Kühne + Nagel

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Kühne + Nagel International AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0025238863
Gründung 1890
Sitz Schindellegi, Schweiz
Leitung Detlef Trefzger
(CEO)
Karl Gernandt
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 62.744 (Dezember 2013)[1]
Umsatz 20,929 Mrd. CHF (2013)[1]
Branche Transport / Logistik
Website www.kuehne-nagel.com
Stand: 31. Dezember 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013
Kühne + Nagel-Hallen in Hamburg-Heimfeld

Die Kühne + Nagel International AG ist ein international tätiges Logistik- und Gütertransportunternehmen mit Sitz im Ortsteil Schindellegi der Gemeinde Feusisberg im Schweizer Kanton Schwyz.

Geschichte[Bearbeiten]

Kühne + Nagel wurde im Jahr 1890 von August Kühne und Friedrich Nagel in Bremen als Seehafenspedition gegründet und war während der ersten sechs Jahrzehnte nahezu ausschließlich in den deutschen Seehäfen verankert.

Alfred Kühne leitete Anfang der 1950er Jahre die Internationalisierung des Unternehmens ein; erste Stützpunkte wurden in Kanada errichtet, danach in Benelux sowie im Nahen und Mittleren Osten.

Der Gründerenkel Klaus-Michael Kühne trieb die Internationalisierung voran. Das Unternehmen ist heute in über hundert Ländern tätig, betreibt 1.000 Betriebsstätten mit insgesamt rund 7 Mio. Quadratmetern Lagerfläche und beschäftigt ungefähr 63.000 Mitarbeiter.[1]

Das Angebot erstreckt sich über sämtliche in der Logistik übliche Dienstleistungen wie z. B. in der Seefracht, Luftfracht, den europäischen Straßen- und Bahnverkehren sowie in der Kontraktlogistik.

Seit 1994 ist die Kühne + Nagel International AG eine an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange notierte Publikumsgesellschaft und hält weltweit, direkt oder indirekt, Beteiligungen an über 200 Unternehmen. Der größte Teil dieser Unternehmen sind Kühne + Nagel-Landesgesellschaften und befinden sich ausschließlich im Eigentum der Gruppe.

Kritik[Bearbeiten]

Laut dem deutschen Historiker Wolfgang Dreßen hat die Transportfirma Kühne + Nagel während des Nationalsozialismus von den „Arisierungsprogrammen“ der Nazis dadurch profitiert, dass geraubter jüdischer Besitz im Auftrag des nationalsozialistischen Staates transportiert wurde.[2] Diese Umstände wurden seitens des Unternehmens offenbar nie aufgearbeitet.

Firmengebäude (Auswahl)[Bearbeiten]

Seit 1910 hatte das Unternehmen seinen Firmensitz in der 1944 zerstörten sogenannten „Kappfschen Burg“ an der Großen Weserbrücke in Bremen. Nachdem 1958–1960 weiter stromaufwärts die neue Große Weserbrücke (Wilhelm-Kaisen-Brücke), entstanden war, konnte das Unternehmen 1962 auf einem größeren Gelände einen sechsgeschossigen Neubau errichten, der Anfang der 1970er Jahre um drei Etagen aufgestockt wurde.[3]

Besitzverhältnisse[Bearbeiten]

53,3 % Klaus-Michael Kühne über die Kühne Holding AG
0,2 % Eigenbesitz der Kühne + Nagel International AG
46,5 % Streubesitz

Stand 31. Dezember 2012[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kühne + Nagel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Kühne + Nagel International AG: Geschäftsbericht 2013. Abgerufen am 2. Mai 2014 (PDF).
  2. „Plünderung jüdischen Eigentums - Billigende Inkaufnahme“, taz.de, 29. November 2010
  3. www.architekturfuehrer-bremen.de