Haiming (Tirol)

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Haiming
Wappen von Haiming
Haiming (Tirol) (Österreich)
Haiming (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Imst
Kfz-Kennzeichen: IM
Fläche: 40,2 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 10° 53′ O47.25333333333310.881388888889670Koordinaten: 47° 15′ 12″ N, 10° 52′ 53″ O
Höhe: 670 m ü. A.
Einwohner: 4.474 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6425
Vorwahl: 05266
Gemeindekennziffer: 7 02 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Siedlungsstraße 2
6425 Haiming
Website: www.haiming.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Leitner (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
8 Allgemeine Liste
3 Neue Liste
1 SPÖ
1 Bürgerliste
1 Liste aktiv
1 Freie Haiminger Liste
Lage der Gemeinde Haiming im Bezirk Imst
Arzl im Pitztal Haiming Imst Imsterberg Jerzens Karres Karrösten Längenfeld Mieming Mils bei Imst Mötz Nassereith Obsteig Oetz Rietz Roppen St. Leonhard im Pitztal Sautens Silz Sölden Stams Tarrenz Umhausen Wenns Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Haiming (Tirol) im Bezirk Imst (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Ortsteil Ochsengarten

Haiming ist eine Gemeinde im oberen Inntal in Tirol, Österreich, zwischen Telfs und Imst gelegen. die Gemeinde liegt im Bezirk Imst (Gerichtsbezirk Silz), hat 4474 Einwohner (Stand 1. Jänner 2014) und erstreckt sich in 670 Metern Höhe über eine Fläche von 40 km².

Geografie[Bearbeiten]

Der Hauptort liegt am Rand des Tschirgant-Bergsturzes und ist landwirtschaftlich geprägt, während sich im Ortsteil Ötztal-Bahnhof (am Eingang des Ötztales) ein ausgedehntes Industrie- und Wohngebiet gebildet hat. Der Haimingerberg ist hauptsächlich bergbäuerlich geprägt. Der Ortsteil Ochsengarten hat als einer der beiden Talorte des Schigebietes Hochoetz, sowie durch die Nähe des ostwärts benachbarten Kühtai auch Anteil am Wintertourismus. Ansonsten ist Haiming durch den Sommertourismus (Rafting am oberen Inn) bestimmt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Brunau (103)
  • Haiming (2386)
  • Haimingerberg (309)
  • Ochsengarten (146)
  • Ötztal-Bahnhof (1370)
  • Schlierenzau (135)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Haiming.


Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Tarrenz Nassereith Obsteig
Karrösten
Karres
Nachbargemeinden Silz
Roppen Sautens   Oetz

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Urnenfeld aus 1952 bei „Forchet“ bestätigt, dass Haiming bereits um 800 v. Chr. besiedelt war. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte aber erst im Jahre 1269 in einer Kaufurkunde von Meinhard II., in der er dem Grafen Heinrich von Eschenlohe fünf Höfe in Gebiet des Gerichts Petersberg abkaufte. 1313 schien Haiming erstmals als Untergemeinde beim Gericht St. Petersberg auf, die Brücke über den Inn 1320. Bis 1939 war diese Strecke aktiv, jedoch mussten wegen Steinschlaggefahr neue Konzepte entworfen werden, um den Straßenverlauf neu zu versetzen.

Im Jahre 1315 wurde in Ochsengarten ein Schwaighof urkundlich genannt. In diesem Ortsteil befindet sich eine der ältesten hochalpinen Dauersiedlungen Tirols. Im Mittelalter fand man in der Umgebung einen marmorartigen Stein, der bei vielen Kirchenbauten Verwendung fand. Eine Geschichte erzählt, dass Herzog Friedrich IV. bei seiner Flucht aus Konstanz sich einige Tage in einer Hütte im Wald unterhalb des Brandseetales aufgehalten haben soll.

Ab dem Jahre 1627 bilden Haiming, Schlierenzau und Ochsengarten eine eigene Gemeinde des Gerichts Petersberg. Beim Bau der Arlbergbahn verlegte man 1884 eine Brücke über die Ötztaler Ache, 1893 folgte der Bau des Bahnhofes in Ötztal Bahnhof.

Im Zweiten Weltkrieg errichtete die deutsche Luftfahrtindustrie einen großen Windkanal in Haiming, welcher nach 1945 abgebaut wurde. Von ihm wurde einiges Material für die Reparatur der Brixlegger Eisenbahnbrücke verwendet. Im Jahre 1951 stellte man den Windkanal in Hochsavoyen wieder auf.

1958 nannte man den Silzerberg schließlich Haimingerberg. 1972 baute man eine Straße von Haiming nach Ochsengarten. Zuvor war dieser Ort nur über einen Fußsteig erreichbar.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Zoller Johann, „Franzeppn“, 1899–1908, Ehrenbürger der Gemeinde Haiming
  • Sterzinger Josef, 1908–1912
  • Stigger Tobias, „Hartler“, 1912–1919
  • Stigger Josef, 1919−1935
  • Zoller Johann, „Urweles“, 1935–1938
  • Auderer Erich, 1938–1939
  • Götsch Albrecht, 1940–1941
  • Golser Erwin, 1942–1945
  • Kapeller Karl, 1945–1968, Ehrenbürger der Gemeinde Haiming
  • Stigger Wilfried, 1968–1992
  • Leitner Josef, seit 1992

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haiming
  • Pfarrkirche Hll. Chrysanth und Daria
  • Expositurkirche Mariä Himmelfahrt in Haimingerberg
  • Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Ochsengarten
  • Pfarrkirche Hl. Josef der Arbeiter im Ort Ötztal
  • Wasserleitungsstollen aus dem Jahr 1539 [2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haiming (Tirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Dehio Tirol 1980, Seiten 298-301