Friedel Lutz

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Friedel Lutz
Spielerinformationen
Voller Name Alfred Lutz
Geburtstag 21. Januar 1939
Geburtsort Bad VilbelDeutschland
Größe 180 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1950–1957 FV Bad Vilbel
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1957–1966
1966–1967
1967–1973
1973–1974
1974
Eintracht Frankfurt
TSV 1860 München
Eintracht Frankfurt
TuS Makkabi Frankfurt
SpVgg. Neu-Isenburg
198 (4)
11 (0)
126 (4)
? (?)
? (?)
Nationalmannschaft
1960–1966 Deutschland 12 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Alfred „Friedel“ Lutz (* 21. Januar 1939 in Bad Vilbel) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er wurde mit der deutschen Nationalmannschaft 1966 Vizeweltmeister und 1959 mit Eintracht Frankfurt Deutscher Meister.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Der Abwehrspieler begann seine Karriere 1950 beim FV Bad Vilbel. Danach wechselte er zu Eintracht Frankfurt, wo er seine größten Erfolge erzielte. Er kam in insgesamt 324 Ligaspielen für Frankfurt zum Einsatz (davon 200 Spiele in der Bundesliga und 124 Einsätze in der Oberliga). 1959 wurde er mit seinem Verein Deutscher Meister, nachdem die SGE im Finale der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft den Rivalen Kickers Offenbach mit 5:3 n. V. und Lutz' Mitwirken als Spieler besiegte.

Seine Frankfurter Zeit wurde von einem kurzen Intermezzo (Saison 1966/67) bei 1860 München unterbrochen. Für die „Löwen“ bestritt er elf Bundesligaspiele ohne Torerfolg. Danach kehrte er wieder zurück nach Frankfurt und spielte noch bis 1973 für die Eintracht. Seine Profilaufbahn war damit beendet.

Er heuerte danach noch bei den Mannschaften TuS Makkabi, SpVgg Neu-Isenburg und FC Rhein-Main an, Vereinen, die in der Regel für „einen guten Zweck“ antraten.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Während seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt trug er zwischen 1960 und 1966 zwölf Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft und wurde mit ihr 1966 in England Vizeweltmeister.

Trivia[Bearbeiten]

Lutz wird in der Presse als erster Spieler der Bundesliga-Geschichte geführt, der eine rote Karte erhielt. Grund hierfür war eine Tätlichkeit am 3. April 1971, als er seinem Braunschweiger Gegenspieler, der ihn zuvor gefoult hatte, in den Hintern trat.[1] Am 10. Oktober 1970 wurde jedoch bereits in Kaiserslautern Lothar Kobluhn als erster Spieler der Bundesliga von Schiedsrichter Dieter Heckeroth mit der Roten Karte vom Platz gestellt.[2][3] Somit war Lutz trotz anderslautender Berichte nicht der erste Rotsünder.

Erfolge[Bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten]

Liga (SKE) Spiele (Tore)
Bundesliga (I) 211 (4)
Oberliga (I) 124 (4)
Wettbewerb
DFB-Pokal 037 (0)

Nach dem Karriereende[Bearbeiten]

Von 1995 bis 2003 war er Zeugwart bei der SGE.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] spiegel.de
  2. »Unartikulierte Laute des Spielers Kobluhn«, abgerufen am 28. März 2014
  3. Sport+Spielverlag: "25 Jahre Fussball Bundesliga", S. 200