Werner Münch
Werner Münch (* 25. September 1940 in Bottrop) ist deutscher Hochschullehrer, ehemaliger CDU-Politiker und Berater. Er war von 1991 bis 1993 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und war zuvor von 1990 bis 1991 Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt.
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Leben [Bearbeiten]
Werner Münch war ab 1986 Professor an der Fachhochschule für Sozialwesen in Osnabrück. Von 1984 bis 1990 gehörte Münch der Fraktion der Europäischen Volkspartei am Europäischen Parlament an. 1991 bis 1993 war er der Vorsitzende des sachsen-anhaltischen CDU-Landesverbandes. Werner Münch ist Mitglied der katholischen Kirche und Kuratoriumsmitglied im Forum Deutscher Katholiken.
Der Politikwissenschaftler Münch, als so genannter „Westimport“ nicht unumstritten, trat am 4. Juli 1991 die Nachfolge seines zurückgetretenen Parteifreundes Gerd Gies an, der über den Vorwurf gestürzt war, Erpressungsversuche gegen Landtagsabgeordnete begangen zu haben. Zuvor war Münch von 1990 bis 1991 Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt gewesen. Vor seiner Tätigkeit in Sachsen-Anhalt war er Rektor der Fachhochschule Vechta/Osnabrück.
Am 28. November 1993 erklärte Werner Münch auf Grund der Gehälteraffäre seinen Rücktritt. Münch wurde vorgeworfen, in Sachsen-Anhalt sein Gehalt weiter auf Westniveau bezogen zu haben. Das Landgericht Magdeburg sprach ihn 1996 von allen Vorwürfen unrechtmäßig empfangener Zahlungen frei. Das Oberverwaltungsgericht Magdeburg urteilte 1998 u. a., dass er seine Einkünfte aus dem Westen zunächst rechtmäßig empfangen habe. Das ab dem Wirksamwerden des Haushaltsgesetzes erhaltene zu hohe Gehalt musste Münch zurückzahlen.
Von 1998 bis 2001 war Münch für die Deutsche Bahn AG in Brüssel, von 2001 bis 2004 als Berater des bulgarischen Wirtschafts- bzw. Finanzministers tätig, außerdem seit 2005 Berater in Aserbaidschan.
Von 2006 bis 2008 lehrte Münch Politische Soziologie an der Gustav-Siewerth-Akademie (GSA). Im Wintersemester 2007 war er, neben Alma von Stockhausen, Prorektor dieser wissenschaftlichen Hochschule.
Am 25. Februar 2009 trat Münch aus der CDU aus und begründete dies mit „Profillosigkeit der CDU in der Bundespolitik“, „Lavieren der Vorsitzenden in wichtigen Politikfeldern zur Befriedigung des Koalitionspartners“, dem vornehmlichen Interesse Angela Merkels „an der Stabilisierung ihrer eigenen Machtposition“ sowie der unangemessenen öffentlichen Kritik Merkels an Papst Benedikt XVI..[1]
Münch ist auch Erstunterzeichner der Aktion Linkstrend stoppen.
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ FAZ.net: Werner Münch verlässt die CDU „Das Lavieren der Vorsitzenden“, 25. Februar 2009
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Werner Münch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Die Welt: Spätes Urteil widerlegt Vorwurf der Raffsucht., Die Welt, 19. Dezember 1995
- Eintrag über Werner Münch in der Abgeordneten-Datenbank des Europäischen Parlaments
Bis 1952 : Erhard Hübener | Werner Bruschke
Seit 1990: Gerd Gies | Werner Münch | Christoph Bergner | Reinhard Höppner | Wolfgang Böhmer | Reiner Haseloff
1945–52: Werner Bruschke | Georg Kunisch | Ernst Lorenz
Seit 1990: Werner Münch | Wolfgang Böhmer | Joachim Kupfer | Wolfgang Schaefer | Wolfgang Gerhards | Karl-Heinz Paqué | Jens Bullerjahn
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Münch, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdEP |
| GEBURTSDATUM | 25. September 1940 |
| GEBURTSORT | Bottrop |