Gustav Metzger
Gustav Metzger (* 10. April 1926 in Nürnberg) ist ein deutscher Künstler (Malerei, Fotografie, Installationen, Performances, Aktionen, Texte, Manifeste, politische Aktionen).
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Leben [Bearbeiten]
Gustav Metzger wurde als Sohn orthodoxer Juden geboren und überlebte den Holocaust durch eine Rettungsaktion des Refugee Children Movements in England.
Er studierte Kunst an der Cambridge School of Art in London. Er war auch aktives Mitglied der Campaign for Nuclear Disarmament.
Werk [Bearbeiten]
Gustav Metzger ist ein Vertreter der Aktionskunst. In seinem Werk thematisiert er das Destruktionspotential des 20. Jahrhunderts, speziell übt er Kritik am kapitalistischen System und am Kunstbetrieb. Er gilt als Erfinder der „Auto Creative Art“, „Auto Destructive Art“, „kinetische Gemälde“ und „Historic Photographs“.
Ausstellungen [Bearbeiten]
- 1959 Monmouth Street, London
- 1960 „Manifest der autodestruktiven Kunst“
- 1962 ICA, London: „Fluxus“
- 1966 Organisation des „DIAS - Destruction in Art Symposium“, Teilnahme von Vertretern des Wiener Aktionismus und Künstlern der Fluxus-Bewegung, Dichter, Musiker und Psychologen, unter ihnen John Lennon und Yoko Ono, u. a. Stellungnahme zum Vietnamkrieg
- 1972 Documenta 5 in Kassel in der Abteilung Individuelle Mythologien
- 1998 Retrospektive Oxford Museum of Modern Art, Oxford
- 1999 Kunsthalle Nürnberg; Spacex Gallery, Exeter
- 2002 Kunstmuseum Wolfsburg
- 2003 Biennale Venedig; Biennale Lyon; South London Gallery, London
- 2004 Tate Britain, London
- 2005 Generali Foundation, Wien
- 2009 Serpentine Gallery, London
- 2012 Documenta 13 in Kassel
- 2012 Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg i. Br
- 2013 musée d’art contemporain, Lyon
Öffentliche Sammlungen [Bearbeiten]
Trivia [Bearbeiten]
Pete Townshend, ein Student Metzgers am Ealing Art College, begründete die Zerstörungswut der englischen Band The Who mit Metzgers Konzept der Autodestruktiven Kunst.[1]
Publikationen [Bearbeiten]
- Gustav Metzger – Years without Art. Hrsg.: Samuel Dangel, Freiburg im Breisgau, modo, 2012 ISBN 978-3-86833-101-1
- Sabine Breitwieser (Hrsg.): Gustav Metzger. Geschichte Geschichte. (Ausstellung 11. Mai bis 28. August 2005 Generali Foundation, Wien). Hatje Cantz, Ostfildern 2005, ISBN 3-7757-1649-1 (Hatje Cantz), ISBN 3-901107-46-0 (Generali Foundation. (Literaturverzeichnis S. 285 - 301, Vorwort von Dietrich Karner, Einleitung von Sabine Breitwieser, Texte von Justin Hoffmann, Gustav Metzger, Kristine Stiles, Andrew Wilson, mit 35 Farb- und 150 s/w-Abbildungen).
- Gustav Metzger; Hans Ulrich Obrist: Gustav Metzger - Hans Ulrich Obrist. König, Köln 2008, ISBN 978-3-86560-498-9.
- Manifeste, Schriften, Konzepte. Schreiber, München 1997, ISBN 3-88960-040-9 .
- Damaged nature, autodestructive art. Coracle, London 1996, ISBN 0-906630-05-3 (Text: Gustav Metzger. Essays: Andrew Wilson, Clive Phillpot).
- Gustav Metzger – Years without Art. Hrsg.: Dangel, Samuel und Schmeling, Sören. Texte von Dangel, Samuel, Texte von Morat, Franz Armin Texte von Schmeling, Sören. modo Verlag Freiburg 2012 ISBN 978-3-86833-101-1.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Gustav Metzger im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Portrait auf Artefacts.net
- Kommentar in Welt Online
- Manifeste (engl.)
- Artikel in der Jungle World
- Anna Artaker über Gustav Metzger in Bildpunkt. Zeitschrift der IG Bildende Kunst, Wien
- Ein Projekt von Gustav Metzger im Rahmen von Skulptur Projekte Münster 07
- Materialien von und über Gustav Metzger im documenta-Archiv
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ „Pete Townshend, der berüchtigte „Gitarrenzertrümmerer“ der Rockband The Who, bezeichnet ihn als seinen „Lehrer“. www.kunstaspekte.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Metzger, Gustav |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Künstler |
| GEBURTSDATUM | 10. April 1926 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |