Hannah Kearney

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hannah Kearney Freestyle-Skiing
Hannah Kearney
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 26. Februar 1986
Geburtsort Hanover, NH
Größe 167 cm
Gewicht 66 kg
Karriere
Disziplin Moguls, Dual Moguls
Verein Waterville Valley BBTS
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 2 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
Junioren-WM 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold Vancouver 2010 Moguls
Bronze Sotschi 2014 Moguls
FIS Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften
Gold Ruka 2005 Moguls
Bronze Inawashiro 2009 Dual Moguls
Silber Deer Valley 2011 Moguls
Bronze Deer Valley 2011 Moguls
Gold Voss 2013 Moguls
Bronze Voss 2013 Moguls
JuniorenweltmeisterschaftVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold Marble Mountain 2003 Moguls
Gold Marble Mountain 2003 Dual Moguls
Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
 Debüt im Weltcup 11. Januar 2003
 Weltcupsiege 42
 Gesamtweltcup 1. (2010/11, 2011/12, 2013/14)
 Moguls-Weltcup 1. (2008/09, 2010/11, 2011/12,
2012/13, 2013/14)
 Dual-Moguls-Weltcup 6. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Moguls 26 7 11
 Dual Moguls 16 1 2
letzte Änderung: 23. März 2014

Hannah Angela Kearney (* 26. Februar 1986 in Hanover, New Hampshire) ist eine US-amerikanische Freestyle-Skierin. Sie ist auf Moguls und Dual Moguls (Buckelpiste) spezialisiert und gehört in diesen Disziplinen zu den weltweit erfolgreichsten Athletinnen. Sie war einmal Olympiasiegerin, zweimal Weltmeisterin, dreimal Siegerin der Gesamtwertung des Freestyle-Skiing-Weltcup sowie fünfmal Gewinnerin der Disziplinenwertung.

Biografie[Bearbeiten]

Kearney erlernte das Skifahren im Alter von zwei Jahren. In der High School gehörte sie sowohl im Fußball als auch in der Leichtathletik den Auswahlmannschaften des Staates Vermont an. Ab Dezember 2001 nahm sie an Freestyle-FIS-Rennen teil. 2003 gewann sie sowohl den Moguls- als auch den Dual-Moguls-Juniorenweltmeistertitel. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 kam sie als Vorfahrerin zum Einsatz.[1]

Ihr Debüt im Weltcup hatte Kearney am 11. Januar 2003 in Mont Tremblant, wo sie Platz 26 erreichte. Nur vier Wochen später stieß sie in Steamboat Springs erstmals unter die besten zehn vor. Die Saison 2003/04 begann sie mit einem dritten Platz in Åre, dem mehrere weitere Podestplätze folgten. Der erste Weltcupsieg gelang ihr am 22. Februar 2004 in Naeba, dem sie zwei Wochen später einen zweiten folgen ließ. Damit hatte sie sich bereits als 17-jährige endgültig an der Weltspitze etabliert. In der Weltcupsaison 2004/05 stand Kearney weitere vier Mal auf dem Podest, ohne jedoch gewinnen zu können. Der einzige Sieg der Saison gelang ihr bei der Weltmeisterschaft 2005 in Ruka, wo sie die Goldmedaille in der Disziplin Moguls gewann.

In der Weltcupsaison 2005/06 gewann Kearney ein Rennen und stand weitere drei Mal auf dem Podest. Die Olympischen Winterspiele 2006 endeten jedoch mit einer Enttäuschung: Wegen einer unsauberen Landung erreichte sie im Qualifikationsdurchgang lediglich den 22. Platz und konnte nicht im Finale antreten. Nach zwei dritten Plätzen musste sie die Weltcupsaison 2006/07 vorzeitig beenden, nachdem sie während des Trainings im linken Knie das Kreuzband gerissen hatte. Kurz nach Beginn der Saison 2007/08 erlitt sie eine Gehirnerschütterung und musste erneut zwangsweise pausieren.[2]

Kearney gelang in der Saison 2008/09 ein eindrückliches Comeback. Sie gewann das erste Weltcuprennen nach ihrer Verletzungspause und gewann in der Folge zwei weitere. Mit insgesamt sechs Podestplätzen entschied sie vor Jennifer Heil und Margarita Marbler die Disziplinenwertung für sich, im Gesamtweltcup kam sie auf den zweiten Platz. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Inawashiro wurde sie Dritte in der Disziplin Dual Moguls. In der Weltcupsaison 2009/10 entschied Kearney vier Wettbewerbe für sich und klassierte sich in der Disziplinenwertung auf den dritten Platz. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 gewann sie die Goldmedaille auf der Buckelpiste.

In der Saison 2010/11 schien Kearney fast unschlagbar. Mit neun Siegen und einem zweiten Platz entschied sie mit großem Vorsprung sowohl die Gesamtwertung als auch die Moguls-Disziplinenwertung des Weltcups für sich. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Deer Valley musste sie sich jedoch im Moguls-Wettbewerb knapp ihrer härtesten Rivalin Jennifer Heil geschlagen geben. Im Dual-Moguls-Wettbewerb gewann sie die Bronzemedaille. Auch in der Saison 2011/12 dominierte Kearney die Konkurrenz fast nach Belieben. Sie erzielte elf Weltcupsiege, davon neun in Folge. Ihr schlechtestes Saisonergebnis war ein fünfter Platz. Überlegen entschied sie sowohl die Gesamtweltcupwertung als auch die Moguls-Weltcupwertung für sich.

Im Oktober 2012 stürzte Kearney beim Training in Zermatt und brach sich dabei zwei Rippen. Aus diesem Grund verpasste sie den Beginn der Saison 2012/13.[3] Mit einigen Wochen Verzögerung nahm sie die Weltcupsaison 2012/13 in Angriff und konnte sechs weitere Siege feiern. Kurz vor Saisonende gelang es ihr, die bisher führende Kanadierin Justine Dufour-Lapointe zu überholen, woraufhin sie die Disziplinenwertung zum vierten Mal für sich entschied. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Voss gewann sie zum zweiten Mal die Moguls-Goldmedaille, hinzu kam die Dual-Moguls-Bronzemedaille.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi konnte Kearney ihren Erfolg von 2010 nicht wiederholen und gewann als Drittplatzierte die Bronzemedaille. Erfolgreicher war sie im Weltcup, wo sie sich ein spannendes Duell mit Justine Dufour-Lapointe lieferte: Mit insgesamt fünf Siegen und drei weiteren Podestplätzen sicherte sie sich zum vierten Mal in Folge die Moguls-Disziplinenwertung und zum dritten Mal die Gesamtweltcupwertung.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten]

  • Marble Mountain 2003: 1. Moguls, 1. Dual Moguls

Weltcupwertungen[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Kearney errang bis jetzt 63 Podestplätze, davon 42 Siege:

Datum Ort Land Disziplin
22. Februar 2004 Naeba Japan Moguls
7. März 2004 Airolo Schweiz Moguls
14. Dezember 2005 Tignes Frankreich Moguls
18. Dezember 2008 Méribel Frankreich Dual Moguls
29. Januar 2009 Deer Valley USA Moguls
14. Februar 2009 Åre Schweden Dual Moguls
12. Dezember 2009 Suomu Finnland Moguls
21. Januar 2010 Lake Placid USA Moguls
12. März 2010 Åre Schweden Moguls
13. März 2010 Åre Schweden Dual Moguls
11. Dezember 2010 Ruka Finnland Moguls
21. Dezember 2010 Beida Lake China Moguls
22. Januar 2011 Lake Placid USA Moguls
23. Januar 2011 Lake Placid USA Moguls
29. Januar 2011 Calgary Kanada Moguls
26. Februar 2011 Mariánské Lázně Tschechien Dual Moguls
11. März 2011 Åre Schweden Moguls
12. März 2011 Åre Schweden Dual Moguls
20. März 2011 Myrdalen-Voss Norwegen Dual Moguls
10. Dezember 2011 Ruka Finnland Moguls
20. Dezember 2011 Méribel Frankreich Dual Moguls
14. Januar 2012 Mont Gabriel Kanada Dual Moguls
19. Januar 2012 Lake Placid USA Moguls
28. Januar 2012 Calgary Kanada Moguls
2. Februar 2012 Deer Valley USA Moguls
4. Februar 2012 Deer Valley USA Dual Moguls
12. Februar 2012 Beida Lake China Moguls
18. Februar 2012 Naeba Japan Moguls
9. März 2012 Åre Schweden Moguls
10. März 2012 Åre Schweden Dual Moguls
17. Januar 2013 Lake Placid USA Moguls
1. Februar 2013 Deer Valley USA Moguls
2. Februar 2013 Deer Valley USA Dual Moguls
15. Februar 2013 Sotschi Russland Dual Moguls
16. März 2013 Åre Schweden Dual Moguls
25. März 2013 Sierra Nevada Spanien Dual Moguls
15. Dezember 2013 Ruka Finnland Moguls
9. Januar 2014 Deer Valley USA Moguls
11. Januar 2014 Deer Valley USA Moguls
2. März 2014 Inawashiro Japan Dual Moguls
16. März 2011 Myrdalen-Voss Norwegen Dual Moguls
21. März 2014 La Plagne Frankreich Dual Moguls

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

  • 3 US-amerikanische Meistertitel (2006 Moguls und Dual Moguls, 2010 Moguls)
  • 1 Sieg in FIS-Rennen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hannah Kearney. usskiteam.com, 2009, abgerufen am 3. Oktober 2012 (englisch).
  2. One step at a time. teamusa.org, 16. Juni 2009, abgerufen am 5. Februar 2010 (englisch).
  3. Kearney recovering in Swiss hospital after training crash. skiracing.com, 7. Oktober 2012, abgerufen am 15. Dezember 2012 (englisch).