Kaisergranat

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Kaisergranat
Langoustine Nephrops norvegicus 07062010 2.jpg

Kaisergranat (Nephrops norvegicus)

Systematik
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Großkrebse (Astacidea)
Überfamilie: Nephropoidea
Familie: Hummerartige (Nephropidae)
Gattung: Nephrops
Art: Kaisergranat
Wissenschaftlicher Name
Nephrops norvegicus
Linnaeus, 1758

Der Kaisergranat (Nephrops norvegicus) auch Kaiserhummer, Norwegischer Hummer oder Schlankhummer genannt, ist ein im Atlantik, dem Mittelmeer und der Nordsee lebender Zehnfußkrebs.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Wie bei allen Zehnfußkrebsen ist der langgestreckte Körper in Cephalothorax und Abdomen geteilt. Der Cephalothorax läuft vorn in einem gezackten Rostrum aus. Von unterhalb der Augen geht ein langes Fühlerpaar nach vorn ab. Die ersten drei Schreitbeinpaare tragen Scheren, von denen die vordersten besonders groß und lang ausgebildet sind. Der Hinterleib ist deutlich gegliedert, mit Schwimmbeinen versehen und endet in einem Schwanzfächer, mit dessen Hilfe sie im Gefahrenfall schnell rückwärts fliehen können. Weibchen werden bis zu 20 Zentimeter, Männchen bis zu 24 Zentimeter lang. Heutzutage gefangene Exemplare sind selten über 15 Zentimeter lang.

[Bearbeiten] Lebensweise

Kaisergranat in seiner Lebensumgebung

Die Tiere leben auf Weichböden, in 40 bis 250 Metern Tiefe, in selbstgegrabenen Gängen. Sie verlassen ihr Versteck nur nachts zur Nahrungssuche. Die Weibchen produzieren jedes zweite Jahr von März bis November bis zu 4.000 Eier, die erst beim Anheften an den Unterleib befruchtet werden. Die Eier verbleiben acht bis neun Monate an diesem Ort.

[Bearbeiten] Wirtschaftliche Nutzung

Im kulinarischen Bereich gilt der Hinterkörper als Delikatesse. Die Scheren enthalten vor allem bei älteren Exemplaren hervorragendes Fleisch. Kaisergranat hat demzufolge einen hohen Marktwert und wird stark befischt. Die Fischerei auf Kaisergranat steht wegen des hohen Anteils an Beifang unter Kritik. So entsteht beim Fang in der Nordsee über 50 Prozent Beifang.[1]

[Bearbeiten] Name

Der Kaisergranat wird unter verschiedenen, teils irreführenden Bezeichnungen angeboten. In Frankreich heißt er «langoustine», was ihn sprachlich in die Nähe der (viel teureren) Languste bringt. Im deutschen Sprachraum werden aus dem gleichen Grund die Schwänze des Kaisergranats gerne als „Langustenschwänze“ angeboten. Ebenso irreführend ist die Bezeichnung „Kaiserhummer“. In Italien heißt das Tier scampo (Plural scampi). Wenn im deutschen Sprachraum „Scampi“ angeboten werden, handelt es sich jedoch oft um Garnelen, zu deren Gruppe der Kaisergranat nicht gezählt wird.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Nephrops norvegicus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. WWF Beifang-Kampagne 2008/2009: Meerestiere sind kein Müll! (PDF-Datei, 140 Kb, abgerufen am 24. Februar 2011)
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