Hořovice

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Hořovice
Wappen von Hořovice
Hořovice (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Beroun
Fläche: 954,5552[1] ha
Geographische Lage: 49° 50′ N, 13° 54′ O49.83611111111113.903055555556375Koordinaten: 49° 50′ 10″ N, 13° 54′ 11″ O
Höhe: 375 m n.m.
Einwohner: 6.851 (1. Jan. 2014) [2]
Postleitzahl: 268 01
Kfz-Kennzeichen: S
Verkehr
Bahnanschluss: Praha–Plzeň
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Ondřej Vaculík (Stand: 2013)
Adresse: Palackého náměstí 2
268 01 Hořovice
Gemeindenummer: 531189
Website: www.mesto-horovice.cz
Lageplan
Lage von Hořovice im Bezirk Beroun
Karte

Hořovice (deutsch Horschowitz, Horowitz) ist eine Stadt im Okres Beroun in Tschechien.

Geographie[Bearbeiten]

Sie liegt an der natürlichen Grenze der Landschaftsgebiete Pürglitzer Wald (Křivoklátsko), des Böhmisches Karstes (Český kras) und dem Vorgebirge des Brdywaldes auf halber Strecke zwischen Prag und Pilsen. Südlich der Stadt erheben sich der Sibenicní kopec (Galgenberg) und der Dražovka (Drazkowka-Berg). Durch die Stadt fließt der Červený potok (Rote Bach), welcher bei Zdice in die Litavka mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Neues Schloss

Nach Auswertung der archäologischen Funde begann die Besiedlung des heutigen Stadtgebietes im 10. Jahrhundert. An der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert wurde sie im Zusammenhang mit der Entstehung des Handelshofes wesentlich intensiviert. Dieser Handelshof wurde später zur gotischen Stadtburg umgebaut (das heutige Alte Schloss). Nach dieser Siedlung und dem Dorf Hořovice benannte sich das Geschlecht der Herren von Hořovice. Erstmals wurden mit diesem Titelzusatz Gebrüder Neostup und Habart im Jahre 1233 erwähnt.

1322 wurde Hořovice zur Stadt erhoben. Die ältere Burg und die Kirche blieben damals außerhalb der Stadtmauer.

1425 wurde die Stadt von den Pragern nach deren Belagerung von Schebrak und Totschnik in Brand gesteckt. 1430 überfielen diesmal die Taboriten unter Czert den Ort.

Ab Januar 1830 war Graf Eugen von Wrbna und Freudenthal der Besitzer der Herrschaft Horschowitz und Ginetz, zu der auch die Güter Komorau, Bezdietitz und Waldek zählten.

Die Zweiteinteilung der Siedlungseinheit in die Stadt Hořovice und die Gemeinde Groß Wiska (Velká Víska) bestand bis in das 20. Jahrhundert fort. Erst im Jahre 1919 wurde Velká Víska in die Stadt Hořovice eingemeindet.

Bis 1960 war Hořovice der Sitz des Okres Hořovice.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Stadt hat 6.695 tschechische Einwohner (31. Dezember 2007).

Jahr 1848 1868 1970 1980 1991 2001 2003
Einwohnerzahl 2784 2950 5675 5619 6395 6374 6431

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Für die Stadt Hořovice sind keine Ortsteile ausgewiesen. Hořovice besteht aus den Katastralbezirken Hořovice und Velká Víska.[3] Die zwölf Grundsiedlungseinheiten sind: Dražovka, Hořovice-historické jádro, Pod Dražovkou, Pod zámkem, Sídliště, Sklenářka, Šibeniční kopec, U cihelny, U Červeného potoka, U podlužské silnice, Višňovka und Zámek.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die ältesten Gebäude sind neben den Überresten der alten Burg die Heilige Aegidius Kirche. Bedeutendstes Baudenkmal ist das Schloss Hořovice, welches Anfang des 18. Jahrhunderts unter Fürst Johann Franz von Wrbna erbaut wurde. Im Jahr 1905 wurde das neue Rathaus errichtet.

Rathaus
  • Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (Stadtkirche erbaut 1684)
  • Franziskanerkloster
  • Loretto-Kapelle
  • Schlosskapelle

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof

Hořovice ist das Produktions-, Verwaltungs- und Kulturzentrum des Gebietes. Traditionell war hier vor allem die Eisengießerei und Metallverarbeitung vertreten.

Der Bahnhof Hořovice befindet sich an der Böhmischen Westbahn, der heutigen Bahnstrecke Praha–Plzeň. Neben dem Regionalverkehr halten hier auch die Schnellzüge von Prag über Pilsen nach Eger, sowie die internationalen Verbindungen weiter nach Nürnberg oder München.

Oberhalb des Stadtzentrums gibt es einen Busbahnhof am Božena-Němcova-Platz.

Etwa 6 km entfernt verläuft die Autobahn von Pilsen nach Prag (Dálnice 5).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Elisabeth von Görlitz (1390-1451), Herzogin von Luxemburg
  • Anton Nedved (1829-1896), Musikpädagoge in Laibach/Ljubljana
  • Josef Labor (1842-1924), österreichischer Komponist und Pianist
  • Jaroslav Panuška (1872-1958), Maler
  • Karl Tschuppik (1876-1937), Journalist
  • Karel Sezima (1876-1949), Schriftsteller
  • Otto Hönigschmid (1878-1945), Chemiker
  • František Josef Prokop (1901-1973), Schachkomponist und Schachspieler
  • Miloslav Troup (1917-1993), Maler
  • Karel Štorkán (1923-2007), Schriftsteller
  • Stanislav Konopásek (1923-2008), Eishockeyspieler
  • Jiří Fischer (* 1980), Eishockeyspieler
  • Petr Koukal (* 1985), Badmintonspieler
Vor Ort wirkten

Siehe auch: Fürsten von Hanau und Hořovice

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hořovice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/531189/Horovice
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  3. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/531189/Obec-Horovice
  4. http://www.uir.cz/zsj-obec/531189/Obec-Horovice