Willi Giesemann

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Willi Giesemann
Spielerinformationen
Geburtstag 2. September 1937
Geburtsort RühmeDeutschland
Größe 174 cm
Position Abwehr
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1956–1959
1959–1963
1963–1968
1968–1972
VfL Wolfsburg
FC Bayern München
Hamburger SV
HSV Barmbek-Uhlenhorst


104 (13)
Nationalmannschaft
1960–1965 Deutschland 14 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Willi „Tille“ Giesemann (* 2. September 1937 in Rühme) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er bestritt 14 Länderspiele für die deutsche Fußballnationalmannschaft und 104 Bundesligaspiele für den Hamburger SV.

Laufbahn[Bearbeiten]

Beginn der Karriere[Bearbeiten]

Der Abwehrspieler erlernte das Fußballspielen beim Wolfsburger Stadtteilverein TSV Sülfeld. Nach seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg 1956 spielte er zunächst in der Oberliga Nord, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Für Wolfsburg kam er in der Oberliga auf 57 Einsätze und 5 Tore. Er wechselte 1959 zum FC Bayern München in die Oberliga Süd, für den er in 113 Spielen 12 Tore schoss. Dort avancierte er zum Nationalspieler. Er debütierte am 11. Mai 1960 beim Freundschaftsspiel gegen Irland in Düsseldorf, das mit 0:1 verloren ging. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile gehörte er zum Aufgebot und kam zweimal zum Einsatz. Auch kam er 1959 und 1966 zu zwei Einsätzen in der Auswahl des norddeutschen Fußballverbands.

Bundesligaprofi beim Hamburger SV[Bearbeiten]

Vor der ersten Saison der Fußball-Bundesliga wechselte Giesemann 1963 zurück in den Norden Deutschlands zum Hamburger SV und gewann gleich den DFB-Pokal 1963 im Finale gegen Borussia Dortmund. Uwe Seeler erzielte in diesem Spiel alle drei Treffer zum 3:0-Erfolg der Hamburger. Für diesen Verein bestritt er bis 1968 104 Bundesligaspiele und erzielte dabei drei Tore. Er war zunächst Stammspieler, wurde aber durch eine schwere Verletzung zurückgeworfen, die er sich bei seinem letzten Länderspiel zuzog. Am 6. Juni 1965 brach ihm beim Freundschaftsspiel gegen Brasilien in Rio de Janeiro sein Gegenspieler Pelé durch ein Foul in der 87. Minute das Schienbein. Erst Ende Oktober konnte er wieder in der Bundesliga eingesetzt werden. Er etablierte sich schnell wieder und stand bereits vor der Nominierung für das Aufgebot zur Fußball-Weltmeisterschaft 1966, als ihm bei einem Turnier der Meniskus riss. Die anschließende Operation war nicht erfolgreich, sein Knie versteifte sich. In der folgenden Saison 1966/67 spielte Giesemann noch 19 Mal, 1967/68, als der HSV Vizemeister wurde, nur noch sechsmal.

Ende der Karriere[Bearbeiten]

Willi Giesemann wechselte 1969 in die zweitklassige Regionalliga Nord zum HSV Barmbek-Uhlenhorst.

Nach Ende seiner aktiven Laufbahn betrieb er 22 Jahre einen Lotto-Laden und übernahm dann ein Speiselokal in Hamburg-Wandsbek.

Er ist jetzt Rentner und lebt in Hamburg-Tonndorf.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]