Jens Bullerjahn

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Jens Bullerjahn

Jens Bullerjahn (* 15. Juli 1962 in Halle an der Saale) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit 2006 stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt und war von 2006 bis 2007 stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 20. März 2011 trat er als SPD-Spitzenkandidat an und bewarb sich damit um die Nachfolge von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule in Bernburg (Saale) machte Bullerjahn von 1979 bis 1981 eine Ausbildung zum Elektromonteur. Anschließend diente er bis 1984 bei der Nationalen Volksarmee. Danach absolvierte er eine Weiterbildung an der Fachschule Magdeburg, die er 1987 als Elektroingenieur beendete. Von 1987 bis 1990 war Bullerjahn als Ingenieur für Prozessautomatisierung im Mansfeld-Kombinat tätig.

Jens Bullerjahn ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei[Bearbeiten]

Im Oktober 1989 wurde Bullerjahn Mitglied der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP). Er gehört seit 2005 dem Bundesvorstand der SPD an und ist seit Dezember 2005 Vorsitzender des Forums Ostdeutschland der SPD.

Für die Landtagswahl 2006 war Bullerjahn Spitzenkandidat der SPD für das Amt des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt. Mit einem Ergebnis von 21,4 % der Stimmen konnte sich die SPD unter seiner Führung zwar leicht verbessern, blieb aber hinter der CDU und der Linkspartei.PDS drittstärkste Kraft.

Auf Vorschlag von Kurt Beck wurde Bullerjahn auf dem außerordentlichen Parteitag der SPD am 14. Mai 2006 mit 84,97 % der Stimmen zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Am 21. Mai 2007 wurde bekannt gegeben, dass der SPD-Vorsitzende Kurt Beck die Anzahl der stellvertretenden Parteivorsitzenden von fünf auf drei verringern wollte. Infolgedessen wurde Bullerjahn für den Parteitag im November 2007 nicht mehr für die Wiederwahl zum stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden vorgeschlagen. Am 28. September 2009, einen Tag nach der Bundestagswahl 2009, schlug der SPD-Landesvorstand Jens Bullerjahn als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2011 vor. Holger Hövelmann erklärte, dass er für eine Spitzenkandidatur nicht zur Verfügung stehen würde.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Von 1990 bis 1994 gehörte Bullerjahn dem Gemeinderat seines Wohnortes Ahlsdorf und von 1990 bis 1998 dem Kreistag des Landkreises Eisleben bzw. des Landkreises Mansfelder Land an.

Seit 1990 ist er Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Hier war er von 1993 bis 2004 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion. In dieser Funktion war er 1994 auch maßgeblich an der Bildung des so genannten Magdeburger Modells beteiligt, das er gemeinsam mit seinem Kollegen von der PDS, Wulf Gallert, im Hintergrund steuerte.

Von Juni 2004 bis April 2006 war er Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Da nach der Landtagswahl 2006 die bisherige CDU-FDP-Koalition ihre Mehrheit verloren hatte, kam es im April 2006 zur Bildung einer CDU-SPD-Koalition. Bullerjahn wurde daraufhin am 24. April 2006 als Finanzminister und Stellvertreter des Ministerpräsidenten in die von Wolfgang Böhmer (CDU) geführte Landesregierung von Sachsen-Anhalt berufen (Kabinett Böhmer II). Nach der Landtagswahl 2011 wurde die schwarz-rote Koalition fortgeführt, mit Reiner Haseloff als neuem Ministerpräsidenten. Im Kabinett Haseloff behielt Bullerjahn seine Ämter als Finanzminister und Stellvertreter des Regierungschefs.

Seit dem 24. April 2006 ist Bullerjahn Mitglied des Aufsichtsrates der Nord/LB.

Im Oktober 2012 wurde Bullerjahn einstimmig zum Vorsitzenden des Vorstandes der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gewählt.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jens Bullerjahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neuer Vorsitzender des Vorstandes, abgerufen am 8. Mai 2013