Hans von Tettau

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Hans von Tettau (* 30. November 1888 in Bautzen; † 30. Januar 1956 in Mönchengladbach) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Infanterie während des Zweiten Weltkriegs.

Leben[Bearbeiten]

Hans von Tettau trat 1909 als Fähnrich in die Königlich Sächsische Armee ein. 1910 wurde er zum Leutnant befördert. Er nahm in verschiedenen Funktionen am Ersten Weltkrieg teil und war zuletzt Kompanieführer. Er wurde während des Krieges zum Oberleutnant und Hauptmann befördert. Nach der Übernahme in die Reichswehr war er im 10. Infanterie-Regiment als Chef einer Maschinengewehr-Kompanie eingesetzt. Ab 1932 wurde er als Kommandeur des Ausbildungs-Bataillons vom 10. Infanterie-Regiment verwendet. 1934 wurde er zum Oberstleutnant befördert. 1935 wurde Tettau zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 101 ernannt und 1936 zum Oberst befördert. Als Kommandant dieser Einheit nahm er am Polenfeldzug teil. Am 1. März 1940 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor. Noch als Kommandeur der Infanterie-Regiment 101 nahm er am Westfeldzug teil. Die deutsche 24. Infanterie-Division der Wehrmacht stand vom 14. Juni 1940 bis zum 23. Februar 1943 unter seinem Kommando. Mit der 24. Infanterie-Division nahm er als Teil der Heeresgruppe Süd am Angriff auf die Sowjetunion teil. Er wurde am 1. März 1942 zum Generalleutnant befördert. Am 5. Mai 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Für die Leistungen seiner Division bei der Eroberung der Festung Sewastopol wurde er am 3. September 1942 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 24. Februar 1943 wurde er in die Führerreserve des OKH versetzt. Am 1. September 1943 wurde er zum Ausbildungsleiter und Führer des Ausbildungsstabes z.b.V. in den Niederlanden ernannt. Von September 1943 bis Ende 1944 war er auch Leiter der SS-Schule in Arnheim. Als die alliierte Operation Market Garden begann, formte er aus Ausbildungseinheiten die Kampfgruppe von Tettau, die die Briten in und um Oosterbeek von Westen aus angriffen.[1] Obwohl in den Einheiten fast nur junge, unerfahrene Soldaten dienten, gelang es ihnen teilweise, die Landezonen zu besetzen und den Kessel bei Oosterbeek von der West- und Nordwestseite zu halten. Von Januar 1945 bis Mitte März des Jahres war er der Kommandeur der Korpsgruppe von Tettau in Hinterpommern. Er wurde mit der Korpsgruppe bei Kolberg eingeschlossen. Mit Teilen seiner Einheit gelang ein Durchbruch nach Westen. Am 16. März 1945 erfolgte die Beförderung zum General der Infanterie. Am gleichen Tag wurde Tettau in die Führerreserve versetzt. Am 5. April 1945 wurde er für seine Führungsleistung mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Bei der Kapitulation der Wehrmacht wurde er durch die westliche Besatzungstruppen gefangen genommen und Mitte 1947 aus der Gefangenschaft entlassen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephen Badsey: The Hutchinson Atlas of World War II Battle Plans. S. 205, abgerufen am 23. November 2012
  2. a b c d e f Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Mittler & Sohn Verlag, Berlin, S.130
  3. a b Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.740