Mord mit Aussicht

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Seriendaten
Originaltitel Mord mit Aussicht
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 2007
Produktions-
unternehmen
Pro TV Produktion GmbH
Länge 50 Minuten
Episoden 39 in 3 Staffeln
Genre Krimi-Comedy-Serie
Produktion Heike Schwarzbach
Idee Marie Reiners
Musik Andreas Schilling
Erstausstrahlung 7. Januar 2008 auf Das Erste
Besetzung
Episodenliste

Mord mit Aussicht ist eine von der Kölner Pro GmbH produzierte Krimiserie der ARD mit zahlreichen humoristischen Elementen, die sich um eine in einen kleinen (fiktiven) Ort in der Eifel versetzte Kriminaloberkommissarin dreht. Die Serienidee stammt von der Drehbuchautorin Marie Reiners.

Mit durchschnittlich 6,52 Millionen Zuschauern und 20,9 Prozent Marktanteil war Mord mit Aussicht im Jahr 2014 die meistgesehene Fernsehserie Deutschlands.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Die ehrgeizige Kriminaloberkommissarin (KOK’in) und überzeugte Großstädterin Sophie Haas wird nicht, wie erwartet, zur Leiterin des Kölner Morddezernats befördert, sondern in das Eifeldorf Hengasch, Kreis Liebernich, versetzt. Dort mietet ihr Vater Hannes, ein pensionierter Orthopäde, kurzerhand ein Haus für sie beide an. Neben der ungewohnten Umgebung mit ihren skurrilen Bewohnern erweist sich auch die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen vor Ort, der jungen Polizeikommissarin Bärbel Schmied und dem gutmütigen Polizeioberkommissar Dietmar Schäffer, der zu Hause bei Ehefrau Heike keinen leichten Stand hat, zunächst als gewöhnungsbedürftig. Auch ihr Vorgänger als Revierleiter, der pensionierte Hans Zielonka, dessen Sohn Andreas Kommissar in Koblenz ist und anfangs ein Auge auf Sophie geworfen hat, mischt sich immer wieder in ihre Ermittlungsarbeit ein. Nachdem Hannes einen Herzinfarkt erleidet, wird es nötig, die polnische Pflegerin Danuta für ihn zu engagieren, mit der er eine Beziehung beginnt und nach einiger Zeit nach Polen zieht. Nach der geplatzten Hochzeit von Sophie und dem Tierarzt Jochen Kauth tritt der „Exil-Hengascher“ Jan Schulte, neben Hans Zielonka Kandidat zur Bürgermeisterwahl, in ihr Leben. Der Alltag von Dietmar und Heike wird durch das überraschende Auftauchen von Irmtraud, Dietmars Mutter, gestört.

Staffel 1[Bearbeiten]

Sophie Haas widerfährt an Stelle der erwarteten Beförderung zur Leiterin des Kölner Morddezernats eine Versetzung nach Hengasch in der Eifel; dort lernt sie die Dorfpolizisten Dietmar Schäffer und Bärbel Schmied kennen. In Ermangelung spannender Fälle beginnt sie in einem jahrzehntealten ungeklärten Vermisstenfall ihres Vorgängers Hans Zielonka zu ermitteln und deckt darin zur Überraschung aller einen Kriminalfall auf, den sie schließlich löst. Ihr Vater Hannes (Hans Peter Hallwachs) mietet indes das alte Forsthaus für die beiden. Im Fall eines Mordes bei einer Kapelle genau auf der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ermittelt sie gemeinsam mit Andreas Zielonka (Max Gertsch), dem Sohn ihres Vorgängers, der in Koblenz bei der Kriminalpolizei tätig ist. Die beiden kommen einander näher, bevor Andreas überraschend zu einer sechsmonatigen Fortbildung nach Kanada aufbricht. Bald darauf geht sie eine Beziehung mit dem Tierarzt Dr. Jochen Kauth (Arnd Klawitter) ein, die jedoch an Sophies mangelndem Bindungswillen vorerst wieder zerbricht. Bärbel Schmied verliebt sich in die Schreinerin Mathilde (Alwara Höfels), die auf der Walz auch Hengasch passiert, jedoch bald weiterzieht. Zum Finale der ersten Staffel wird Sophie Haas von dem Vorgesetzten, der sie einst nach Hengasch versetzte (Thomas Neumann), auf Anraten ihres dort arbeitenden Exfreundes Jens Petzold (Wolfram Koch) nach Köln in den Zoo gerufen, um die Geiselnahme des Kragenbären Gustav zu einem guten Ende zu bringen. Dabei löst sie wiederum einen Altfall auf und überführt ihren Exfreund. Daher wird ihr die Rückkehr nach Köln angeboten; Andreas Zielonka soll dafür zurück nach Hengasch gehen.

Staffel 2[Bearbeiten]

Hannes Haas erleidet einen Herzinfarkt, woraufhin es unmöglich wird, dass er Sophie seine Wohnung in Köln überlässt, um selbst alleine in Hengasch zu wohnen. Daher muss sie kurz entschlossen ihre Stelle in Hengasch behalten; zur Pflege ihres Vaters wird die polnische Pflegerin Danuta (Karina Krawczyk) herbeigerufen. Dietmar wird mit dem plötzlichen Auftauchen seiner Jugendliebe Katja (Sandra Borgmann) konfrontiert, die damit für Streit im Hause Schäffer sorgt, der auch ihre baldige Abreise noch überdauert. Erst durch einen kommunikativen Trick schafft es Dietmar Schäffer, seine Frau Heike (Petra Kleinert) wieder wohlgesinnt zu stimmen. Später in der Staffel gerät Dietmar schließlich selbst in Verdacht, Wertgegenstände der Feuerwehr gestohlen zu haben, zumal ihm Michael Frenken, Bärbels neuer Freund (Philipp Hauß), das Diebesgut in die Schreibtischschublade schmuggelt. Durch einen wiedererkannten Geldschein wird Frenken schließlich überführt. Sophie Haas erhofft sich aus einem One-Night-Stand mit dem Golftrainer Gerhard Müller (Robert Schupp), Spitzname Gérard, eine neue Beziehung, bevor sie am nächsten Tag auf den Golfplatz gerufen wird, wo derselbe vergiftet wurde. Einige Zeit später startet sie mit Jochen Kauth einen neuen Versuch des Zusammenlebens, der schließlich in einem Heiratsantrag gipfelt. Sophie nimmt ihn nach einiger Bedenkzeit schließlich an; die Hochzeit scheitert am Staffelende dennoch, weil sich mitten in der Zeremonie herausstellt, dass es sich bei der Standesbeamtin (Kathrin Wehlisch) um die Juwelendiebin „Marylin“ handelt, die Sophie schon zweimal entwischt war. Auch diesmal entkommt sie vorerst.

Staffel 3[Bearbeiten]

Die noch Stunden dauernde Verfolgungsjagd der Juwelendiebin führt schließlich zur Ergreifung, während Hannes Haas mit Danuta überraschend nach Krakau zieht und Sophie und Jochen das Forsthaus überlässt; Jochen jedoch möchte vorerst Abstand von Sophie gewinnen. Der Bürgermeister Hans Zwanziger (Hendrik Arnst) bringt die Rathauspraktikantin Ines um, da sie ihn mit Wissen um eine von ihm erwirkte illegale Baugenehmigung erpressen wollte. Als Nachfolger empfiehlt Zwanziger den soeben zurückgekehrten gebürtigen Hengascher Jan Schulte (Johann von Bülow), der sich eine groß angelegte Modernisierung Hengaschs u. a. in wirtschaftlicher Hinsicht zum Ziel macht. Ebenfalls als Kandidat meldet sich Hans Zielonka, der jedoch bei der Wahl unterliegt. Dietmars Mutter Irmtraud (Carmen-Maja Antoni) taucht überraschend bei Dietmar und Heike auf, weil ihr eigenes Haus unbewohnbar wurde. Sie sorgt für große Turbulenzen, zieht nach einiger Zeit zu Tante Klärchen, von wo sie allerdings bald zurückkehrt. Sie wird daraufhin bei Hans Zielonka einquartiert, mit dem sie sich so gut versteht, dass Dietmar fürchtet, Zielonkas Sohn zu sein. Sophie und Jochen befinden sich bald zum dritten Mal im Beziehungsstatus, auch wenn sie dies weder nach außen noch sich selbst eingestehen wollen. Schließlich wird Sophie auch vom neuen Bürgermeister Jan Schulte umworben, was bald in einer Beziehung mündet. Nach einem One-Night-Stand mit Timo (Ole Lagerpusch) wird Bärbel schwanger und entschließt sich, das Kind zu behalten, aber die Beziehung zu Timo nicht weiterführen zu wollen.

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Einschaltquoten der Erstausstrahlungen der „Mord mit Aussicht“-Folgen (Ausstrahlungsblöcke getrennt)

Die erste Staffel mit sechs Folgen wurde vom 7. Januar bis zum 18. Februar 2008 montags um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Zwar waren die Einschaltquoten auf dem Sendeplatz eher enttäuschend, aufgrund der positiven Resonanz wurde die Serie dennoch fortgesetzt.[2] Ab 18. Mai 2010 wurden jeweils am Dienstagabend im Ersten zuerst die bisherigen Folgen der ersten Staffel wiederholt und im Anschluss dann sieben neue Folgen ausgestrahlt, die bei späteren Veröffentlichungen ebenso als Teil der ersten Staffel galten.

Aufgrund der rasant gestiegenen Quoten, die bis zu 17,7 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe erreichten, verkündete der Sender am 30. September 2010, dass 13 weitere Folgen in Auftrag gegeben worden seien. Die Dreharbeiten dauerten von Juni bis September 2011 sowie von Februar bis Juli 2012.[3][4] Die zweite Staffel wurde vom 28. August bis 4. Dezember 2012 im Ersten ausgestrahlt.

Am 4. Juni 2013 begannen die Dreharbeiten einer dritten Staffel mit 13 neuen Folgen.[5] Die Ausstrahlung dauerte vom 9. September bis zum 16. Dezember 2014. 2013 strahlte ORF2 Teile, 2014 alle Folgen der ersten Staffel der Serie aus. Ebenfalls ausgestrahlt wurde die erste Staffel auf Italienisch bei Rai 1 unter dem Titel Homicide Hills – Un Commissario In Campagna.

Spielfilm[Bearbeiten]

Bis zum 11. Dezember 2014 laufen in Köln und Umgebung die Dreharbeiten zu einem 90-minütigen Spielfilm zur Serie mit dem Arbeitstitel „Mord mit Aussicht – Der Film“ von Jan Schomburg, der im Herbst 2015 ausgestrahlt werden soll.[1]

In dem fiktiven Eifelort Hammelforst, einem Nachbarort von Hengasch, wird Hans-Peter Jogereit erschossen. Als die herbeigerufene Kommissarin Holm die Leiche inspiziert, entdeckt sie am Tatort auch Sophie Haas, die Leiterin der Polizeidienststelle Hengasch, deren Erzfeind Jogereit war, mit der Tatwaffe in der Hand. Der Versuch, Haas zu entlasten, schlägt zunächst fehl, da die Zeugen Dietmar Schäffer und Bärbel Schmied, deren Vorgesetzte Haas ist, sowie Heike Schäffer, Dietmars Frau, und Bürgermeister Jan Schulte die vergangenen 24 Stunden aus völlig unterschiedlichen Perspektiven schildern und daher eine Rekonstruktion unmöglich machen.[6]

Drehorte[Bearbeiten]

Set (2014) am Gasthof Röttgen in Neunkirchen-Seelscheid, der als Gasthof Aubach in der Serie bezeichnet wird

Die Dreharbeiten fanden zum Teil in Kallmuth in der Eifel statt sowie im Stadtteil Liedberg der Stadt Korschenbroich, die gar nicht in der Eifel liegt. In Kallmuth wurden vor allem die Außenaufnahmen rund um das Polizeirevier gedreht, das Set des Reviers wurde im Saal des Bürgerhauses aufgebaut. Der Turm der Kallmuther Kirche St. Georg ist im Vorspann der Serie zu sehen.[7] Aus Kostengründen verzichtete man ab 2010 auf einen erneuten Dreh in Kallmuth und Liedberg und griff stattdessen für die Außenansichten auf älteres Material zurück. Alle weiteren Dreharbeiten fanden an verschiedenen Orten in der Eifel, aber auch außerhalb, etwa im Raum Düren, Bergheim, Rommerskirchen, Bornheim oder in Altenberg (Bergisches Land), Overath und Much (beides ebenso Bergisches Land) statt. Auch der Gasthof Aubach ist im Bergischen Land, genauer in Neunkirchen-Seelscheid, zu entdecken. Hier finden regelmäßig im Gasthof Röttgen dazu Dreharbeiten statt.

Das Gebäude, das ab der zweiten Staffel als Polizeistation dient, ist die alte Schule in Bornheim-Hemmerich. Das Wohnhaus des Vaters steht original in Much. Für die dritte Staffel fanden Dreharbeiten in Dormagen, Gummersbach, Bergisch Gladbach, Leichlingen und in Mayschoß, etwa 35 Kilometer südwestlich von Bonn am Rande des Ahrgebirges, statt. Dort wurde in dem Vier-Sterne-Hotel Lochmühle gedreht.[8]

Im Bornheimer Ortsteil Walberberg wurde bereits die Serie Stromberg gedreht. Auch für Mord mit Aussicht wurde auf das dortige dörfliche Flair zurückgegriffen.

Der Nettersheimer Hof in Nettersheim diente als Drehort für Szenen in den Folgen „Und ewig singt das Blaukehlchen“ sowie „Der Schandbaum“. In der Serie wird der Nettersheimer Hof zum Zwiebelfelder Hof umfirmiert.

Episodenliste[Bearbeiten]

Hauptartikel: Episodenliste

Besetzung[Bearbeiten]

Hauptdarsteller der dritten Staffel, 2014

Hauptdarsteller[Bearbeiten]

Sortiert nach der Reihenfolge des Einstiegs.

Schauspieler Rolle Bemerkungen Folgen Jahre
Peters, CarolineCaroline Peters Haas, SophieSophie Haas Kriminaloberkommissarin (KOK’in) (St. 1–2); Kriminalhauptkommissarin (KHK’in) (seit St. 3) 1– 2008–
Droste, MeikeMeike Droste Schmied, BärbelBärbel Schmied Polizeimeisterin (PM’in) (St. 1–2); Polizeikommissarin (PK’in) (seit St. 3) 1– 2008–
Hanemann, MichaelMichael Hanemann Zielonka, HansHans Zielonka Vorgänger auf Sophies Posten; Bürgermeisterkandidat 1– 2008–
Maedel, BjarneBjarne Mädel Schaeffer, DietmarDietmar Schäffer Polizeiobermeister (POM) (St. 1–2); Polizeioberkommissar (POK) (seit St. 3) 1– 2008–
Kleinert, PetraPetra Kleinert Schaeffer, HeikeHeike Schäffer Hausfrau; Ehefrau von Dietmar Schäffer 1– 2008–
Buelow, JohannJohann von Bülow Schulte, JanJan Schulte Bürgermeisterkandidat, später Bürgermeister von Hengasch 28– 2014–

Ehemalige Hauptdarsteller[Bearbeiten]

Sortiert nach der Reihenfolge des Ausstiegs.

Schauspieler Rolle Bemerkungen Folgen Jahre
Hallwachs, Hans PeterHans Peter Hallwachs Haas, HannesDr. Hannes Haas Arzt i. R.; Vater von Sophie Haas 1–27 2008–2014

Nebendarsteller[Bearbeiten]

Sortiert nach der Reihenfolge des Einstiegs.

Schauspieler Rolle Bemerkungen Folgen Jahre
Jossifidis, KullaKulla Jossifidis Ziegler, FrauFrau Ziegler Rentnerin aus Hengasch 1– 2008–
Heyn, PatrickPatrick Heyn Bechermann, ArndtDr. Arndt Bechermann Gynäkologe und Notfallarzt von Hengasch 2– 2008–
Klawitter, ArndArnd Klawitter Kauth, JochenDr. Jochen Kauth Tierarzt 3– 2008–
Schmitt, JuliaJulia Schmitt Aubach, LydiaLydia Aubach Wirtin im Gasthof „Aubach“ 14– 2012–
Antoni, Carmen-MajaCarmen-Maja Antoni Schaeffer, IrmtraudIrmtraud Schäffer Mutter von Dietmar Schäffer 29– 2014–

Ehemalige Nebendarsteller[Bearbeiten]

Sortiert nach der Reihenfolge des Ausstiegs.

Schauspieler Rolle Bemerkungen Folgen Jahre
Gertsch, MaxMax Gertsch Zielonka, AndreasAndreas Zielonka Sohn von Hans Zielonka, Kommissar, mehrmals Anwärter auf Sophies Posten 4–6
13–26
2008
2010–2012
Krawczyk, KarinaKarina Krawczyk Danuta polnische Pflegerin und Lebensgefährtin von Dr. Hannes Haas 15–27 2012–2014

Kritik[Bearbeiten]

„Umso bemerkenswerter, wie es die Akteure trotzdem geschafft haben, ‚Mord mit Aussicht‘ zu einer originellen kleinen Schrulle im durchformatierten TV-Alltag zu machen. […] Den ARD-Verantwortlichen allerdings möchte man zurufen: weniger Angst vor Ecken und Kanten – und mehr Mut zur Eifel, bitte!“

Peter Luley: Spiegel Online vom 7. Januar 2008[9]

„Bemerkenswert ist Folgendes: […] der ARD gelingt es, aus dem Thema Langeweile äußerst unterhaltsame 45 Minuten zu produzieren, was nur zum Teil daran liegt, dass der Schauspieler Bjarne Mädel aus seiner anderen Serie Stromberg ein bisschen peinliche Stille mitgebracht hat. Und das ist die Überraschung: Nach den ambitionierten, aber dennoch öden Familienkrimiversuchen […] ist Mord mit Aussicht tatsächlich sehr kurzweilig. […] eine inspirierte, originelle, witzige und schön gespielte Serie […] Hoffentlich kommt sie noch öfter.“

Michael Reufsteck: Fernsehlexikon.de vom 7. Januar 2008[10]

„Im Eifelort Hengasch zu ermitteln ist keine Freude. Dabei zuzuschauen, wie Kommissarin Sophie Haas ihr Schicksal im schwärzesten Winkel von Nordrhein-Westfalen meistert, schon. Die ARD-Serie ‚Mord mit Aussicht‘ zelebriert eine Komik der Zeitlupe.“

Patrick Bahners: FAZ.net vom 18. Mai 2010[11]

„Lokalkolorit, schillernde Figurenkonstellationen und großartiger Slapstick machen „Mord mit Aussicht“ zu einer der besten deutschen Serien. Etwas Vergleichbares haben weder HBO noch die BBC zu bieten, und „Stromberg“ ist dagegen grobmaschig. Doch kann man auch nicht übersehen, dass die neue Staffel gelegentlich schwächelt. Vor allem die alte Detailfreude, die jede Einstellung zum Wimmelbild machte, fehlt immer häufiger.“

Uwe Ebbinghaus: FAZ.net vom 9. September 2014[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Nominierung zum Deutschen Fernsehpreis 2008 in der Kategorie Beste Serie[13]
  • Nominierung zum Adolf-Grimme-Preis 2009 in der Kategorie Fiktion
  • Jupiter Award 2011 als Beste TV-Serie Deutschland
  • Roland – Filmpreis des Krimifestivals Tatort Eifel 2011[14]

Trivia[Bearbeiten]

Das rote BMW Cabrio
  • In der Serie wird meist auf die regionstypischen Dialekte, die Eifeler Mundarten, verzichtet.[9]
  • Die fiktive Postanschrift von Sophie Haas und ihrem Vater lautet, wie in der Folge „Henghasch“ zu sehen ist, Jagdweg 4, 56243 Hengasch. Tatsächlich ist diese Postleitzahl nicht vergeben.
  • Das Forsthaus, das Hannes Haas anmietet, war bereits 2003 Drehort für die Folge „Vertrauter Feind“ der Action-Serie Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei, in der das Haus von einer Psychopathin bewohnt wird.
  • In einigen Episoden tritt ein Bartkauz (skandinavische Eulenart, Strix nebulosa) in Erscheinung, der aber in Mitteleuropa nicht natürlich vorkommt. Die Protagonistin scheint sich als Stadtkind ein wenig vor dem großen Vogel zu fürchten und versucht oft ihn zu verscheuchen, wenn sie ihn sieht.
  • Der Omnibus, der ab und zu durch Hengasch fährt, stammt aus der Schweiz. Es ist ein Saurer RH 525 23, ein Oldtimer, der in Wirklichkeit als Linienbus bei der PTT, der Schweizer Post, im Einsatz war. In einzelnen Episoden sind auch andere sehr betagte Fahrzeuge wie etwa ein Ford Granada Turnier und als Privatwagen von Dietmar Schäffer ein Audi 80 zu sehen, vermutlich um das Hinterwäldlerische der Serie bzw. ihrer Figuren zu betonen. Auch ein Opel Blitz-Feuerwehrfahrzeug aus den 1950er Jahren tritt mehrmals in Erscheinung.
  • Bei den Dreharbeiten werden mehrere BMW Cabrios des Typs BMW E30 verwendet, was man bei Innenaufnahmen des Autos an den unterschiedlichen Lenkrädern erkennen kann.
  • Bis Episode 6 hat das rote BMW Cabrio von Sophie Haas das Kennzeichen „K-LR 6666“. Ab Episode 7 lautet es „K-HA 1967“. In Folge 26 fährt das Cabrio in einer Anfangsszene mit dem Kennzeichen „K-PR 7205“ vor.
  • Bjarne Mädel spielt auch in der Serie Stromberg gemeinsam mit Christoph Maria Herbst. In Folge 3 („Fingerübungen“) hat Herbst einen Cameo-Auftritt als Arzt: Mädel rennt in einem Krankenhaus die Treppe hinunter, trifft auf den Arzt, rennt ein wenig weiter und beide sehen einander einige Sekunden verdutzt an, bevor Mädel weiterrennt.
  • In Episode 11 führen Sophie Haas und Dietmar Schäffer eine Geschwindigkeitskontrolle an der B 257 durch. Die B 257 liegt auch in der Realität nicht weit von Bad Münstereifel entfernt, das laut Episode 23 das Nachbarrevier zu Hengasch darstellt. Allerdings liegt die B 257 im Osten von Bad Münstereifel, der Drehort Kallmuth im Westen.
  • In Folge 13 ist auf dem Deckel eines Notebooks statt des Apple-Logos eine Birne zu sehen.
  • In Folge 21 dreht sich die Handlung um ein entführtes Baby, das in einem abgelegenen Waldhaus untergebracht wird. Dasselbe Haus ist auch Schauplatz des Films Im Netz (2013), bei dem Caroline Peters ebenfalls die Hauptrolle spielt. Dabei wurden annähernd die gleichen Kameraperspektiven zur Darstellung der Szene verwendet wie in der Krimifolge.
  • Die Handlung von Folge 27, der ersten Folge der dritten Staffel, schließt unmittelbar an Folge 26, die letzte Folge der zweiten Staffel, an. Zwischen den Dreharbeiten lag jedoch etwa ein Jahr. Meike Droste als Darstellerin der Bärbel Schmied hatte sich inzwischen die Haare lang wachsen lassen, worauf zu Beginn nur kurz auf gewohnt lakonische Weise eingegangen wird: Am Ende der erfolglosen Verfolgungsjagd öffnet Bärbel Schmied ihren Zopf, worauf Dietmar Schäffer stutzt und fragt: „Wieso hast’n Du so lange Haare?“. Bärbel Schmied entgegnet: „Na, für die Hochzeit!“ Sophie Haas, völlig außer Atem, reagiert darauf wiederum mit: „Frau Schmied! – Das ist ja – toll. – Aber knapp war das! Mann, das war wirklich sooo knapp!“, womit sie bereits wieder zur Handlung übergegangen ist. Die Änderung wird später nicht mehr weiter erwähnt.
  • Die Geburtsdaten von Sophie und Dr. Hannes Haas stimmen auf einem Schriftstück in Folge 27 mit denen ihrer Darsteller überein – bis auf Sophie Haas’ Geburtsjahr, das sich um drei Jahre von Caroline Peters’ unterscheidet.
  • In Episode 27 zeigt Bärbel eine Landkarte, auf der das fiktive Hengasch eingezeichnet ist. In Wirklichkeit befindet sich dort das Dorf Marmagen, das auch in der Eifel liegt.
  • Seit Episode 28 tragen Dietmar Schäffer und Bärbel Schmied Schulterklappen des gehobenen Dienstes. Schäffer hat zwei silberne Sterne und ist damit Oberkommissar. Schmied hat einen silbernen Stern und ist Kommissarin.
  • In der Episode 36 ist mehrfach bei einer Fahrt von Sophie Haas und Bärbel Schmied im offenen BMW ein Schwenk über das innere des Fahrzeugs zu sehen. Der Tachometer zeigt dabei trotz zügiger Fahrt keine Geschwindigkeit an.
  • Die Polizeiwache ist im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel angesiedelt, Polizeifahrzeug und Uniformen sind korrekt dargestellt. In einigen Episoden ist jedoch immer vom Polizeipräsidium Koblenz die Rede; dieses sei für manche Sachverhalte zuständig. Das Präsidium Koblenz liegt jedoch in Rheinland-Pfalz. Zuständig wäre vermutlich das (fiktive) Polizeipräsidium Liebernich.
  • In Episode 38 ist die Band „Fraktus“ aus dem gleichnamigen Film Teil der Handlung, verkörpert von den damaligen Darstellern Jacques Palminger, Rocko Schamoni und Heinz Strunk. Die Regie dieser Folge liegt bei Lars Jessen – ebenfalls wie bei dem Film „Fraktus“.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

Die Musik zur Serie schreibt Andreas Schilling.

Die ersten sechs Folgen der Serie sind am 26. September 2008 als 3-DVD-Box beim Verlag ARD Video erschienen. Seit dem 15. November 2010 sind auch die Folgen 7 bis 13 als Dreier-DVD-Box erhältlich. Inzwischen sind auch alle 13 Episoden der zweiten Staffel auf dem Markt.

Aufgrund einer wiederholten Kürzung der Drehzeit pro Episode und dem damit verbundenen Fehlen von Raum für Kreativität gab Bjarne Mädel während der Dreharbeiten zur dritten Staffel seinen Rückzug zum Ende der Staffel bekannt. Marie Reiners, Erfinderin der Serie und großenteils Autorin der ersten Staffel, solidarisierte sich via Facebook mit ihm und erklärte, bereits nach der ersten Staffel aus ähnlichen Gründen ausgestiegen zu sein.[15]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b "Mord mit Aussicht" auf dem Qoutenthron. www.wochenspiegellive.de. 17. Dezember 2014. Abgerufen am 17. Dezember 2014.
  2. Jochen Voß: Nach zwei Jahren: „Mord mit Aussicht“ geht weiter. In: DWDL.de. 7. April 2010, abgerufen am 25. Juli 2010.
  3. Fabian Riedner: Wie erwartet: „Mord mit Aussicht“ wird fortgesetzt. Quotenmeter.de. 1. Oktober 2010. Abgerufen am 1. Oktober 2010.
  4. Jan Schlüter: Drehstart für „Mord mit Aussicht“. Quotenmeter.de. 1. Juni 2011. Abgerufen am 1. Juni 2011.
  5. Drehstart für 3. Staffel der ARD-Krimiserie „Mord mit Aussicht“ mit Caroline Peters. Abgerufen am 8. September 2013.
  6. http://www.wunschliste.de/tvnews/m/wdr-dreht-mord-mit-aussicht-der-film (abgerufen am 23. November 2014)
  7. Aachener Zeitung
  8. Maria Monreal (Bonner General-Anzeiger): ARD-Crew dreht eine Folge in der Mayschosser Lochmühle. daserste.de. 5. Dezember 2012. Abgerufen am 8. September 2013.
  9. a b Peter Luley: Krimi-Serie „Mord mit Aussicht“ – Mehr Mut zur Eifel, bitte! In: SPIEGEL Online. 7. Januar 2008, abgerufen am 25. Juli 2010.
  10. Michael Reufsteck: Öde an die Freude. In: Fernsehlexikon.de. 7. Januar 2008, abgerufen am 18. Oktober 2014.
  11. Patrick Bahners: Im Fernsehen: Mord mit Aussicht – Nee, ne? Mann, Mann! In: FAZ.net. 18. Mai 2010, abgerufen am 25. Juli 2010.
  12. Uwe Ebbinghaus: Neue Staffel „Mord mit Aussicht“: Verfolgungsjagden mit Schafherde. In: FAZ.net. 9. September 2014, abgerufen am 11. September 2014.
  13. Nominierungen des Deutschen Fernsehpreises 2008. In: Der Deutsche Fernsehpreis. 16. August 2008, abgerufen am 18. August 2010.
  14. Filmpreis des Krimifestivals „Tatort Eifel“ 2011. 24. September 2011, abgerufen am 26. September 2011.
  15. dwdl.de: Bjarne Mädel macht Schluss bei „Mord mit Aussicht“ (abgerufen am 7. Januar 2014)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Film sets of Mord mit Aussicht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien