Junge Karriere

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Junge Karriere war ein monatliches Magazin der Verlagsgruppe Handelsblatt für den Karrierestart mit einer Verbreitung von rund 145.000 Exemplaren (IVW II/2009). Es erschien am 23. Dezember 2009 zum letzten Mal.[1]

Chefredakteurin war zunächst Annette Eicker (2001 bis 2003), die als Gründungschefredakteurin gilt. 2003 löste Jörn Hüsgen sie als neuer Chefredakteur ab (2003 bis 2007). In dieser Zeit wuchs die Auflage des Magazins auf rund 150.000 Exemplare, die es bis zum Schluss hielt. Hüsgen startete eine Reihe von Initiativen wie Fair Company, den Wettbewerb "Karriere des Jahres" und das "Karriere-Hochschulranking". Auch fiel der Launch mehrerer Ableger wie "Karriere Abi", "Fair Company Guide" und "Bewerber-Guide" in diese Zeit.

2007/2008 wurde im Zuge eines Restrukturierungsprogramms der Verlagsgruppe Handelsblatt die eigenständige Redaktion aufgelöst. Seither produzierte ein Ressort des Handelsblatt das Heft sowie zusätzlich die Beilage "Perspektiven". Geschäftsführender Redakteur war seit 2007 Sven Scheffler, der das Magazin überarbeitete und die Wochenbeilage "Perspektiven" redaktionell entwickelt hatte. Im Sommer 2008 wechselte er innerhalb der Redaktion als Chefredakteur zu Handelsblatt.com. Seine Nachfolgerin wurde Tanja Kewes.

Der Titel ist mehrfach umbenannt worden: Von der Gründung bis zum Januar 2005 firmierte er als Junge Karriere, dann bis April 2007 als Karriere - Das junge Job- und Wirtschaftsmagazin und anschließend als Handelsblatt Junge Karriere.

Im Januar 2010 stellte die Verlagsgruppe Handelsblatt das Erscheinen des Hefts ein.

Redaktionssitz[Bearbeiten]

Die Publikation wurde bis 2007 von einer eigenständigen Redaktion unter Chefredakteur Jörn Hüsgen im Stammhaus der Verlagsgruppe Handelsblatt am Standort Düsseldorf produziert. Nach seinem Weggang wurde die Redaktion aufgelöst und das Heft von einem Ressort des Handelsblatts für eine Übergangszeit bis zur endgültigen Einstellung des Titels als Beilage produziert. Über die Verlagsgruppe Handelsblatt gehörte Junge Karriere zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Inhalte[Bearbeiten]

Junge Karriere richtete sich an Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger. Das Magazin wollte Orientierung bei Studium, Bewerbung und erstem Job geben. Daneben stellte das Magazin Unternehmen als Arbeitgeber vor, nannte Branchentrends und Gehälter und informierte in einem eigenen Hochschul-Ranking über Studienmöglichkeiten. Auf der Internetseite www.karriere.de wurden weitere Dienste angeboten: Praktikums- und Diplomarbeitenbörse, Bewerbungs- und Karrieretipps sowie ein Stellenmarkt.

Das Magazin gliederte sich in die Ressorts "arbeiten", "studieren", "spezial". Grundsätzlich wurde vom Leser kein wirtschaftliches Fachwissen erwartet.

Sonderpublikationen[Bearbeiten]

Zur Produktfamilie gehörte außerdem Junge Karriere abi, ein Heft für Schüler der Jahrgangsstufe 12 und 13, das einmal jährlich in einer Auflage von 160.000 Exemplaren an Gymnasien und Fachoberschulen verteilt wurde. Es wurde bundesweit an allen weiterführenden Schulen kostenlos verteilt.

Einmal jährlich, meist parallel zum Absolventenkongress, erschien der Junge Karriere-Bewerberguide, ebenfalls als eigenes Heft im Heft.

Einmal jährlich erschien in Zusammenarbeit mit der Corporate Research Foundation und dem Gefa-Institut das Buch "Top Arbeitgeber in Deutschland".

Rankings[Bearbeiten]

Uni-Ranking: Einmal im Jahr gab Junge Karriere sein Hochschulranking heraus. Es ermittelte für unterschiedliche Fachrichtungen, welche Hochschule seine Studenten am besten für den Job vorbereitet. Befragt wurden nach eigener Angabe über 51.000 Studenten und Absolventen sowie 1000 Personalverantwortliche großer Unternehmen.

Beliebteste Arbeitgeber: Junge Karriere publizierte jährlich die Ergebnisse einer Imagestudie des Recruitingdienstleisters Access, in der die beliebtesten Arbeitgeber ermittelt wurden, immer im Wechsel die der Studenten und der jungen Berufstätigen.

Wettbewerbe[Bearbeiten]

Karriere des Jahres

Junge Karriere richtete seit 2003 jährlich einen Manager-Nachwuchspreis in Deutschland aus. Preise wurden vergeben in den Kategorien: Karriere des Jahres (Hauptpreis), Karriere des Jahres im Mittelstand und Junge Karriere des Jahres. Für die Preise konnten Kandidaten nur von einem Mentor (Personalabteilung, Unternehmer etc.) vorgeschlagen werden. Während der Hauptpreis und der Mittelstandspreis eine Altersbeschränkung der Kandidaten von 40 Jahren vorsah, lag die Altersgrenze beim Sonderpreis "Junge Karriere des Jahres" bei 30 Jahren.

Preisträger des Karriere des Jahres (Hauptpreis):

Preisträger Karriere des Jahres im Mittelstand:

  • 2003 Michael Kübel (Geschäftsführer tecbytel GmbH)
  • 2004 Didem Steinbauer-Zeytin (Associate Partner ESPRiT Consulting AG)
  • 2005 Karoline Beck (Geschäftsführerin IWG Isolier Wendt)
  • 2006 Andrea Gadeib (Geschäftsführerin dialego AG)
  • 2007 Jürgen Cappell (Finanzchef Westeuropa Pfleiderer AG)
  • 2008 Dagmar Fritz-Kramer (Baufritz)[2]
  • 2009 Amir Roughani (Vispiron)[3]

Preisträger Junge Karriere des Jahres:

  • 2005 Michael Krause (Kaufmännischer Leiter Siemens Transformatoren Siemens AG)
  • 2006 Ulrike Spang (IKEA Filialleiterin IKEA)
  • 2007 Nikolas Stegelmann (Länderchef adidas Ukraine adidas AG)
  • 2008 Lisa Kiene (Haribo)[2]
  • 2009 Doreen Welz (Danone)[3]
Design am Rhein

Zusammen mit der Igedo verlieh Junge Karriere den Mode-Nachwuchspreis auf der Herbst-CPD in Düsseldorf.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1298923/Junge-Karriere-wird-eingestellt.html
  2. a b c Karriere des Jahres 2008, im Handelsblatt, am 19. November 2008. Abgerufen am 13. Dezember 2009.
  3. a b c Astrid Oldekop: Karriere des Jahres 2009 vergeben, auf karriere.de, am 3. November 2009. Abgerufen am 13. Dezember 2009.

Weblinks[Bearbeiten]