Horst Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Generalmajor Horst Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels (1900–1990). Zum Oberst und Luftschiffkapitän siehe Horst Julius Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels (1888–1962).

Horst Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels (* 2. September 1900 in Kassel; † 8. Januar 1990 ebenda) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor sowie Mitglied des Oberkommandos der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

1917 kam Buttlar-Brandenfels während des Ersten Weltkriegs als Fahnenjunker in das Magdeburgische Husaren-Regiment Nr. 10. Er wurde als Leutnant (seit 1. Juli 1918) in die Reichswehr übernommen und diente u.a. als Adjutant im 3. (Preußisches) Reiter-Regiment.

Am 1. Oktober 1937 kam er zum Generalstab des Heeres. Am 1. August 1939 wurde er Oberstleutnant und am 1. Oktober 1939 als Erster Generalstabsoffizier (Ia) zur 81. Infanterie-Division versetzt. Ab April 1940 wurde er in gleicher Funktion bei der für die Invasion Norwegens gebildeten „Gruppe XXI“ und ab Dezember 1940 bei der daraus hervorgegangenen Armee Norwegen verwendet. Im Januar 1942 kam er zum Oberkommando der Wehrmacht, Abteilung Landesverteidigung, wo er als Generalstabsoffizier des Heeres tätig war. Am 1. Februar 1942 wurde er Oberst und am 1. Januar 1944 erfolgte seine Ernennung zum Generalmajor.

1944 spielte Buttlar-Brandenfels eine wichtige Rolle während der Landung in der Normandie, indem er die Freigabe der Panzer-Reserven, namentlich der Panzer-Lehr-Division und der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“, zunächst verhinderte, als diese von Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt angefordert wurden. Vom 6. September 1944 bis zum 30. November 1944 war er Chef der Abteilung Landesverteidigung im Oberkommando der Wehrmacht.

Vom 10. April bis 3. Mai 1945 kommandierte er die Reste der 11. Panzer-Division. Buttlar-Brandenfels wurde beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher am 7. Juni 1946 als Zeuge des Angeklagten Alfred Jodl von dessen Verteidiger Hermann Jahrreiß befragt.[1]

Familie[Bearbeiten]

Seine Eltern waren der preußische Generalmajor Walter Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels (* 4. Oktober 1865; † 29. März 1954) und Margarethe Damms (* 7. Juli 1874; † 15. November 1945). Sein Vater war Kommandeur des Magdeburgischen Husaren-Regiments Nr. 10, das in Stendal stationiert war. Der Archäologe Herbert von Buttlar (1912–1976) war sein Bruder. Er selbst war mit Helene Perleberg (* 23. Oktober 1910; † 13. August 1980) verheiratet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Othmar Hackl: Generalstab, Generalstabsdienst und Generalstabsausbildung in der Reichswehr und Wehrmacht, 1919–1945: Studien deutscher Generale und Generalstabsoffiziere in der Historical Division der US Army in Europa. 1946–1961. S. 181.
  • Edmund Glaise-Horstenau: Ein General im Zwielicht. Die Erinnerungen Edmund Glaises von Horstenau. S. 156.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Nürnberger Prozess, Bd. XV, S. 648ff

Weblinks[Bearbeiten]