtums Berg, das in der Gegend schon sehr früh Besitzungen hatte. Er war auch im alten Bergisch Gladbacher Wappen zu sehen. Der Hirschkopf ist dem alten Bensberger Wappen entnommen und soll auf den Wald hinweisen, der in Bensberg im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle spielte. Der Wechselzinnenbalken, entnommen dem historischen Wappen der Grafen von Berg, soll auf das Bergische Land hinweisen und die Symbole beider Städte verbinden. Er war ebenfalls schon im alten Bergisch Gladbacher Wappen abgebildet.[6]

Beschreibung der Flagge laut Hauptsatzung: „Die Flagge hat in waagerechter Aufteilung die Farben grün-weiß-grün. Die beiden äußeren grünen Streifen nehmen je ein Sechstel, der mittlere weiße Streifen nimmt vier Sechstel der Flaggenbreite ein.“[7] Tatsächlich werden verschiedene Ausführungen der Flagge bzw. Banner gezeigt.[8]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Land Ort Region seit
FrankreichFrankreich Frankreich Blason Bourgoin Jallieu.svg Bourgoin-Jallieu Flag of Rhône-Alpes.svg Rhône-Alpes 1956
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Luton Bedfordshire Bedfordshire 1956
NiederlandeNiederlande Niederlande Velsen wapen.svg Velsen Velsen vlag.png Nordholland 1956
FrankreichFrankreich Frankreich Blason Joinville-le-Pont 94.svg Joinville-le-Pont Flag of Île-de-France.svg Île-de-France 1960
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Runnymede Surreyflag.gif Surrey 1965
LitauenLitauen Litauen Marijampole COA.svg Marijampolė Marijampole County flag.png Marijampolė 1989
Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern Limassol Limassol 1991
PolenPolen Polen POL Pszczyna COA.svg Pszczyna POL województwo śląskie flag.svg Schlesien 1993
Palastina AutonomiegebietePalästinensische Autonomiegebiete Paläst. Autonomiegebiete BeitJala Logo.gif Bait Dschala Westjordanland 2011
IsraelIsrael Israel Ganei Tikva COA.jpg Ganei Tikva Gusch Dan 2013

[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rathaus im Stadtteil Bensberg

Eine überregional bekannte Sehenswürdigkeit und eines der Wahrzeichen der Stadt ist das in der Bevölkerung anfangs umstrittene Rathaus im Stadtteil Bensberg (im Volksmund: „Affenfelsen“), ein Entwurf des Architekten Gottfried Böhm, der den Neubau in die alte Burganlage integrierte, statt diese zu restaurieren. Vom selben Architekten stammt auch das Bürgerhaus Bergischer Löwe, die katholische Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Schildgen sowie das Kinderdorf Bethanien im Stadtteil Refrath. Das wohl älteste Bauwerk der Stadt und im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Taufkirche in Refrath. Sie wurde vom 10. bis zum 12. Jahrhundert erbaut und steht auf den Fundamenten einer Holzkirche aus dem 9. Jahrhundert. Auch der anliegende kleine Friedhof mit seinen alten Grabsteinen ist sehenswert. An weiteren Kirchen sind zu erwähnen: St. Laurentius, katholische Hauptpfarrkirche der Stadt im neuromanischen Stil, die in mehreren Bauphasen entstand und erst Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt wurde; im Innern sind vor allem die Heiligenfiguren aus dem Jahre 1411 und der Kirchenschatz sehenswert, ferner die evangelische Gnadenkirche, die 1776 als reformierte Kirche erbaut wurde. In Bensberg ist die Pfarrkirche St. Nikolaus die katholische Hauptkirche. Die evangelische Kirche wurde erst 1937/38 errichtet.

Tafel im Rathaus Alt-Bergisch Gladbach

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind Schloss Bensberg, das von 1703 bis 1711 vom venezianischen Architekten Matteo d’Alberti erbaute Jagdschloss des Kurfürsten Jan Wellem, das auch von J. W. Goethe beschrieben wurde, Schloss Lerbach (beide heute Luxushotels u. -restaurants), die Burg Zweiffel (seit 2004 in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich) und die Malteser Komturei (heute Hotel und Restaurant) in Herrenstrunden. An dem zentral in Bergisch Gladbach gelegenen Konrad-Adenauer-Platz steht das 1905/1906 im historistischen Stil erbaute Rathaus[10] des Architekten Ludwig Bopp. Dort stehen auch die Villa Zanders und das Bürgerhaus Bergischer Löwe. Das ehemalige Wohnhaus der Papierfabrikantenfamilie Zanders beherbergt heute die Städtische Galerie Villa Zanders. Das gegenüberliegende Bürgerhaus Bergischer Löwe, auch dieses gestaltet vom Architekten Gottfried Böhm, bietet zahlreiche Theater- und Konzertgastspiele. Zum kulturellen Leben gehören auch das Kulturhaus Zanders mit dem Sitz des Altenberger-Domvereins und der Papiergeschichtlichen Sammlung Zanders, das Papiermuseum Alte Dombach, ein dezentrales Museum des LVR-Industriemuseums, das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, das Schulmuseum Bergisch Gladbach–Sammlung Cüppers und das Kindergartenmuseum Nordrhein-Westfalen. Außerdem gibt es im Zentrum das Kindergartenmuseum und im Ortsteil Herkenrath das Bauernhausmuseum. Auch die Puppenspielkunst hat im Puppenpavillon Bensberg eine Heimat.

Im Wohnplatz Bockenberg liegt auf der Höhe das 1924 von dem Architekten Bernhard Rotterdam als Priesterseminar erbaute Kardinal-Schulte-Haus, das heute die Thomas-Morus-Akademie Bensberg in Trägerschaft des Diözesanrates Köln beherbergt.

Bergisch Gladbach ist die einzige Stadt mit zwei Vier-Hauben-Köchen nach Gault-Millau (19 und 19,5 Punkte). Beide wurden auch mit Michelin-Sternen ausgezeichnet:

Der Stadtverband Kultur verleiht einmal jährlich den nach Ludwig Bopp benannten Kulturpreis DER BOPP an gelungene mitglieder- und/oder bereichsübergreifende Projekte künstlerischer Zusammenarbeit. 2010 ging der Preis an das freie Musiktheater Viva l'Opera..[12]

Siehe auch[Bearbeiten]

Die Mühlen an der Strunde[Bearbeiten]

Umfangreich ist die Literatur über die Mühlen an der Strunde. Niemand kann genau sagen, wie viele es insgesamt gewesen sind. Um 1846 waren es 51 Mühlen, die aufgezählt wurden.[13] Voll funktionsfähig erhalten ist heute nur noch die Iddelsfelder Mühle.

Wirtschaft und Industrie[Bearbeiten]

  • Die Papierfabrik M-real Zanders, die bis in das Jahr 1822 zurückgeht und für viele Jahrzehnte der größte Arbeitgeber der Stadt war, ist inzwischen Teil des finnischen Konzerns M-real. Die Betriebsgebäude stehen in der Stadtmitte.
  • Die Joh. Heider Verlag GmbH ist 1889 gegründet worden. Sie hat ihren Betrieb an der Paffrather Straße.
  • Die Krüger GmbH & Co. KG gehört seit den 1970er Jahren zu den führenden Lebensmittelherstellern Deutschlands. Der Betrieb befindet sich im Gewerbegebiet Zinkhütte.
  • Die Verlagsgruppe Lübbe mit dem Bastei-Verlag hatte ihren Sitz bis 2009 in Bergisch Gladbach an der Scheidtbachstraße.
  • Im größten multifunktionalen Gewerbepark der Region Rhein-Berg, dem TechnologiePark Bergisch Gladbach, haben sich auf einer Fläche von 75.000 m² etwa 110 kleine und mittelständische Unternehmen angesiedelt. Weitere 55.000 m² sind für Unternehmensexpansionen und Neuansiedlungen bereits in der Planung. Zu diesen Firmen gehört unter anderem Miltenyi Biotec.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Durch das südliche Stadtgebiet führt die Bundesautobahn A 4 Köln–Olpe, die im Westen der Stadt bereits auf Kölner Stadtgebiet die A 3 Frankfurt–Köln–Oberhausen kreuzt. Ferner führen die Bundesstraßen B 55 und B 506 durch das Stadtgebiet.

Zugelassene Kraftfahrzeuge: 71.051 (62.773 PKW, 4.894 Krafträder, 3.384 Nutzfahrzeuge), Stand: 2005/2006

An den S-Bahnhof angrenzender Busbahnhof
S-Bahn am Bahnhof Bergisch Gladbach

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten]

Vom Bahnhof Bergisch Gladbach in der Stadtmitte aus verkehrt die S-Bahn Linie 11 im 20-Minuten-Takt (Mo.-Fr.) bzw. 30-Minuten-Takt (Sa./So.) nach Köln und weiter bis zum Flughafen Düsseldorf. Ein zweiter Haltepunkt besteht dabei in Duckterath. Die Stadtbahnlinie 1 fährt vom Busbahnhof im Wohnplatz Bensberg über den Neumarkt in Köln nach Köln-Weiden. Eine weitere direkte Verbindung nach Köln besteht mit dem Schnellbus 40 vom Bensberger Busbahnhof direkt zum Kölner Hauptbahnhof.

Der Busbahnhof am S-Bahnhof in der Stadtmitte und der Bensberger Busbahnhof dienen als zentrale Knoten- und Umsteigepunkte sowohl von den Buslinien zur S-Bahn bzw. Stadtbahn als auch zwischen den Buslinien untereinander. Der Busverkehr in Bergisch Gladbach und Umgebung wird von zwei verschiedenen Unternehmen, der wupsi und der Regionalverkehr Köln, durchgeführt, es gilt der einheitliche Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg. Die Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach ist der zuständige Aufgabenträger für den ÖPNV in Bergisch Gladbach.

Medien[Bearbeiten]

Die Tageszeitungen Kölnische Rundschau und Kölner Stadt-Anzeiger unterhalten Lokalredaktionen in der Innenstadt, die für die jeweiligen werktäglichen Lokalteile der Publikationen zuständig sind.

Das Bergische Handelsblatt, ein wöchentlich kostenfrei verteiltes Direktwerbungsmedium im Zeitungsformat mit redaktionellem Schwerpunkt auf lokalen Ereignissen der Region, ist in Bergisch Gladbach ansässig.

In Bergisch Gladbach erscheinen zwei monatliche Zeitschriften: GLkompakt an alle Haushalte in Bergisch Gladbach sowie Franzz per Auslage in Kneipen und anderen Lokalitäten.

Der Privatsender Radio Berg, der das Sendegebiet Bergisches Land versorgt, befindet sich seit Anfang 2005 in der Nachbargemeinde Kürten. Bis zum Jahre 2004 befand sich der lokale Radiosender im Technologiepark Bergisch Gladbach in der Nähe des Stadtteils Moitzfeld.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bergisch Gladbach ist Sitz der Kreisverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises. Bergisch Gladbach-Bensberg ist seit 1983 Sitz der Bundesanstalt für Straßenwesen sowie der Erdbebenstation Bensberg (einer Einrichtung der Universität zu Köln). Im Ortsteil Moitzfeld ist der Spitzenverband der Innungskrankenkassen (IKK-Bundesverband) ansässig.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt hat ein breit gefächertes Angebot an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Hierbei wird die Primarstufe im Stadtgebiet mit 20 Grundschulen abgedeckt.

Für die Sekundarstufe I und Sekundarstufe II bestehen folgende schulische Einrichtungen:

Förderschulen

  • Förderschule für Sprachbehinderte in Paffrath
  • Friedrich-Fröbel-Förderschule in Moitzfeld
  • Wilhelm-Wagener-Förderschule in Refrath

Hauptschulen

  • Ganztagshauptschule Ahornweg[14]
  • Hauptschule Im Kleefeld in Hebborn

Realschulen

  • Johannes-Gutenberg-Realschule in Kaule
  • Marie-Curie-Realschule Bergisch in Heidkamp
  • Otto-Hahn-Realschule in Kippekausen
  • Realschule Herkenrath
  • Realschule Im Kleefeld in Hebborn

Gesamtschulen

  • Gesamtschule Paffrath
  • Gesamtschule Gronau/Heidkamp (Ahorneg)

Gymnasien

Ersatzschule eigener Art

Berufsbildende Schulen in Bergisch Gladbach

  • Berufskolleg Bergisch Gladbach für Ernährung und Hauswirtschaft, Gestaltung, Sozial- und Gesundheitswesen und Technik in Heidkamp
  • Berufskolleg Bergisch Gladbach – Kaufmännische Schulen in Heidkamp

Tertiärer Bildungsbereich

Als kulturelles Bildungsangebot bietet die städtische Max-Bruch-Musikschule eine musikalische Ausbildung in den unterschiedlichsten Musikrichtungen.

Die Stadtbücherei[15] Bergisch Gladbach bietet Medien und Informationen für Aus-, Fort- und Weiterbildung, für Hobby und Freizeit. Neben Sach- und Kinderbüchern, Romanen und Zeitschriften stellt die Stadtbücherei auch zahlreiche Videos, DVDs, Brett- und Kartenspiele, CDs und CD-ROMs zum Ausleihen zur Verfügung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die Liste umfasst die Ehrenbürger der Stadt, vor Ort geborene Persönlichkeiten sowie solche, die ihren Wirkungskreis in Bergisch Gladbach haben oder hatten.

Vereine (Auszug, alphabetisch)[Bearbeiten]

Kultur und Brauchtum[Bearbeiten]

  • BONO-Direkthilfe e. V. (Nichtregierungsorganisation, arbeitet für Kinder- und Frauenrechte in Entwicklungsländern)
  • Bürger für uns Pänz e.V.
  • Festkomitee Bensberger Karneval e.V. von 1969
  • Förderverein des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe e.V.
  • Förderverein des Schulmuseums Bergisch Gladbach e.V.
  • Galerie + Schloss e.V. (Gesellschaft zur Förderung von Tradition und Moderne in Bergisch Gladbach)
  • Grosse Bensberger KG von 1968 e.V. rot-weiss
  • Große Gladbacher Karnevalsgesellschaft (GGK)
  • KAJUJA Bergisch Gladbach e.V.
  • KG Alt-Paffrath e.V
  • KG Bensberger Garde Schwarz-Weiß 1971 e.V.
  • KG Löstige Stänedräjer e.V.
  • KG Narrenzunft Bergisch Gladbach e.V. gegründet 1951
  • KG Schlader Botze e.V. 1958
  • Prinzengarde vun 1966 der Grossen Gladbacher KG
  • Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Schildgen 1907 e. V. (Ausrichter des Diözesan-Jungschützentages Köln 2007)
  • Stadtverband KULTUR (Dachorganisation der Freien, etwa 5000 Personen, verleiht am 21. Mai (Internationaler Tag für kulturelle Entwicklung) den Kulturpreis DER BOPP, benannt nach Ludwig Bopp)
  • Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Beit Jala e. V. (gegründet 2010, jahrelange intensive Aktivitäten im Vorfeld der Städtepartnerschaft mit Beit Jala)
  • Vereinigung zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums e. V.

Sportvereine[Bearbeiten]

  • Bergisch Gladbach Lions (Saison 2006/07: American Football Oberliga West)
  • Bergischer Luftsportverein eV.[16]
  • Blau-Weiß-Hand (Saison 2006/07: Frauen Handball Oberliga) und (Saison 2006/07: Frauen Fußball Verbandsliga Mittelrhein)
  • ESV Bergisch Gladbach (Saison 2009/10: Regionalliga (Eishockey))
  • FC Bensberg (Saison 2009/10: Frauen Kreisliga Köln und Herren Kreisliga B2)
  • FC Hebborn 1998 (2010: Finalteilnahme beim Müller-Pokal)
  • SG Pegasus Rommerscheid 1991 e.V. (unter anderem Korfball)
  • SV Refrath (Fußball, Tennis und Segeln)
  • SV Bergisch Gladbach 09 (Saison 2012/2013: Herren Fußball Regionalliga West)
  • SV Bergisch Gladbach 1920/71 e.V. (Schwimmen Saison 2011/12: Damen: Oberliga West; Herren: Landesliga Rheinland)
  • SSV Jan Wellem 05 Bergisch Gladbach e.V.[17]
  • TC Grün-Gold Bensberg (Saison: 2006/07: Damen 40 Tennis Regionalliga, Herren 30 Tennis 2.Bundesliga)
  • THC Rot-Weiß Bergisch Gladbach (Saison 2009/10: Feldhockey Oberliga Damen + Herren, Hallenhockey Oberliga Damen + Herren)
  • TuS Schildgen 1932 e.V. (unter anderem Korfball)
  • TV Herkenrath 1909 e.V. (2011: zwei Nationalkader im Turnen, ein Nationalkader Leichtathletik, ein Nationalkader Behindertensport)
  • TV Refrath (seit der Saison 2009/10: Badminton 1. Bundesliga) und (Saison 2010/2011: Floorball Regionalliga West)
  • TV Bensberg (Basketball Damen bis 2006 1.Bundesliga; Saison 2007/08 Regionalliga, Herren Oberliga)


Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen, Köln-Mülheim 1925
  • Rolf-Dieter Bauche: Papiermacher in Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-7927-1389-6
  • Hans Leonhard Brenner: Die Geschichte der Kalkbrennerei in Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1992, ISBN 3-88265-171-7
  • Albert Eßer: Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte, Beiträge zur Geschichte der Stadt Bergisch Gladbach Band 9, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-9804448-6-4
  • Paul Falk: 75 Jahre Karneval in Bensberg. Bergisch Gladbach 1979
  • Gerhard Geurts: Karren, Kessel und Granaten, Geschichte der Metallindustrie in Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 2000, ISBN 3-9804448-5-6
  • Willi Fritzen: Die alte Grafen- und Herzogsresidenz Bensberg. Bergisch Gladbach 1985
  • Kurt Kluxen: Geschichte von Bensberg. Paderborn 1976
  • Peter Köster: Städte-Ehe – Die Neugliederung von Bensberg und Bergisch Gladbach 1964–1976. Stadtarchiv Bergisch Gladbach. Beiträge zur Geschichte der Stadt Bergisch Gladbach Band 6. Bergisch Gladbach 1999. ISBN 3-9804448-3-X
  • Lothar Speer: Die Erstnennung Bensbergs in der Urkunde von 1138 / 1139. Wem gehörte die Burg Bensberg im 12. Jahrhundert?. In: Heimat zwischen Sülz und Dhünn 12, 2005, S. 4–8
  • Dörte Gernert: Schulbesuch und Fabrikarbeit in Bergisch Gladbach im 19. Jahrhundert, Bergisch Gladbach 1998
  • Manfred Jahnke: 150 Jahre Post in Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1992
  • Eva Kistemann: Gewerblich-industrielle Kulturlandschaft in Schutz- und Planungskonzepten Bergisch Gladbach 1820–1999, 1. Aufl. 2000
  • Manfred-Walter Kautz, Michael Werling: „Gegen das Vergessen“. Der alte ev. Friedhof an der Gnadenkirche in Bergisch Gladbach. Eine Dokumentation in Text, Bild und Zeichnung, Veröffentlichung der Fachhochschule Köln, Fakultät für Architektur und Band 42 der Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins Abteilung Rhein-Berg e. V., Köln 2004, ISBN 3-932326-42-3
  • Rheinisch-Bergischer Kalender Jahrbuch seit 1920
  •  Lydia Kieven: Kulturführer Rheinisch-Bergischer Kreis. Heider, Bergisch Gladbach 1998, ISBN 3-87314-334-8, S. 23–76.
  • Sabine Schachtner: Bergisch Gladbach und die Entwicklung der Papierindustrie in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert, Bergisch Gladbach 1998, ISBN 3-7927-1561-9
  • Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes – Die Grube Weiß. Bergisch Gladbach 2003, ISBN 3-00-011243-X
  • Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes, Band 2, Die Gruben auf den Gangerzlagerstätten im Erzrevier Bensberg. Köln 2004, ISBN 3-00-014668-7
  • Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Hans-Dieter Hilden, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes, Band 3, Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde. Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-49-0
  • Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Hans-Dieter Hilden, Herbert Ommer, Siegfried Raimann: Das Erbe des Erzes, Band 4, Der Lüderich, Bergisch Gladbach 2008, ISBN 3-932326-52-0
  • Herbert Stahl Die Wiesenwirtschaft an der Strunde. In: Heimat zwischen Sülz und Dhünn, Heft 3. Bergisch Gladbach 1996

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. a b Andree Schulte Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5
  3.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  4. Entwicklung der Glaubensgemeinschaften in Bergisch Gladbach von 1945 bis heute auf glaubengl.de
  5. Stadt Bergisch Gladbach Statistikdienststelle auf bergischgladbach.de
  6.  Rolf Nagel: Rheinisches Wappenbuch. Rheinland Verlag, Köln 1986, S. 197.
  7. Hauptsatzung der Stadt Bergisch Gladbach, § 2. Abgerufen am 7. Februar 2014.
  8. s. Flaggen und Banner und die dortigen Quellenangaben
  9. Städtepartnerschaften
  10. Marktplatz im Zeitraffer
  11. Sieben Sterne neu verteilt im Kölner Stadt-Anzeiger vom 8. November 2011
  12. „Bopp“ für „Kinder der Nacht“ auf Rhein-Berg-Online (Kölner Stadtanzeiger), Zugriff 26. Mai 2010
  13. Vinzenz von Zuccalmaglio:Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a.R., Köln 1846 S. 203f.
  14. Hauptschule Ahornweg Zugriff 27. Februar 2008
  15. Informationsseite zur Stadtbücherei
  16. Homepage des Luftsportvereins
  17. Homepage des SSV Jan Wellem 05

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bergisch Gladbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien