János Martonyi

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Martonyi zu Besuch bei Michael Spindelegger.

János Martonyi (* 5. April 1944 in Kolozsvár/Cluj, Siebenbürgen) ist ein ungarischer Jurist und Politiker der rechtskonservativen Partei Fidesz. Er ist in zweiter Amtszeit seit dem 29. Mai 2010 Außenminister von Ungarn. Seine erste Amtszeit war 1998 bis 2002.

Martonyi schloss 1967 sein Studium der Rechtswissenschaften mit dem ungarischen Jura-Diplom ab und arbeitete danach als Rechtsanwalt und später als Handelssekretär an der ungarischen Botschaft in Belgien. Seit den 1980er-Jahren lehrt er an verschiedenen Budapester und europäischen Universitäten Rechtswissenschaften. Zwischen seinen Amtszeiten als Außenminister war er zudem Partner bei Baker & McKenzie in Budapest.[1]

1964 bis 1968 verfasste er während Studienreisen nach Westeuropa regelmäßig Berichte für die Geheimpolizei.[2]

1988 trat er kurz vor dem Zusammenbruch des Ostblocks der ungarischen kommunistischen Partei MSZMP bei. Während der Transition war er Beauftragter der kommunistischen Regierung für die Privatisierung und später ihr Vizeaußenminister.[2]

Seit 2003 ist er Mitglied der Partei Fidesz.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Curriculum Vitae: Foreign Minister János Martonyi. Ministry for Foreign Affairs of the Republic of Hungary, 22. Juni 2010, abgerufen am 27. Juli 2010.
  2. a b  Paul Lendvai: Enthüllungen. In: Der Standard. 31. Mai 2007 ([1]).
  3. A leendő Orbán-kormány tablója, bei: Kossuth Rádió (ungarisch), abgerufen am 6. Februar 2012
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)