Isernia

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Isernia
Wappen
Isernia (Italien)
Isernia
Staat: Italien
Region: Molise
Provinz: Isernia (IS)
Koordinaten: 41° 36′ N, 14° 14′ O41.614.233333333333423Koordinaten: 41° 36′ 0″ N, 14° 14′ 0″ O
Höhe: 423 m s.l.m.
Fläche: 68,74 km²
Einwohner: 22.061 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 321 Einw./km²
Postleitzahl: 86170
Vorwahl: 0865
ISTAT-Nummer: 094023
Volksbezeichnung: Isernini
Schutzpatron: San Pietro Celestino (19. März)
Website: Isernia

Isernia ist die Hauptstadt der gleichnamigen italienischen Provinz Isernia in der Region Molise.

Die am Rande der Abruzzen gelegene Stadt hat 22.061 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013) und ist Sitz eines Bischofs. Wirtschaftlich ist die Herstellung von kunsthandwerklichen Spitzen und die Nahrungsmittel- und Baustoffindustrie bedeutsam.

Die Nachbargemeinden sind Carpinone, Forlì del Sannio, Fornelli, Longano, Macchia d’Isernia, Miranda, Pesche, Pettoranello del Molise, Roccasicura und Sant’Agapito.

Die antike Stadt an derselben Stelle hieß Aesernia.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Isernia ein Internierungslager (campo di concentramento). Es befand sich in einem ehemaligen Benediktinerkloster im Ortskern. Die ersten 76 Internierten waren Italiener, Jugoslawen, Franzosen, Deutsche, Rumänen, Briten, Polen, Ungarn; vereinzelt kamen sie auch aus Albanien und Syrien. Nach und nach kamen vor allem politische Oppositionelle, Angehörige slawischer Minderheiten aus den Grenzprovinzen, ausländische Juden und Jugoslawen aus den von Italien besetzten und annektierten Gebieten nach Isernia. Im Sommer 1941 wurde zudem ein ehemaliger Kinosaal für diesen Zweck eingerichtet. Da die Überbelegung ausgeprägt war und die hygienischen Verhältnisse zu wünschen übrig liessen, wurden schliesslich die jüdischen Internierten auf andere Lager verteilt, während der Kinosaal weiterhin als Internierungslager für Jugoslawen bestehen blieb. [2]

Lage der Gemeinde in der Provinz Isernia
Panoramasicht auf Isernia

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Isernia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945 (Band 2), Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 70-71; Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 213-214