Jerzens

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Wappen Karte
Wappen von Jerzens
Jerzens (Österreich)
DEC
Jerzens
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Tirol
Politischer Bezirk Imst (IM)
Fläche 30,4 km²
Koordinaten 47° 8′ N, 10° 43′ O47.13333333333310.7166666666671107Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 10° 43′ 0″ O
Höhe 1107 m ü. A.
Einwohner 982 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 32 Einwohner je km²
Postleitzahl 6474
Vorwahl 05414
Gemeindekennziffer 7 02 05
AT334
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Jerzens 220
6474 Jerzens
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Josef Reinstadler (Gemeinsam für Jerzens)
Gemeinderat (2004)
(11 Mitglieder)
11 Gemeinsam für Jerzens
Lage der Gemeinde Jerzens
Karte

Jerzens ist eine Gemeinde im Bezirk Imst, Tirol (Österreich).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografische Lage

Jerzens liegt im vorderen Pitztal an der Ostseite in Hanglage. Zur Gemeinde gehören noch Weiler beiderseits der Pitze in Tallage, sowie Ritzenried.

Unterhalb des Haufendorfs Jerzens erstreckt sich in sonniger und windgeschützter Lage das höchstgelegene Maisanbaugebiet in Nordtirol.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Arzl im Pitztal, Fließ, Kaunerberg, Roppen, St. Leonhard im Pitztal, Umhausen, Wenns.

[Bearbeiten] Geschichte

Die günstigen Voraussetzungen für Ackerbau und Viehzucht führten wahrscheinlich zu einer frühen Besiedelung. Zur vorrömischen rätischen Bevölkerung kamen ab etwa 600 aus dem Norden vorstoßende bajuwarische Einwanderer. Die damals einflussreichen Herren von Starkenberg und Stift Stams gründeten mehrere verstreut liegende Schwaighöfe, aus denen sich im Lauf der Jahrhunderte durch Teilung die heutigen Weiler entwickelten.

Als weitere Siedler werden auch die vom Schweizer Wallis eingewanderten Walser angenommen, die im 13. und 14. Jahrhundert über den Piller nach Jerzens vorgedrungen sind.

Sehr berühmt waren die Jerzner Messerschmiede.

In einem Register aus dem Jahr 1313 werden Irtzens und Ritzenried als steuerliche Ortsverbände des Gerichts (=Verwaltungsgebiets) Imst genannt. Um 1650 war Jerzens eine selbständige Steuergemeinde, aus der 1811 während der bayrischen Herrschaft die politische Gemeinde hervorging.Im Jahre 1923 wurde ein gemeindeeigenes Kraftwerk oberhalb der Mühle gebaut. Seit 1955 beziehen wir den Strom von der TIWAG. 1954 wurde die Wasserleitung errichtet. 1951 riss eine Staublalavine auf der Alm und den Wiesen 30 Piller mit. 1966 verwüstete eine Mure die Ortsteile Mühlloch und Niederhof.

Seit 1986 sind die Schulräume im Gemeindehaus untergebracht. 1995 wurde das alte Schulhaus abgetragen und an dessen Stelle der zweite Teil des Gemeindehauses errichtet.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren die Landwirtschaft und das Handwerk die Haupteinnahmequelle der Bewohner, wobei viele Bewohner gezwungen waren, auszuwandern oder sich im Ausland als Saisonarbeiter zu verdingen. Dies änderte sich mit dem Einsetzen des Tourismus, als 1964 am Hochzeigerhaus ein Schilift in Betrieb ging. Heute hat das Schigebiet Hochzeiger eine 8er-Gondelbahn und weitere Liftanlagen, und Jerzens etwa 2000 Gästebetten aufzuweisen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

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