Jochen Stern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jochen Stern, auch Joachim R. Stern, (* 1928 in Frankfurt an der Oder) ist ein deutscher Schauspieler und Buchautor.

Leben[Bearbeiten]

Stern besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Frankfurt an der Oder. Von 1944 bis 1945 diente er im Zweiten Weltkrieg als Luftwaffenhelfer und Flaksoldat.[1] Am 1. Juli 1946 trat er der Liberaldemokratischen Partei Deutschlands bei. Auf Grund seines Engagements für diese Partei wurde er im darauf folgenden Jahr vom sowjetischen Geheimdienst (NKWD) verhaftet und zu 25 Jahren Zwangsarbeit in der Justizvollzugsanstalt Bautzen verurteilt. 1954 wurde er nach Westdeutschland entlassen.[2] Nach der Entlassung aus der Haft holte er zunächst das Abitur nach und studierte dann Rechtswissenschaft in Göttingen. Seit 1957 wohnt er in Bonn und seit einigen Jahren auch wieder in Frankfurt an der Oder.

Jochen Stern ist Ehrenmitglied des FDP-Kreisverbandes Frankfurt/Oder. 2007 zeichnete ihn Guido Westerwelle mit der Theodor-Heuss-Medaille in Gold aus.[3]

Stern wirkte in zahlreichen Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen mit und ist Autor mehrerer Bücher, darunter des im innerhalb des rechtsextremen Spektrums verorteten[4][5] Verlag K. W. Schütz erschienenen Werks „Und der Westen schweigt. Erlebnisse, Berichte, Dokumente über Mitteldeutschland 1945-1975“, das zwischenzeitlich beim „OstEuropaZentrum BERLIN-VERLAG“ in seiner „EDITION DDR GESCHICHTE Zeitzeugen“ unter neu gefasstem Titel „Und der Westen schwieg. Die SBZ/DDR 1945 – 1975. Erlebnisse – Berichte - Dokumente“ erneut vorliegt[6].

2008/2009 ist er mit der Theaterrevue Die Sternstunde des Josef Bieder (von Eberhard Streul und Otto Schenk) auf Tournee.[7]

Filmografie (Auszug)[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Und der Westen schweigt. Erlebnisse, Berichte, Dokumente über Mitteldeutschland 1945-1975. K.W. Schütz Verlag, Preußisch Oldendorf 1976, ISBN 3-87725-081-5.
  • Von Mimen und anderen Menschen. Aus dem Leben eines Komödianten. Neuaufl. Burg Verlag, Rehau 2010, ISBN 978-3-937344-48-5 (Autobiographie).
  • Wendezeit oder: Die Sehnsucht nach Revanche. Tagebuchnotizen des Ewald P.; Roman. Reinhold Kolb Verlag, Mannheim 2004, ISBN 978-3-936144-39-0.
  • WegEnd. Novelle. Reinhold Kolb Verlag, Mannheim 2004, ISBN 978-3-936144-35-2.
  • Mimen - Kränze. Heitere und nachdenkliche Geschichten von Bühne, Film und Fernsehen. Burg Verlag, Rehau 2006, ISBN 978-3-937344-34-8 (Autobiographie).
  • Und der Westen schwieg : die SBZ/DDR 1945 - 1975 ; Erlebnisse - Berichte - Dokumente im OEZ-Berlin-Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-942437-22-6.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. theater-haus-birkenried.de (PDF; 149 kB)
  2. fdp-bundespartei.de
  3. FDP Frankfurt (Oder)
  4. Vgl. Jens Mecklenburg (Hrsg.), Handbuch Deutscher Rechtsextremismus, Berlin 1996, ISBN 3-88520-585-8, S.426f.
  5. Vgl. auch Ernst Klee, Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Frankfurt am Main 2003 (Erstausgabe), ISBN 3-10-039309-0, aktualisierte Auflage 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, 2. Auflage 2007, ISBN 978-3-596-16048-8; Lizenzausgabe: Akzente, Koblenz 2008, ISBN 978-3-9811483-4-3.
  6. Joachim R. Stern, Und der Westen schweigt. Erlebnisse, Berichte, Dokumente über Mitteldeutschland 1945-1975 im K.W. Schütz Verlag, Preußisch Oldendorf 1976, ISBN 3-87725-081-5; aktualisiert als: Jochen Stern, Und der Westen schwieg : die SBZ/DDR 1945 - 1975 ; Erlebnisse - Berichte - Dokumente im OEZ-Berlin-Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-942437-22-6.
  7. fichtelgebirge.de