Karen Morley

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Karen Morley (* 12. Dezember 1909 in Ottumwa, Iowa; † 8. März 2003 in Woodland Hills, Kalifornien; eigentlich Mildred Linton) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Karen Morley lebte bis zu ihrem 13. Lebensjahr in Ottumwa, Iowa, und zog mit ihrer Familie nach Los Angeles, wo sie die Hollywood High School besuchte. Nach der Schule studierte sie zunächst Medizin, kam dann aber über Theaterkurse zur Schauspielerei. Sie brach das Studium ab und begann eine Schauspielausbildung am Pasadena Playhouse. Regisseur Clarence Brown entdeckte sie für den Film, als er Probenersatz für Greta Garbo suchte. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1931 in seinem Film Yvonne. Karen Morley erhielt daraufhin einen Vertrag bei Metro-Goldwyn-Mayer, wurde 1931 unter die WAMPAS Baby Stars des Jahres gewählt und 1932 von Howard Hughes für die Rolle der „Poppy“ in Scarface ausgewählt. Im Jahr 1934 kam es zum Bruch mit MGM. Im selben Jahr drehte sie mit King Vidor, der sie mit der Hauptrolle in seinem New Deal-Propagandafilm Unser tägliches Brot betraute. Sie spielte ab dieser Zeit nur in wenigen Filmen, da es zu dieser Zeit ohne die Unterstützung eines großen Filmstudios unmöglich war, Filmkarriere zu machen.

Karen Morley war Mitglied der Kommunistischen Partei der USA. Unter anderem von Robert Taylor, Mitglied der antikommunistischen Motion Picture Alliance for the Preservation of American Ideals, denunziert, wurde sie 1952 vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe geladen. Sie verweigerte die Aussage vor dem Ausschuss, was ihr berufliches Aus in Hollywood bedeutete.[1]

Karen Morley war von 1932 bis 1943 mit Charles Vidor verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Michael Karoly wurde 1933 geboren. Nach der Trennung von Vidor heiratete sie 1943 den Schauspieler Lloyd Gough, mit dem sie bis zu dessen Tod 1984 verheiratet war.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachruf in The Guardian, 21. April 2003, abgerufen am 12. Januar 2013.