Harzer Hexenstieg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Start in Osterode am Harz
Dammgraben
Blick auf Altenau vom Grabenhaus Rose
Der Brocken

Der Harzer Hexenstieg (offizielle Schreibweise: Harzer-Hexen-Stieg) ist ein knapp 100 km langer Wanderweg, der von Osterode durch den Harz über den Brocken nach Thale führt. Er ist ein Projekt von Harzer Tourismusverband e.V. und Harzklub und einbezogen in das System der Harzer Wandernadel. Der seit 2007 zertifizierte Qualitätswanderweg verbindet die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und führt durch die Landkreise Osterode, Goslar und Harz. Der Harzer-Hexen-Stieg durchquert zwischen Altenau und Drei-Annen-Hohne den Nationalpark Harz. Im Herbst 2013 feierte der mitteldeutsche Fernwanderweg sein 10-jähriges Bestehen.

2012 wurde erstmals auf dem Hexenstieg der Hexenstieg-Ultralauf ausgetragen, ein Ultramarathon über 216 km.[1]

Wanderweg[Bearbeiten]

Der Hexenstieg führt von Osterode über Lerbach nach Buntenbock, einen von den Oberharzer Teichen umgebenen Ortsteil von Clausthal-Zellerfeld. Die Oberharzer Teiche sind Bestandteil des Oberharzer Wasserregales, zu dem auch der Dammgraben gehört.

Dem Dammgraben folgend passiert der Weg das Dammhaus sowie das zu Altenau gehörende Grabenhaus Rose. Vorbei am Förster-Ludwig-Platz und Nabentaler Wasserfall erreicht der Weg über die Steile Wand Torfhaus.

In Torfhaus teilt sich der Hexenstieg:

Die Hauptroute führt über den Goetheweg auf den Brocken, teilweise parallel zur Brockenbahn und von dort nach Königshütte.

Eine Alternativroute umgeht den Brocken und führt zu weiteren Einrichtungen des Oberharzer Wasserregals wie dem Oderteich und dem Rehberger Graben. Über Sankt Andreasberg und Braunlage erreicht der Weg wieder die Hauptroute.

Von Königshütte aus führen zwei Alternativrouten nach Altenbrak. Ein Weg geht über Rübeland entlang der Rübelandbahn, der andere verläuft an der Rappbode-Talsperre vorbei.

Von Altenbrak geht der Weg weiter über Treseburg, wo der Bode-Selke-Stieg abzweigt, nach Thale, wo der Harzer Hexenstieg endet.

Der Name des Wanderweges leitet sich davon ab, dass außer dem Brocken und dem Hexentanzplatz in Thale auch weitere mystische Stätten wie der Bruchberg oder Braunlage passiert werden.

Unterkünfte[Bearbeiten]

Man bewältigt die Wanderung entlang dem Harzer Hexenstieg keinesfalls an einem Tag. Das ist angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten am Wege auch gar nicht Sinn der Wanderung. Diese führt sowohl durch die unberührte Natur als auch durch alte Kulturlandschaften und Gemeinden. Es bieten sich daher etliche Herbergen und Rucksackquartiere für einen Zwischenstopp an:

  • Osterode
  • Buntenbock
  • Altenau
  • Torfhaus
  • Brocken
  • Drei Annen Hohne

oder

  • Sankt Andreasberg
  • Braunlage
  • Elend
  • Königshütte
  • Thale

Alternativ können auch die Schutzhütten und harztypischen Köten für eine Übernachtung auf dem Harzer-Hexen-Stieg genutzt werden. Lediglich auf dem Abschnitt im Nationalpark Harz ist dies nicht erlaubt.

Wandernadel[Bearbeiten]

Es existiert eine Wandernadel „Harzer Hexenstieg“ für die insgesamt 11 Stempel der Harzer Wandernadel im Zusammenhang mit dem Harzer Hexenstieg vorzuweisen sind.[2]

Wanderkarten und Literatur[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

  • Der Harzer Hexenstieg. Dokumentarfilm, Deutschland, 2008, 43:30 Min., Buch und Regie: Johannes Höflich, Produktion: WDR, Reihe: Wanderlust, Erstsendung: 12. Mai 2008 beim WDR, Inhaltsangabe vom WDR.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website des Hexenstieg-Ultralaufs
  2. www.harzer-wandernadel.de, abgerufen am 13. September 2012