Hinnøya

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Hinnøya
Sigerfjord auf der Westseite von Hinnøya
Sigerfjord auf der Westseite von Hinnøya
Gewässer Europäisches Nordmeer
Inselgruppe Lofoten und Vesterålen
Geographische Lage 68° 32′ N, 15° 50′ O68.53333333333315.8333333333331262Koordinaten: 68° 32′ N, 15° 50′ O
Lage von Hinnøya
Länge 52 km
Breite 45 km
Fläche 2204,7 km²
Höchste Erhebung Møysalen
1262 moh.
Einwohner 31.851
14 Einw./km²
Hauptort Harstad
Hinnøya's Südosten im April
Hinnøya's Südosten im April

Hinnøya ist mit 2.204 km² Fläche die größte Insel vor der Küste Norwegens. Mit Ausnahme der Inselgruppe Spitzbergen ist sie die größte norwegische Insel. Hinnøya ist bewohnt, neben der größten Siedlung Harstad gibt es einige kleinere Dörfer. Sie ist eine der einwohnerreichsten Inseln in Norwegen.

Der Ort Digermulen am Südende der Insel übte eine starke Anziehungskraft auf Kaiser Wilhelm II. aus. Er reiste seit 1890 mehrmals mit seinem Gefolge hierhin und bestieg die Bergkuppe Digermulenkollen, die eine großartige Aussicht auf den Vestfjord und auf den Raftsund bietet. Er errichtet hier eine Varde. Die Bergkuppe heißt seitdem Keiservarden. Zahlreiche deutsche Touristen folgten seinen Spuren.

Geografie[Bearbeiten]

Die Insel im Europäischen Nordmeer wird von mehreren Fjorden geteilt; die Landschaft ist bergig. Im Süden der Insel liegt der Møysalen, mit 1.262 m Höhe ihr höchster Berg. Die landwirtschaftliche Nutzung konzentriert sich auf den Nordosten um Harstad und Kvæfjord.

Die Verbindung zum Festland wird durch die ungefähr einen Kilometer lange Tjeldsundbrücke über den Tjeldsund hergestellt. Im Westen führt die Sortlandbrücke auf die benachbarte Insel Langøya und im Norden die Andøybrücke auf die Insel Andøya. Alle drei Inseln gehören geographisch zur Inselgruppe Vesterålen.

Politische Einteilung[Bearbeiten]

Hinnøya liegt ungefähr zur Hälfte im Fylke Troms (Harstad und Kvæfjord) und zur Hälfte in Nordland (Andøy, Hadsel, Lødingen, Sortland und Tjeldsund). Der Westen von Hinnøya wird der Inselgruppe der Vesterålen zugerechnet, die südwestliche Spitze gilt als Teil der Lofoten, weil sie früher nur mit dem Boot von Svolvær aus erreichbar war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Güßfeldt: Kaiser Wilhelms II. Reisen nach Norwegen, Berlin, 1892, S. 316-320

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hinnøya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien