Isenfluh

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Isenfluh
Wappen von Isenfluh
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Interlakenw
Gemeinde: Lauterbrunneni2
Postleitzahl: 3822
UN/LOCODE: CH
Koordinaten: 635108 / 16329646.627.8971081Koordinaten: 46° 37′ 12″ N, 7° 53′ 49″ O; CH1903: 635108 / 163296
Höhe: 1'081 m ü. M.
Fläche: 24,0 km²
Einwohner: 62 (31. März 2009)
Einwohnerdichte: 3 Einw. pro km²
Website: www.lauterbrunnen.ch
Karte
Isenfluh (Schweiz)
Isenfluh
www
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1973

Isenfluh war bis 1973 eine selbstständige Gemeinde und ist heute ein Ortsteil von Lauterbrunnen im Amtsbezirk Interlaken des Kantons Bern in der Schweiz. Das kleine Dörfchen liegt oberhalb der Strasse Wilderswil-Lauterbrunnen

Geschichte[Bearbeiten]

1319 wurde Isenfluh das erste Mal schriftlich als Ysenfluo erwähnt. Man vermutet, dass es sich um eine keltische Siedlung handelte und der Weiler Sulwald zuerst besiedelt war. In Isenfluh wurde 1401 das erstemal der Zuzug von Lötschentaler nachgewiesen.[1] Der Dialekt unterscheidet sich wesentlich von dem der anderen Taldörfer. Das Kloster Interlaken besaß diesen kleinen Ort seit dem 14. Jahrhundert. Von 1528 an wurde es 270 Jahre lang von der Landvogtei Interlaken verwaltet.

Erst 1905 wurde ein einfacher Fussweg nach Lauterbrunnen gebaut. Vorher gab es nur eine Verbindung nach Gündlischwand. 1962/63 wurde die feste, asphaltierte Fahrstrasse gebaut. 1965 traten aber schon die ersten Probleme auf. Erste Risse im Hang machten immer wieder kleinere Reparaturen notwendig. Im Juli 1987 zerstörte ein Hangrutsch diese wichtige Verbindung und das Dorf war isoliert. Dank einer eilends gebauten Notseilbahn konnte das Dorf wieder erreicht werden. 1992 wurde das Dorf wieder an das Strassennetz angeschlossen. Dank eines einzigartigen, 1200 Meter langen, 360-Grad-Kehrtunnels kann man das Dorf wieder gefahrlos mit dem Auto erreichen.[2]

Seit 1975 ist eine Luftseilbahn in Betrieb, die Isenfluh mit dem Weiler Sulwald verbindet.

Einwohner[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1764 1799 1850 1880 1900 1920 1930 1941 1950 1960 1972 1980 1990 2006
Einwohner 80 107 162 176 145 118 98 68 92 65 42 54 58

Isenfluh litt ab 1880 unter einer starken Auswanderung. Bevorzugte Gegenden waren Kanada und der Kaukasus.

Politik[Bearbeiten]

Isenfluh gehört zusammen mit Wengen, Mürren, Gimmelwald, Stechelberg und Lauterbrunnen zur politischen Gemeinde Lauterbrunnen.

Tourismus[Bearbeiten]

Isenfluh ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Schlittelfahrten. Die Lobhornhütte des Schweizer Alpen-Clubs SAC ist von Isenfluh in ein paar Stunden zu erreichen.

Mit einer kleinen Luftseilbahn gelangt man zum Weiler Sulwald auf 1520 m. Sulwald ist ganzjährig bewohnt.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Geschichte
  2. Geschichte der Talschaft Lauterbrunnen Band 3, Hrsg. Einwohnergemeinde Lauterbrunnen 1989

Weblinks[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]