Il campanello

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Werkdaten
Titel: Die Nachtglocke
Originaltitel: Il campanello
Originalsprache: italienisch
Musik: Gaetano Donizetti
Libretto: Gaetano Donizetti
Literarische Vorlage: La sonnette de nuit von Léon-Lévy Brunswick, Matheu-Barthélémy Troin und Victor Lhérie
Uraufführung: 1. Juni 1836
Ort der Uraufführung: Neapel, Teatro Nuovo
Ort und Zeit der Handlung: Foria (eine Vorstadt von Neapel), 19. Jahrhundert
Personen
  • Don Annibale Pistacchio, ein Apotheker (Bass)
  • Serafina, seine Frau (Sopran)
  • Rosa, ihre Mutter (Mezzosopran)
  • Enrico, ein junger Mann, ihr Neffe (Bariton)
  • Spiridione, Diener des Apothekers (Tenor)
  • Hochzeitsgäste
  • Nachbarschaft

Il campanello oder Il campanello di notte (Das Glöckchen) ist eine Farsa per musica in einem Akt von Gaetano Donizetti. Das Libretto verfasste der Komponist Donizetti selbst, nach dem Vaudeville La sonnette de nuit von Léon-Lévy Brunswick, Matheu-Barthélémy Troin und Victor Lhérie. Uraufgeführt wurde Il campanello am 1. Juni 1836 im Teatro Nuovo in Neapel. Eine revidierte Fassung wurde 1837 im Teatro del Fondo in Neapel aufgeführt.

Handlung[Bearbeiten]

Das Werk spielt in Foria, einem Vorort der italienischen Stadt Neapel, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der ältere Apotheker Don Annibale Pistacchio hat dem Herzensbrecher Enrico die junge und hübsche Serafina ausgespannt und geheiratet. Die Gäste der Hochzeit sind gut gelaunt. Besonders Serafinas Mutter Rosa, die glücklich darüber ist, dass ihre Tochter eine so gute Partie gemacht hat. Enrico hat nur eines im Sinn: Rache. Er möchte dem frisch vermählten Paar die Hochzeitsnacht vermiesen. Also nützt er es aus, dass Apotheker die ganze Nacht bereit sein müssen. Nach der Hochzeitsfeier, als sich die Gäste verabschiedet haben, erscheint Enrico in immer wechselnden Verkleidungen und läutet die Nachtglocke. Er hält den Apotheker mit endlosem Geschwätz und schwer herzustellenden Arzneien vom Schlafzimmer fern. Am nächsten Morgen muss Don Annibale Pistacchio wegen einer Erbschaft dringend nach Rom. Vor seiner Abreise ermahnt er seine junge Frau, niemandem die Türe zu öffnen, und macht sich schließlich, zur Freude Enricos, nach Rom auf.

Weblinks[Bearbeiten]