Hărău

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Hărău
Haren
Haró
Hărău führt kein Wappen
Hărău (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Hunedoara
Koordinaten: 45° 54′ N, 22° 57′ O45.90055555555622.956944444444203Koordinaten: 45° 54′ 2″ N, 22° 57′ 25″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 203 m
Fläche: 49,86 km²
Einwohner: 2.231 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 337265
Telefonvorwahl: (+40) 02 54
Kfz-Kennzeichen: HD
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Hărău, Banpotoc, Bârsău, Chimindia
Bürgermeister: Ioan Dorin Jibetean (USL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 69
loc. Hărău, jud. Hunedoara, RO–337265
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: Gemeindefest am letzten Sonntag im Juni/November

Hărău [ˈhɘrɘu] (veraltet Harou; deutsch Haren, ungarisch Haró oder Harró) ist eine Gemeinde im Kreis Hunedoara in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Lage von Hărău im Kreis Hunedoara

Die Gemeinde Hărău liegt im Südwesten Siebenbürgens, westlich vom Siebenbürgischen Becken (Podișul Transilvaniei). Im Mureș-Tal und an der Kreisstraße (drum județean) DJ 107A gelegen, befindet sich der Ort etwa zehn Kilometer nordwestlich von der Kleinstadt Simeria; die Kreishauptstadt Deva (Diemrich) befindet sich ca. 15 Kilometer südwestlich von Hărău entfernt. Etwa nur die Hälfte der Verbindungsstraßen zwischen den Orten der Gemeinde sind asphaltiert. Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Chimindia sind Vorkommen von kohlensäurehaltige Mineralquellen(45.9019222.98257) und in Banpotoc (Bonbach) im Vărmagaer-Tal (Vărmaga, ein rechter Nebenfluss des Mureș) Travertin und Marmor zu erwähnen.

Auf dem Areal der Gemeinde soll die rumänische A1 verlaufen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Hărău wurde erstmals 1360 urkundlich erwähnt.[2] Die Geschichte der Besiedlung der Region reicht jedoch weit mehr zurück. Auf dem Areal des Ortes – von den Einheimischen Cetate (Földvár) genannt – wurden nach Angaben von G. Téglás, I. Marţian und M. Roska Funde welche in Frühbronzezeit deuten, gemacht. Diese befinden sich zurzeit im Museum in Deva.[3]

Constantin Brâncuși verwendete für viele seiner Skulpturen Marmor aus den Steinbrüchen in Banpotoc.[2]

Die Hauptbeschäftigungen der Bevölkerung sind die Holzverarbeitung, die Landwirtschaft, die Mineralwasserabfüllung und die Arbeiten im Steinbruch.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 2.263 Menschen. 1.844 davon waren Rumänen, 344 Magyaren, 74 waren Roma und elf ohne Angaben. Die höchste Einwohnerzahl (2.951) wurde 1910 erreicht. Die höchste Anzahl der Rumänen (2511) wurde 1956, die der Magyaren (400) 1880, die der Roma 1850 und die der Deutschen (26) wurde 1880 ermittelt. Darüber hinaus bezeichneten sich 1880 je ein Einwohner als Slowake und als Serbe und 1956 einer als Ukrainer.[4] Bei der Volkszählung 2011, wurden in 905 Haushalten der Gemeinde, 2231 Menschen gezählt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Kirche Sf. Dumitru in Hărău, etwa 1700 errichtet, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Die Kirche Sf. Nicolae in Bârsău (ung. Berekszó),[6] im 16. Jahrhundert errichtet und der Turm im 19. Jahrhundert erneuert, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Die Kirche in Chimindia (Sehenswürdigkeit ?),[7] im 19. Jahrhundert errichtet und den Bildern nach zu urteilen, ist diese seit etwa 2009 dem Zerfall überlassen.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hărău – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  3. Institute Of Archaeology − Hărău, abgerufen am 26. Mai 2013 (rumänisch)
  4. Volkszählung, letzte Aktualisierung 2. November 2008, S. 101 (ungarisch; PDF; 1,1 MB)
  5. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert, abgerufen am 27. Mai 2013 PDF 7,10 MB
  6. Die Kirche Sf. Nicolae in Bârsău beim Institut für Kultur und Denkmalpflege in Hunedoara, abgerufen am 27. Mai 2013 (rumänisch)
  7. Die Kirche in Chimindia bei cimec.ro