Grebbestad

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Grebbestad
Wappen von Grebbestad
Grebbestad (Schweden)
Grebbestad
Grebbestad
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Västra Götalands län
Historische Provinz (landskap): Bohuslän
Gemeinde (kommun): Tanum
Koordinaten: 58° 41′ N, 11° 15′ O58.68333333333311.25Koordinaten: 58° 41′ N, 11° 15′ O
Einwohner: 1.401 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 1,20 km²
Bevölkerungsdichte: 1.168 Einwohner je km²

Grebbestad ist ein Ort (tätort) in der schwedischen Provinz Västra Götalands län und der historischen Provinz Bohuslän. Der Ort ist eines der populärsten Seebäder der Westküste. Einige Kilometer südlich liegt die Touristenanlage Tanumstrand. Es gibt immer noch mehrere Schleppnetzfischer, die Grebbestad als Heimathafen anlaufen. Ihr Fang besteht hauptsächlich aus Garnelen und aus Krebsen. Außerdem werden Austern und Hummer gefangen.

Es gibt auch eine Volkshochschule mit hauptsächlich handwerklicher Ausrichtung.

Die 1892 eingeweihte Granitkirche ist im neugotischen Stil erbaut.

Grebbestad

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet um Grebbestad war schon lange bewohnt. In der Nähe gibt es mehrere Relikte, wie zum Beispiel das Gräberfeld von Greby aus der Eisenzeit, ein Steinlabyrint und eine Wallburg.

Der heutige Ort Grebbestad wurde im 17. Jahrhundert zum ersten Mal genannt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Handel, die Schifffahrt, die Konservenindustrie und die Fischerei, Bauholz und Getreide wurden verschifft. Um 1870 wurde eine Konservenfabrik unterhalb des Stöberg gegründet. Am Ende des 19. Jahrhunderts begann die Steinmetzerei.

Heute spielt jedoch hauptsächlich der Tourismus eine wichtige Rolle, der auch die Haupteinnahmequelle für Grebbestad ist.

Die erste motorisierte Buslinie Schwedens, die 1911 eingeweiht wurde verkehrte zwischen dem Bahnhof Tanum und Grebbestad.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name „Grebbestad“ kommt von „Grebys Stad“, wobei „stad“ hier nicht Stadt sondern Bootsplatz bedeutet. „Greby“ stammt von dem altnordischen Wort „grjotby“, was „Stein“ oder „felsiger Untergrund“ bedeutet, ab.

Traditionelle Häuser in der Övre Långgatan

Kultur[Bearbeiten]

Bronzeskulptur von Evert Taube auf einem Sockel im Ortszentrum

Die Lyrikerin Ebba Lindqvist (1908-1995), nach der auch ein Platz in Grebbestad benannt ist, wuchs hier auf. Der Dichter Evert Taube verbrachte einen Sommer auf der Grebbestad vorgelagerten Insel Otterön.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grebbestad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Grebbestad – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.